Reisetipps Italien

Praktische Hinweise Italien

Auto

Die am meisten befahrene Strecke ist die mautpflichtige Brennerautobahn von Österreich ins italienische Südtirol. Aus der Schweiz gelangt man durch den 17 km langen St.-Gotthard-Tunnel und das Tessin nach Oberitalien. Außerdem gibt es zahlreiche Passstraßen (einige mautpflichtig), die aber in den Wintermonaten meist nicht befahrbar sind. Im Sommer bieten sie herrliche Gebirgspanoramen, kosten aber erheblich mehr Zeit.

Eine bequeme, aber in der Saison nicht billige Alternative sind Autozüge (www.autoreisezug.de), die von mehreren deutschen Städten nach Bozen, Verona und Alessandria fahren.

Bahn

Die zwei Hauptstrecken nach Italien führen durch die Schweiz und den St.-Gotthard-Tunnel bzw. durch Österreich über den Brenner. Erkundigen Sie sich nach Sonderangeboten und Spartarifen. Durchschnittliche Reisezeiten: von München nach Florenz ca. acht bis zehn Stunden, nach Rom zehn bis zwölf, nach Neapel 13 bis 15 Stunden. In den Hauptreisezeiten ist es unbedingt nötig, einen Schlaf- oder Liegewagenplatz, möglichst auch einen Sitzplatz, lange im Voraus zu reservieren. www.bahn.de

Flugzeug

Die wichtigsten internationalen Flughäfen in Italien: Mailand, Turin, Bologna, Genua, Venedig, Triest, Pisa, Florenz, Rom, Bari, Neapel. Viele Billigfluglinien fliegen von zahlreichen Flughäfen in Deutschland nach Italien: Air Berlin (www.airberlin.com) fliegt aus verschiedenen Städten Bergamo und Rom an; Condor (www10.condor.com) fliegt von München nach Rom, Easyjet (www.easyjet.com) von Berlin nach Rom und Neapel, German Wings (www.germanwings.com) von Köln/Bonn nach Bologna, Rom und Mailand sowie von Stuttgart nach Rom. Ryan Air (www.ryanair.com) fliegt in Italien Rom, Pisa, Bari, Bergamo, Venedig, Forlì, Verona und Pescara an, Tui (www.tuifly.com) fliegt nach Brindisi, Bari, Neapel und Rom. Aus Österreich fliegt Sky Europe (www.skyeurope.com) nach Bergamo, Pisa, Venedig, Rom und Neapel, aus der Schweiz Helvetic (www.helvetic.com) u.a. nach Rom und Brindisi.

Staatliches Italienisches Fremdenverkehrsamt Enit

Neue Mainzer Str. 26 | 60311 Frankfurt | Tel. 069/237434 | Fax 232894

Kärntnerring 4 | 1010 Wien | Tel. 01/5051639 | Fax 5050248

Uraniastr. 32 | 8001 Zürich | Tel. 043/4664040 | Fax 4664041

www.enit.it

Auto

Vorgeschrieben sind Führerschein und Fahrzeugschein, empfohlen werden die grüne Versicherungskarte und eventuell ein Auslandsschutzbrief. Höchstgeschwindigkeit in Ortschaften 50 km/h, ansonsten 90, auf Autobahnen 130, auf Schnellstraßen 110 km/h. Auch tagsüber müssen Sie außerhalb von Ortschaften mit Abblendlicht fahren. Die Promillegrenze liegt bei 0,5. Pflicht ist das Mitführen einer Warnweste für Fahrer und Beifahrer.

Autobahnen in Italien sind bis auf einige Streckenabschnitte im Süden gebührenpflichtig. Schnellstraßen (superstrade) sind gebührenfrei. Um Warteschlangen an den Mautstellen zu umgehen, kann man auch mit allen gängigen Kreditkarten schnell und bargeldlos passieren.

Viele Innenstädte sind verkehrsberuhigt, und es gibt fast nur noch gebührenpflichtige Parkbuchten mit Automaten. Rubbeltickets und magnetische Parkkarten bekommt man an Kiosken und in Tabakläden. Immer häufiger kontrollieren Kameras die Straßenzugänge zu den verkehrsberuhigten Stadtkernen, Z.T. L. genannt (zona traffico limitato); Ihr Hotel hilft mit einem Fahrpass. Vor allem im Winter kommt es wegen Smog zu Fahrverboten. Mailand hat eine Citymaut (ecopass) eingeführt, zu zahlen bei der Fahrt in die Innenstadt (www.comune.milano.it).

Man tankt super senza piombo (Super bleifrei auch für Normalbenziner) oder gasolio (Diesel). Die Tankstellen - außer auf der Autobahn - schließen über die Mittagszeit (12.30-15 Uhr) und am Sonntag, aber viele haben Tankautomaten.

