Reisetipps Norditalien

Sehenswertes Norditalien

Region: Toskanische Küste

Etruskische Riviera

Im Süden Livornos reiht sich im Schatten der Pinien ein Campingplatz an den anderen, dazwischen Badeorte. Etruskische Siedlungsspuren konzentrieren sich bei Populonia am Golf von Baratti (herrliche Badebucht unter Pinien).

Maremma

Der Naturpark der Maremma (Zentrum Alberese) bewahrt die ursprüngliche Natur. Zu besonders schicken, vor allem bei Italienern beliebten Ferienorten haben sich die Landzunge Punta Ala und die bergige Halbinsel Monte Argentario (635 m) mit den Orten Porto Santo Stefano und Porto Ercole entwickelt.

Im Südosten von Grosseto liegt Saturnia, in dessen heißes Schwefelwasser man sich entweder in die von Hotel (www.termedisaturnia.it) und Badebecken domestizierte, teure Quelle legt oder frei unter die heißen Wasserfälle.

Ganz im Süden bei Capalbio begeistert der Park Giardino dei Tarocchi (Ostern und Mitte April-Okt. tgl. 14.30-19.30 Uhr) mit den bunten, bizarren Skulpturen der Künstlerin Niki de Saint-Phalle große und kleine Besucher.

Pisa

Kaum ein Monument ist so berühmt wie der Schiefe Turm von Pisa (103000 Ew.), den man seit ein paar Jahren wieder besteigen darf (tgl. 9 bis 17, im Sommer bis 20.30 Uhr | Anmeldung nur über Internet: www.opapisa.it). Seine Neigung begann schon bald nach dem Bau 1173 auf von Wasseradern durchzogenem Grund. Er steht auf dem Campo dei Miracoli, ebenso der prächtige romanische Dom (1063-1118), das Baptisterium und der mit Skulpturen und Fresken ausgestattete Camposanto (Friedhof).

Versilia

25 km Sandstrand, schattige Pinienwälder, Hotels, Restaurants, Campingplätze und zwei Hochburgen eleganten Badelebens: Forte dei Marmi mit Villen in duftenden Gärten und Viareggio mit Promenaden und altmodischen Hotels. Dazu die überwältigende Kulisse der Apuanischen Alpen. Aus ihren Felsen werden seit Jahrhunderten riesige Marmorblöcke geschnitten. Sehenswert sind die Marmorbrüche (cave) von Carrara und Massa und die Bildhauerwerkstätten von Pietrasanta.

Region: Triest (Trieste)

Hügel San Giusto

Eine herrliche Sicht auf Stadt und Meer bietet der Hügel über der Altstadt. Hier hatten schon die Römer einen Tempel und ein Forum gebaut. Heute ist er Standort der Basilika San Giusto, des Kastells und des Archäologischen Museums.

Region: Genua (Genova)

Galata Museo del Mare

Im neuen Museum am Alten Hafen gewinnen Sie Einblicke in die Schifffahrt und das Leben auf dem Meer. Tolle Sicht vom Dach auf Genua. | März-Okt. tgl. 10-19, Nov.-Feb. Di bis Fr 10-18, Sa/So 10-19.30 Uhr | Calata De Mari 1 | www.galatamuseodelmare.it

Musei di Strada Nuova

Drei wunderbare Paläste - Palazzo Rosso, Palazzo Bianco, Palazzo Tursi - an der kurzen, aber prachtvollen Via Garibaldi sind angefüllt mit alten Meistern und schönem Interieur. | Di bis Fr 9-19, Sa/So 10-19 Uhr | www.stradanuova.it

Palazzo Ducale

Der prachtvolle einstige Dogenpalast ist heute das Kulturzentrum Genuas mit beliebtem Treff Bar Mentelocale (Website voller Infos zu Genua: www.mentelocale.it). | Piazza Matteotti | www.palazzoducale.genova.it

Palazzo Reale

Im ersten Stock des Savoyerpalasts aus dem 17. Jh. kostbare barocke Innenausstattung, Wandteppiche und Gemälde flämischer und italienischer Maler. Dazu ein Hängegarten mit Blick auf die Altstadt. | Di/Mi 9 bis 13.30, Do-So 9-19 Uhr, Via Balbi 10

