Reisetipps Süditalien

Sehenswertes Süditalien

Region: Das Landesinnere

Cosenza und die Sila

Wie so oft im Süden: die einladende Altstadt mit eindrucksvollem Dom (13. Jh.) und stattlichem Kastell aus Normannen- und Stauferzeit liegt auf dem Berg und auf der anderen Seite des Flussbetts des Busento die flache, anonyme Neustadt (insgesamt 73000 Ew.), allerdings lebhaft und mit bedeutender Universität. Im Busento soll der Gotenkönig Alarich, erster Plünderer Roms, mit seinen Raubschätzen begraben liegen. Ein gutes Restaurant beim Kastell: L'Arco Vecchio (Piazza Archi di Ciaccio 21 | Tel. 098472564 | So geschl. | www.arcovecchio.it | €-€€).

Im Landesinnern, östlich von Cosenza, erstrecken sich die Berg-, Wald- und Seenlandschaften der Sila Greca, der Sila Grande und der Sila Piccola, in den letzten Jahren zunehmend vom Wander- und Skitourimus erschlossen mit Orten voller Hotels wie Camigliatello, Lorica und San Giovanni in Fiore.

Dolomiti Lucani

Große, weite Flusstäler führen hinauf in den Appennino Lucano, z.B. durchs Basentotal Richtung Potenza (65000 Ew.), der nüchternen Regionalhauptstadt der Basilikata. Das eigentliche Ziel aber sind die Dolomiti Lucani, steile, stiftartige Sandsteinfelsen über einer grünen, wald- und wiesenreichen Mittelgebirgslandschaft - ein mit Wander-, Kletter- und Bikerouten erschlossenes Paradies für Naturfreunde. Vor der Kulisse der Berge liegen sympathische Dörfer wie Castelmezzano und Pietrapertosa. Das südlichere Agrital in mediterraner Hügellandschaft wartet mit dem großen Stausee Lago Pertusillo, der alten römischen Siedlung Grumentum (archäologischer Park tgl. 9-17 Uhr, in Grumento Nova Museo Archeologico Mo 14 bis 20, Di-So 9-20 Uhr), der sehenswerten Altstadt von Moliterno und dem Marienwallfahrtsort Viggiano auf.

Matera

Ein romanisch-normannischer Dom (13. Jh.), eine Feudalburg von 1515, die Chiesa del Purgatorio mit makabren Fegefeuerszenen, doch die ganz große Sehenswürdigkeit Materas (57000 Ew.) in der Basilikata, 30 km vom Golf von Tarent entfernt, sind die sassi: in Felswände hineingegrabene Häuser, in denen noch bis in die Fünfzigerjahre über 20000 Menschen lebten, vom Nachkriegsitalien als nationale Schande empfunden, die Aussiedlung war die Folge. Heute stehen die sassi unter Unesco-Schutz. Es gibt Ansätze einer erneuten Nutzung, Wohnungen entstehen, und im Sommer liefern sie die Kulisse zu Ausstellungen zeitgenössischer Bildhauer aus aller Welt.

In der Caffetteria Terrazza dell'Annunziata (Mo geschl.) an der lebendigen Piazza Vittorio Veneto mit Blick auf die sassi trifft man sich zu süßen und herzhaften Köstlichkeiten oder zum Aperitif. Gute Lokalküche bekommen Sie im Il Cantuccio (Via delle Beccherie 33 | Tel. 0835332090 | Mo geschl. | €). Eine Übernachtung in der Höhlenstadt sollten Sie sich nicht entgehen lassen, z.B. im einfachen, geschmackvollen Hotel Sassi (27 Zi. | Via San Giovanni Vecchio 89 | Tel. 0835331009 | Fax 0835333733 | www.hotelsassi.it | €€).

