Reisetipps Dalmatien

Sehenswertes Dalmatien

Region: Korčula (Insel)

Blato

Am Rand des fruchtbaren Tals Blatsko polje liegt Blato (4000 Ew.), das Zentrum für landwirtschaftliche Produkte der Insel. Der Ort ist auch bekannt für seine Weinkellerei. Neben der Pfarrkirche Svi Sveti (14. Jh.) steht die alte Loggia. Auf dem Hauptplatz wird alljährlich am 28. April (Tag der Sv. Vizenza, Schutzpatronin von Blato) das Ritterspiel „Kumpanija“ aufgeführt. Durch die Ortsmitte führt eine 1 km lange Lindenallee. Auskunft: Tourist Info | Ulica 31 b 2/4 | Blato | Tel. 020/851850 | Fax 851241 | www.blato-croatia.com

Korčula (Ort)

Die pittoreske mittelalterliche Altstadt, auf einer Landzunge gelegen und umgeben von einem Befestigungsring, sollten Sie sich unbedingt auch vom Wasser aus anschauen. Die Fähren von Rijeka und Dubrovnik sowie die Personenschiffe vom gegenüberliegenden Orebić legen direkt vor dem Stadttor an.

Einer Insellegende zufolge wurde der berühmte Asienreisende Marco Polo (1254-1324), der in genuesischer Gefangenschaft einem Mithäftling seine abenteuerlichen Berichte diktierte, in Korčula geboren. In einer kleinen Seitengasse unweit des Doms steht das Marco-Polo-Haus. Vergilbte Stiche zeigen Marco Polo auf seinen Fahrten; Dokumente, die die Geburt des Reisenden in Korčula belegen könnten, gibt es allerdings nicht. Der Ausblick vom Turm des Hauses auf die grünen Inseln im blauen Meer lohnt aber allein schon den Weg (tgl. 10-13 u. 17-19 Uhr | 10 Kuna).

Die Altstadt wurde planmäßig angelegt. Von der schnurgeraden Hauptstraße mit den wichtigsten Sehenswürdigkeiten zweigen enge Gassen ab, deren Häuserzeilen sich gegenseitig vor Sonne und Wind schützen. Haupteingang ist das Landtor, zu dem die monumentale neobarocke Steintreppe am Rand eines kleinen Marktplatzes hinaufführt. Durch das Tor kommen Sie auf den Platz Braća Radić. Zur linken Seite stehen das Rathaus (16. Jh.) mit von schönen Säulen getragenen Arkaden sowie die Kapelle der Schneemadonna, ein Andenken an die Abwehr der türkischen Flotte im Jahr 1571. Wenige Schritte bzw. Treppenstufen hinauf weitet sich die Straße zum Domplatz, an dem die beiden schönsten Patrizierpaläste der Stadt, Arneri und Gabrielis, der Kathedrale Sv. Marko und dem Bischofspalast mit der Schatzkammer gegenüberstehen.

Die große Kathedrale, im Stil von Gotik und Renaissance, wurde aus dem weißen Korčulaner Stein im 15. und 16. Jh. erbaut. Das Hauptportal schmücken zwei Löwenfiguren. Am Hauptaltar sehen Sie ein Gemälde des venezianischen Meisters Tintoretto. Das Bild zeigt die drei Schutzheiligen Korčulas und Dalmatiens: den hl. Markus, den hl. Hieronymus und den hl. Bartholomäus, der gleichzeitig Schutzpatron der Schiffbauer ist. Wertvolle sakrale Objekte und Gemälde aus der Kathedrale sind gleich nebenan im Bischofspalast ausgestellt (Juli/Aug. tgl. 9-19 Uhr, sonst nach Voranmeldung | 15 Kuna).

Das Stadtmuseum im Palast Gabrielis (16. Jh.) enthält ein Lapidarium mit griechischen Inschriften, Dokumente griechischer Kolonialisierung der illyrischen Urbevölkerung. Die oberen Geschosse widmen sich der Tradition von Schiffbau, Seefahrt und Handwerk (Sommer: tgl. 9-21 Uhr, Winter: nach Voranmeldung | 10 Kuna).

Seit fast 400 Jahren gehört die mittelalterliche „Moreška“ zum Brauchtum von Korčula. Sie wird im Sommer regelmäßig in der Altstadtkulisse aufgeführt. Ein Bild, das beinahe zur mystischen Einkehr verleitet, sind die von einem Zypressenspalier gesäumten 101 Stufen zur Kapelle Sv. Antun (hl. Antonius). Hier können Sie in Ruhe den Ausblick auf die Umgebung der Stadt Korčula genießen. Von der Straße in Richtung Lumbarda zweigt der Weg zur Treppe im Stadtteil Sv. Antun ab.

Die Stadt Korčula (3200 Ew.) ist nicht nur Besichtigungs-, sondern auch Ferienziel. An die Altstadtmauer lehnt sich das nostalgische Hotel Korčula mit einer mit Weinlaub berankten Terrasse und guter Küche (20 Zi. | Tel. 020/711078 | Fax 711746 | www.korcula.net | €€). Vom Restaurant bis zur Pizzeria - für das leibliche Wohl ist im Zentrum des Städtchens reichlich gesorgt. Empfehlenswert ist die Konoba Marco Polo (Baničevića 11 | Tel. 020/715077 | €€) mit sehr guter Fischküche. Ein romantischer Ort für den Aperitif ist die Bar Massimo hoch oben im Wehrturm Zakerjan (Šetalište petra Kanavelića).

Etwas außerhalb liegen zwei Konobas, in denen typische Gerichte der Insel angeboten werden. Auf Vorbestellung wird Ihnen im Gasthaus Hajduk unter der Peka gegartes Ziegenfleisch mit Gemüse aus eigenem Anbau serviert. Übernachtungsgäste dürfen sich von den Obstbäumen im Hausgarten selbst bedienen (8 Zi. | Sv. Anton | Tel. 020/711267 | €). Pogaca, frittierten Brotteig mit Belag nach Wahl, oder unter der Peka gegarten Oktopus erhalten Sie in der Konoba Maslina (Lumbarajska cesta | Tel. 020/711720 | €-€€). Marko Polo Tours, am Altstadtfähranleger, vermittelt Privatquartiere auf der gesamten Insel (Biline 5 | Tel. 020/715400 | Fax 715800 | www.korcula.com). Auskunft: Tourist Info | Obala V. Paletina | Korčula | Tel. 020/715701 | Fax 715866 | www.visitkorcula.com

Lumbarda

Natürliche Sandstrände - eine Trumpfkarte für den Tourismus: Lumbarda (1100 Ew.) hat sie, denn die gesamte Ostspitze der Insel ist von Sandboden bedeckt, der dem heimischen goldgelben Rebensaft Grk sein besonderes Bouquet verleiht. Das Zentrum von Lumbarda, 8 km von der Stadt Korčula entfernt, erstreckt sich um die seichte Bucht Prvižal, in der Fischerboote und Yachten dümpeln. Ein paar Renaissancevillen verraten, dass dieser Platz schon lange ein begehrtes Sommerziel ist. Gehen Sie vom Zentrum die Maulbeerbaumallee bergauf, kommen Sie durch die Lumbarder Felder und Weingärten zu den Sandbuchten Pržina und Bili Žal. In und um Lumbarda gibt es viele private Quartiere in Ferienwohnungen und Pensionen.

Taucher finden bei MM-Sub kompetente Lehrer nach CMAS und PADI bzw. Guides für Unterwasserexkursionen; die Tauchschule vermietet auch Apartments (3 Apt. | Tatinja 65 | Tel. 020/712321 | www.mm-sub.hr | €). Auskunft: Tourist Info | Lumbarda | Tel. 020/712005 | Fax 020/712005 | www.lumbarda.hr

Vela Luka

Der größte Ort der Insel liegt auf der Westseite von Korčula, am innersten Punkt einer tief eingeschnittenen Bucht mit einigen schönen Kieselstränden. Im Ortszentrum des geschäftigen Vela Luka (4450 Ew.) steht die neobarocke Pfarrkirche Sv. Josip (19. Jh.), davor ein schöner Trinkwasserbrunnen aus dem Jahr 1930. Entlang dem kleinen Hafenbecken finden Sie ein paar Cafés, Tavernen und Bistros. Die Fährschiffe zur Insel Lastovo und nach Split legen südlich vom Hafenbecken beim Industrieviertel an. Auskunft: Tourist Info | Ulica 41 br. 11 | Vela Luka | Tel. 020/813619 | Fax 020/813619 | www.tzvelaluka.hr

Region: Vis (Insel)

Komiža

Im Norden der weiten Bucht von Komiža, der die Insel Biševo vorgelagert ist, liegt an einem schönen Kieselstrand das Hotel Biševo (126 Zi. | Tel. 021/713144 | Fax 713098 | www.hotel-bisevo.com | €€), das einzige Hotel am Ort. Hinter der Fischfabrik, die im Sommer geschlossen ist, befinden sich fünf weitere kleine Badebuchten mit sprudelnden Süßwasserquellen. An der Hafeneinfahrt steht das alte Kastell (16. Jh.), heute Fischereimuseum (tgl. 10-12 u. 18-20 Uhr | 10 Kuna), in dem ein typisches Fischerboot von Vis, ein falkuša, zu sehen ist. Vom Turm hat man einen schönen Blick auf die Stadt und die Insel Biševo. Unweit des Zentrums, direkt am Strand, überrascht die originell eingerichtete Konoba Bako mit antiken Amphoren, einem Anker aus dem 5. Jh. und einer alten Traubenpresse (Tel. 021/713742 | €€). Die Inhaber betreiben auch eine Tauchschule. Originell ist die Konoba Jastožera mit ihrem Holzponton über den Becken einer ehemaligen Hummerzucht; Fisch, Hummer und Meeresfrüchte geben hier den Ton an (Gundulićeva 6 | Tel. 021/713859 | €€€). Auskunft: Tourist Info | Riva | Komiža | Tel. 021/713455 | Fax 021/713455 | www.tz-komiza.hr

Vis (Ort)

Der Ort Vis erstreckt sich auf der Nordseite der Insel um die geschützte Bucht Viški zaljev. Im Park, gleich neben dem Autofährkai, wachsen sieben verschiedene Palmenarten. Funde aus griechischer Zeit vermitteln in dem von den Österreichern erbauten Haus Baterija della Madonna, heute Museum, einen Eindruck vom alten Issa (Šetalište Višk Boj 12 | im Sommer Di-So 10-13 u. 17-21 Uhr | 20 Kuna). Am Eingang zur Bucht liegen die Ruinen der Anfang des 19. Jhs. von den Engländern erbauten Festung. Erhalten geblieben ist der St.-Georg-Turm, ein schöner Aussichtspunkt auf das Meer.

