Reisetipps Kenia

Sehenswertes Kenia

Region: Mombasa

Stadtzentrum

Zwei riesige Elefantenstoßzähne aus Metall überspannen die Moi Avenue, die Hauptstraße Mombasas. Aus Anlass des Besuchs der britischen Königin 1952 errichtet, sind sie zum Wahrzeichen der Stadt geworden. Moi Avenue und Nkrumah Road, Digo Road und Nyerere Avenue bilden das Zentrum der Innenstadt.

Den besten Eindruck davon, wie die Stadt noch zu Beginn des 20. Jhs. aussah, vermittelt ein Spaziergang durch die Gassen der arabischen Altstadt zwischen dem Alten Hafen im Osten und dem Fort Jesus im Süden. In der Ndia Kuu Road und der parallel verlaufenden Mbaraki Hinawy Road stehen vereinzelt im Sansibar-Stil gebaute Häuser, mit Holzbalkonen und kunstvoll geschnitzten Türen. Leider bröckeln viele der einst prächtigen Fassaden. Noch immer malerisch der Alte Hafen mit dem Zollhaus, den Schauerleuten, die wie einst barfuß und mit schweißglänzendem Oberkörper die Fracht auf die Dhaus schleppen. Gelegentlich, zur Zeit des Nordostmonsuns (Okt. bis März), legen hochseetüchtige Segler aus arabischen Häfen an. Doch die Zeit der Dhaus ist unwiederbringlich vorbei. Nur im küstennahen Gütertransport werden noch kleine Dhaus eingesetzt. Wer Lust und Zeit hat, wird am Hafen sicher einen Kapitän finden, der Passagiere gegen Bezahlung auf der Fahrt nach Lamu mitnimmt.

Vielfalt und Reichtum der Fischgründe des Indischen Ozeans offenbaren sich morgens auf dem Fish Market am Alten Hafen. Ebenfalls in der Altstadt findet man die in vier Jahrhunderten verwitterte Mandhry-Moschee, die älteste Gebetsstätte der Moslems in Mombasa. Eher in Asien als in Afrika wähnt man sich in den späten Nachmittagsstunden, wenn die Gläubigen zur Andacht kommen, bei einem Besuch des Jain-Temple in der Langoni Road und des Lord Shiva Temple nahe des Jamhuri Parks, der Gebetsstätten der Hindus.

Fort Jesus

Wer durch die Altstadt schlendert, wird unweigerlich hier landen. Eine mächtige Festungsanlage, zwischen 1593 und 1596 von den Portugiesen erbaut. Auf trutzigen Mauern rosten Kanonen, einst gegen türkische und arabische Schiffe aufs Meer gerichtet. Im Inneren des Forts ist eine kleine Ausstellung über Kultur und Geschichte der Küstenregion untergebracht. | National Museum of Kenya | tgl. 8.30-18 Uhr | Eintritt ca. 3 Euro

Region: Tsavo

Tsavo West

Landschaftlich reizvoll und zur Tierbeobachtung gut geeignet sind die Mzima Springs, ein Gletschersee mit klarem Wasser, in dem Krokodile und Flusspferde leben. Man kann sie von einem Unterwassertank aus durch Glas beobachten. Lohnende Ziele: der Vulkan Shetani („Teufel“) und Poacher's Outlook, ein beeindruckender Aussichtspunkt.

Region: Nairobi

Arboretum

Für einen erholsamen - und sicheren - Spaziergang eignet sich dieser schattige Park mit einer Vielzahl von exotischen Bäumen, der an Wochenenden von Einheimischen gut besucht ist. | Tgl. bis Sonnenuntergang | Arboretum Drive | nahe dem State House

Aussicht auf die Stadt

Den besten Blick auf Nairobi, seine Umgebung und - an klaren Tagen - auf Mount Kenya und den Kilimandscharo bietet die 28. Etage des Kenyatta-Konferenzzentrums, ein Turm, der mit über 100 m Höhe zum Wahrzeichen der Metropole wurde. | Eintritt ca. 2 Euro