In der Umgebung Materas (und ebenso bei den nahen apulischen Städtchen Mottola und Massafra) verstecken sich in unwegsamer Vegetation zahlreiche mittelalterliche Grottenkirchen, in denen teilweise noch byzantinische Freskenmalereien überlebt haben. Um sie zu besuchen, sollte man einen Führer kontaktieren über das Touristenbüro in Matera (Via Spine Bianche 22 | Tel. 0835331817 | Fax 0835345402 | www.aptbasilicata.it). Führungen und Wanderungen bietet an: Matera Turismo | Via Cappelluti 34 | Tel. 0835336572 | www.materaturismo.it

Melfi und Monte Vulture

Bedeutendes Zentrum im Norden der Basilikata ist das sehenswerte Städtchen Melfi (17000 Ew.) an der Nordflanke des Monte Vulture (1327 m), eines erloschenen Vulkans, auf dessen fruchtbarer Erde Wein und Wälder gedeihen - und ein relativ neues, doch von der Schließung bedrohtes Fiat-Werk. Die Wälder erinnern an den alten Namen der Region, Lucania (von lucus = Wald). Beliebte Ausflugsziele sind die beiden Kraterseen von Monticchio mit zwei Benediktinerklöstern. Melfi selbst war im 11. Jh. erster Stützpunkt der Normannen in Süditalien. Im später von Friedrich II. umgebauten Kastell zeigt das Museo Nazionale del Melfese (Mo 14-20, Di-So 9-20 Uhr) frühgeschichtliche Funde.

In Barile, ein paar Kilometer südlich, lagert in Felskellern der rote Aglianico, einziger DOC-Wein der Basilikata. Hier trinkt man ihn zu einer der besten Küchen Süditaliens im schönen Hotelrestaurant La Locanda del Palazzo (Piazza Caracciolo 7 | Tel. 0972771051 | So-Abend und Mo geschl. | www.locandadelpalazzo.com | €€-€€€ | auch 11 Zi. | €€). 20 km östlich Melfis liegt Venosa mit Kathedrale (15. Jh.), Geburtshaus des römischen Dichters Horaz (65 v. Chr. hier geboren), stattlichem Schloss und der romantischen Ruine der normannischen Klosteranlage Trinità.

Monte Pollino

Die Grenze zwischen der Basilikata und Kalabrien verläuft genau über den Monte Pollino (2248 m). Sein weitläufiges, mächtiges Bergmassiv, mit seinen naturgeschützten 1920 km² größter Nationalpark Italiens, faltet sich mal dicht bewaldet, mal als nackte Kalkfelsen auf. Wahrzeichen des Pollino ist der nur noch hier anzutreffende pino loricato, die antike, bizarre Panzerföhre. Eine spektakuläre Cañonlandschaft hat der Fluss Raganello nahe bei Castrovillari gegraben. Diese Kleinstadt (17000 Ew.) mit aragonesischem Kastell und der Renaissancekirche San Giuliano eignet sich als Ausgangspunkt ins Pollinomassiv, auch weil sich hier ein reizendes Hotel im Grünen mit Schwimmbad und legendär guter Küche (So geschl. | €€-€€€) befindet: La Locanda di Alia (14 Zi. | €€ | Via Jetticelle 55 | Tel./Fax 098146370 | www.alia.it). In verschiedenen, über das gesamte Nationalparkgebiet verteilten Ortschaften gibt es Besucherzentren mit Kartenmaterial und Adressen von Tourenführern, etwa in Terranova di Pollino (hier die sehr beliebte Trattoria Luna Rossa | Via Marconi 18 | Tel. 097393254 | Mi geschl. | €), in Mormanno oder in Rotonda (hier der Hauptsitz: Ente Parco Nazionale del Pollino | Via delle Frecce Tricolori 6 | Tel. 0973669311 | www.parcopollino.it).

Besonders pittoresk ist der Bergort Morano Calabro, eine Kaskade alter Häuser, ein Kastell, eine Barockkirche mit bunt geschindeltem Kuppeldach. Im mitelalterlichen Altomonte sollten Sie unbedingt im Hotelrestaurant Barbieri (Via San Nicola 30 | Tel. 0981948072 | Fax 0981948073 | www.barbierigroup.it | €-€€) mit 42 eleganten Zimmern und zehn Apartments in der Altstadt einkehren. Die hausgemachten Köstlichkeiten wie Olivenöl, eingelegte Artischocken, Knoblauchpastete, peperoncini, Feigenmarmelade ersteht man in der dazugehörigen Bottega di Casa Barbieri.

Im Pollinomassiv und in der Sila Greca leben in einigen Dörfern noch die Nachfahren der Albaner, die im 15. Jh. vor den Türken nach Süditalien flüchteten. Ihre Sprache haben sie vielfach ebenso bewahrt wie ihr Brauchtum.