In der Altstadt verwöhnt das kleine Hotel Paula mit 16 angenehmen Zimmern und gutem Restaurant (Petra Hectorovića 2 | Tel. 021/711362 | http://hotelpaula.com | €€). Im alten Stadtviertel, in Kut, finden Sie mehrere Konobas. Das Pojoda hat sich unter Feinschmeckern einen besonderen Ruf erworben. Hier kocht Zoran Brajčić in Anlehnung an die alten Rezepte von Vis (Don C. Marasovića 8 | Tel. 021/711575 | €€€). Nach einem guten Essen entspannt man in der stylischen Loungebar Lambik im selben Stadtteil.

Vis und das benachbarte Biševo sind reich an unterseeischen Grotten; Taucher finden hier ein vielseitiges Revier, in dem auch Wracks betaucht werden. Dodoro-Diving bietet kompetent geführte Tauchkurse und -exkursionen an (Obala Sv. Jurja | Tel. 021/711695 | www.dodoro-diving.com). Auskunft: Tourist Info | Šetalište stare Isse 2 | Vis | Tel. 021/717017 | Fax 717018 | www.tz-vis.hr

Region: Biograder Riviera

Biograd na moru

Das Städtchen (6000 Ew.) ist mit seinen beiden Marinas (900 Liegeplätze) vor allem ein Treff der Skipper. Hier spinnen sie allabendlich in Kneipen, Tavernen und Restaurants reichlich Seemannsgarn. Aber auch Badeurlauber finden entsprechende Angebote. Neben der Pfarrkirche sitzt man bei pršut (luftgetrockneter Schinken), gegrillten Sardinen und Wein ungemein idyllisch in der Konoba In Vino Veritas (Ul. Kneza Domagoja | €). Nachtschwärmer treffen sich in den Cafés entlang der Uferpromenade Riva, wo die Lavender Bed Bar im Hotel Adriatic mit ihren bequemen Chillout-Liegen und Lavendelduft absoluter Spitzenreiter bei den Party People ist. Von den kürzlich renovierten, aus den 1970er-Jahren stammenden Hotels Kornati (102 Zi. | Tel. 023/358333 | Fax 383008 | €€) und Ilirija (166 Zi. | Tel. 023/396555 | Fax 383008 | www.ilirijabiograd.com | €€) sind es nur wenige Schritte zum Kieselsteinbadestrand, zum Zentrum des Orts oder zur mit Blumenrabatten und Palmen geschmückten Uferpromenade.

Bei einem Spaziergang über diese Promenade trifft man auf das Stadtmuseum, das einen sensationellen Fund birgt: die Ladung eines Handelsschiffs, das im 16. Jh. auf der Fahrt von Venedig nach Konstantinopel im Pašmanski kanal gesunken ist. Brillen in Lederfassungen, Rasiermesser, Nähnadeln, Herrenhemden und Wollmützen: Die Sammlung von Gegenständen des täglichen Bedarfs aus dieser Epoche gilt als eine der reichhaltigsten der Welt. Alle Exponate sind auch deutsch beschriftet (im Sommer Mo-Sa 9-12 u. 19-21 Uhr | an der Promenade | 10 Kuna).

Von Biograd tuckert die Autofähre bis zu achtmal täglich hinüber nach Tkon/Pašman. Auskunft: Tourist Info Biograd na moru | Trg hrvatskih velikana 2 | Biograd na moru | Tel. 023/383123 | Fax 023/383123 | www.tzg-biograd.hr

Pakoštane

Das Küstendorf (1800 Ew.), von Kiefernwald umgeben, liegt zwischen Meer und Vrana-See. Der kaum restaurierte alte Ortskern mit seinen winkligen Gassen, winzigen Plätzen, engen Höfen, teils leer stehenden, verfallenen Häusern ist deshalb interessant anzuschauen, weil er noch das originale Bild eines uralten dalmatinischen Fischerdorfs bietet. Ihn umgeben viele neue Einfamilienhäuser inmitten gepflegter Gärten. Beliebt ist das Restaurant Tri Ferala mit Aal und Fröschen aus dem Vrana-See (Ivana Meštrovića 9 | Tel. 023/381107 | www.tri-ferala.biz | €€).

Von Pakoštane können Sie zur kleinen, noch sehr ursprünglichen Insel Vrgada übersetzen. Unterkünfte bei Privatvermietern. Auskunft: Tourist Info | Pakoštane | Tel. 023/381892 | Fax 381608 | www.pakostane.hr

Sv. Filip i Jakov

Beschaulich und familiär, das sind die Merkmale des sympathischen Orts (1500 Ew.) mit flach abfallenden Kieselstränden. Zur unbewohnten, wenig besuchten Badeinsel Babac können Sie sich mit dem Taxiboot übersetzen lassen. 1,5 km ins Landesinnere, an einem malerischen Platz, steht einsam im Feld die Kirche Sv. Roko (11. Jh.), letzte Erinnerung an die große mittelalterliche Benediktinerabtei Rogovo. Deren Brüder gründeten einst Sv. Filip i Jakov als ihren Versorgungshafen. Alljährlich wird am 16. Aug. um die Kirche herum das Fest des Sv. Roko gefeiert. Unterkunft bietet der einfache, schön am Meer gelegene Campingplatz Dardin (200 Stellplätze | Tel. 023/388960 | Fax 388607). Auskunft: Tourist Info | Kuntrata | Sveti Filip i Jakov | Tel. 023/389071 | Fax 023/389071 | www.sv-filipjakov.hr

Vrana und Vrana-See/Vransko Jezero

Aus der Ortschaft mit den Überresten der Burg Vrana und der Karawanserei Maškovica Han, einem in Dalmatien seltenen Beispiel osmanischer Baukunst, windet sich die Straße in Richtung Benkovac aus der Ebene hinauf zum Hochplateau. Vom Rand der Hochebene eröffnet sich ein weiter Blick über den türkisgrünen, von einem Schilfgürtel umrahmten Vransko jezero, seit 1999 Naturpark (www.vransko-jezero.hr). Im fischreichen Süßwasser des gut 10 km langen und bis zu 4 km breiten Sees leben Aale, Welse, Hechte und Karpfen.

Das nordwestliche Ufer ist ornithologisches Reservat. Im breiten Schilfgürtel finden über 100 Vogelarten, unter ihnen Zwergscharben, Rohrweihen, Rohrsänger, Purpur-, Seiden- und Silberreiher, Nahrung und Schutz. Eine Tageslizenz zum Angeln (60 Kuna) sowie Angelzubehör erhalten Sie auf dem Campingplatz Ckrvine (Tel. 023/381433) am Nordufer. Wer nicht auf sein eigenes Anglerglück vertrauen will, der findet hier das rustikale Restaurant Vransko Jezero, das die Fische aus dem Vrana-See sehr schmackhaft zubereitet (Tel. 023/636193 | €).

Region: Dugi otok (insel)

Božava

Der kleine, malerische Ort (160 Ew.) in einer windgeschützten Hafenbucht ist das touristische Zentrum von Dugi otok, denn wenige Gehminuten entfernt versteckt sich die mit fünf Wohngebäuden größte und kürzlich renovierte Hotelanlage der Insel in einem dichten Kiefernwald (Hotels Božava | 103 Zi., 18 Apt. | Tel. 023/291291 | Fax 377682 | www.hoteli-bozava.hr | €€-€€€). Von hier hat man den schönsten Blick auf die Bucht, in der abends die Segelyachten ankern. Die Tauchschule in der Anlage steht unter deutscher Leitung. 3 km entfernt liegt die naturbelassene, seichte Bucht Sakarun mit ihrem Sanstrand, idealer Bade- und Spielplatz besonders für kleinere Kinder. Sonnenschirme, Liegen und Proviant müssen Sie allerdings selbst mitbringen.

Am Ende der Straße markiert der 45 m hohe Leuchtturm Veli rat schon seit 1849 die nordwestliche Spitze der Insel Dugi otok, umgeben von urwüchsigem Kiefernwald und schönen Badeplätzen. Im Leuchtturm werden zwei Apartments an Feriengäste vermietet. Auskunft: Tourist Info in Sali (www.dugiotok.hr) und Kroatische Zentrale für Tourismus (siehe „Praktische Hinweise“)

Sali

Von den Salinen, aus denen hier früher das kostbare Meersalz gewonnen wurde, hat Sali, heute Wirtschafts- und Verwaltungszentrum von Dugi otok, seinen Namen. Seit über tausend Jahren bewahrt der größte Ort der Insel die Fischereitradition. Das belegt eine Urkunde aus der Zeit um 990. Die gotische Pfarrkirche Sv. Marija wurde im 15. Jh. dort errichtet, wo vormals ein frühmittelalterliches Kirchlein stand. Reste von Flechtornamenten und der große Holzaltar sind noch erhalten geblieben (nur zur Messe geöffnet). Immer am Anfang des Monats August feiert Sali sein Ortsfest Salijske užanske traditionell mit einem Eselrennen.

Urlauber, Bootstouristen und Taucher nutzen Sali gern als Ausgangspunkt für Touren in den Telašćica-Naturpark und zum Kornati-Archipel. Im Ort gibt es drei Tauchschulen, eine kroatische, eine italienische und eine deutsche. Das Hotel Sali, leicht erhöht über dem Meer, liegt gut 5 Minuten vom Zentrum entfernt (52 Zi. | Tel. 023/377049 | Fax 377078 | www.hotel-sali.hr | €€).

Telašćica-Naturpark

Ein Besuch des Naturparks mit der ca. 8 km langen Bucht Telašćica am Ende der Insel lohnt sich. Telašćica besitzt den sichersten und größten Naturhafen der Adria vor einer grandiosen Kulisse aus steilen, zerklüfteten Felsenbergen. An der Westküste ragt das 146 m hohe Kliff Grpašćak spektakulär aus dem Meer, das über einen Pfad von der Bucht Mir, die auch von Ausflugsschiffen angelaufen wird, gut zu erreichen ist. Das Wasser im nur fünf Gehminuten entfernten Salzsee ist im Sommer 6 Grad wärmer als das Meer. | Eintritt 10 Euro für einen Tag | www.telascica.hr

Region: Ugljan und Pašman (Inseln)

Insel Ugljan

Wegen der günstigen Verbindung zum Festland ist Ugljan (51 km²) mit gut 7000 Ew. eine der am dichtesten besiedelten dalmatinischen Inseln. Alle insgesamt sieben Ortschaften liegen an der Ostseite, dem Festland zugewandt. Die gebirgige Westküste ist schroff und schwer zugänglich. Der Norden fällt hingegen sanft zum Meer ab.

