Reisetipps Korsika

Bloss nicht! Korsika

Die Natur unterschätzen

Korsika ist kein gezähmtes Urlaubsparadies. Am Meer können ablandige Winde - in der warmen Jahreszeit oft vom späten Vormittag bis in die Abendstunden - für ungeübte Surfer oder Kinder mit Luftmatratzen gefährlich werden. Flüsse können plötzlich ansteigen und Wege überfluten - wie groß der Respekt vor Hochwasser sein sollte, bezeugen die hohen Brückenbögen. Wer in die Macchia wandert, sollte angemessen ausgerüstet sein und sich an Wege halten oder über solide Kenntnisse im Kartenlesen verfügen. Nahezu jedes Jahr im Hochsommer gibt es Kältetode im Gebirge. Haben Sie immer warme Sachen im Rucksack, und kehren Sie um, wenn Nebel oder Gewitter aufziehen.

Leichtsinnig mit Feuer umgehen

Jahr für Jahr zerstören Brände den Baumbestand in großen Teile der Insel, bedrohen Mensch und Vieh. Daher ist äußerste Vorsicht geboten. Werfen Sie keine brennenden Zigaretten aus dem Auto und lassen Sie keinerlei Müll liegen. In den Sommermonaten sind Feuer überall verboten. Bei besonderer Trockenheit ist neben dem Rauchen im Wald auch der Zugang zu besonders gefährdeten Gebirgsmassiven untersagt. Forstbeamte patrouillieren!

Zu schnell fahren

Auf Korsika können Sie nie vorsichtig genug fahren. Frei herumlaufendes Vieh, fehlende Randbefestigungen an manchen Bergstraßen, die allgegenwärtigen Kurven und die rasante Fahrweise der Einheimischen sind ernst zu nehmende Risikofaktoren. Versuchen Sie auch nicht, so sportlich wie die Korsen zu fahren - die kennen jeden Zentimeter der Straße wie ihre Westentasche! Am besten mäßigen Sie Ihr Tempo und fahren insbesondere in den Kurven immer schön rechts.

Wertsachen im Auto lassen

Auch auf Korsika gilt: Neueste Mobiltelefone, Kameras, Uhren, Schmuck, Handtaschen u. Ä. stets bei sich führen, im Hotelsafe deponieren oder vor neugierigen Blicken geschützt im Kofferraum des Wagens verstauen. Lassen Sie sich dabei nicht zuschauen.

Sorglos Wasser verbrauchen

Auf Korsika schneit es seit einigen Jahren im Winter nicht genug. Viele kleine Quellen und Dorfbrunnen trocknen aus. Helfen Sie mit, dass aus einer bislang wasserreichen Insel kein ausgedörrtes Land wird.

Frei laufende Tiere füttern

Herumlaufende Hausschweine haben schnelle Reaktionen und scharfe Zähne und machen keinen Unterschied zwischen Kinderfingern und hingehaltenem Brot. Hunde lassen Sie am besten in Frieden, es sind meist Wachhunde, die nicht an Zärtlichkeiten gewöhnt sind.