Region: Tyrrhenische Küste

Golf von Policastro

Die Basilikata berührt bei Maratea (5000 Ew.) mit einer wunderschönen Steilküste aus Riffen und Grotten das Tyrrhenische Meer: idyllisch zwischen Felsen und duftender mediterraner Vegetation eingebettete Strandbuchten und malerische Ortschaften im Hinterland haben aus dem Golf eine feine Ferienadresse gemacht. Am Kiesstrand von Acquafredda steht das Hotel Gabbiano (40 Zi. | Via Luppa 24 | Tel. 0973878011 | www.hotelgabbianomaratea.it | €-€€) mit gutem Fischrestaurant, bei Castrocucco das nette Landhotel La Tana mit gutem Restaurant (40 Zi. | Tel. 0973871770 | Fax 0973871720 | www.latanahotelmaratea.it | €€).

An den Golf schließt sich nach Süden eine Reihe im Hochsommer überquellender, verbauter Badeorte an. Hübsche Flecken sind Praia a Mare mit dem Grotteninselchen Isola di Dino, Cirella und Diamante mit ihren murales, von zeitgenössischen Künstlern bemalten Häuserwänden. Nach Cetraro kommt man auch wegen des Villenhotels San Michele (78 Zi. | Tel. 098291012 | Fax 098291430 | www.sanmichele.it | €€-€€€). Costa dei Cedri heißt dieser Küstenabschnitt wegen der cedri, der herben Zedratzitronen, ideal für viele süditalienische Süßspeisen.

Tropea

Die Halbinsel bricht mit Steilküsten ins Meer: Tropea (7500 Ew.) erhebt sich auf dem Felsen direkt überm Strand. Die spektakuläre Lage, ein schöner alter Kern aus Palazzi und Kirchen, die feinsandigen, gepflegten Strände und ein sauberes Meer haben Tropea und Umgebung zur Hochburg des kalabrischen Küstentourismus gemacht - mit Hotels, Campingplätzen, zahlreichen Sportangeboten und allabendlich belebter Altstadt.

Eine tolle Aussicht auf Tropea und das Meer bietet die gut ausgestattete Bungalowanlage Marchese d'Altavilla (25 Apartments | Ortsteil Gornella | Tel. 0963607139 | www.tropeamare.it | €€). Schöne Ferienwohnungen vermittelt Tropea Ferien (www.tropea-ferien.de). Südlich vom Capo Vaticano, den schönen Grotticelle-Strand in Gehdistanz, können Sie im Hotel Incoronato (32 Zi. | San Nicolò di Ricadi | Ortsteil Grotticelle | Tel. 0963663428 | www.hotelincoronato.it | €-€€) übernachten und gut essen.

Südlich der Halbinsel folgen Gioia Tauro, der größte Handelshafen Süditaliens, Palmi mit einem interessanten Volkskundemuseum und Bagnara Calabra, bekannt für seine Schwertfischflotte. Das Tyrrhenische und das Ionische Meer treffen sich in der Meerenge Stretto di Messina bei Scilla; die starken Strömungen verarbeitete Homer in der Odyssee als Drachen Skylla und als Schlundungeheuer Karybdis.

Region: Neapel (Napoli)

Cappella Sansevero

In dieser kleinen Rokokokirche sind kostbare Skulpturen ausgestellt, vor allem der „Verschleierte Christus“ von Giuseppe Sammartino. Außerdem ein 200 Jahre altes, makabres Experiment, die Versteinerung von zwei Toten. Via de Sanctis 19 | Mo und Mi-Sa-17.30, So 10-13 Uhr

Castel Nuovo

Die Residenz der neapolitanischen Könige nahe dem Hafen Stazione Marittima wird auch Maschio Angioino genannt. Im 13. Jh. erbaute Karl I. von Anjou die Burg, bis ihr im 15. Jh. Alfons I. von Aragón ihre heutige Gestalt mit dem grandiosen Renaissancebogen als Eingang verlieh. Heute ist die Burg Sitz von Ausstellungen und dem Museo Civico. Piazza Municipio | Mo-Sa 9-19 Uhr

Castel dell'Ovo

Kastell des Eis: Der Legende nach soll Vergil ein Ei in die Mauern des Kastells eingebaut haben, begleitet vom Orakel, dass Neapel so lange bestehen wird, wie dieses Ei unversehrt bleibt. Die Festung (heute Kongresszentrum) entstand im Mittelalter auf der kleinen Felsinsel vor dem Pier Santa Lucia. Im Borgo Marinari am Fuß des Kastells trifft man sich in Cafés und Trattorien.