Deutsche Botschaft

Via San Martino della Battaglia 4 | Rom | Tel. 06492131 | www.rom.diplo.de

Österreichisches Konsulat

Viale Liegi 32 | Rom | Tel. 068552966 | www.bmeia.gv.at

Schweizer Botschaft

Via Barnaba Oriani 61 | Rom | Tel. 06809571 | www.eda.admin.ch/rome_emb

Geld & Kreditkarten

Banken sind fast durchweg mit Geldautomaten (bancomat) versehen. Nahezu alle Hotels, Tankstellen, Supermärkte sowie die meisten Restaurants und Geschäfte akzeptieren die gängigen Kreditkarten.

Gesundheit

Lassen Sie sich von Ihrer Krankenkasse die neue Europäische Krankenversicherungskarte EHIC geben, die Sie in Italien im Krankenhaus bzw. dem örtlichen Gesundheitsamt ASL (Agenzia Sanitaria Locale) vorlegen. Wer sich zusätzlich absichern möchte, schließt eine Reisekrankenversicherung ab. Heben Sie auf jeden Fall die Belege Ihrer Auslagen bei Arzt und Apotheke auf, und legen Sie sie Ihrer heimischen Kasse zur Erstattung vor. Ein Tipp: Die Notfallambulanz der Krankenhäuser (pronto soccorso) hilft in der Regel besonders schnell, gut und unbürokratisch.

Internet

Allgemeine Reise-, Landeskunde- und Kulturinformationen zu Italien: www.enit.it; www.italia-teletour.de; www.discoveritalia.it; www.reisetipps.de; www.italien.com; www.nonsolocasa.de; www.italien.com; www.ratgeber-italien.de; www.reise-nach-italien.de; www.italianita.de. Das Wetter in Italien: www.tempoitalia.it. Eine reichhaltige Website zum Thema Ausgehen mit Terminen zu Livekonzerten, Adressen von Inlokalen, Kneipen etc., bislang nur auf Italienisch: www.2night.it

Internetcafés & Wlan

Internetcafés gibt es überall (2-6 Euro/Std.), in den größeren Städten finden sich zudem manche Cafés mit wifi-Zugang, wie WLAN auf Italienisch genannt wird. Das gilt auch für die Mehrzahl der Hotels, von denen viele heute zumindest im Bar-, Rezeptions- und Loungebereich eine drahtlose Internetverbindung anbieten, manche gratis, manche über ein an der Rezeption zu erwerbendes Passwort. Dasselbe gilt für Warte- und Barbereiche an Flughäfen und auf den großen Bahnhöfen. An den norditalienischen Autobahnen bieten einige Raststätten Hotspots, zurzeit an den Strecken Mailand-Bologna und Mailand-Verona (Passwort und 1 Std. Zugang 6,50 Euro, zu Tarifen siehe www.linkem.com). Die Stadtverwaltungen von Rom (www.romawireless.com) und Bologna treiben den Netzzugang in der Innenstadt und in öffentlichen Parkanlagen aktiv voran. Über Websites wie wifi.gratis.it und www.jiwire.com finden Sie Adressen.

Mietwagen

An allen Flughäfen und größeren Bahnhöfen finden Sie Autovermietungen (Kreditkarte obligatorisch!). Für einen Kleinwagen zahlt man etwa 80 Euro pro Tag bzw. ab ca. 300 Euro pro Woche. Fragen Sie nach günstigen Ferien- und Wochenendtarifen! Buchungen vor Reiseantritt sind häufig preiswerter.

Museen & Sehenswürdigkeiten

Die Öffnungszeiten der Museen sind in den letzten Jahren viel besucherfreundlicher geworden, fast alle staatlichen Museen sind auch über Mittag geöffnet. Im Sommer können kurzfristig die Öffnungszeiten noch bis spät in den Abend verlängert werden. In diesem Band ist die Schließzeit angegeben, Kassenschluss ist oft früher. Die Eintrittspreise reichen von 4 Euro bis 10 Euro, vereinzelt mit Zuschlag bei Reservierung. Die staatlichen Museen (musei nazionali) sind zudem für EU-Bürger bis 18 und ab 65 gratis, von 18 bis 25 Jahren zum halben Preis zugänglich.

Notrufe

Notruf (Pronto Soccorso) gratis von jedem öffentlichen Telefon:

Polizei 113

Feuerwehr (Vigili del Fuoco) 115

Notarzt, Rettungswagen 118

Pannenhilfe 803116

Öffentliche Verkehrsmittel

Eisenbahn (www.trenitalia.com) und Bus sind relativ preiswert. Die Züge sind pünktlicher als ihr Ruf, jedoch häufig überfüllt. Der schnelle, moderne Eurostar verbindet die großen Städte; er ist erheblich teurer, die Platzreservierung obligatorisch. In vielen Lokalzügen darf man Fahrräder mitnehmen. Bahnfahrkarten müssen vor Besteigen des Zuges an den orangegelben Automaten im Bahnhof entwertet werden. Große Städte wie Rom, Mailand und Neapel haben U-Bahnen und dichte Busnetze.