Auffallend in der Inselvegetation sind die vielen silbrig glänzenden Olivenbäume, insgesamt sollen es mehr als 100000 sein. Mit der Olivenölproduktion setzt Ugljan eine Tradition fort, für die die Insel schon zu Römerzeiten bekannt war. Vom späten November bis in den Februar werden die reifen Oliven gepflückt. Olivenöl von Ugljan - die beste Qualität ist nach uraltem Verfahren kaltgepresst - wird auch auf dem Markt in Zadar verkauft.

Kukljica

Das Fischerdorf (600 Ew.) liegt in einer Bucht im Süden von Ugljan. An nördlichen Ausgang der Bucht ist die einfache Ferienanlage Zelena punta auf eine bewaldete Landzunge gebaut (120 Zi., 124 Apts. | Tel. 023/373337 | Fax 373545 | www.zelenapunta.com | €). Beliebtes Fischlokal ist die Konoba Kod Barba Tome (Tel. 023/373323 | €€) mit einer originellen „Bootsbar“. Alljährlich Anfang August feiert man hier das Fest der Schneemadonna mit Prozession und Fischerbootkonvoi zur Kirche Gospa od sniga in der Bucht von Ždrelac.

Kukljica ist stolz auf seine neue Marina mit 150 Plätzen und die Segelschule mit Lehrern vom Segelclub Zadar. Wanderwege führen in die idyllischen Badebuchten Kunćabok, Mali, Veli Sabuša (Sandstrand) und Jelenica (auch FKK). Auskunft: Tourist Info Kukljica | Kukljica | Tel. 023/373276 | Fax 373842 | www.kukljica.hr

Preko

Preko liegt direkt gegenüber von Zadar. Hier legt die Autofähre vom Festland an. Cafébars, Restaurants und Läden verleihen dem Ort einen Hauch von städtischer Atmosphäre. Der Stadtstrand von Preko, Jaz, ist längst nicht so attraktiv wie die vorgelagerte kleine grüne Insel Galevac-Školjić mit ihren Kieselbuchten. Auf der Insel gibt es auch ein Franziskanerkloster, das der Öffentlichkeit aber nicht zugänglich ist. Oberhalb von Preko liegt die Festung Sv. Mihovil (13. Jh.). Der Fußmarsch von Preko aus, der etwa eine Stunde dauert, lohnt sich. Oben angekommen, eröffnet sich ein herrlicher Panoramablick. Auskunft: Tourist Info | Preko | Tel. 023/286108 | Fax 286838 | www.preko.hr

Ugljan (Ort)

Ugljan besteht aus mehreren Ortsteilen. Selten überfüllt und besonders schön gelegen sind die Badestrände von Muline, denn man hat von hier gleich eine ganze Anzahl kleinerer und größerer Inseln im Blickfeld. In Privathäusern werden Zimmer und Apartments vermietet. Auskunft: Tourist Info | Ugljan | Tel. 023/288011 | Fax 023/288011 | www.ugljan.hr

Insel Pašman

Ähnlich wie auf Ugljan sieht es auf der mit knapp 60 km² etwas größeren, aber schwächer besiedelten Schwesterinsel Pašman (3100 Ew.) aus. Auch hier führen von der einzigen Straße, die alle Inselorte am Ostufer verbindet, nur Wege und Pfade über das schroffe Inselgebirge zu den schönen Buchten auf der Westseite. Über den Gebirgsrücken zieht sich ein 29 km langer Panoramawanderweg von der Brücke nach Ugljan bis nach Tkon. Pašman wirkt noch ländlicher als Ugljan. Mit dem Gemüse, das rund um die Dörfer üppig auf den Feldern wächst, beliefern die Bauern den Markt von Zadar. Auf Pašman gibt es zwar kein Hotel, aber einige Privatpensionen und viele Apartments sowie Privatzimmer und Campingplätze.

Kraj

Am Rand der Ortschaft Kraj auf Pašman steht das Franziskanerkloster Sv. Dujam u Kraju (14. Jh.) inmitten grüner Felder. Sehenswert sind Renaissancekreuzgang, Bibliothek und die Barockbilder von Heiligen im Refektorium. | Mo-Fr 16-18 Uhr

Pašman (Ort)

Selbst der Hauptort der Insel hat nur 300 Ew. Privatzimmer mit Frühstück vermietet Sobe Bobić, direkt am Wasser gelegen. Interessierten Gästen zeigen die Inhaber persönlich ihre grüne Insel (4 Zi. | Tel. 023/260111 | Fax 023/260111 | €). Nebenan, im Restaurant Lanterna, werden Gemüse und Salat aus dem eigenen Garten zubereitet (Tel. 023/260406 | €). Auskunft: Tourist Info | Pašman | Tel. 023/260155 | Fax 023/260155 | www.pasman.hr

Tkon

Mehrmals täglich legt die Autofähre vom Festlandshafen Biograd na moru in Tkon an. Etwa 2 km in Richtung des Orts Pašman zweigt der Weg zum Benediktinerkloster Sv. Kuzma i Damjan (12. Jh.) auf dem Berg ćokovac ab. Die Abtei war jahrhundertelang Schule der slawischen Liturgie und der glagolitischen (altslawischen) Literatur. Das Portal der gotischen Kirche trägt glagolitische Inschriften, in den Kapitellen verstecken sich steinerne Menschenköpfe. Aus dem 14. Jh. stammt das bemalte Holzkreuz über dem Altar. Ein interessantes Bildnis, das die Liebe über den Schmerz stellt. Mönche erläutern die Symbolik den Besuchern. | Mo-Sa 16-18 Uhr | Eintritt frei (Spende willkommen)

Region: Hvar (Insel)

Hvar (Ort)

Den schönsten Blick auf das ganze Panorama dieses mediterranen Kleinods (4000 Ew.) hat man vom Meer aus. In der Totalen erfasst man am besten die von Palmen gesäumte Uferpromenade und die sieben Jahrhunderte alten Wehrmauern, die sich bis zur Festung Španjol (16. Jh.) den Hang hinaufziehen. Oberhalb davon steht die 1811 von den Franzosen erbaute Festung Napoleon. Die wichtigsten Kirchen, Klöster und Paläste stammen aus der Blütezeit von Hvar, als die Seemacht Venedig die Stadt übernahm und sie vom 15. bis 18. Jh. zu einem wichtigen Stützpunkt in der Ostadria ausbaute. Im geschützten Hafen von Hvar überwinterte in früheren Zeiten die venezianische Flotte. Jetzt kommen Kreuzfahrtschiffe und Yachten mit Passagieren aus aller Welt, um das mondäne Flair des Orts für ein paar Stunden zu erleben. Zur rechten Seite des kleinen alten Hafenbeckens öffnet sich der weitläufige, mit blank getretenen Steinplatten ausgelegte Hauptplatz Trg Sv. Stjepana. An der Stirnseite steht der Dom Sv. Stjepan (erbaut 13.-18. Jh.) mit seinem filigranen Glockenturm. Hvar ist seit 850 Jahren Bischofssitz. Der Domschatz aus Dokumenten, Gemälden, Messgewändern und liturgischen Gefäßen ist im Bischofspalast nebenan zu sehen (tgl. 9-12 u. 17-19 Uhr | 12 Kuna). Auf dem Hauptplatz steht der große Stadtbrunnen von 1520. Im Restaurant Hanibal am Platz sollten Sie unbedingt das Seeteufel-Carpaccio probieren (Tel. 021/742760 | €€).

Ein Arkadenbogen von 10 m Breite überspannt das zum Hafen gerichtete Tor des Arsenals, in dem früher die venezianischen Kriegsgaleeren repariert wurden. Das kleine Theater, in Europa eines der ersten kommunalen Theater der Neuzeit, wurde 1612 ins Obergeschoss gebaut. In den Räumen nebenan ist zeitgenössische kroatische Kunst ausgestellt. An die Stadtloggia mit dem Uhrturm und ihrer prächtigen Fassade lehnt sich seit 1903 das Hotel Palace (73 Zi. | Tel. 021/741966 | Fax 742420 | www.suncanihvar.hr | €€€).

Richtung Meer rechts entlang führen Spazierwege durch den Stadtpark zur Hotelanlage Amfora (320 Zi. | Tel. 021/750300 | Fax 750301 | €€€). Etwa 200 m entfernt feiert nachts ein vorwiegend junges Publikum in der Open-Air-Disco Veneranda (tgl. 24-5 Uhr | ab 30 Kuna).

Auf der Ostseite des Hafenbeckens lassen sich die Segler auf ihren eleganten Yachten bestaunen. Nur wenige Schritte über die Promenade schlürft man im Carpe Diem bunte Cocktails zu leiser Barmusik. Die Promenade noch ein Stück weiter zeigen die Mönche des Franziskanerklosters (15. Jh.) ihre Schätze: eine umfangreiche Botaniksammlung, Gemälde alter Meister und handgeschriebene Bücher (tgl. 10-12 u. 17-19 Uhr | 15 Kuna). In den Sommermonaten wird der Kreuzgang zu einer stimmungsvollen Kulisse für klassische Konzerte.

Im Stadtteil Groda, auf der Nordseite des Hauptplatzes, klöppeln Benediktinerinnen hauchdünne Spitzendeckchen aus feinen Fäden, die aus den Fasern von Agavenblättern gesponnen sind. Die Decken zählen zu den offiziellen Staatsgeschenken der Republik Kroatien. Nur in der Abtei selbst, an der Treppe zur Festung, werden diese kleinen Kunstwerke verkauft. An diesem Weg finden Sie auch einige gemütliche Restaurants, zum Beispiel das Macondo (Tel. 021/742850 | €€), in dem bei kühler Witterung ein Kaminfeuer wärmt. Für moderne Küche mit dalmatinischer Tradition steht das Yakša (Tel. 091/2770770 | €€€) mit restaurierten gotischen Gewölben und weinumranktem Patio.