Castel Sant'Elmo und Certosa di San Martino

Das dritte Kastell, eine sternförmige Wehranlage von 1329, erhebt sich am Ostrand des Vomerohügels. Ihm vorgelagert ist das große Kartäuserkloster Certosa di San Martino aus derselben Zeit, aber im 17. Jh. barockisiert, heute Sitz des Stadtmuseums mit sehenswerter Krippensammlung (Kastell und Kartause: Di-So 8.30-19.30 Uhr). Beide liegen in Gärten mit herrlichen Ausblicken auf den Golf.

Dom San Gennaro

Im über die Jahrhunderte immer wieder umgestalteten französisch-gotischen Dom befindet sich die Kapelle mit den Reliquien des hl. Januarius, Schutzpatron von Neapel. Sein Blut verflüssigt sich zweimal im Jahr, im September und im Mai, unter den inbrünstigen Gebeten der Neapolitaner. Tut es das ausnahmsweise mal nicht, droht Unheil ... Via Duomo

Kirchen

Gotisches Mittelalter oder festlicher Barock aus kunstvollen Marmorintarsien und Stuckdekor kennzeichnet die vielen Kirchen in der Altstadt: Gotik, Barock und Neugotik mischen sich in San Domenico Maggiore ( Piazza San Domenico); von der Barockisierung hat man in San Lorenzo Maggiore (Piazza San Gaetano) viel wieder in die ursprüngliche Gotik zurückrestauriert. Besonders sehenswert sind die Ausgrabungen (Mo-Sa 9-17, So 9.30 bis 13.30 Uhr) eines römischen Marktviertels unter der Kirche. Prächtige Barockkirchen sind Gesù Nuovo (Piazza del Gesù) und San Paolo Maggiore (Piazza San Gaetano), Letztere über eine schwungvolle Doppeltreppe zu erklimmen. Die eindrucksvolle Kirche Santa Chiara, 1943 bei Bombenangriffen beschädigt, ist im ursprünglichen, französisch-gotischen Stil restauriert worden. Zur Kirche gehört ein Museum, vor allem aber der Convento dei Minori (Via Benedetto Croce | Mo-Sa 9.30-13 und 14.30-17.30, So 9.30-13 Uhr) mit einem hinreißenden Kreuzgang aus bunten Majolikalauben - eine Ruheoase im Getümmel Neapels.

Museo Archeologico Nazionale

Eine der bedeutendsten Altertumssammlungen der Welt, kostbare Skulpturen der Antike, Wandmalereien und Mosaiken aus Pompeji und Herculaneum und ein restaurierter Isistempel. Piazza Museo | Mi-Mo 9 bis 20 Uhr

Museo e Gallerie Nazionali di Capodimonte

Der prächtige, restaurierte Königspalast Capodimonte in großem Park beherbergt die reichen Kunstsammlungen der verschiedenen Herrscher Neapels und einen Salon gänzlich aus Porzellan, ein Werk der einst legendären Porzellanmanufaktur von Capodimonte. Im gepflegten Park mit phantastischem Blick auf die Stadt tummeln sich sonntags neapolitanische Familien und Jugendliche. Parco di Capodimonte | Di-So 8.30-19.30 Uhr

Palazzo Reale

Dieser große Stadtpalast an der klassizistischen Piazza del Plebiscito war bis 1860 Regierungssitz der Bourbonen; zu besichtigen sind das eindrucksvolle Treppenhaus und die prächtigen Gemächer. Do-Di 9-20 Uhr

Teatro San Carlo

Berühmter Tempel des Melodramas, erstes Theater Europas (18. Jh.), zweimal zerstört und wieder aufgebaut. Neben dem Palazzo Reale | Besichtigung tgl. | Theaterkasse Via San Carlo, Okt.-Mai Di-So 10-15 Uhr, Juni-Sept. Mo-Fr 10-16.30 Uhr | anmelden unter Tel. 081664545 | www.teatrosancarlo.it

