Reisetipps Kärnten

Highlights Kärnten

Region: Klagenfurt am Wörthersee

Magdalensberg

15 km nordöstlich von Klagenfurt erwartet Sie die größte archäologische Ausgrabungsstätte Österreichs. Etliche Gebäude der ehemaligen keltisch-römischen Hauptstadt der Provinz Noricum sind dort freigelegt. Im archäologischen Park (Mai-Mitte Okt tgl. 9-19 Uhr) sind die schönsten Funde ausgestellt. Auf dem Gipfel des Magdalensberges (1059 m) steht eine Wallfahrtskirche aus dem 13. Jh. und daneben das Gipfelgasthaus (Tel. 04224/2249 | €). Hier gibt es die Kärntner Kasnudel und alle ihre Verwandten wie Fleischnudel, Spinatnudel, Kletzennudel.

Region: St. Veit an der Glan

Friesach

Eine Schatzkiste mittelalterlicher Baukunst ist die Burgenstadt Friesach (7000 Ew.), die 25 km nördlich nahe an der Nordgrenze Kärntens zur Steiermark liegt. 860 wurde Friesach erstmals erwähnt. Drei Berge umgeben die Stadt, auf jedem finden sich Ruinen einstmals mächtiger Burgen. Am Petersberg stehen ein Burgfried, weitere Befestigungsanlagen und eine Kirche aus karolingischer Zeit. Der Burgfried beherbergt das Stadtmuseum (Mai-Mitte Okt. Di-So 13-17 Uhr, Juli/Aug. 10-17 Uhr). Im Oberhof der Burg wurde ein Freilufttheater errichtet, in dem engagierte Laienschauspieler im Sommer heitere Klassiker aufführen. Mit der Burg Lavant steht eine weitere Ruine auf dem Petersberg. Auf dem Geiersberg sind Reste einer Burganlage zu finden und die spätgotische St.-Anna-Kapelle mit Wandmalereien aus dem 14. Jh. Eine Kirchenruine steht auf dem Gipfel des Virgilienberges.

In der Stadt selbst gibt es zahlreiche Sehenswürdigkeiten wie die fast vollständig erhaltenen Befestigungsanlagen der Stadt mit einem Wasser führenden Stadtgraben (hier lohnt eine Bootsfahrt!). Einige Friesacher Gastronomen kochen nach mittelalterlichen Originalrezepten, auch Ritteressen in den alten Gemäuern werden organisiert.

Friesach war Sitz zahlreicher geistlicher Orden und Zentrum der Christianisierung, deshalb befinden sich in der und um die Stadt viele Kirchen und Klosterbauten. Hervorzuheben ist die Stadtpfarrkirche St. Bartholomäus, eine dreischiffige romanische Pfeilerbasilika mit prächtigen Glasfenstern, die teilweise aus dem 13. Jh. stammen. Sehenswert ist auch die Dominikanerkirche St. Nikolaus. Der riesige, dreischiffige Bau hat keinen Turm, da er die Kirche eines Bettlerordens war.

Mit mythologischen Figuren der griechischen Sagen ist der prächtige Renaissancebrunnen der Stadt am Hauptplatz geschmückt. Für die Besichtigung von Friesach sollten Sie sich mindestens einen ganzen Tag Zeit nehmen. Eine Zeitreise zurück ins Mittelalter unternimmt Friesach jährlich im Juli mit dem Spektakulum, einem großen Mittelalterfest.

Übernachten können Sie im Landhotel Metnitztalerhof (30 Zi. | Hauptplatz 11 | Tel. 04268/25100 | Fax 251054 | www.metnitztalerhof.at | €). Hier lässt es sich auch gut speisen. Auskunft: Fürstenhofplatz 1 | Tel. 04268/4300 | Fax 4280 | www.friesach.at

Von Friesach empfiehlt sich ein Ausflug in den 6 km südlich gelegenen Ort Hirt, wo seit mehr als 700 Jahren ein hervorragendes Bier gebraut wird. Der Braukeller Hirt (Hirt 2 | Tel. 04268/2524 | €-€€) bietet zudem gutbürgerliche Küche und Kärntner Spezialitäten.