Blechmarkt

In unmittelbarer Nachbarschaft des Zentralen Busbahnhofs (zwischen Pumwani und Landhies Road) liegt der Blechmarkt. Eine einmalige Geräuschkulisse weist die Richtung: eine Sinfonie von Hunderten von Hämmern, auf Metall geschlagen. Eine riesige Werkstatt im Freien, unter „heißer Sonne“ - Jua Kali, wie die Kenianer sagen. Jua Kali ist inzwischen ein Begriff für die Arbeitsplatzbeschaffung in Eigeninitiative, für das Kleingewerbe einfallsreicher „Unternehmer“. Aus augedienten Blechen entstehen neue Kochtöpfe, Blechkoffer, Safarikisten, Kanister, Bettgestelle und Armbänder. Recycling auf afrikanisch. | Mo-Sa, von morgens bis zum frühen Abend

Busbahnhof

Wer einen Ausflug in den afrikanischen Alltag Nairobis machen möchte, sollte den Zentralen Busbahnhof zwischen Pumwani und Landhies Road im Osten Nairobis besuchen, von den Einheimischen auch Machakos-Airport genannt. Es ist der Treffpunkt Tausender, die auf Reisen gehen. Ihr Transportmittel: uralte Busse, Rost und Beulen mit Sprüchen übermalt, immer voll besetzt; auf dem Dach türmt sich das Gepäck, Hausrat, Federvieh, Ziegen. Doch Vorsicht: Am Busbahnhof sind bevorzugt Taschen- und Trickdiebe im Einsatz!

Eisenbahnmuseum

Wer sich für alte Dampfloks interessiert und für die Probleme, mit denen sich Anfang des 20. Jhs. die Erbauer der „verrückten Eisenbahnlinie“ quer durch die Wildnis konfrontiert sahen, sollte dem Railway Museum beim Bahnhof einen Besuch abstatten. Zu den Exponaten gehört auch ein Waggon, aus dem sich 1900 ein „Maneater“, ein Menschen fressender Löwe, einen Eisenbahninspektor herausholte und verspeiste. Schön die Sammlung alter Fotos, die Nairobi in den Gründerjahren zeigen. | Mo-Sa 8.30-16.30 Uhr | Eintritt ca. 2 Euro | Station Road

Kenya National Museum

Das Nationalmuseum besitzt umfangreiche naturkundliche, ethnografische und prähistorische Sammlungen, darunter rund 900 ausgestopfte Exemplare aus Kenias Vogelwelt. Interessant auch die Lamu Gallery. Gegenüber vom Museum gibt es einen Snake Park - beste Gelegenheit, aus sicherer Entfernung grüne und schwarze Mambas, Puffottern und Pythons zu bewundern. Museum und Schlangenpark: Tgl. 9.30-18 Uhr | Eintritt ca. 2 Euro | www.museum.or.ke | Museum Hill

National Archives

In dem Gebäude gegenüber vom Hilton Hotel hatte ursprünglich die Bank of India ihr Domizil. Interessant neben Dokumenten über Geschichte und Politik Kenias ist eine Fotosammlung u.a. von Jomo Kenyatta und Daniel arap Moi. | Mo-Sa 8 bis 7 Uhr | Eintritt frei | Moi Avenue

Parlament

Mit seinem viereckigen Uhrturm unverkennbar, liegt das Parlamentsgebäude an Parliament Road und Harambee Avenue; auf dem Vorplatz die Statue Jomo Kenyattas. Das Mausoleum, in dem der erste Präsident Kenias ruht, befindet sich nur wenige Schritte entfernt. Parlamentssitzungen können mit Genehmigung (Tel. 221291) von einer Besuchertribüne verfolgt werden.