Unterirdisches Neapel/Napoli Sotterranea

Führungen auch in Deutsch durch die Grotten und Tunnel, die schon Griechen und Römer als Vorratskeller, Zisternen und Abwasserkanäle in den Lavatuff unter der Stadt getrieben haben. Piazza San Gaetano | Mo-Fr 12-16, Do auch 21, Sa/So 10-18 Uhr | www.napolisotterranea.org

Zahnradbahnen/Funicolari

Zahnradbahnen führen in die höher gelegenen Stadtteile: der blitzschnelle Funicolare Centrale Via Toledo-Piazza Fuga, Funicolare di Chiaia Via Parco Margherita-Via Cimarosa, Funicolare di Montesanto Piazza Montesanto-Via Morghen. Schöne Aussichten auf der Fahrt mit dem Funicolare di Mergellina Via Mergellina-Via Manzoni.

Region: L'Aquila

Brunnen der 99 Röhren

Das große Becken der eindrucksvollen Fontana delle 99 cannelle von 1272 zieren 99 Wasser speiende Steinmasken. Via Jacopo

Museo Nazionale d'Abruzzo

Ein großes spanisches Kastell im Stadtpark zeigt das Kunstschaffen in den Abruzzen von der Prähistorie bis heute. Di-So 9-19 Uhr

San Bernardino di Siena

Höhepunkt dieser barock ausgestatteten Kirche ist die Renaissancefassade (1527-40) von Cola d'Amatrice. Via di San Bernardino

Santa Maria di Collemaggio

Dank ihrer grandiosen Fassade, in die sich harmonisch drei romanische Rosettenfenster und drei romanische Portale einfügen, gilt die Kirche vor den Toren L'Aquilas als schönster Sakralbau der Abruzzen. Das romanische Innere wurde 1973 von barocker Verzierung befreit. Vom 23. bis zum 29. August findet hier seit 700 Jahren das prächtige Fest der Perdonanza Papale statt, mit allem, was die Abruzzen an Folklore zu bieten haben - eine Hommage an den aus L'Aquila stammenden Papst Cölestin V. und seine „Bulle der Vergebung“, die dem sicher sei, der durch das Kirchenportal tritt.

Region: Bari

Basilika San Nicola

In der Altstadt von Bari steht dieser Urtyp der romanisch-apulischen Kirche (11./12. Jh.) mit wunderbaren mittelalterlichen Steinmetzarbeiten am Nordportal und an den Kapitellen. Unter der Kirche tragen 26 Säulen die Krypta mit den Gebeinen des hl. Nikolaus aus Myra, Schutzpatron Baris. Nach ihm ist auch das architektonisch atemraubende Fußballstadion von Renzo Piano benannt. Piazza Elia | tgl. 7-12.30 und 16-19.30 Uhr

Kathedrale San Sabino

Auch die stattliche dreischiffige Kathedrale ist apulisch-romanisch, mit reich geschmücktem Altarüberbau und Bischofsstuhl. Piazza Odegitria | tgl. 8-12.30 und 16-19 Uhr

Pinacoteca Provinciale

Bedeutende Sammlung, u.a. süditalienische Meister aus dem 16. bis 18. Jh. Lungomare Nazario Sauro 27 | Di-Sa 9.30-13 und 16-19, So 9 bis 13 Uhr

Stauferkastell

Gewaltige Wehranlage, von Friedrich II. aus byzantinisch-normannischer Vorgängerbastion gestaltet; heute Ausstellungen u.a. von zeitgenössischer Kunst. Piazza Federico II di Svevia | Di-So 8.30-19.30 Uhr

Region: Rom (Roma)

Archeologia Card

Fragen Sie nach der Archeologia Card, die für 27 Euro (bis 25 Jahre ermäßigt) sieben Tage lang freien Eintritt in viele Museen und Sehenswürdigkeiten gewährt.

