Reisetipps Süditalien

Praktische Hinweise Süditalien

Auto

Die Autofahrt bis hinunter in die Stiefelspitze kann sehr lang werden: z.B. von Mailand nach Bari 900 km, nach Neapel 800, nach Reggio di Calabria 1300 km. Fahren Sie besonders vorsichtig auf der engen, alten Autobahn Salerno-Reggio di Calabria! Die italienischen Autobahnen sind bis auf einige Abschnitte im Süden mautpflichtig - vom Brenner bzw. von Como bis an die südliche Adria oder zur Amalfiküste müssen Sie mit Gebühren von rund 50 Euro rechnen. Auch die Autobahnen in der Schweiz und Österreich sind mautpflichtig.

Bahn

Mit dem Zug bis hinunter in den Süden bedeutet mindestens einmal umsteigen, z.B. in Mailand oder in Rom. Platz-, Liege- und Schlafwagenkarten in der Hauptreisezeit sollten Sie frühzeitig reservieren. www.bahn.de

Flugzeug

Internationale Flughäfen in Süditalien sind Rom, Bari, Pescara, Brindisi, Lamezia Terme, Reggio di Calabria und Neapel. Sie werden von vielen deutschen Flughäfen direkt oder mit Zwischenstopp in Mailand bzw. Rom angeflogen. Auch sind sie Ziel zahlreicher Billiglinien wie Easy Jet, Air Berlin, Ryan Air, Germanwings und Tuifly. Aus Wien fliegt Niki in den Süden, aus Zürich Helvetic. Von Mailand auch Weiterflüge nach Crotone. Im Sommer wird der Flughafen Lamezia Terme in Kalabrien von Chartermaschinen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz direkt angeflogen.

Staatliches Italienisches Fremdenverkehrsamt ENIT

Neue Mainzer Str. 26 | 60311 Frankfurt | Tel. 069/237434 | Fax 232894 | www.enit.de

Kärntnerring 4 | 1010 Wien | Tel. 01/5051639 | Fax 5050248 | www.enit.at

Uraniastr. 32 | 8001 Zürich | Tel. 043/4664040 | Fax 4664041 | www.enit.ch

In den Küstenorten öffnen während der Saison (Mai/Juni-Sept./Okt.) meist recht gut mit Material ausgestattete Informationsbüros (informazioni turistiche oder Pro Loco).

Auto

Vorgeschrieben sind Führerschein und Fahrzeugschein, empfohlen wird die grüne Versicherungskarte. In Ortschaften beträgt die Höchstgeschwindigkeit 50 km/h, ansonsten 90, auf Autobahnen (autostrada) 130 km/h, auf einigen dreispurigen Abschnitten 150 km/h. Außerhalb der Ortschaften muss auch am Tag mit Abblendlicht gefahren werden! Die Promillegrenze liegt bei 0,5. Bei Unfall oder Panne muss außerorts beim Verlassen des Wagens eine Warnweste angelegt werden. Nach hinten über das Fahrzeug hinausragende Ladungen (Surfbretter, Fahrräder) müssen mit einer 50 x 50 cm großen, rot-weiß gestreiften Warntafel gekennzeichnet sein.

Die Autobahnen in Italien sind bis auf einige Abschnitte im Süden gebührenpflichtig (100 km ca. 5 Euro). Um Warteschlangen an den Mautstellen zu umgehen, kann man mit den gängigen Kreditkarten bezahlen.

Tankstellen sind Mo bis Sa meist von 7.30 bis 12.30 und von 15 bis 19 Uhr geöffnet, So nur vereinzelt und auf den Autobahnen, doch immer mehr Tankstellen haben Tankautomaten. Man tankt generell super senza piombo (Super bleifrei auch für Normalbenziner) oder gasolio (Diesel).

Bis auf die größeren Städte und die Touristenzentren während der Hochsaison ist das Parken kein Problem. Zum Tagesausflug in Städte wie Neapel, Salerno, Bari sollten Sie mit dem Zug fahren oder den Wagen auf einem bewachten Parkplatz abstellen. Ein großes Problem ist das Autofahren und vor allem das Parken in der Saison und am Wochenende an der Amalfiküste; für Campingwagen und Caravans ist die Küstenstraße Amalfitana von April bis Oktober gesperrt.

Deutsches Generalkonsulat

Via Crispi 69 | Neapel | Tel. 0812488511 | Fax 0817614687 | www.konsulate.de

Österreichisches Generalkonsulat

Viale Liegi 32 | Rom | Tel. 068552880 | Fax 0685352991 | www.austria.it

Schweizerisches Generalkonsulat

Centro Direzionale | Isola B 3 | Neapel | Tel./Fax 0817341132

Geld & Kreditkarten

Geldautomaten (bancomat) sind flächendeckend vorhanden. In vielen Restaurants und den meisten Hotels, in besseren Geschäften, an Tankstellen und bei Autovermietungen sind Kreditkarten Standard.

