Reisetipps Dalmatien

Ausflüge & Touren Dalmatien

Wo sich Kultur und Natur treffen

Diese Rundtour durch Mittel- und Süddalmatien führt auf die zwei malerischen Inseln Korčula und Hvar, zu großartigen Kulturdenkmälern in Split und Dubrovnik, zu üppigen Weingärten, silbrigen Olivenhainen, weißen Kieselstränden, grünen Kiefernwäldern und schroffen Karstfelshängen. Von Split geht's mit dem Fährschiff nach Stari Grad/Insel Hvar, von dort setzen Sie über nach Korčula/Insel Korčula, dann weiter nach Orebić/Halbinsel Pelješac und von dort nach Dubrovnik. Anschließend führt die Tour über die Makarska-Riviera zurück nach Split. Ca. 350 km, Dauer: 4-5 Tage

Außerhalb der Hauptsaison (Mitte Juli bis Ende August) ist es kein Problem, eine Unterkunft zu bekommen. Innerhalb dieser Zeit sind die Hotels oftmals ausgebucht, man findet aber immer noch ein Bett bei Privatvermietern. Die Fährschiffe fahren zwar fahrplanmäßig und sehr pünktlich, aber nicht gerade häufig. Erkundigen Sie sich vorher nach den Abfahrtszeiten (auch unter www.jadrolinija.hr).

Das Bild der Hafenstadt Split prägt der antike Diokletianpalast mit seinen engen Gassen und Plätzen, Kirchen und Palästen im Inneren der mächtigen Anlage. Den schönsten Blick auf Split haben Sie, wenn die Autofähre aus dem Hafen gleitet. Sobald sie die Meerenge zwischen den Inseln Brač und Šolta passiert hat, rückt die Insel Hvar ins Blickfeld. Genießen Sie das mediterrane Landschaftsbild und die herrlichen Ausblicke in den Archipel auf der Fahrt vom Fährhafen Stari Grad ins Inselhauptstädtchen Hvar. Ein Kleinod, geprägt vom kunstvollen Erbe aus venezianischer Zeit, dem die grünen Pakleni otoci vorgelagert sind. Von Stari Grad bringt Sie das Fährschiff der Küstenlinie Rijeka-Dubrovnik nach Korčula, Hauptort der gleichnamigen Insel. Innerhalb der auf eine Landzunge gebauten, von einer dicken Festungsmauer umgebenen Altstadt steht das Marco-Polo-Geburtshaus in der Nähe der großen Kathedrale. Mindestens alle zwei Stunden pendelt die Fähre tagsüber hinüber nach Orebić auf der Südseite der rund 70 km langen Halbinsel Pelješac, die für ihre schweren Weine berühmt ist.

Steile, kahle Karstberge, von Macchia überwucherte Geröllfelder, aber auch fruchtbare Täler, Olivenhaine und Weingärten liegen am Weg über die lang gestreckte Halbinsel, nach Istrien die größte Kroatiens. Im Örtchen Potomje befinden sich die Kellereien, die Dalmatiens besten Rotwein, den Dingač, keltern. Hinter Ston, das beim letzten Erdbeben 1996 arg gelitten hat, werden in der ruhigen Bucht vor dem Festland Muscheln, vor allem Austern, gezüchtet. Hier mündet die Inselstraße in die Küstenstraße, die Adria-Magistrale.

In südlicher Richtung erreichen Sie bald Dubrovnik, die kulturell bedeutendste Stadt Dalmatiens. Gen Norden führt die Magistrale durch das Neretva-Delta, in dem Mandarinen und Orangen angebaut werden, und entlang der Makarska-Riviera mit ihren weißen Kieselstränden. Die schönsten Badebuchten finden Sie in Brela. Etwa auf halbem Weg zwischen Brela und Split können Sie noch die Stadt Omiš besuchen, die vor einer imposanten Felsenschlucht liegt, durch die der Fluss Cetina ins Meer mündet.

Von der Adria zu den Seen im Hinterland

Kornati, Paklenica, Plitwitzer Seen, Krka - spröder Karst bestimmt das Bild der Nationalparks in Norddalmatien. Der Kontrast der karstigen Landschaft zum lieblichen Adria-Ufer mit seiner üppigen Vegetation ist gewaltig. Organisierte Tagesausflüge führen von den Festlands- und Inselferienorten zwischen Zadar und Šibenik mit dem Boot in den Nationalpark Kornati. Ab Zadar bietet sich dann eine Rundtour durch die anderen drei Nationalparks an: Nach der wilden Schlucht der Paklenica locken landeinwärts das magische Wasserreich der Plitwitzer Seen und zurück an der Küste schließlich die übermütigen Kaskaden des Flusses Krka. Länge: insgesamt rund 350 km, Dauer: Sie sollten sich mindestens vier Tage Zeit nehmen, um alle vier Nationalparks zu besuchen. An den Zufahrtsstraßen ist Eintritt zu entrichten.