Centrale Montemartini

Antike Skulpturen aus dem Bestand der Kapitolinischen Museen bilden einen reizvollen Kontrast zur Kulisse dieses alten Elektrizitätswerks. Via Ostiense 106 | Di-So 9.30-19 Uhr | www.centralemontemartini.org

Engelsburg/Castel Sant'Angelo

Einst Mausoleum des Kaisers Hadrian, dann trutzige Festung der Päpste. Im Inneren Salons, Ketzergrüfte und ein Dachcafé. Lungotevere Castello | Di-So 9-19 Uhr

Forum Romanum

Über 1000 Jahre lang das Herz Roms beim mythischen Gründungsort, dem Palatinhügel. Das Forum war Marktplatz und Versammlungsort, religiöses und politisches Zentrum. Via dei Fori Imperiali | Sommer tgl. 9-18.30, Winter 9-16.30 Uhr

Galleria Borghese

Die Villa im beliebten Stadtpark der Römer beherbergt die schönsten Statuen von Barockmeister Gian Lorenzo Bernini und die überreiche Gemäldesammlung des Kardinals Scipione Borghese (300 Bilder, darunter Werke von Tizian, Rubens, Raffael, Caravaggio). Parco Villa Borghese | Via Pinciana | Di-So 8.30-19 Uhr | Besuch anmelden: Tel. 0632810 | www.galleriaborghese.it | www.ticketeria.it

Kapitol/Campidoglio

Der Kapitol war der heiligste der sieben Hügel Roms mit den Tempeln von Jupiter, Minerva und Juno. Michelangelo gab ihm seine heutige Gestalt. Den eleganten Platz umrahmen Palazzi, er ist Sitz des Stadtrats und der sehenswerten Kapitolinischen Museen. In denen stehen das smoggefährdete Reiterstandbild Mark Aurels (auf dem Platz heute eine Kopie) und die legendäre Bronzewölfin aus dem 5. Jh. v. Chr. Piazza del Campidoglio | Di-So 9-20 Uhr

Kirchen

Zu den über 200 Kirchen Roms gehören die vier Patriarchatsbasiliken aus den Anfängen des Christentums: San Giovanni in Laterano (Piazza San Giovanni in Laterano), die älteste Papstkathedrale von 314. Für die Apostel Petrus und Paulus baute man den Petersdom und San Paolo fuori le Mura (Porta San Paolo), 4. Jh., im 19. Jh. nach einem Brand neu aufgebaut, mit schönem Kreuzgang; schließlich die eindrucksvolle Marienkirche Santa Maria Maggiore (Piazza Santa Maria Maggiore), ebenfalls frühchristlichen Ursprungs, um 430 geweiht. In vielen Kirchen fanden Kapitelle, Säulen, Steine aus antiken Gebäuden Verwendung, das Kolosseum diente den Renaissancebaumeistern sogar als regelrechter Steinbruch.

Kolosseum/Colosseo

Wahrzeichen Roms: In dieser riesigen, ellipsenförmigen Arena von 80 n. Chr. konnten sich 70000 Römer bei Gladiatoren- und Tierkämpfen vergnügen. Piazza del Colosseo | tgl. 9-16.30 (Winter) bzw. 9-19.30 Uhr (Sommer)

Museo Nazionale Romano

Die reiche Kunst der Antike verteilt sich auf verschiedene Ausstellungsorte: Palazzo Massimo (Largo di Villa Peretti 1), Palazzo Altemps (Piazza Sant'Apollinare 44), Crypta Balbi (Via delle Botteghe Oscure 31), Terme di Diocleziano (Viale De Nicola 79), Aula Ottagonale (Via Romita 8); außerdem die Ausgrabungen der grandiosen Kaiservilla Domus Aurea beim Kolosseum (voranmelden unter Tel. 0639967700 | Di geschl.). Alle übrigen Di-So 9-19.45 Uhr

Pantheon

Dieser Göttertempel (27 v. Chr.), den Kaiser Hadrian 120 n. Chr. erneuern ließ, gilt als besterhaltener antiker Bau. Im Mittelalter zur Kirche umfunktioniert, liegen hier italienische Könige und der Maler Raffael begraben. Abends ist der Vorplatz beliebter Treffpunkt der Römer. Piazza della Rotonda | Mo-Sa 8.30-19.30, So 9 bis 18 Uhr