Internet

(Süd-)Italienportale mit allgemeinen Reise-, Lese- und Linktipps: www.italien-aktiv.info, www.italien-ratgeber.de, www.ratgeber-italien.de, www.in-italy.de, www.italianita.de, www.emmeti.it, www.italienwelten.de, www.teletour.de/italien. Museen und archäologische Stätten in Italien: www.museionline.it; Natur- und Nationalparks: www.parks.it; das Wetter in Italien: www.meteo.it, www.tempoitalia.it

Internetcafés & Wlan

Italienische Netcafés finden Sie über http://cafe.ecs.net oder www.cybercafe.it, Hotspots in Rom über www.romawireless.com (fast überall im Zentrum Roms kann man täglich für eine Stunde drahtlos ins Netz, wenn man sich auf der Website einloggt und mit einer Mobilnummer anmeldet). Auch sonst bieten viele Hotels, Bars, B & Bs etc. WLAN-Service an (meist muss man sich aber erst mit einem Lichtbildausweis registrieren).

Mietwagen

Mietwagenvertretungen gibt es in größeren Städten, an den Flughäfen und großen Bahnhöfen sowie in einigen Touristenzentren. Ein Kleinwagen kostet pro Tag ca. 80 Euro. Günstiger ist der Wochenendtarif, z.B. drei Tage um 110 Euro. Am günstigsten sind Wochentarife um rund 270 Euro, jedoch teilweise mit Kilometerlimit. Deutlich billiger wird es, wenn man vor der Abreise bzw. online (dann z.T. schon ab 30 Euro/Tag) bucht: www.billiger-mietwagen.de.

Notrufe

Polizei und Unfallrettung: Tel. 112 (gebührenfrei aus dem Mobil- und Festnetz). Der italienische Automobilclub ACI leistet kostenpflichtig Pannenhilfe rund um die Uhr: Tel. 803116, mobil 800116800 bzw. Notrufsäulen an den Autobahnen.

Bahn

Bahnfahren ist in Italien immer noch relativ preiswert, zumindest die Lokal- und Regionalverbindungen - nicht so die nationalen Rapidzüge Eurostar, die nur mit Aufschlag und Platzreservierung benutzt werden dürfen. Den Gesamtfahrplan (orario ferroviario) oder auch nur die Südausgabe bekommt man an Zeitungskiosken. Vor dem Besteigen des Zugs muss man die Fahrkarte und, wenn getrennt, auch den Zuschlag in den Automaten entwerten, die in der Bahnhofshalle vor den Bahnsteigzugängen stehen. Im Internet können Sie sich die besten Verbindungen zusammenstellen lassen (auch auf Englisch): www.ferroviedellostato.it

Bus

Die Städte haben dichte Busnetze (Rom und Neapel dazu ein paar Metro- und Straßenbahnstrecken); Nachbarstädte und Dörfer sind auch mit Überlandbussen zu erreichen. www.italybus.it , www.orariautobus.it

Öffnungszeiten

Die Öffnungszeiten der großen staatlichen Museen sind viel besucherfreundlicher geworden. Fast alle haben über Mittag geöffnet, und im Sommer öffnen manche sogar bis spät in den Abend. In diesem Band ist für Museen u. Ä. stets die Schließzeit angegeben, Kassenschluss ist oft früher. Kirchen schließen meist in der Mittagszeit zwischen 12 und 16 Uhr. Lebensmittelgeschäfte sind werktags meist von 8.30 bis 13 und von 17 bis 19.30 Uhr geöffnet, alle anderen Läden öffnen gewöhnlich von 8.30/9 bis 12.30 und von 15.30 bis 19.30 Uhr. An einem Nachmittag in der Woche sind alle Geschäfte geschlossen. In Badeorten bleiben die Geschäfte in der Hochsaison bis spät in den Abend offen.

Post

Die Postämter sind im Allgemeinen Mo bis Fr von 8.15 bis 13.20, Sa bis 12.20 Uhr geöffnet. Ein Brief oder eine Postkarte ins EU-Ausland und die Schweiz muss mit 65 Cent frankiert werden.

Preise

Die Eintrittspreise in die Museen variieren zwischen 3 und (im Extremfall) 14 Euro (Vatikanische Museen in Rom). Erkundigen Sie sich in den großen Städten wie Neapel und Rom nach den sogenannten cards, die freien Eintritt zu mehreren Museen sowie die Gratisnutzung öffentlicher Verkehrsmittel erlauben. Die staatlichen Museen (musei nazionali) sind für EU-Bürger bis 18 und ab 65 gratis, von 18 bis 25 Jahren zum halben Preis zugänglich. Im Mai findet die settimana della cultura statt: eine Woche mit freiem Eintritt in alle staatlichen Museen und Archäologieparks.

An der Theke in der Bar kostet der Cappuccino maximal 1,50 Euro, wer ihn am Tischchen sitzend trinkt, muss mit einem deutlichen Aufschlag rechnen. Sitzt man allerdings an berühmten oder besonders touristischen Plätzen, kann die Tasse doppelt oder dreimal so teuer werden. Öffentliche Verkehrsmittel sind preiswert: Eine einfache Buskarte kostet um 1 Euro, für die Bahnfahrkarte zahlt man ein Drittel weniger als in Mitteleuropa. Teuer sind die Diskotheken in exklusiven Badeorten: der Eintritt ab 15 oder 20 Euro aufwärts.