Ob zu Fuß oder mit dem Auto, der 3 km lange Weg hinauf zum alten Wachhaus, das die Österreicher 1832 bauten, lohnt sich, denn man hat von der Terrasse einen herrlichen Blick auf die Stadt und die vorgelagerten Pakleni otoci (Harz- oder Teufelsinseln).

Die sehr dicht bewaldeten Inseln sind beliebt wegen ihrer schönen Badestrände auf der Südseite, Taxiboote fahren vom Hafen nach Sv. Klement oder Jerolim (FKK). Eine preiswerte, ruhige Unterkunft finden Sie 5 km nördlich von Hvar an der Lozna-Bucht: Die Pension Laguna Lozna ist zugleich Tauchbasis und vermietet angenehme Zimmer und Apartments (6 Zi., 4 Apt. | Tel. 022/485231 | €). Auskunft: Tourist Info | Trg Sv. Stjepana | Hvar | Tel. 021/742977 | Fax 741059 | www.hvar.hr

Milna

Das Dorf liegt an der Südküste der Insel, 6 km östlich von Hvar (Busverbindung). Für den Fußweg, einen markierten Pfad durch die mediterrane Macchia entlang dem Meer, benötigt man ca. 2,5 Stunden. Ein beschaulicher Ort mit einem kleinen Strand, einigen privaten Apartments, einem Geschäft für Lebensmittel und ein paar Gasthäusern. Allein die lohnen den Weg. Denn hier wird noch typisch dalmatinisch gekocht, und die Preise stimmen auch, zum Beispiel bei Ivo und Sibe Tudor im Kod Barba Božjeg mit einer schönen Terrasse über dem Meer (auch Zimmervermietung | Tel. 021/745045 | €).

Stari Grad

Das Zentrum des von Weingärten umgebenen Orts liegt am Ende einer 6 km langen, fjordartigen Bucht. Stari Grad (1700 Ew.) ist die älteste Siedlung auf Hvar, von den Griechen im 4. Jh. v. Chr. unter dem Namen Pharos angelegt. Ihren Sieg über die zu dieser Zeit bereits ansässigen Illyrer belegt eine Schrifttafel im Museum des Dominikanerklosters (Juni-Sept. Mo-Fr 10-12 u. 17.30-19.30, Mai, Okt. 10-12 Uhr | 10 Kuna). In der Ausstellung ist auch ein interessantes Bild zu sehen, das der venezianische Meister Tintoretto im Auftrag des kroatischen Dichters Petar Hektorović im 16. Jh. schuf. Auf dem sakralen Gemälde sind der Poet selbst und auch seine Tochter Lucrezia verewigt.

An der Hafenpromenade steht der einstige Landsitz von Hektorović. Im Innenhof des Palasts umschließt ein Arkadengang das von Meerwasser gespeiste Fischbassin, in dem sich Meeräschen tummeln. Wenn sie alle im Kreis schwimmen, soll es angeblich Regen geben. Schmuckstück des Gartens ist ein über 100 Jahre alter Magnolienbaum (tgl. 10-12 u. 18-20 Uhr | 10 Kuna).

Für Archäologiefans: An der kleinen Kirche Sv. Ivan (6. Jh.) wurden Teile der alten Stadtmauer aus griechisch-illyrischer Zeit freigelegt und konserviert. Diese Arbeiten sind im Biankini Palast (Juni-Sept. tgl. 10-12 u. 19-20 Uhr | 10 Kuna) dokumentiert.

Fürs leibliche Wohl ist überall im Städtchen gesorgt. Kulinarische Köstlichkeiten wie in Kapern und Weißwein geschmorten Thunfisch serviert das lauschige Restaurant Antika (Tel. 021/765479 | €€).

Etwa 1500 m vom Ortszentrum entfernt stehen in unmittelbarer Nachbarschaft zueinander das Hotel Arkada (266 Zi.) sowie die Bungalowsiedlungen Trim (32 Apts.) und Helios (214 Zi.). Zu dieser einfachen Ferienanlage (Tel. 021/306306 | Fax 765128 | www.heliosfaros.hr | €€) gehört ein Sportzentrum mit Tennisplätzen, Minigolf, Boccia, Tischtennis und Fahrradverleih. Am Strand werden Boote vermietet, denn die schönsten Badebuchten sind nur vom Wasser aus zu erreichen. Auskunft: Tourist Info | Nova Riva 2 | Stari Grad | Tel. 021/765763 | Fax 021/765763 | www.stari-grad-faros.hr

Vrboska/Jelsa

Die beiden in geschützten, bewaldeten Buchten malerisch gelegenen Fischerorte sind durch einen rund 1,5 km langen Spazierweg entlang der Küste (Lungomare) miteinander verbunden. Auf der Straße fährt man etwa 5 km von Jelsa nach Vrboska. Beliebt bei Stammgästen sind vor allem Privatquartiere. Am Stadtplatz von Jelsa (1700 Ew.) stehen ein paar schöne alte Bürgerhäuser sowie die barocke Kirche Sv. Ivan. Die meisten Hotels hier stammen aus den 1960er- Jahren und wurden noch nicht renoviert; empfehlenswerter ist die freundliche Pension Murvica (5 Apt. | Tel. 21/761405 | www.murvica.net | €) mit einem sehr guten, dalmatinischen Spezialitätenrestaurant (€€). Abends entspannt man in der Villa Verde bei Cocktails und ruhiger Loungemusik.

Im kleinen Ort Vrboska (500 Ew.) thront die fast fensterlose Kirchenfestung Sv. Marija (16. Jh.) mit ihren beiden Wehrtürmen auf einer kleinen Anhöhe über der Altstadt. Das Gemälde, das einst ihren Altar schmückte, befindet sich jetzt in der Pfarrkirche Sv. Lovrinac (15. Jh.). Vermutungen nach könnte es ein Werk von Tizian oder Paolo Veronese sein. Hingegen dokumentiert das kleine Fischereimuseum mit handfesten Beweisen die Geschichte des Fischfangs auf Hvar (geöffnet tgl. 9.30-12 u. 18-20 Uhr, außer Mi abends | 7 Kuna).

Im Weiler Sv. Nedjelja an der Westküste keltert Zlatan Plenkovic die besten Weine der Insel; seinen „Zlatan Otok“ kann man in der Konoba Bila Idra (Tel. 021/745709 | €€) verkosten. Dazu gibt's frischen Fisch oder einen Vorspeisenteller mit pršut und Käse. Auskunft: Tourist Info | Vrboska | Tel. 021/774137 | Fax 021/774137 | www.vrboska.info; Tourist Info | Jelsa | Tel. 021/761017 | Fax 021/761017 | www.tzjelsa.hr

Region: Cavtat

Mausoleum

Am Ende der Promenade führt ein Treppenweg vom Franziskanerkloster zum höchsten Punkt der Halbinsel. Auf dem Friedhof steht das Mausoleum der Reederfamilie Račić, das der Bildhauer Ivan Meštrović 1920-22 geschaffen hat.

Rektorenpalast/Knežev dvor

Im Zentrum der weit geschwungenen Uferpromenade steht der Palast, der früher der Sitz des Statthalters von Dubrovnik war. Heute beherbergt das Renaissancegebäude das Stadtmuseum mit einer 10000 Blätter umfassenden Grafiksammlung (u. a. auch Zeichnungen von Albrecht Dürer) und der wertvollen Bibliothek des Rechtsgelehrten Baltazar Bogišić. | Mo-Sa 9.30-13 Uhr | 15 Kuna

Region: Elaphitische Inseln

Koločep

Mit nur 2,4 km² ist Koločep das kleinste Eiland der Elaphiten. Seine beiden Ortschaften Gornje Čelo und Donje Čelo sind durch einen Fußweg miteinander verbunden. Bei einem Spaziergang von einem Ort zum anderen (ca. 20 Minuten) können Sie Gärten mit Orangen- und Zitronenbäumen, Johannisbrotbäume und Olivenhaine sowie die Ruinen einer mittelalterlichen Festung entdecken. Bruchstücke römischer Marmor-skulpturen und Teile frühmittelalterlicher Flechtornamentik befinden sich an den Wänden der Pfarrkirche Sv. Marija (13. Jh.) in Donje Čelo.

Lopud

Auf 4,6 km² bringt es die Insel Lopud. Da es hier Süßwasserquellen gibt, gedeiht in den Gärten alles üppig: Agaven, Palmen, Zypressen, Zitronen- und Orangenbäume. Einzige Ortschaft auf der Insel ist Lopud, das sich im weiten Bogen bis zur Ruine des ehemaligen Franziskanerklosters um eine Kieselstrandbucht erstreckt. Gemütliche Cafés und Tavernen sowie die ehemaligen Sommersitze der Handelsherren aus Ragusa liegen an dieser schönen Uferpromenade. An der Ostküste der Insel, etwa 20 Minuten Fußweg vom Ort Lopud, breitet sich eine idyllische Bucht mit feinstem, goldenem Sand aus. Die Villa Vilina ist ein kleines, elegantes Familienhotel (14 Zi., 3 Apts. | Tel. 020/759333 | Fax 759060 | www.villa-vilina.hr | €€€). Etwas einfacher und von einem jungen Paar engagiert geführt ist La Villa (6 Zi. | Obala Iva Kuljevana 5 | Tel. 091/3220126 | www.lavilla.com.hr | €€).

Šipan

Mit 16,5 km² ist Šipan die größte Insel des Elaphitenarchipels. Hier wird auch Weinanbau betrieben. In der Hauptsiedlung Šipanska Luka zeugt der über dem Ort liegende Rektorenpalast (15. Jh.), damals Sitz des ragusanischen Statthalters, vom Glanz vergangener Zeiten. Sich ganz heutigen Genüssen hingeben können Gäste des viel gelobten Restaurants Kod Marka (an der Mole | Tel. 020/758007 | €€€). Ein Fußmarsch (1 Stunde) auf der autofreien Insel führt von Šipanska Luka zum Fischerdorf Sudjuradj. Der Weg führt vorbei an den Überresten der ehemaligen Sommerresidenz der Bischöfe von Ragusa, erbaut im 16. Jh.

Region: Pelješac (Halbinsel)

Donja Banda, Prizdrina, Potomje (Weindörfer)

Dingač, Postup und Plavac sind die Rotweine, die auf der Halbinsel Pelješac produziert werden, gekeltert aus den Trauben der Rebsorte Plavac mali. Zwischen Orebić und Ston liegen ihre Anbaugebiete. Hinter Orebić wächst der Postup, der den Namen des 6 km entfernten Küstendorfs trägt. Die Großkellerei Postup befindet sich im Dorf Donja Banda, zu dem sich die Inselhauptstraße hinaufschlängelt. 2 km weiter zweigt ein Weg ins kleine alte Dorf Prizdrina ab. Beim privaten Winzer Bartulović (Tel. 020/742346 | www.vinarijabartulovic.hr) sollten Sie außer dem Plavac Bartul auch den in Dalmatien selten gekelterten Roséwein probieren.