Öffnungszeiten

Lebensmittelgeschäfte sind werktags meist von 8.30 bis 13 und von 17 bis 19.30 Uhr geöffnet, alle anderen Läden, Boutiquen, Supermärkte und Warenhäuser öffnen normalerweise von 8.30 bis 12.30 und von 15.30 bis 19.30 Uhr. An einem Nachmittag in der Woche sind alle Geschäfte geschlossen. In Touristenorten bleiben Geschäfte und Boutiquen oft bis spät in die Nacht offen. Kirchen sind meist tgl. von 8 bis 12 und von 15 bis 18 Uhr geöffnet, das kann freilich je nach Gegend und Gutdünken der Pfarrgemeinden variieren.

Post

Postämter sind im Allgemeinen Mo-Fr 8.20-13.20 Uhr, Sa bis 12.20 Uhr geöffnet. Das Porto für Briefe und Postkarten beträgt innerhalb Europas 65 Cent.

Preise

An der Theke kostet ein Espresso um 1 Euro, wer ihn am Tischchen sitzend trinkt, kann leicht das Doppelte, an Plätzen mit hohem Touristenaufkommen auch das Dreifache hinlegen.

Reisezeit

Fahren Sie, wenn möglich, nicht im August nach Italien! Da sind die Ferienorte hoffnungslos überfüllt. Die Preise klettern in schwindelnde Höhen, und oft besteht Halbpensionszwang. Während im Sommer die Städte und Museen leer sind, bersten sie zu Ostern und an langen Wochenenden. Gute Reisezeiten sind Mai/Juni und September/Oktober, allerdings schließen viele Ferienhotels schon Ende September.

Telefon & Handy

Außer in Telefonzellen kann man auch in vielen Bars telefonieren. Telefonkarten (perforierte Ecke abreißen!) sind in Tabakgeschäften erhältlich. Die ehemaligen Vorwahlen sind fester Bestandteil der Rufnummer, man muss sie also auch bei Ortsgesprächen mitwählen, ebenso muss bei Anrufen aus dem Ausland die Null mitgewählt werden. Vorwahlen: Deutschland 0049, Österreich 0043, Schweiz 0041. Vorwahl nach Italien: 0039

Beim Roaming spart, wer das günstigste Netz wählt. Mit einer italienischen Prepaidkarte entfallen die Gebühren für eingehende Anrufe. Prepaidkarten wie die von GlobalSim (www.globalsim.net) oder Globilo (www.globilo.de) sind zwar teurer, ersparen aber ebenfalls alle Roaminggebühren, und Sie bekommen schon zu Hause Ihre neue Nummer. Immer günstig sind SMS. Hohe Kosten verursacht die Mailbox: noch im Heimatland abschalten!

Trinkgeld

Man sollte nicht zu knauserig sein, Trinkgeld (fünf bis zehn Prozent) bekommen nette Kellner in Restaurants und Cafés, Zimmermädchen, Kofferträger u.a.

Agriturismo

Immer mehr Bauernhöfe in ganz Italien bieten Zimmer, Ferienwohnungen und Stellplätze für Camper und Zelte an. Oft sind das edel restaurierte Landgüter, die entsprechend kosten. Eine exzellente Website mit vielen bebilderten Angeboten ist www.agriturist.it. Den Führer „Ferien auf dem Land“ des italienischen Tourismusverlags Touring Club gibt es auf Deutsch.

Bed & Breakfast

Beginnt sich langsam auch in Italien durchzusetzen. Informationen u.a. unter www.bbitalia.com, www.bedand-breakfast.it.

Camping

Im Buchhandel bekommen Sie den „Campingführer Italien mit Feriendörfern“, ein stets aktualisiertes Verzeichnis von Campingplätzen und Feriendörfern. Im Internet finden Sie Informationen unter www.camping.it oder www.campeggi.com.

Ferienwohnungen

Listen mit Vermietern bzw. Agenturen finden Sie bei den Fremdenverkehrsämtern oder im Internet (www.fewo-direkt.de; www.ferienhausmiete.de; www.e-domizil.de). Eine gute Website für Ferienwohnungen in Süditalien ist www.nonsolocasa.de.

Hotels

In den Touristengebieten am Meer bzw. in den Bergen bekommt man in der Hochsaison Zimmer häufig nur mit Halb- oder Vollpension, außerdem steigen die Preise im Juli/August stark an.

Jugendherbergen

Auskunft zu Jugendherbergen (ostelli della gioventù): Associazione Italiana Alberghi per la Gioventù (Tel. 064871152) oder unter www.ostellionline.org bzw. www.hostelscentral.com.

Zoll

Innerhalb der EU dürfen alle Waren für den persönlichen Verbrauch frei ein- und ausgeführt werden. Richtwerte hierfür sind u.a. 800 Zigaretten, 90 l Wein, 10 l Spirituosen. Für Schweizer sowie bei Durchreise durch die Schweiz gelten erheblich geringere Freimengen, u.a. 200 Zigaretten und 2 l Wein.

Kaffee

1,40 bis 1,50 Euro für einen Cappuccino am Tresen

Eis

2 Euro für eine große Kugel

Wein

Ab 3 Euro für ein Glas am Tresen

Museen

4 bis 10 Euro für den Eintritt

Benzin

Um 1,40 Euro für 1 l Super bleifrei

Imbiss

Ab 2,50 Euro für ein belegtes panino