Region: Bamburi Beach

Haller Park

Wer sich für Umweltschutz interessiert, sollte unbedingt dem Projekt des Schweizer Agronomen René Haller einen Besuch abstatten. Er beweist, dass es möglich ist, eine tote Steinwüste wieder in blühendes Leben zu verwandeln. Innerhalb von zwei Jahrzehnten hat er aus einer Mondlandschaft, die der großflächige Abbau von Korallenstein für die Zementfabrik in Bamburi hinterlassen hatte, ein kleines Paradies geschaffen: schattigen Wald, grüne Wiesen, Teiche und eine vielfältige Tierwelt. | In der Nähe des Hotels Severin Sea Lodge | tgl. 8-17 Uhr | Eintritt ca. 5 Euro

Region: Lamu-Archipel

Stadtzentrum

Zentrum der Stadt ist der Platz vor den mächtigen Mauern des alten Forts, das um 1820 von den Omanis erbaut und in der Kolonialzeit in ein Gefängnis umgewandelt wurde (Fotografieren verboten). Daran schließen sich die Hauptstraße, die Harambee Road, und eine Vielzahl von kleinen Gassen an, in denen vereinzelt noch sehr schöne alte Häuser erhalten sind. Türen, Fenster und Holzbalkone tragen zum Teil kunstvolle Schnitzereien. Lamus Handwerker sind berühmt für ihre prächtigen geschnitzten Türen. In der Altstadt gibt es einige Werkstätten, wo diese auch heute noch hergestellt werden, wie auch die ebenfalls berühmten Lamu-Truhen und die typischen Lamu-Betten mit Pfosten und Baldachin.

Treffpunkt am späten Nachmittag, wenn die Hitze des Tages langsam nachlässt, ist die Hafenpier. Auf der Terrasse von Petley's Inn finden sich Einheimische ein, Touristen sowie Rucksackreisende, die beschlossen haben, auf Lamu zu überwintern.

Lamu-Museum

Den besten Blick auf das Gewirr der engen Gassen und die Minarette der Moscheen bietet das Dach des ohnehin besuchenswerten Lamu-Museums an der Seeseite, neben Petley's Inn. Im Museum ist originalgetreu ein Brautzimmer eingerichtet. Mit Sorgfalt sind Schmuck, Musikinstrumente, Gebrauchsgegenstände und Waffen zusammengetragen. | Tgl. 8 bis 18 Uhr | Eintritt ca. 3 Euro

Region: Malindi

Stadtzentrum

Wo bis 1873 jeden Freitag öffentlich Sklaven versteigert wurden, steht heute die Juma'a - die „Freitags“-Moschee. An die Zeit der Portugiesen erinnern die Vasco-da-Gama-Kirche aus der ersten Hälfte des 16. Jhs. und das Vasco-da-Gama-Denkmal, beide benannt nach dem portugiesischen Seefahrer.

Region: Masai Mara

Im Heißluftballon über die Masai Mara

Ein kostspieliges, aber besonderes Erlebnis: Es ist noch dunkel, wenn die Passagiere in die Körbe und in die Höhe steigen. Unten galoppieren Gnus, stampfen Büffel. In sicherer Höhe werden Elefanten überflogen. Mitten in der Wildnis landet der Ballon. Wenig später kommen Landrover, wird eine Tafel aufgebaut, das Frühstück serviert. Buchung über die Lodges oder im Reisebüro in Nairobi. | Juli bis März | 3 Std. ca. 350 Euro/Person

Region: Lake Naivasha

Crescent Island und Elsamere

Lohnenswert ist eine Bootsfahrt (vom Naivasha Hotel) zum Crescent Island; eine kleine Insel, geologisch gesehen der Kraterrand eines Vulkans, auf der man ungefährdet auf einem Spaziergang Gazellen und Wasserböcke beobachten kann. In den Bäumen nisten Fischadler. Vorsicht ist bei den Flusspferden angebracht. Sie schätzen es nicht, wenn man ihnen beim Landgang in die Quere gerät. Für Leser und Bewunderer von Joy Adamson: Elsamere, das Anwesen, in dem die Adamsons die Löwin Elsa aufzogen, ist Besuchern zugänglich (wenige Kilometer hinter Fisherman's Camp | gegenüber dem Hippo Point | tgl. 15-18 Uhr | Eintritt ca. 4 Euro).

Region: Kisumu

Kisumu Museum

Ausgezeichnete Sammlung und Ausstellung über Kultur und Alltag kenianischer Volksgruppen, insbesondere der Luo, sowie zur Tierwelt der Seeregion. | Tgl. 8.30-18 Uhr | Nairobi Road | Eintritt 4,50 Euro