In etwa 30 km Abstand vom Festland liegen die 148 eigenartig runden, graugrünen und fast völlig kahlen Eilande und Riffe draußen im Meer. Der Kornati-Archipel (Nationalpark Kornati) bildet einen natürlichen Schutzwall gegen die von der offenen See aus Westen anrollenden Wellen. Die Inseln, Kinder des Karstes, sind die Gipfel eines unter dem Meeresspiegel versunkenen Gebirges. Nur im Sommer sind einige bewohnt - auch von Urlaubern, die in alten Fischerhäusern ungestört wie Robinson Crusoe leben.

Für Nautiker ist der Kornati-Archipel ein äußerst vielfältiges und beliebtes Urlaubsziel. Marinas gibt es beispielsweise auf den Inseln Piškera und Žut (Infos: www.aci-club.hr). In den Sommermonaten finden Skipper wie Feriengäste auf den Inseln zahlreiche Restaurants und Tavernen. So die Konoba Žakan in einer Bucht im Süden der Insel Ravni Žakan (mobil Tel. 091/3776015 | €€€) oder die Konoba Matteo auf der Insel Kornat (mobil Tel. 098/336335 | €€). Ein organisierter Tagesausflug einschließlich Picknick kostet 230-260 Kuna. Auskunft: Nationalpark Kornati | Murter | Tel. 022/435740 | Fax 435058 | www.kornati.hr

Dort, wo das Wasser nicht augenblicklich im porösen Kalkstein versickert, wo unbändige Flüsse den Boden ständig tränken, wuchert frisches Grün. Dieses typische Karstphänomen charakterisiert alle drei Nationalparks auf dem Festland: Paklenica, Krka und Plitwitzer Seen.

Zurück in Zadar führt die Tour über die Adria-Magistrale nach Norden Richtung Rijeka und über die Maslenica-Brücke zum Nationalpark Paklenica. Am südlichen Rand der größten kroatischen Gebirgskette Velebit brausen die Wildbäche Velika Paklenica und Mala Paklenica durch zwei großartige, bizarre Felsenschluchten. Zwischen dem Velebit-Gipfel Vaganski vrh (1758 m) und der Küstenstraße wurde das Gebiet zum Nationalpark erklärt (Eintritt 30 Kuna). Die älteren Bewohner von Starigrad-Paklenica erinnern sich noch gut an die 1960er-Jahre, in denen „Old Surehand“ hier vor laufenden Filmkameras an den schroffen Felswänden entlangritt und sie als Indianer oder Cowboys dabei sein durften.

Die heutigen Helden sind die Felsenkletterer, deren waghalsige Manöver man an der 400 m hohen Felswand Anić kuk beobachten kann. Ein teils leicht, teils steil ansteigender Wanderweg führt in zwei Stunden durch die Schlucht Velika Paklenica bis zur Paklenica-Hütte. Die Brotzeit muss man selbst mitbringen, trinken kann man aus dem Bach (Auskunft: Nationalpark Paklenica | Dr. F. Tudjmana 14 | Starigrad-Paklenica | Tel. 023/369155 | Fax 359133 | www.paklenica.hr). Es werden auch verschiedene Trekking- und Reittouren sowie ornithologische Wanderungen veranstaltet.

Zum nächsten Ziel dieser Autotour, dem Nationalpark Plitwitzer Seen, geht es vor der Maslenica-Brücke links auf die E 71 in Richtung Karlovac und Zagreb, über Gračac, Udbina und Korenica. Die Bundesstraße durchquert die trockene und steinige Krajina.