Telefon & Handy

Telefonieren in Zellen (mit Telefonkarten, perforierte Ecke abreißen) und Bars. Telefonkarten (wie auch Briefmarken, Parktickets und Busfahrkarten) bekommt man in Tabakläden. Innerhalb Italiens gibt es keine Vorwahl, daher müssen Sie auch bei Anrufen aus dem Ausland die Null am Beginn der Nummer mitwählen. Das italienische Mobilfunknetz ist nach GSM- und UMTS-Standard aufgebaut. Das eigene Handy (telefonino bzw. cellulare) wählt sich problemlos ein. Während die Roaminggebühren gesenkt wurden, bleibt die Mailbox im Ausland eine Kostenfalle. Am besten noch im Heimatland ausschalten! SMS sind in jedem Fall billiger als telefonieren. In Handys ohne Sim-Lock können italienische Prepaidkarten verwendet werden; Sie sind dann allerdings nur unter der neuen Nummer zu erreichen. Mehr Infos finden Sie auf www.tariftip.de. Vorwahlen: Italien 0039, Deutschland 0049, Österreich 0043, Schweiz 0041

Trinkgeld

Man sollte nicht zu knauserig sein, Trinkgeld (ca. fünf Prozent) bekommen nette Kellner in Restaurants und Cafés, Zimmermädchen, Kofferträger usw.

Agriturismo

Auch in Süditalien bieten immer mehr Bauernhöfe Zimmer, Ferienwohnungen und Stellplätze für Campingmobile und Zelte an, die Spanne reicht von preiswert bis luxuriös. Informationen in den Fremdenverkehrsämtern, auf zahlreichen Internetseiten (Suchwort „agriturismo“) oder bei Organisationen wie Agriturist | Tel. 066852342 | Fax 066852424 | www.agriturist.it.

Bed & Breakfast

Setzt sich auch in Italien rapide durch, begünstigt durch das Internet als Vermittlungsforum, z.B. www.bed-and-breakfast.it, www.anbba.it oder www.bbitalia.com.

Camping

Überall in den Küstengebieten und bei touristisch interessanten Städten finden sich Campingplätze. In den Enit-Büros bekommt man die Carta d'Italia Parchi Campeggio. Ein stets aktualisiertes Verzeichnis von Campingplätzen und Feriendörfern ist „Campeggi e Villaggi Turistici in Italia“, erhältlich im Buchhandel oder beim Touring Club Italiano (www.touringclub.it). Informationen im Internet unter www.camping.it oder www.campeggitalia.com. Wildes Camping ist in Italien verboten und gefährlich.

Hotels

Hotelverzeichnisse vergeben die Fremdenverkehrsämter, an die man sich auch bei Beschwerden wendet. In der Hochsaison im Sommer kann man in den Ferienhotels an der Küste oft nur mit Halb- oder Vollpension bei mindestens drei Tagen Aufenthalt fündig werden. Außerhalb der Saison ist es dafür genau umgekehrt: Man findet mehr oder weniger geschlossene Ferienorte vor. Natürlich gibt es auch dann geöffnete Hotels, aber man muss sie suchen, und sie liegen meist in den Ortschaften im Hinterland. Die in diesem Führer genannten Hotels sind fast alle ganzjährig geöffnet. Wer flexibler und preiswerter reisen möchte, sollte sich in der Nebensaison auf den Weg machen oder Unterkunft im Landesinnern suchen.

Jugendherbergen

Jugendherbergen heißen in Italien Ostelli della Gioventù. Auskunft: Associazione Italiana Alberghi per la Gioventù (Via Cavour 44 | 00184 Rom | Tel. 064871152) oder unter www.ostellionline.org

Zeitungen

In den Tageszeitungen finden Sie die Adressen der Notärzte und Nachtapotheken, am Wochenende auch Veranstaltungskalender. Die Touristenzentren sind mit ausländischen Zeitungen versorgt.

Zoll

Innerhalb der EU dürfen Waren für den persönlichen Bedarf zollfrei ein- und ausgeführt werden. Richtwerte hierfür sind u.a. 800 Zigaretten, 10 l Spirituosen und 90 l Wein. Für Schweizer gelten stark eingeschränkte Freimengen, u.a. 200 Zigaretten, 1 l Spirituosen, 2 l Wein.

Cappuccino

1-1,50 Euro für eine Tasse am Tresen

Eis

Ab 1,50 Euro für eine große Kugel

Wein

2-2,50 Euro für ein Glas (0,2 l)

Eintritt

Um 9 Euro für bedeutende Sehenswürdigkeiten wie das Kolosseum

Benzin

Um 1,40 Euro für 1 l Super bleifrei

Pizza

Ab 1,50 Euro für ein Stück auf die Hand