San Lorenzo

Jahrhundertelang wurde an diesem größten Sakralbau Genuas gebaut: von frühchristlicher Zeit bis in die Renaissance; dazu gehört ein sehenswertes Domschatzmuseum. | Mo-Sa 9 bis 12 und 15-18 Uhr | Piazza San Lorenzo

Region: Turin (Torino)

Fondazione Mario Merz

Die Werke des großen Arte-Povera-Künstlers bezeugen Turins Interesse an zeitgenössischer Kunst. | Di-So 11 bis 19 Uhr | Via Limone 24 | www.fondazionemerz.org

Galleria Sabauda

Meisterwerke von Mantegna, Botticelli, van Eyck, Rembrandt u.a. in einem Barockpalast. | Di, Fr, Sa, So 8.30 bis 14, Mi 14-19.30, Do 10-19.30 Uhr | Via Roma

Lingotto

Sehenswert ist das alte Fiatwerksgebäude von 1924 mit futuristischer Testpiste auf dem Dach, heute Messe, Shoppingmeile, Konzertsaal und Hotel. Auf dem Dach thront die Pinacoteca Agnelli (Di-So 9-19 Uhr | www.pinacoteca-agnelli.it) mit der Privatsammlung der Fiatdynastie Agnelli, zu der Bilder von Canaletto, Tiepolo, Picasso u.a. zählen. | Via Nizza 262

Mole Antonelliana

Wahrzeichen Turins, ein Kuppelbau von 1863, mit 167,5 m Italiens höchstes Baudenkmal. Vom Dach hat man einen einmaligen Rundblick auf die Stadt und ihre imposante Bergkulisse. Im Bau ist das spektakuläre Kinomuseum Museo Nazionale del Cinema (Di-So 9-20 Uhr | www.museonazionaledelcinema.org | Via Montebello 20) untergebracht.

Museo Egizio

Nach Kairo das zweitwichtigste Museum ägyptischer Kunst auf der Welt. | Di-So 8.30-19.30 Uhr | im Palazzo dell' Accademia delle Scienze | Via Roma | www.museoegizio.it

Parco del Valentino

Großzügige Parkanlage am linken Poufer mit dem kuriosen Nachbau eines mittelalterlichen Burgdorfs. An Sommerabenden trifft man sich hier zum Tanzen, Musikhören, Eisessen. | Corso D'Azeglio

Piazza Castello, Piazza Reale, Piazza del Duomo

Diese drei aufeinander folgenden Plätze und ihre Baudenkmäler bilden das Herz Turins: der mächtige barocke Palazzo Madama (Di-So 10-18 Uhr); der imposante Residenzpalast der Savoyer Palazzo Reale (Di-So 8.30-19.30 Uhr, nur mit Führung); die Cattedrale Giovanni Battista mit dem vermeintlichen Grabtuch Christi, das trotz stark umstrittener Authentizität die Gläubigen in Bann zieht.

Region: Verona

Arena

Im Zentrum auf der weiten, von Cafés gesäumten Piazza Bra erhebt sich die riesige römische Gladiatorenarena aus dem 1. Jh. (Mo 14-18.30, Di-So 8.30-18.30, in der Opernsaison bis 15 Uhr). Heute ist sie Schauplatz der Opernfestspiele. | www.arena.it

Casa di Giulietta

Eine Pilgerstätte für Romantiker: Die Mauern des angeblichen Geburtshauses der Julia bedecken unzählige Liebeswünsche. Die Brüste der Bronze-Julia im Hof haben die Liebespilger im Lauf der Jahre blank geputzt. | Di bis So 8.30-19.30, Mo 13.30-19.30 Uhr | Via Cappello 23

Museo d'Arte Castelvecchio

Im Scaliger-Schloss sind Meisterwerke ausgestellt wie die Madonna mit der Wachtel von Pisanello und der lächelnde Reiter Cangrande I. | Di-So 8.30-19.30, Mo 13.30-19.30 Uhr | Corso Castelvecchio

Piazza dei Signori

Schöne Frührenaissance ist die Loggia del Consiglio. An der Südseite des Platzes erhebt sich der Palazzo della Ragione mit gotischer Freitreppe im Innenhof. Zum Palast gehört die 84 m hohe Torre Lamberti mit herrlichem Blick auf die Dächer Veronas.