Das 200 km² große Gebiet, seit 1928 Nationalpark (Eintritt 70 Kuna, April-Okt. 110 Kuna), bildet einen Talkessel, der von 500-630 m hohen, bewaldeten Bergen umgeben ist. Stufenweise reihen sich seine 16 größeren und kleineren Seen mit kristallklarem, blaugrünem Wasser aneinander. Verbunden sind sie durch rauschende Wasserfälle und schäumende Kaskaden, zu denen Holzplankenwege führen. Seit 1979 ist dieses zauberhafte Stück Natur als Unesco-Welterbe eingetragen. Gute Übernachtungsmöglichkeiten bietet das Hotel Jezero (210 Zi. | Tel. 053/751015 | €€). Auskunft: Nationalpark Plitvička jezera | Plitvička jezera | Tel. 053/751015 | Fax 751001 | www.np-plitvicka-jezera.hr

Auch der 111 km² große Nationalpark Krka (Eintritt je nach Saison 25-80 Kuna) ist ein beliebtes Ausflugsziel für Reisende in Dalmatien. Von den Plitwitzer Seen aus erreichen Sie ihn, indem Sie die E 71 zurück nach Süden nehmen und an Gračac und Knin vorbei in Richtung Šibenik fahren. Die wasserreiche Krka ist ein typischer Karstfluss. Von ihrer Quelle bei Knin bis zur Mündung in die Adria bildet sie zahlreiche Stromschnellen und Wasserfälle sowie mehrere aufgestaute, von Binsen und Schilf gesäumte Seen.

Ab dem Kninsko polje bis zur Skradin-Brücke umschließt der Nationalpark, in dem 221 Vogelarten heimisch sind, den Lauf der Krka. Herzstück des Flusses ist der 46 m hohe Skradinski buk, eine einzigartige Kette aufeinander folgender Wasserfälle, die höchste Kalktuffbarriere in Europa. Von hier fährt stündlich ein Schiff zur Flussinsel Visovac, deren Franziskanerkloster eine Sammlung wertvoller Bücher und Urkunden beherbergt. Mit dem eigenen Boot kann man die Krka bis Skradin hinauffahren. Übernachten können Sie hier im familiären Hotel Skradinski buk (28 Zi. | Tel. 022/771771 | Fax 771770 | www.skradinskibuk.hr | €). Auskunft: Nationalpark Krka | Trg Ivana Pavla II br. 5 | Šibenik | Tel. 022/217720 | Fax 336836 | www.npkrka.hr

Natur und Stille: Wanderung im Nationalpark Mljet

Das bezaubernde Naturschauspiel im Nordwesten der Insel Mljet eröffnet sich Wanderern erlebnisreich auf den markierten Wegen und Pfaden durch den Nationalpark (Eintritt 90 Kuna). Eine attraktive Rundtour führt von Polače auf den Montokuc (253 m, höchster Gipfel im Nationalpark) und hinunter zum Veliko jezero, dem großen Inselsee. Die Wanderung dauert für Wanderer mit normaler Kondition ca. 3 Stunden. Ratsam ist festes Schuhwerk, weil die Wege meist steinig und oft feucht sind. Proviant und Badezeug nicht vergessen: Viele Plätze laden unterwegs zum Picknick und zu einem Bad im See ein.

Der 54 km² große Nationalpark Mljet (www.np-mljet.hr) umfasst die durch schmale Kanäle sowohl miteinander als auch mit dem Meer verbundenen Seen Mali jezero und Veliko jezero, um die sich üppige Wälder von Aleppokiefern, Steineichen und dichte Macchia ausbreiten. In Ruhe können Sie die waldreiche Landschaft, Seen, Berge und Meer auf den Wanderwegen genießen.

Zum herrlichen Aussichtspunkt auf dem Gipfel des Montokuc folgen Sie in Polače dem Wanderwegweiser. Von dem bereits in der Römerzeit angelegten Pfad zweigt nach etwa 1 km der Weg durch den Kiefernwald von Barbarioc zum Montokuc ab (ca. 45 Min.). Genießen Sie den Blick über den grünen Nationalpark und das offene Meer mit den Inseln Korčula, Lastovo sowie der Halbinsel Pelješac im Hintergrund. Auf dem Gipfel des Montokuc steht eine kleine Hütte, die den Sommer über von einem Feuerwächter besetzt ist. Hier zeigt ein Wegweiser den Abstieg zum Veliko jezero an (ca. 45 Min.). An seinem Ufer entlang in Richtung Westen erreichen Sie nach 1 km Pristaniste. Hier finden Sie einen kleinen Lebensmittelladen, den Anleger zur Klosterinsel Sv. Marija und den Sitz der Nationalparkverwaltung.

Wandern Sie nun auf dem Fahrweg in Richtung Polače 500 m bis zum großen Parkplatz. Rechts davon treffen Sie wieder auf den alten Römerpfad hinunter nach Polače.