Petersdom/San Pietro

Ins bedeutendste Heiligtum der abendländischen Christenheit, an der Stelle errichtet, an der Petrus begraben liegt, gelangt man über den formvollendeten Platz, den Roms Meister des Barocks Gian Lorenzo Bernini 1667 schuf. Elegant und großräumig umkränzen ihn von 140 Heiligen gekrönte Säulengänge. Am gigantischen Dom, der Basilica di San Pietro, größtes Gotteshaus der Welt mit einem Fassungsvermögen von 60000 Menschen, haben Bramante, Carlo Maderno und Michelangelo gearbeitet, von der Kuppel blickt man auf ganz Rom. Im bombastischen Innern unter den vielen Kunstwerken die Pietà des Michelangelo hinter Panzerglas. Piazza San Pietro | tgl. 7-19 Uhr

Plätze

Die schönsten: Campo de' Fiori, im Mittelalter Rinderweide, auch Hinrichtungsplatz, heute der schönste römische Obst-, Gemüse- und Blumenmarkt; die lang gestreckte Piazza Navona mit dem prächtigen Barockbrunnen der „Vier Ströme“ vom Barockmeister Bernini und ihren blumengeschmückten Terrassen, Kleinkünstlern und Straßencafés; die weiträumige Piazza del Popolo, die Michelangelo und Bernini mitgestalteten, die dann im 19. Jh. klassizistisch aufgemöbelt wurde und über der sich die Gärten des Monte Pincio ausdehnen. Schließlich die Scalinata Trinità dei Monti, die ausladende Spanische Treppe an der Piazza di Spagna, liebstes Sitzmöbel müder Touristen und internationaler Jugendtreff, ein päpstliches Bauprojekt von 1723 als Aufgang zur Kirche Trinità dei Monti.

Trastevere

Verwinkeltes, malerisches Viertel in der Tiberschleife, einst von Arbeitern und Handwerkern bewohnt, heute von Künstlern, Schickeria und betuchten Ausländern bevölkert. Die Hauptkirche des Viertels, Santa Maria in Trastevere, ist eine der ältesten Marienkirchen Roms (3. Jh.), ihre Piazza ein beliebter Treffpunkt junger Leute.

Vatikanische Museen

Mit 14 Museen beherbergt der Vatikan den größten Museenkomplex der Welt. Besonders sehenswert die von Raffael ausgemalten Arkaden der sogenannten Stanzen, die größte Sammlung antiker Originalskulpturen der Welt im Museo Pio Clementino und die Pinakothek mit Werken von Giotto, da Vinci, Caravaggio u.a. In der Sixtinischen Kapelle erstrahlt restauriert die „Schöpfungsgeschichte“ des Michelangelo (1508 bis 1512) in bunter Farbenpracht von den Decken der Kapelle. Nach der Plünderung Roms durch Karl V. im Jahr 1527 erhielt Michelangelo erneut den Auftrag, in der Kapelle zu malen, diesmal das düstere „Jüngste Gericht“ an der Altarwand. Haupteingang Viale del Vaticano | Mitte März-Okt. Mo-Fr 8.45-16.45, Sa 8.45-13.45 Uhr, Nov.-Mitte März Mo-Sa 8.45-13.45 Uhr, letzter So im Monat 9-13.45 Uhr freier Einlass

Via Appia Antica/Katakomben

Wie die wichtigste Straße des römischen Weltreichs gen Süden einmal ausgesehen haben mag, kann man im Archäologischen Park am südöstlichen Rand Roms erkennen, zu dem die unterirdischen Totenstädte, die Kalixtus-, Sebastian- und die weitläufigen Domitilla-Katakomben, gehören. Alle 8.30-12 und 14-17 Uhr, Domitilla Di, San Callisto Mi, San Sebastiano So geschl. | www.parcoappiaantica.org

Region: Lecce

Altstadt

Lecce glänzt mit seinen üppig verschnörkelten Barockfassaden von Palazzi und Kirchen in honiggelbem Tuffstein. Höhepunkte sind die Basilica di Santa Croce und die Piazza del Duomo. Vor dem im 16. Jh. erbauten, trapezförmigen Kastell (sehenswertes Museum zur Früh- und Kunstgeschichte des Salento | zzt. wegen Restaurierung geschl.) findet täglich ein großer Markt statt.