Piazza Erbe

Belebter Marktplatz und Mittelpunkt der Altstadt.

San Zeno Maggiore

Das Portal dieser romanischen Basilika gilt als schönste Bronzearbeit des 12. Jhs. Im Innern verdient vor allem ein Altarbild von Andrea Mantegna, die Madonna mit Heiligen, Ihre Aufmerksamkeit. | Piazza San Zeno

Region: Perugia

Ipogeo dei Volumni

In die reich mit Urnen ausgestatteten Grabkammern der Etruskerfamilie Volumni aus dem 2. Jh. v. Chr. darf man nur fünf Minuten. Es lohnt sich! | Tgl. 9-13 und 15.30-18.30 Uhr | Ponte San Giovanni

Corso Vannucci

An der Hauptflaniermeile finden sich die Sehenswürdigkeiten, der gotische Stadtpalast Palazzo dei Priori mit Renaissancefresken des Perugino und der reichen Gemäldesammlung Galleria Nazionale dell'Umbria (tgl. 8.30-19.30 Uhr, 1. Mo im Monat geschl.), sowie an der Piazza IV Novembre der stattliche gotische Dom San Lorenzo und der wunderschöne, von Giovanni und Nicola Pisano gestaltete Brunnen Fontana Maggiore.

San Pietro

Im Süden der Stadt durchs schöne Renaissancestadttor Porta San Pietro hindurch liegt der eindrucksvolle Klosterkomplex (9./10. Jh.). | Borgo XX Giugno

Region: Aosta (Aoste)

Kloster Sant'Orso

Klosterkomplex mit spätgotisch gestalteter Kollegiatskirche romanischen Ursprungs und einer Krypta aus karolingischer Zeit. An der Südseite, zwischen Kirche und mit Terrakotten geschmücktem Priorhaus, liegt der wunderbare Kreuzgang, den 40 romanische Marmorsäulen mit feiner Steinmetzarbeit an den Kapitellen säumen. | Okt.-Feb. tgl. 10 bis 12.30 und 13.30-17 (So bis 18) Uhr, März-Sept. tgl. 9-19 (Juli/Aug. 9 bis 20) Uhr | Via Sant'Orso

Römische Bauwerke

Aosta wird auch das Rom der Alpen genannt - das noch gut erhaltene Stadttor Porta Praetoria, ein ebenfalls fast intakter Augustusbogen, vor allem aber die 22 m hohe Bühnenwand eines römischen Theaters bezeugen, warum - und machen sich gut vor den schneebedeckten Alpengipfeln.

Region: Riviera di Ponente

Mittlere Ponente

Alassio (12000 Ew.) wartet mit dem schönsten Sandstrand der westligurischen Badeorte auf. Die belebten Bummelgassen gehen direkt in den Strand über, an dem das Komforthotel Savoia (35 Zi. | Via Milano 14 | Tel. 0182640277 | Fax 0182640125 | www.savoiahotel.it | €€) mit schöner Restaurantterrasse liegt.

Zur Nachbarschaft gehört Albenga (22000 Ew.) mit schönem altem Kern: Kathedrale und Baptisterium frühchristlichen Ursprungs und ein Museum mit römischen Funden (Mitte Juni-Mitte Sept. Di-So 10 bis 12.30 und 15.30-19, Mitte Sept. bis Mitte Juni 10-12.30 und 14.30-18 Uhr). Im Hinterland verbergen sich bei Toirano Tropfsteingrotten (Grotte di Toirano | Führungen tgl. 9.30 bis 12.30 und 14-17 Uhr).

Das pittoreske Städtchen Cervo südwestlich von Alassio liefert die Kulisse für alljährliche renommierte Kammermusikkonzerte im Juli und August. Noch weiter nach Südwesten isst man guten Fisch am Hafen von Imperia-Oneglia, unter dessen Arkadengängen sich ein Fischrestaurant ans andere reiht, oder am Strand Spiaggia d'Oro von Imperia-Porto Maurizio im winzigen Strandlokal Bagni Mané (geöffnet je nach Wetter und Jahreszeit | Banchina Medaglie d'Oro 12 | Tel. 018364219 | €-€€). In den Bergen bei Garlenda versteckt sich das bezaubernde Landhotel La Meridiana (12 Zi., 16 Suiten | Via ai Castelli | Tel. 0182580271 | Fax 0182580150 | www.relaischateaux.com | €€€) mit exzellentem Restaurant und nahem Golfplatz.