Nach drei weiteren Kilometern erreichen Sie Potomje, Zentrum des Spitzenweins Dingač. Ein niedriger Tunnel führt vom Dorf zu den steilen Südhängen oberhalb des Meers. Den ganzen Tag über reifen die Trauben im Sonnenlicht, das vom Wasser und dem weißen, Wärme speichernden Felsgestein reflektiert wird. Nur der Wein, der aus den Reben gewonnen wird, die auf den gesetzlich festgelegten 47,6 ha wachsen, darf Dingač genannt werden. Bei den privaten Winzern des Orts, z.B. bei Ivo Skaramuča oder Pavo Miličić, zahlen Sie für die 0,7-l-Flasche Dingač um die 10 Euro. Familie Skaramuča ist schon lange im Weingeschäft. Die hier gekelterten Tropfen kann man nach Voranmeldung bei der Tourist Info in Orebič verkosten.

Mokalo

An einem von subtropischem Grün beschatteten Hang über der Felsenküste bei Mokalo liegt der Campingplatz Adriatic wie ein kleiner Paradiesgarten. Treppen und hölzerne Hängebrücken führen hinunter in eine kleine, romantische Badebucht mit Strandbar und zur Tauchschule. Die organisiert auch Ausflüge zum 120 m langen Wrack in der Nähe. Nur zehn Wohnwagen finden im oberen Bereich Platz (Voranmeldung ist ratsam). Auf den Terrassen wird gezeltet, im Haupthaus mit dem Restaurant gibt es 12 Apartments (Mokalo bei Orebić | Tel. 020/713420 | Fax 020/713420 | www.adriatic-mikulic.com).

Orebić

Am Ufer des Pelješai kanal erstreckt sich Orebić (1500 Ew.) über mehrere Kilometer entlang der Inselhauptstraße. Westlich vom Zentrum befindet sich der Anleger für die Fährschiffe nach Korčula. In dieser Richtung weiter liegt der Ferienkomplex mit dem Hotel Orsan (94 Zi. | Tel. 020/713026 | Fax 713267 | www.orebic-htp.hr | €€) sowie mit Apartmenthäusern direkt am Kieselstrand, umgeben von einer gepflegten Gartenanlage. Dazu gehören eine Surfschule sowie ein Fahrrad- und Bootsverleih. Vor der Ostseite von Orebić liegen die Strände der Bucht Trstenica.

Orebić entstand erst im 17. Jh., denn wegen häufig drohender Angriffe von See aus lebte man früher in weit von der Küste entfernten Dörfern. Schon bald entwickelte sich der Ort zum Seefahrtszentrum. Im 19. Jh. befuhren 33 Großsegler der heimischen Reederei die Weltmeere. Obwohl die Reederei der modernen Schifffahrt zum Opfer fiel, ist der Beruf Seemann bis heute der meistgeschätzte Beruf der Männer dieser Gegend geblieben. Viele ehemalige Schiffskommandanten verbringen hier ihren Lebensabend in Häusern am Meer. Das Seefahrtmuseum dokumentiert die Blütezeit von Orebić. Im Erdgeschoss ist seit 1865 der Lesesaal der Pelješaner Kapitäne eingerichtet (Trg Mimbeli | Sommer: tgl. 8-21, Winter: tgl. 8-14 Uhr | 10 Kuna).

Auf den Felsen über Orebić thront das Franziskanerkloster aus dem 15. Jh., das unter seinen Kunstschätzen wertvolle Geschenke der Seefahrer birgt (Mo-Sa 9-12 und 17-19, So 17-19 Uhr | 10 Kuna). Auf dem Friedhof nebenan sind viele Kapitäne begraben. Von hier oben hat man einen wunderschönen Panoramablick auf Korčula und die ihr vorgelagerten Inseln. Ein typisch dalmatinisches Gericht wie Lamm aus der Peka bekommen Sie nach Voranmeldung in der Taverna Mlinica (Obala pomoraca | Tel. 020/713886 | €€). Auskunft: Tourist Info | Trg Mimbeli | Orebić | Tel. 020/713718 | Fax 020/713718 | www.tz-orebic.com

Ston

Auf der Meerseite der Landbrücke zur Halbinsel Pelješac liegt vor den Salinenfeldern Veliki Ston, gegenüber dem Festland das kleinere Mali Ston, bekannt für seine Austern- und Miesmuschelzuchten. Die beiden Ortsteile von Ston (800 Ew.) wurden im 14. Jh. von der Republik Dubrovnik planmäßig errichtet und zwecks Verteidigung ihrer Westgrenze mit einer insgesamt fast 6 km langen Wehrmauer verbunden. Bei dem Erdbeben im September 1996 brachen die Mauern der romanischen Kirchen und gotischen Paläste im mittelalterlichen Veliki Ston. Fast alle Gebäude wurden schwer beschädigt, einige völlig zerstört. Mali Ston hingegen blieb unversehrt. Nach wie vor bekommt man im Restaurant Vila Koruna, unmittelbar vor der Stadtmauer direkt am Wasser gelegen, Miesmuschelgerichte und frische Austern (Tel. 020/754359 | €€). Hinter dem Wehrturm befinden sich zwei weitere Restaurants. Spezialität der Taverna Bota und des Kapetanova kuća sind ebenfalls die vorzüglich zubereiteten Meeresfrüchte.

Region: Šibenik

Altstadt

Von der Uferpromenade führt ein Treppenweg durch das Seetor hinauf zum Trg Republike Hrvatske (Platz der Republik Kroatien) mit der Kathedrale Sv. Jakov. Der Rektorenpalast (14.-16. Jh.) neben der Basilika, der einige antike Funde birgt, wird jetzt nur für wechselnde Ausstellungen genutzt (deshalb keine festen Öffnungszeiten). In der zweigeschossigen, mit Arkadenreihen ausgestattenen Stadtloggia gegenüber ist das Rathaus untergebracht. Während des Zweiten Weltkriegs wurde die Loggia total zerstört und später originalgetreu wieder aufgebaut. Über die Treppe an ihrer linken Seite kommen Sie zum reizvollen Foscolo-Palast (15. Jh.), dessen Fassade spätgotische Fenster schmücken. Ähnlich schöne Paläste verstecken sich noch viele in den winkeligen Gassen, die zur Festungsruine Sv. Mihovil (hl. Michael) hinaufführen. Ein Weg, der sich lohnt, denn man hat von hier einen weiten Blick über die dicht gedrängten roten Ziegeldächer der Stadt bis ins grüne Tal der Krka.

Bunari

Die 500 Jahre alten Brunnenkammern unter dem Hauptplatz beherbergen ein originelles, interaktives Museum, das zur Zeit nur auf Anfrage geöffnet wird. Auskunft bei der Tourist Info

Kathedrale Sv. Jakov

Dieses grandiose Bauwerk wurde von 1431 bis 1555 errichtet - das erklärt das Gemisch von Stilelementen der Gotik und der Renaissance. Für die damalige Zeit statisch einzigartig ist die Dachkonstruktion: ein Tonnengewölbe aus freitragenden, gegeneinander aufgestellten Steinplatten über Hauptschiff, Seitenschiff, Apsiden und Kuppel. Um die Außenwand der Apsiden ist in Augenhöhe des Betrachters ein Fries mit über 70 steinernen Porträtköpfen angelegt: Bürger, Bauern, Fischer, hohe Herren, Frauen, Kinder, alles Zeitgenossen des großen Baumeisters und Bildhauers Juraj Dalmatinac (Anfang des 15. Jhs. geboren und 1473 verstorben in Šibenik). Auch das kunstvoll gestaltete Baptisterium mit dem Taufbecken ist vorwiegend sein Werk. | April-Sept. 8.30-20, Okt.-März 8.30-12 u. 16-18.30 Uhr

Vor dem Hauptportal steht das Dalmatinac-Denkmal, geschaffen vom wohl berühmtesten kroatischen Bildhauer der Neuzeit, Ivan Meštrović.

Region: Zadar

Altstadt

Am Hafen und am Übergang zum Festland verläuft noch die Stadtmauer aus dem späten Mittelalter. Das Landtor (Porta Terraferma, 16. Jh.), ein Werk des Venezianers Michele Sanmicheli, gilt als das bedeutendste Renaissancebauwerk in Zadar. Durch das Tor geradeaus führt die Straße zum Zeleni trg, der zum Römischen Forum gehört. Die hier sichtbaren Reste des Forums, darunter eine 14 m hohe Säule mit Flecht-ornamenten, die vom Mittelalter bis 1840 als Schandpfahl diente, sind erst 1946 beim Abtragen zerbombter Wohnhäuser entdeckt worden.

Spätestens in der Široka Ulica, der Haupteinkaufsstraße, die vom Trg Sv. Stošije auf den Narodni trg führt, wird klar, dass die Altstadt von Zadar ein lebendiges Freilichtmuseum ist. Zuvor lohnt sich ein kleiner Abstecher in Richtung Seetor an der Hafenseite, zur schönen romanischen Kirche Sv. Krševan (12. Jh.). In ihr wurde jener Ladislaus von Neapel 1403 zum ungarisch-kroatischen König gekrönt, der sechs Jahre später Dalmatien für 100000 Dukaten an Venedig verkaufte.

Archäologisches Museum/Arheološki muzej

In einem Neubau am Römischen Forum werden die Funde aus den Zeiten der Illyrer, Griechen und Römer in und um Zadar sowie einzigartige altkroatische Exponate aus dem 8. und 9. Jh. gezeigt. | Mo-Fr 9-13 u. 17.30-19.30, Sa 9-13 Uhr | 10 Kuna

Gold und Silber von Zadar/Zlato i srebro Zadar

Gegenüber von Sv. Donat zeigt das Benediktinerinnenkloster seine einzigartige Sammlung sakraler Kunstschmiedearbeiten, das berühmte „Gold und Silber von Zadar“. | Sommer: Mo-Sa 10-13 u. 18-20, So 10-13, Winter: Mo-Sa 10-13 Uhr | 20 Kuna

Meeresorgel/Morske orgulje

Die Natur selbst komponiert und spielt eine endlose Symphonie auf der weltweit einzigen Meeresorgel. Ihr Erfinder ist der Architekt Nicola Bašić aus Zadar. Mithilfe von Musikern und Orgelbauern hat er im April 2005 seine grandiose Idee an der Riva erfolgreich umgesetzt: Über 70 m verteilen sich 35 Röhren aus Polyethylen auf sieben Sektionen, die mit der Kraft des Meeres einen konzertanten Melodienreigen produzieren. Das preisgekrönte Projekt soll bald um eine neue Attraktion bereichert werden. Bašić hat eine Scheibe entworfen, die tagsüber als Sonnenkollektor fungieren und nachts ein geheimnisvolles Licht aussenden soll: Ihr Name: „Pozdrav suncu“, Gruß an die Sonne.