Gurk

Ein viel besuchter Wallfahrtsort 20 km nördlich ist Gurk (1500 Ew.). Auch Papst Johannes Paul II. schaute 1988 dort vorbei und zelebrierte vor 60000 Gläubigen eine Messe. Das Zentrum des Wallfahrtsorts ist der mächtige Dom im romanischen Stil. Im 11. Jh. hatte die fromme und vor allem reiche Gräfin Hemma von Gurk diesen Bau gestiftet, der erst in den Folgejahrhunderten seine gegenwärtige Form annahm. Die Zwillingstürme der Kirche sind 60 m hoch. Das Innere ist angefüllt mit Kunstschätzen aus vielen Epochen. Eine Besonderheit ist die Krypta des Doms, in der die Gebeine der 1938 heilig gesprochenen Hemma von Gurk ruhen. Gestützt wird diese Krypta von sechs Stützpfeilern und 96 Säulen. Einzigartig sind die Fresken in der Kapelle über dem Eingang. Krypta und Freskenkapelle sind aus Sicherheitsgründen nur bei Führungen zugänglich.

Von Juni bis September verkehrt im Gurktal eine Museumsschmalspurbahn, die von Dampflokomotiven gezogen wird. Sie fährt auf der nur wenige Kilometer langen Strecke zwischen Treibach und Pöckstein/Zwischenwässern.

Hochosterwitz

Die mit Abstand berühmteste Ritterburg Österreichs liegt nur 8 Kilometer östlich von St. Veit. Sie wurde auf einem frei stehenden Felskegel (160 m) errichtet, der schon in der frühen Bronzezeit besiedelt war. Insgesamt muss man 14 Tore passieren, ehe man in den eigentlichen Burgbereich vordringt. Ein etwas anstrengender, aber lohnender Aufstieg (es gibt auch eine kleine Schrägseilbahn). Von den Zinnen der Burg aus hat man einen herrlichen Ausblick. Feinden der Burgherren blieb dieser Ausblick verwehrt, denn Hochosterwitz wurde wegen der unbezwingbaren Festungsanlagen niemals erobert. Im Burgmuseum sind mittelalterliche Waffen, Rüstungen und andere Gerätschaften ausgestellt. Ein Hauch Ritterromantik weht auch durch den Burghof, in dem auf die ermatteten Burgeroberer unserer Tage ein Restaurant wartet. Die Kellnerinnen tragen übrigens die Tracht der mittelalterlichen Burgfräulein. Mai-Sept. tgl. 8-18 Uhr, April und Okt. 9-17 Uhr | www.burg-hochosterwitz.at

Region: Ferlach

Tscheppaschlucht

Ein gesicherter Steig führt durch dieses atemberaubende und wildromantische Naturdenkmal 5 km südlich. Vorbei an brausenden Wasserfällen marschiert man rund 1,2 km durch die Schlucht. Festes Schuhwerk ist unbedingt erforderlich. Am Ende der Schlucht, beim Tschaukofall (26 m), kann man die Wanderung ins Bodental fortsetzen (5 km) oder mit einem Autobus an den Ausgangspunkt in Unterloibl zurückkehren. Die Schlucht ist von Mai bis Okt. begehbar.

Region: Hermagor

Maria Luggau

Durch das malerische Lesachtal, das die westliche Fortsetzung des Gailtales ist, gelangt man nach rund 55 km zu dem bekannten Wallfahrtsort Maria Luggau. Die Kirche Maria Schnee wurde von einer Bäuerin im 16. Jh. gegründet. Das ganze Jahrhundert wurde an dem Bau gearbeitet. Im 18. Jh. wurde die Kirche barockisiert. Bemerkenswert ist ein spätgotisches Gnadenbild. Ein familiäres Hotel mitten im historischen Ortskern ist die Pension Paternwirt (15 Zi. | Maria Luggau 30 | Tel. 04716/288 | Fax 28855 | www.tiscover.at/paternwirt | €).

Das Lesachtal wird auch das Tal der 100 Mühlen genannt. In einem Freilichtmuseum in Oberluggau sind vier schöne Beispiele dieser bäuerlichen Gebäude zu sehen. Dort wird auch heute noch Korn gemahlen (im Sommer am Fr oder Sa, Termine beim Mühlenverein | Tel. 04716/269). Ansonsten kann man sich jederzeit die Mühlen von außen ansehen.