Savona

Eine Hafen- und Industriestadt (70000 Ew.), doch mit sehenswerter Altstadt, zu der ein prachtvoller Barockdom, eine Renaissancefestung (mit archäologischem Museum) sowie im Palazzo Gavotti (Mo, Mi, Fr 8.30-13, Di, Do 14-19, Sa 8.30-13 und 15.30 bis 18.30, So 9.30-12 Uhr) interessante Kunstsammlungen gehören.

Südliche Ponente

In der zweiten Hälfte des 19. Jhs. hatte sich die europäische Aristokratie die Blumenriviera (www.rivieradeifiori.org) als Winterquartier ausgeguckt. In San Remo entstanden die ersten Prachthotels, 1906 kam das nach wie vor berühmte Spielkasino dazu. Heute wie einst leuchtet die Bougainvillea, und Palmen säumen die Strandpromenaden. Ebenfalls dank des milden Klimas Liguriens legte bei Ventimiglia 1867 der englische Botaniker Thomas Hanbury den zauberhaften Terrassenpark Villa Hanbury an (April-Mitte Juni Do-Di 10-17, Mitte Juni-Okt. 9-18, Nov. bis März 10-16 Uhr). Ein Ausflugsziel ist der Bergort Bussana Vecchia, nach einem Erdbeben 1887 in Trümmern und seit den Sechzigerjahren von Künstlern und Handwerkern wieder aufgebaut.

Region: Parma

Camera San Paolo

Wunderschön das schirmartige, von Correggio 1519 ausgemalte Gewölbe der Kammer der Äbtissin des Klosters San Paolo. | Di-So 8.30-13.45 Uhr | Via Melloni 3

Dom und Baptisterium

Höhepunkte sind die von Correggio 1530 ausgemalte Kuppel der romanischen Pfeilerbasilika und die Skulpturarbeiten (12. Jh.) des größten Bildhauers der Romanik, Benedetto Antelami, im Querschiff und im Baptisterium (tgl. 9-12.30 und 15-18.30 Uhr). | Piazza Duomo

Pinacoteca Galleria Nazionale

Im mächtigen Palazzo della Pilotta der Fürsten Farnese finden sich die lohnende Pinakothek und das berühmte Teatro Farnese von 1618 - mit 4500 Zuschauerplätzen war es damals das größte Innentheater der Welt. | Di-So 8.30-13.45 Uhr | Piazza Pilotta

San Giovanni Evangelista

Zum Kloster (Renaissance, Fassade Barock) mit Kreuzgängen und der von Correggio und Parmigianino ausgemalten Kirche gehört die Storica Farmacia (Di-So 8.30-13.45 Uhr), eine im 13. Jh. von Benediktinern gegründete Apotheke, bis 1881 in Betrieb. | Tgl. 9-12 und 15.30-18 Uhr | Piazzale San Giovanni

Region: Padua (Padova)

Basilica di Sant'Antonio

Jedes Jahr pilgern über 4,5 Mio. Menschen zur Antonius-Grabkapelle in der mit zahlreichen Kostbarkeiten gotischen, byzantinischen und venezianischen Stils ausgestatteten Basilika aus dem 13. Jh. | Tgl. 7.30-19 Uhr | Piazza del Santo

Cappella degli Scrovegni

Von außen eher schlicht (14. Jh.), innen überwältigend: gänzlich ausgemalt von Giotto, dem bahnbrechenden Maler zwischen Mittelalter und Neuzeit. | Langfristig voranmelden und im Voraus bezahlen unter Tel. 0492010020 | www.cappelladegliscrovegni.it | Corso Garibaldi

Gattamelata

Donatello schuf 1453 mit diesem Bronzestandbild des venezianischen Heerführers Erasmo di Narni, Gattamelata genannt, ein Meisterwerk der Renaissance. | Vor der Antonius-Basilika | Piazza del Santo