Narodni trg

Der Volksplatz ist seit der Renaissance der Mittelpunkt des öffentlichen Lebens. Um ihn herum stehen Bauwerke aus mehreren Jahrhunderten: In der repräsentativen Stadtloggia (1562) tagte früher das Gericht. Das Gebäude der ehemaligen Stadtwache (1562) mit dem Uhrtum (1798) ist heute Ethnografisches Museum (Mo-Fr 9-12 u. 17-20, Sa 9-13 Uhr | 10 Kuna). Das Rathaus wurde 1936 von den Italienern errichtet. Gegenüber steht der prächtige Palazzo Ghirardini-Marci aus dem 15. Jh., den ein kunstvoll verziertes gotisches Fenster schmückt.

Ruderbootfähre

Ein Zeit sparendes Vergnügen für alle Menschen mit müden Füßen: An der Hafeneinfahrt (beim Leuchtfeuer) können Sie sich mit der einzigen Ruderbootfähre Kroatiens für 5 Kuna zur Spitze der Altstadthalbinsel übersetzen lassen. Sechs Männer aus zwei Familien teilen sich täglich von 6 bis 22 Uhr den traditionsreichen Job.

Sv. Donat und Sv. Stošija

Die zweigeschossige Rundkirche Sv. Donat wurde vermutlich Anfang des 9. Jhs. auf den Fundamenten des Forums errichtet. Für die Mauern der Kirche sind antike Säulen und Steinfragmente verbaut (im Sommer tgl. 8-22 Uhr | 8 Kuna | im Winter Besichtigung nur nach Absprache mit dem Archäologischen Museum). Sv. Donat ist verbunden mit dem romanischen Dom Sv. Stošija (12./13. Jh.). In der linken Apsis des Doms befindet sich der Sarkophag der hl. Anastasia.

Sv. Šimun

Wenige Schritte weiter in Richtung Landtor kommt man zur barockisierten Kirche Sv. Šimun. Die Gebeine des hl. Simon ruhen über dem Hauptaltar in einem kunstvoll verzierten Sarkophag aus dem 14. Jh., der aus über 300 kg Gold und Silber besteht. Auf ihm sind Szenen aus der Historie bildhaft dargestellt.

Volksmuseum/Narodni muzej

Zum Museumskomplex in der Poljana Pape Aleksandra III gehören neben dem Museum der Stadt Zadar auch eine ethnologische und eine naturwissenschaftliche Abteilung sowie eine Kunstgalerie (ständige Ausstellung: „Von der Romanik bis zur Renaissance“). | Mo-Fr 8-12 u. 18-21, Sa 9-13 Uhr | 5 Kuna

Region: Brač (Insel)

Bol

Unterhalb der steil aufragenden Gebirgskette Bolska kruna liegt Bol (1300 Ew.), der älteste Ort an der Südküste von Brač. Sein touristisches Markenzeichen ist das Zlatni rat (Goldenes Horn), eine von goldfarbenem Strand umsäumte grüne Landzunge von 500 m Länge, deren Spitze sich durch die Kraft von Wellen und Wind ständig verschiebt. Surfer schätzen die günstigen Winde im Hvarski kanal, der zwischen Brač und der Insel Hvar verläuft. Unter den vielen Windsurfschulen hat sich Big Blue gleich neben dem Hotel Borak einen guten Namen gemacht (www.big-blue-sport.hr). Hier können Sie auch Mountainbikes und Sea-Kayaks leihen. An dem von Kiefernwald beschatteten Promenadenweg, der das Zlatni rat in 30 Gehminuten mit dem Stadtzentrum verbindet, sind vor kleine Badebuchten mehrere Hotelanlagen gebaut. So das Hotel Borak, eine komfortable 4-Sterne-Wellnessanlage mit 150 lichten, modernen Zimmern und 40 Apartments (Bračka cesta 13 | Tel. 021/306202 | Fax 306215 | www.bluesunhotels.com | €€€). Ein Platz für Romantiker: In einer kleinen Seitenstraße oberhalb des Hafens liegt die kunstvoll eingerichtete Villa Giardino in einem mediterranen Garten (14 Zi. | Novi Put 2 | Tel. 021/635900 | Fax 635566 | www.bol.hr/online/villagiardino.htm | €€).

Rund um den kleinen Hafen von Bol pulsiert das Leben. Die Galerija Dešković zeigt Werke älterer und zeitgenössischer kroatischer Maler und Bildhauer (tgl. 18-23 Uhr | 5 Kuna). Ein paar Schritte abseits vom Hafen liegt das romantische Gartenrestaurant Ranč | Tel. (Tel. 021/635635 | €€): An lauschigen Plätzen serviert Ihnen die Familie Lukšić frische Langusten vom Grill. Die rustikale Konoba Mlin, eine alte Ölmühle, zählt zu den Toprestaurants von Bol (Ante Starćevića 11 | Tel. 021/635376 | €€). Das ganze Jahr über sind die Cafébar Aquarius und die Varadero Lounge Treffpunkt der jungen Leute und besonders der Windsurfer. Im Sommer tanzt man im Faces Club Kaltemberg bis zum frühen Morgen.

Östlich des Hafens, auf der kleinen Halbinsel Glavica, steht das Dominikanerkloster (15. Jh.). Zu der Sammlung des Klostermuseums gehört das Altarbild „Madonna zwischen den Heiligen“; ein Werk von Tintoretto (1518-94). | Tgl. 8-12 und 17-20 Uhr | 10 Kuna

Außerhalb des Sommers ist Bol ein idealer Standort für Wandertouren über die Insel Brač. Beliebtes Wanderziel ist die Einsiedelei Blaca aus dem 16. Jh. mit Mönchszellen, Sternwarte und wertvollen alten Büchern (ca. 3 Std. | Besuch nach Voranmeldung: Tel. 021/630825 | 20 Kuna). Von der Hochebene Vidova gora blickt man über die ganze Insel auf die imposant aufragende Küstengebirgskette des Festlands und auf die zerklüftete Küste der Nachbarinsel Hvar.

Im 10 km entfernten Weiler Gornji Humac sind die alten Häuser noch mit weiß gekalkten Steinplatten belegt. In der Konoba Tomić (Tel. 021/647242 | www.konobatomic.com | €€) wird das Fleisch über offenem Feuer gegrillt, das Brot kommt aus dem Holzofen. Rund um den 4 km entfernten Weiler Murvica gibt es hübsche Badebuchten, die nur zu Fuß erreichbar sind, und eine geheimnisvolle Drachenhöhle mit glagolitischen und heidnischen Inschriften und Malereien, die nach Verabredung im Tourismusbüro in Bol besichtigt werden kann (50 Kuna). Auskunft: Tourist Info | Porat bolskih pomoraca | Bol | Tel. 021/635638 | Fax 635972 | www.bol.hr

Milna

In dem kleinen Ort an der Westküste von Brač erinnern die palastartigen Gebäude rund um das Hafenbecken an die Blütezeit der Insel. Mitte des 19. Jhs. wurden in Milna große Handelsschiffe gebaut. Heute kommen vor allem die Freizeitkapitäne mit ihren Yachten in die vor Wind und Wetter sichere Marina. Ein paar Tavernen und Cafébars, dazu Lädchen für den täglichen Bedarf reichen aus für die wenigen Gäste, die Milna besuchen. Freundlich eingerichtete Apartments vermietet das Illyrian Resort (59 Apts. | Tel. 021/636566 | Fax 636533 | www.illyrian-resort.hr | €€) Auskunft: Tourist Info | Milna | Tel. 021/636233 | Fax 636505 | www.milna.hr

Pučišća

Den stürmischen Angriffen der eisigen Bora ausweichend, verbirgt sich der Hafen mit dem Zentrum von Pučišća am Ende einer fjordartig ins Land geschnittenen Meeresbucht. Der Marmor aus den nahe gelegenen Steinbrüchen bestimmt hier seit ewigen Zeiten das Leben. Auf der linken Seite des Hafenbeckens (Nova Riva) bildet die einzige Steinmetzschule Kroatiens seit über 100 Jahren den Nachwuchs im uralten Kunsthandwerk aus, inzwischen übrigens auch Mädchen. Übernachten kann man stilvoll im Renaissancepalais Desković Palace (Tel. 021/778240 | Fax 778256 | www.palaca-deskovic.com | €€€) mit 15 Zimmern und elegantem Restaurant.

Škrip

Der Gipfel des Hügels mit dem Kirchturm, dem Kastell und den großen Wehrtürmen im historischen Teil des Orts wirkt wie eine alte Märchenburganlage. Aus der Römerzeit, als hier Hunderte von Sklaven in den Steinbrüchen arbeiteten, stammen Sarkophage und das in den massiven Fels gehauene Bassin mit der Viehtränke neben dem Friedhof und der kleinen altkroatischen Heiligengeistkirche aus dem 10. Jh.

Der Radojković-Turm, der auf ein gut erhaltenes römisches Mausoleum (3. Jh.) gebaut wurde, beherbergt das Museum von Brač. Highlight ist ein römisches Steinrelief mit der Darstellung des Herkules (tgl. 10-17 Uhr | 10 Kuna | wenn verschlossen, nebenan klopfen bei Familie Radojković). Morgens wird man im kleinen Hotel Herkules (10 Zi. | Tel. 091/2233417 | www.herkules.hr | €) vom Glockengeklingel der Ziegen und Schafe geweckt. Dazu gehört auch eine Konoba, die für ihre Gerichte nur Inselprodukte verwendet.