Wunderschön hat sich im fast unberührten Lesachtal die Bauernhausarchitektur erhalten. Grundlagen bäuerlicher Arbeiten wie das Zaunflechten oder das Herstellen von Dachschindeln kann man in der Almakademie (Tel. 04716/597 | Tel. 0676/5049169 | 3-Std.-Kurs 21 Euro) erlernen. Rund um das Mineralheil- und Tuffbad in St. Lorenzen ist Kärntens Erstes Alm-Wellness-Hotel (50 Zi. und Apartmentholzhäuser | Tuffbad 3 | Tel. 04716/622 | Fax 62255 | www.almwellness.com | €€-€€€) entstanden: Angeboten werden u.a. Bäder nach alten Bauernregeln in Heu, Brotdunst und Kräuterdampf. Ein Erlebnis der besonderen Art ist die Mega-Dive-Riesenschaukel (www.fitundfun-outdoor.com) unter der Podlanigbrücke bei Birnbaum. In luftiger Höhe wird mit aberwitziger Geschwindigkeit geschaukelt.

Region: Spittal an der Drau

Großglockner-Hochalpenstraße

Von Heiligenblut führt diese in den Jahren 1930-1935 errichtete Gebirgsstraße bis hinauf zum Hochtor in einer Höhe von 2576 m. Dutzende Kehren sind zu bewältigen, bis man einen unvergleichlichen Blick auf den majestätischen Großglockner (3798 m) hat. Befahrbar von Mai-Okt., gebührenpflichtig

Millstatt und Millstätter See

Mitten in Millstatt (3300 Ew., 10 km von Spittal), dem Hauptort am Millstätter See, befindet sich die ehemalige Benediktinerabtei, die im 11. Jh. gegründet wurde. In ihr ist noch der wunderschöne Kreuzgang aus dem 12. Jh. zu bewundern. Die Stiftskirche ist mit Kunstschätzen aus allen Epochen ausgestattet. Romanischer und gotischer Stil verschmelzen mit barocken Elementen zu einem prächtigen Ganzen. Diese Kirche ist ein Hauptaufführungsort der Konzerte der Millstätter Musikwochen, die ihr Gewicht auf Orgelmusik gelegt haben. In der großzügigen und behutsam renovierten Stiftsanlage ist ein Museum (Juni-Okt. tgl. 9-12 Uhr und 14-18 Uhr) untergebracht. Sakrale Kunstwerke und mineralogische Fundstücke sind dort ausgestellt. Das Stift beherbergt zudem im Juli und August ein internationales Kunstforum mit Kursen für bildende und darstellende Kunst. Ethnologische Exponate sind im Millstätter Heimatmuseum zu sehen (Obermillstatt | Mitte Juni-Mitte Sept. Mo, Mi, Fr 16-18 Uhr).

Die Alternative zur Kunst ist der See: schwimmen, sonnen, springen, planschen, tauchen und surfen - ein Auszug aus dem reichhaltigen Angebot. Beim Kirchenwirt wird bodenständig-deftig gekocht (Obermillstatt 19 | Tel. 04766/2240 | €). Im gemütlichen Gasthaus zur schönen Aussicht (Millstatt-Öttern 2 | Tel. 04766/2633 | €) serviert man Kärntner Spezialitäten aus der eigenen Landwirtschaft. Wer etwas für seine Gesundheit tun möchte, ist bestens aufgehoben im familiär geführten Alexanderhof (50 Zi. | Alexanderhofstr. 16 | Tel. 04766/2020 | Fax 202070 | www.alexanderhof.at | €€) und im Biohotel Alpenrose (28 Zi. | Obermillstatt 84 | Tel. 04766/2500 | Fax 3425 | www.biohotel-alpenrose.at | €€€), einem nach baubiologischen Grundsätzen errichteten Haus im Grünen, das u.a. Kräuterbäder, Heilfasten, Vollwertkost und Yoga anbietet. Es ist übrigens ein Nichtraucherhotel. Auskunft: Tel. 04766/3700 | Fax 37008 | www.millstaettersee.at

Nationalpark Nockberge

Zwischen Kremsbrücke im Liesertal und dem Ort Ebene Reichenau östlich von Bad Kleinkirchheim erstreckt sich die 35 km lange, mautpflichtige Nockalmstraße (befahrbar Mai-Okt.). Entlang der Straße gibt es Informationsstellen und zahlreiche Almgasthöfe. Der Nationalpark Nockberge ist durchzogen von gut markierten Wanderwegen. In Hütten wohnen wie anno dazumal, aber mit dem Komfort von heute, können Sie im Almdorf Seinerzeit (Patergassen | Tel. 04275/7201 | Fax 72016 | www.almdorf.com | €€€).