Musei Civici agli Eremitani

Sehenswert die Abteilung zu Paduas Ursprüngen und die großen venetischen Künstler (14.-18. Jh.). | Di-So 9 bis 19 Uhr | Piazza Eremitani

Region: Venedig (Venezia)

Canal Grande

Die Bootsfahrt auf dem Canal Grande, der sich als spiegelverkehrtes S durch die Stadt zieht, führt vorbei an Palastfassaden, über deren Gotik-, Renaissance- oder Barockarchitektur dieses ganz eigene, filigran-orientalische Flair Venedigs liegt. Die Rialtobrücke von 1592 mit ihrem täglichen Markt liegt gleich hinter der ersten Kanalschleife. Wenn das Boot schließlich an der Piazzetta San Marco anlegt, betritt man das Vorzimmer zum Palazzo Ducale (April bis Okt. tgl. 9-19, Nov.-März 9 bis 17.30 Uhr, Kassenschluss 90 Min. vorher), dem einstigen Dogensitz voll edler Kunstwerke.

Collezione Peggy Guggenheim

Die Amerikanerin sammelte zahlreiche Werke ihrer Freunde Picasso, Matisse, Klee, Giacometti und vieler anderer. | Mi-Mo 10-18 Uhr | im Palazzo Venier dei Leoni

Galleria dell'Accademia

Alle Großen der venezianischen Malerei (14.-18. Jh.) sind vertreten, Bellini, Canaletto, Carpaccio und viele mehr. | Mo 8.15-14, Di-So 8.15-19 Uhr | Campo della Carità

Piazza San Marco

Ein riesiger Festsaal: an den Breitseiten die eleganten Fassaden der einstigen Amtsgebäude der Seerepublik mit den feinen Cafés, an der Ostfront der Markusdom (Mo-Sa 9.30-17, So 14-16.30 Uhr): Im 9. Jh. war San Marco als Kapelle für die Reliquien des Evangelisten Markus entstanden. So ist auch der Markuslöwe das Wappentier Venedigs. Der fast 100 m hohe Campanile, der Markusturm, ist ein herrlicher Aussichtspunkt auf Venedig (Fahrstuhl | tgl. 9.30-16, im Sommer bis 19.30 Uhr).

Region: Bologna

Archiginnasio

Den alten Universitätssitz zieren die Wappen der Studenten und Professoren. Ebenfalls sehenswert das Teatro Anatomico, ein medizinischer Hörsaal aus dem 17. Jh. | Mo-Sa 9-13 Uhr | Via dell'Archiginnasio/Piazza Galvani

Piazza Maggiore

Die weiträumige Piazza Maggiore wird beherrscht von der halbfertigen Fassade der enormen gotischen Stadtkirche San Petronio und vom Rathaus Palazzo d'Accursio. Mittelpunkt der sich anschließenden, kleineren Piazza del Nettuno ist die hocherotische barocke Fontana del Nettuno des Giambologna.

Pinacoteca Nazionale

Meisterwerke u.a. der Bologneser Malschulen vom 14.-18. Jh. | Di-So 9-19 Uhr | Via delle Belle Arti 56

Santo Stefano

Ein stimmungsvoller Kirchenkomplex, in dem mehrere Kirchen - bei großzügiger Zählung: sieben - aus dem 5.-14. Jh. ineinander verschachtelt stehen. | Tgl. 9-12 und 15.30 bis 18.30 Uhr | Piazza Santo Stefano

Torri pendenti

Den höheren der beiden Geschlechtertürme, die Torre degli Asinelli (97,6 m), kann man über 498 Stufen erklimmen. | Tgl. 9-17, Sommer bis 18 Uhr | Via Rizzoli

Region: Mailand (Milano)

Dom Santa Maria Nascente

Der Dom türmt sich in hellem Marmor als ein gewaltiges filigranes Gebirge aus zahllosen Türmchen und Statuen vor der weiten Piazza auf. Über die langwierige Baugeschichte (14.-19. Jh.) informiert das Dommuseum (Di-So 9.30-12.30 und 15-18 Uhr | Piazza Duomo 14). An klaren Tagen herrliche Blicke von den Dachterrassen des Doms (tgl. 9 bis 16.15 Uhr, im Sommer länger | Piazza Duomo).