Supetar

Die Autofähren aus Split legen im neuen Hafen an. Direkt hinter dem Kai starten Linienbusse, die alle Inselorte mit Supetar verbinden. Supetar ist das wirtschaftliche, kulturelle und touristische Zentrum der Insel. Die rustikalen Häuschen mit kleinen Fenstern und schmuckvollen hohen Schornsteinen im Altstadtkern der einstigen Fischer- und Bauernsiedlung sind inzwischen von modernen Villen und Wochenendhäusern umstellt. An der kleinen Friedhofskirche stehen zwei Sarkophage aus altchristlicher Zeit, umgeben von skulpturgeschmückten Grabmälern reicher Einwohner.

Zwischen der Landzunge und der Bucht Vela Luka befindet sich das touristische Zentrum von Supetar. Vor den flach ins Meer abgleitenden Kieselstrandbuchten spendet ein parkartig angelegter Pinienhain angenehmen Schatten. Dahinter steht eine großzügig angelegte, moderne Ferienanlage mit Wellnesscenter, Tennis- und Sportplätzen sowie Fahrrad- und Bootsverleih, Tauch- und Windsurfschule. Gäste finden hier Unterkunft in Apartments, dem all inclusive Adria Club oder im Life-style-Hotel Kaktus (120 Zi. | Tel. 021/640156 | Fax 631344 | www.watermanresorts.com | €€-€€€). Individueller kommen Sie in der familiengeführten Villa Adriatica unter (24 Zi. | Put Vele Luke 31 | Tel. 021/343806 | Fax 021/343806 | www.villaadriatica.com | €€). Das in warmen Farben eingerichtete Haus hat auch ein gutes Restaurant und das schicke Sun-shine-Café.

Dalmatinische Spezialitäten, beispielsweise hausgemachte Fischpastete oder Krebse und Hummer, bekommen Sie im gemütlichen alten Weinkeller Vinotoka (Jobova 6 | Tel. 021/630969 | €€). Kiwi- und Granatapfelbäume säumen malerisch die Terrasse des Restaurants Jastog. Auf dem offenen Holzkohlegrill brutzelt Miro neben Fisch und Fleisch auch Gemüse für das vegetarische Angebot (Bana Josipa Jelačiča 6 | Tel. 021/631486 | €€). Auskunft: Tourist Info | Porat 1 | Supetar | Tel. 021/630551 | Fax 021/630551 | www.supetar.hr

Einige Kilometer östlich, in Splitska, ist die Inselwelt noch nicht so stark vom Tourismus beeinträchtigt. Das steil an den Hängen einer tiefen Bucht emporkletternde Städtchen ist ein friedliches Idyll, in dem sich (noch) kein Hotel etabliert hat. Unterkunft vermittelt das Tourismusbüro in Supetar.

Region: Makarska-Riviera

Baška Voda

Der viel besuchte Ferienort ist einer der ältesten an der Makarska-Riviera. Im Hinterland wachsen Trauben, Oliven, Kirschen und Feigen. Baška Voda reicht bis an das benachbarte Brela. Direkt am Strand gelegen und umgeben von Pinien verwöhnt das komfortable Hotel Horizont mit seinem Wellnesscenter (202 Zi. | Tel. 021/604999 | Fax 620003 | www.hoteli-baskavoda.hr | €€). Zu einer deftigen Mahlzeit fahren Sie bergauf in die Konoba Biston (Tel. 091/2522279 | €) ins Dörfchen Bast.

Brela

Strände wie in einer Postkartenidylle: Weiße Kieselbuchten, gesäumt von üppigem Kiefernwald, der sich noch ein Stück den Hang hinaufzieht, sind das Markenzeichen von Brela. In den meisten der um den alten, gepflegten Ortskern neu gebauten, eleganten Villen werden Zimmer und Apartments vermietet. Ob Windsurfen, Wasserski oder Fahrten mit dem Paddelboot, Wassersport wird in Brela groß geschrieben. Die Adria-Magistrale verläuft oberhalb der Ortschaft. Erstes Haus am Platz ist das Hotel Soline (206 Zi. | Tel. 021/603020 | Fax 603208 | www.bluesunhotels.com | €€-€€€) direkt am Strand. Das jüngst renovierte Hotel besitzt ein angenehmes Wellnesscenter mit Hallenbad, in dem die Gäste durch eine nachgebaute „Blaue Grotte“ in den Outdoorpool schwimmen können. Die Konoba Feral am Hafen ist Brelas beste Adresse für fangfrischen Fisch (Obala Kneza Domagoka | Tel. 021/618909 | €€-€€€). Auskunft: Tourist Info | Trg Alojzija Stepinca | Tel. 021/618455 | www.brela.hr

Gornji Tučepi und Biokovo-Gebirge

Gornji Tučepi (Alt-Tučepi) ist Ausgangspunkt für Wanderungen auf den höchsten Gipfel des Biokovo-Gebirges, den 1762 m hohen Sveti Jure. Der mindestens dreistündige Aufstieg sollte nur bei gutem Wetter unternommen werden. Er beginnt rechts von der Dorfkirche. Denken Sie an zweckmäßige Kleidung und Proviant. Fast bis an den Gipfel führt außerdem eine schmale, kurvige und nicht ungefährliche Straße (40 km) durch den Naturpark (Mautgebühr 30 Kuna).

Makarska

Das geschichtsträchtige Hafenstädtchen (17000 Ew.) ist das touristische Zentrum der nach ihm benannten Riviera. Ein schattiger Promenadenweg verbindet gleich mehr als ein halbes Dutzend Hotelquartiere entlang der weit geschwungenen Bucht Donja luka bis zur bewaldeten Halbinsel Sv. Petar. Den Sommer über haben fliegende Händler hier ihre Verkaufsstände neben Karussells und Bierbuden aufgebaut, und es kommen vor allem Badegäste in den Ort. Im Frühling und Herbst sind hier, wie an der ganzen Makarska-Riviera, die Aktiv-urlauber zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs. Auf der Rückseite der Halbinsel liegt der malerische Hafen mit dem Anleger für die Autofähre nach Sumartin auf der Insel Brač.

Von der mit Blumen geschmückten Terrasse des Restaurants Susvid kann man das Leben auf dem Hauptplatz des Orts betrachten - zur Küche von Zdenko Vujčić, der die Fleischgerichte des Biokovo (vorwiegend Lammfleisch) und die Fischgerichte der Küste (brodetto) nach traditionellen Rezepten zubereitet (Kačićev Trg 9 | Tel. 021/612732 | €€).

Beste Aussichten auf den Hafen bietet das kleine, elegante Stadthotel Biokovo, das direkt an der Hafenpromenade liegt. Zum Hotel gehört ein beliebtes Café mit großer Terrasse vor dem Haus, von der aus man das Leben des Städtchens auf sich wirken lassen kann (54 Zi. | Obala Kralja Tomislava | Tel. 021/615244 | Fax 615081 | www.hotelbiokovo.hr | €€). Wie ein Reisender der k.u.k.-Epoche können Sie sich im Hotel Porin fühlen. Es residiert mit elegant eingerichteten Zimmern in einem kleinen Palais aus dem 19. Jh. direkt an der Uferpromenade (7 Zi. | 1 Apt. | Marineta 2 | Tel. 021/613744 | Fax 613688 | www.hotel-porin.hr | €€). Auskunft: Tourist Info | Obala Kralja Tomislava, Makarska | Tel. 021/612002 | Fax 021/612002 | www.makarska-info.hr

Von der Magistrale führt eine kleine Straße hinauf in den Weiler Mlinice. Die Spezialität in der Trattoria Mlinice ist Danilos Peka für Freunde, die er mit Calamares, Fisch oder Fleisch zubereitet (ab 4 Personen auf Vorbestellung | Tel. 021/615889 | €€).

Omiš

Zwischen der Makarska-Riviera und Split liegt die Stadt Omiš (5000 Ew.) am gewaltigen Canyon, der das Mosor-Gebirge durchbricht und das Wasser des Flusses Cetina zum Meer leitet. Bevor die Stadt im 15. Jh. als Besitz des Königreichs Bosnien an Venedig fiel, hatten die Neretvaner hier ihren letzten Hauptsitz. Nach der letzten Strafexpedition im 13. Jh. verschwanden die über 500 Jahre im gesamten Adriaraum als Piraten Gefürchteten aus der Geschichte. Berühmt ist der Klapa-Chor aus Omiš: Die Männer sind so gut im dalmatinischen A-capella-Gesang, dass sie regelmäßig den Wettbewerb beim Klapa-Festival im Juli gewinnen.

Von der Ruine der Festung Starigrad, 311 m über der Stadt, hat man einen wundervollen Blick. Ein ähnlich beeindruckendes Panorama genießen die Gäste des Hotels Villa Dvor am Hang der Altstadt gegenüber (23 Zi. | Tel. 21/863444 | Fax 863452 | www.hotel-villadvor.hr | €€). Es lohnt sich auch, die wildromantische Cetina-Schlucht ein Stück hinaufzufahren. Kleine Boote tuckern von Omiš in einer halben Stunde bis zur Wassermühle Radmanove mlinice, einem beliebten Ausflugslokal und Ausgangspunkt für schöne Wanderungen durch das grüne Mosor-Gebirge. Auskunft: Tourist Info | Trg Kneza Mislava | Omiš | Tel. 021/861350 | Fax 021/861350 | www.tz-omis.hr

Tučepi

Längst nicht so städtisch wie Makarska, aber ebenso lebhaft, ist Tučepi mit seinem 3 km langen Kieselstrand. Oberhalb der Marina befindet sich das stilvoll eingerichtete Hotel Laurentum (40 Zi., 3 Apts. | Kraj 43 | Tel. 021/605900 | Fax 605902 | www.hotellaurentum.com | €€€). Vom Zentrum des Orts wandert man eine halbe Stunde hinauf zum Bergdorf Gornji Tučepi. In herrlicher Panoramalage verbirgt sich hier eine Gourmetoase, das Restaurant Jeny (Gornji Tucepi 22 | Tel. 021/623704 | www.restaurant-jeny.hr | €€€) mit leichter und kreativer, mediterraner Küche. Auskunft: Tourist Info | Kraj 103 | Tučepi | Tel. 021/623100 | Fax 021/623100 | www.tucepi.com

Region: Split

Altstadt

Für einen Kurzaufenthalt in Split empfiehlt es sich, zuerst den Diokletianpalast mit der unmittelbar anschließenden Altstadt zu besuchen. Verweilen Sie zwischendurch für einen Espresso im Peristyl, auf dem Narodni trg oder auf dem Trg Brače Radica, um die lebendige Atmosphäre in diesen historischen Mauern mit Muße zu erleben.