Region: Völkermarkt

Bad Eisenkappel

Durch das enge Vellachtal führt die Straße ins gut 20 km südlich gelegene Bad Eisenkappel. Einst ein bedeutender Bergbau- und Industrieort, ist es heute ein schönes Wandergebiet. Die riesigen Obir-Tropfsteinhöhlen sind atemraubend (April/Mai tgl. 9.30-14.30 Uhr, Juni-Okt. 9.30-15.30 Uhr, Nov.-März nur Gruppen nach Voranmeldung | Tel. 04238/8239). In Bad Eisenkappel gibt es warme Quellen und so auch mehrere Kurhotels. Mit Kindern ist man im Berghof Brunner (25 Zi. | Lobnig 4 | Tel. 04238/301 | Fax 301801 | www.berghof-brunner.at | €€) oberhalb des Orts gut untergebracht. Als eigenes Hotel geführt ist das Kurzentrum (180 Zi. | Vellach 9 | Tel. 04238/90500 | Fax 90500400 | www.kurzentrum.at | €€-€€€) mit Hallen- und Freibad, Sauna und Therapieprogrammen. Sehenswert ist die bemalte Holzdecke in der Kirche St. Leonhard.

Region: Wolfsberg

St. Paul im Lavanttal

Ein beeindruckender Anblick ist das 1091 gegründete Benediktinerstift von St. Paul 15 km südlich auf einer Kuppe über der Marktgemeinde. Die Stiftskirche ist eine mächtige romanische Basilika mit sakralen Kunstschätzen und prächtigen Fresken. Das Stiftsgebäude wurde im 17. Jh. fertiggestellt; es umschließt einen großen Hof. 1782 wurde das Stift aufgehoben, aber 1802 von Benediktinermönchen aus St. Blasien im Schwarzwald neu besiedelt. Diese brachten Kunstschätze, wertvolle Bücher und Gemälde mit. Diese kostbare Sammlung trug dem Stift den Titel „Schatzhaus Kärntens“ ein. Im Stiftsmuseum (Hauptstr. 1 | Mai-Okt. tgl. 9-17 Uhr) werden die Exponate ausgestellt. Ein beliebtes Ausflugsziel ist der Gasthof Rabensteiner (St. Paul | Unterhaus 3 | Tel. 04357/2038 | €) bei der Ruine Rabenstein. Ausgezeichnete Jause, warme Gerichte nur auf Vorbestellung. Auf einem Hügel über dem Ort liegt die Gasthof-Pension Johannesmessner (10 Zi. und Wohnungen | Johannesberg 2 | Tel. 04357/2300 | €), in der man mit Produkten aus der eigenen Landwirtschaft verpflegt wird.

In der Umgebung von St. Paul liegt das Granitztal. Dort gibt es einen sogenannten Mostwanderweg, auf dem Sie von Bauernhof zu Bauernhof marschieren können. Die rund 10 km lange Wanderung bietet, gutes Schuhwerk vorausgesetzt, keine Schwierigkeiten. Drei Stunden geht es über sanfte Hügel. Fast bei jedem Hof gibt es einen Buschenschank mit vorzüglichem Most und Brettljause. Vom Mostwanderweg gibt es unzählige Varianten. Überall im Raum St. Paul gibt es kleine Wanderführer für alternative Routen.

Ein besonderer Tipp: der Landgasthof Loigge (21 Zi. | Hauptstr. 19 | Tel. 04357/2056 | Fax 20564 | €-€€) in St. Paul mit ausgezeichneter regionaler Küche; die Zimmer sind nach Schnapssorten benannt.