Archäologisches Museum/Arheološki Muzej

Hier werden u. a. die schönsten Fundstücke aus den antiken Ruinen von Salona gezeigt. | Mo-Sa 9-14 u. 16-20 Uhr (im Winter kürzer) | 20 Kuna | Zrinjsko-Frankopanska ul. 25

Diokletianpalast

Diese römische Palastanlage (180 mal 215 m) ist die einzige erhaltene überhaupt und das bedeutendste Bauwerk aus der Römerzeit in Dalmatien. Betritt man den Palast durch das Seetor, erkennt man zur rechten und linken Seite die kunstvoll gemauerten Kellergewölbe, die einen Eindruck vom Grundriss der einst darüber gelegenen kaiserlichen Gemächer vermitteln. Geradeaus, an den Schmuck- und Kunstständen vorbei, kommt man ins Peristyl, in den von korinthischen Säulen eingerahmten Innenhof mit einem Café. Rechts davon liegt die Kathedrale Sv. Duje, das umgebaute Mausoleum von Kaiser Diokletian. Vom Peristyl geradeaus gelangt man durch die porta aurea (Goldenes Tor) an die Nordseite der Palastmauer. Hier steht eine fast 8 m hohe Bronzestatue des für die früh-christliche kroatische Geschichte wichtigen Bischofs Gregor von Nin. Es soll Glück bringen, wenn man seine schon ganz abgegriffene Schuhspitze berührt. Auch diese Skulptur ist ein Werk des Bildhauers Ivan Meštrović. Die porta argentea (Silbernes Tor) führt zu den Souvenirständen längs der Palastmauer und zum Markt auf der Ostseite. Die Altstadt betritt man durch die porta ferrea (Eisernes Tor) und kommt so auf den Narodni trg (Volksplatz) mit dem Alten Rathaus, in dem das Ethnografische Museum untergebracht ist.

Kathedrale Sv. Duje

Die Kathedrale ist ein architektonisches Meisterwerk, an dem Baumeister seit byzantinischer Zeit gebaut haben. Ihren Kern bildet das achteckige Mausoleum des römischen Kaisers Diokletian, dessen korinthischer Säulenschmuck heute einen der schönsten Altäre Dalmatiens einrahmt: Juraj Dalmatinac, der begnadete Renaissance-Künstler aus Zadar, schmückte ihn 1422 mit einem anrührenden Relief der Geißelung Christi. Beachtenswert ist auch das reich dekorierte romanische Portal. | Mo-Sa 7-12 u. 16-19 Uhr | 5 Kuna

Museum kroatischer archäologischer Denkmäler/Muzej hrvatskih arheološki spomenika

Das in einem modernen Gebäude untergebrachte Museum trägt zum Verständnis des Geschichtsbewusstseins der Kroaten bei. Zu den Exponaten zählen das Taufbecken aus Nin (9. Jh.) des ersten christlichen kroatischen Fürsten Višeslav und der Sarkophag von Königin Jelena, Frau von König Krešimir (10. Jh.). Auf Steintafeln erkennt man typische Symbole des altkroatischen Christentums: Vögel mit Kornähren, rankende Wein- und Olivenbaumblätter. | Mo-Fr 9.30-16, Sa 9.30-13 Uhr | 10 Kuna | Gunjačina

Region: Trogir

Benediktinerinnenkloster/Samostan sv. Nikole XIst

Gleich hinter dem Eingang zur Gradska hütet das sakrale Museum des Benediktinerinnenklosters einen kostbaren Schatz - ein griechisches Steinrelief aus dem 3. Jh. v. Chr. Dargestellt ist Kairos, der Gott des günstigen Augenblicks: ein geflügelter Jüngling mit langer Stirnlocke und kahlem Hinterkopf. „Die Gelegenheit beim Schopf packen“, eine geläufige Redewendung - den alten Griechen war sie eine Gottheit wert. | Im Sommer tgl. 10-12 u. 16-18 Uhr | 10 Kuna

Hauptplatz/Gradski trg

Das dominierende Bauwerk auf dem Hauptplatz ist die Kathedrale Sv. Lovro, deren Bau um 1200 begonnen und erst 1605 mit dem Turm vollendet wurde: Romanik bis Renaissance in vollendeter Form. Ein Meisterwerk des Bildhauers Meister Radovan ist das Hauptportal (13. Jh.) mit den beiden Löwen sowie Adam und Eva links und rechts neben der Domtür. Darüber spannt sich ein Relief-reigen von Heiligenfiguren, Jagdszenen, Tier- und Pflanzenornamenten. Links vom Portal befindet sich die 1464 vollendete Taufkapelle. Im Inneren des Doms steht die Kapelle Sv. Ivan Ursini, ein beeindruckendes Denkmal der Renaissance in Dalmatien. Der Aufstieg zum Glockenturm eröffnet den Blick über die Dächer von Trogir (Kathedrale und Turm im Sommer tgl. 9-12 u. 17-20 Uhr, im Winter kürzer | 16 Kuna).

An der Ostseite des Hauptplatzes steht der Fürstenpalast (heute das Rathaus), schon im 13. Jh. erwähnt, mit romanischen Arkaden und gotischen Fenstern. An der Wand sind die Wappen der adligen Familien von Trogir zu sehen. An der Südseite grenzt der Uhrturm an die Loggia (beide 15. Jh.). Der Richtertisch aus Stein stammt noch aus der Zeit, als in der Loggia öffentlich Gericht gehalten wurde.

Stadtmuseum/Gradski muzej

Gegenüber der Kathedrale ist der barocke Palast Garagnin beachtenswert, der heute das Stadtmuseum beherbergt. Das Lapidarium im Innenhof birgt auch ein Relief des illyrischen Gottes Silvanus aus dem 2. Jh. | Sommer: Mo-Sa 9-13 u. 16-21 Uhr, im Winter nur auf Anfrage | 10 Kuna

Region: Dubrovnik

Altstadt

Das harmonische Gefüge des alten Stadtkerns und seine zahlreichen einzelnen Bau- und Kunstdenkmäler erheben Dubrovnik zu einer historischen Metropole mediterranen Weltkulturguts. Am besten fährt man von Gruž oder Lapad mit dem Linienbus bis vor das Piletor an der Westseite. Neben dem Tor befindet sich einer der Aufgänge zur 1949 m langen, begehbaren Befestigungsmauer.

Durch das Piletor mit der Statue des Stadtpatrons, des Sv. Vlaho (hl. Blasius), führt der Weg zunächst links zur Erlöserkapelle Sv. Spas (16. Jh.) und zur Franziskanerkirche. Dazwischen liegt ein schmaler Durchgang zum Franziskanerkloster. Vor dem Piletor ist der mit einer flachen Kuppel bedeckte Große Onofriobrunnen (1438), verziert mit 16 Wasserspielen, ein beliebter Treffpunkt der Jugend und der Touristen.

Hier beginnt die Placa, auch Stradun genannt, die Flaniermeile der Stadt. Sie führt über den zugeschütteten Meereskanal, der die beiden Siedlungen Ragusa und Dubrava früher trennte. Die auffallend schlichten, balkonlosen Häuserzeilen aus Naturstein wurden nach dem Erdbeben von 1667 auf die zerstörten Paläste beiderseits der Placa gebaut. Diese endet auf dem von repräsentativen Gebäuden umgebenen Lužaplatz mit dem Kleinen Onofriobrunnen und der Rolandsäule (1418), der mittelalterlichen Symbolfigur für Marktfreiheit und Handelsprivilegien. Die barocke Fassade gehört zur Kirche Sv. Vlaho (18. Jh.); ihr gegenüber liegt der Sponzapalast (16. Jh.).

An die Stirnseite des Lužaplatzes reihen sich von links nach rechts der städtische Glockenturm (15. Jh.), das neogotische Gebäude (19. Jh.) mit dem Theater und dem Stadtcafé sowie der Rektorenpalast. Wenige Schritte weiter steht die eindrucksvolle Kathedrale Velika Gospa.

Befestigungsmauer/Gradska zidine

Dubrovnik aus der Vogelperspektive und ein weiter Blick aufs Meer: am wirkungsvollsten ab dem späten Nachmittag, wenn die Ziegeldächer der rechtwinklig angelegten Altstadt unter den Strahlen der tief stehenden Sonne in warmen Rottönen kräftig leuchten. | Sommer: tgl. 8-19.30, Winter: tgl. 10-15 Uhr | 50 Kuna

Franziskanerkloster/Franjevački samostang

Den Innenhof des Klosters (14. Jh.) umschließt ein Kreuzgang, getragen von filigranen Säulen. Am Kreuzgang steht die 1317 gegründete, noch im ursprünglichen Zustand erhaltene Apotheke, eine der ältesten in Europa, sowie die Klosterbibliothek. | Tgl. 9-18 Uhr | 20 Kuna

Rektorenpalast/Knežev dvor

In völliger Abschirmung von Familie und Außenwelt führte hier ein Adliger aus der Stadt jeweils nur für einen Monat die Regierungsgeschäfte der Republik. Ganz im Geist von Dubrovnik prägt auch diesen Palast (15. Jh.) eine harmonische Schönheit ohne übermäßigen Prunk. Das heutige Stadtmuseum dokumentiert den einstigen Alltag der Republik: Schriftstücke, Stempel, Münzen, Waffen, Gewänder, Mobiliar, Gemälde und die Schlüssel der Stadttore. | Sommer: Mo-Sa 9-13 u. 16-17, So 9-13 Uhr, Winter: Mo-Sa 9-13 Uhr | 35 Kuna

Sponzapalast

An diesem Bauwerk aus dem 16. Jh. begegnen sich Spätgotik und Renaissance auf wunderbare Weise. In den als Zollamt erbauten Palast brachten Kaufleute ihre Handelsware aus aller Herren Länder.

Sv. Vlaho

Die barocke Kirche (18. Jh.) birgt auf dem Hochaltar eine besondere Kostbarkeit, die vergoldete Silberstatue des Stadtpatrons Sv. Vlaho.

Velika Gospa

Der monumental wirkende Innenraum der barocken Kathedrale (17. Jh.) birgt wertvolle Gemälde, unter anderem am Hauptaltar ein Werk von Tizian, „Mariä Himmelfahrt“. In der reichen Schatzkammer befindet sich unter den 138 Reliquien auch der in die Form einer byzantinischen Krone gefasste Schädel des Sv. Vlaho. | Mo-Sa 8-20, So 11-17.30 Uhr | 10 Kuna