Galleria Vittorio Emanuele II

Vom Domplatz geht es hinein in die schönste überkuppelte Einkaufsstraße Italiens, seit 1877 der Salon Mailands. | Piazza Duomo

Museo Poldi-Pezzoli

Sehenswert: eine überreich ausgestattete Adelsresidenz mit Bildern von Botticelli, Bellini und anderen. | Di-So 10-18 Uhr | www.museopoldipezzoli.it | Via Manzoni 12

Navigli

Von den vielen Wasserstraßen, die Mailand bis in die Dreißigerjahre mit den Flüssen des Hinterlands verbanden, liegen noch drei offen: Naviglio Grande, Naviglio Pavese und Darsena. Ihre Ufer, einst Arbeiter- und Handwerkerviertel, säumen heute phantasievolle Geschäfte, Kneipen, dazu am letzten Sonntag im Monat (außer Juli/Aug.) ein Trödel- und Antiquitätenmarkt und im Sommer Feste und Kulturveranstaltungen.

Pinacoteca di Brera

Einige der berühmten Gemälde Italiens, z.B. der „Cristo morto“ (Beweinung Christi) von Mantegna oder Raffaels „Lo Sposalizio“ (Die Vermählung), sind hier zu sehen. | Di-So 8.30-19.30 Uhr | www.brera.beniculturali.it/pinacoteca | Via Brera 28

Santa Maria delle Grazie

Im Refektorium des zu dieser Renaissancekirche gehörenden Dominikanerklosters befindet sich eines der wohl wertvollsten Kunstwerke der Welt: das Abendmahl („Cenacolo“), das Leonardo da Vinci 1497 hier auf die Wand malte. | Nur nach Anmeldung Tel. 0289421146 | www.cenacolovinciano.org | Di-So 8.15-19.30 Uhr | Piazza Santa Maria delle Grazie 2

Region: Florenz (Firenze)

Dom mit Baptisterium

Künstlerische Höhepunkte des Baptisteriums, der 1059 geweihten, achteckigen Taufkirche, sind die bronzenen Eingangsportale. Mit dem Bau des gewaltigen Doms begann man 1296, die 25000 t schwere Kuppel setzte 1420-1434 Filippo Brunelleschi auf, Wegbereiter der Renaissanceformsprache. Im Dommuseum u.a. eine Pietà von Michelangelo. Kuppel und Kirchturm (von Giotto erbaut) kann man erklimmen. | Baptisterium Mo-Sa 12-19, So 8.30 bis 14 Uhr; Dom Mo-Mi und Fr 10 bis 17, Do 10-15.30, Sa 10-16.45, So 13.30-16.45 Uhr; Kuppel Mo-Fr 8.30-19, Sa 8.30-17.40 Uhr; Campanile tgl. 8.30-19.30 Uhr; Museo dell'Opera del Duomo Mo-Sa 9 bis 19.30, So 9-13.40 Uhr

Galleria dell'Accademia

Den echten David des Michelangelo kann man in dieser reichen Kunstsammlung bewundern. | Di-So 8.15 bis 18.50 Uhr | Via Ricasoli 60

Galleria degli Uffizi

Die unermesslichen Kunstschätze der Medici in Italiens berühmtestem Museum; nach der Restaurierung nach dem Bombenattentat von 1993 wurden neue Räume eröffnet. | Di-So 8.15-18.50 Uhr | Loggiato degli Uffizi | bei der Piazza della Signoria | in der Hochsaison empfiehlt sich Voranmeldung (kostenpflichtig) Tel. 055294883 | www.uffizi.firenze.it

Museo Nazionale del Bargello

Die Bildhauer der Renaissance und des Barocks. | Tgl. 8.15-18 Uhr, 2. und 4. Mo im Monat geschl. | Via del Proconsolo 4

Palazzo Pitti

Im gigantischen Palast auf der linken Arnoseite befinden sich wertvolle Museen wie die Galleria Palatina (Di-So 8.15-18.50 Uhr). Erholen kann man sich im weitläufigen barocken Giardino di Boboli (Eintritt tgl. 8.15 Uhr-Sonnenuntergang | 1. und letzter Mo im Monat geschl.).

Piazza della Signoria

Seit 700 Jahren Zentrum der Florentiner Politik. Fassaden aus vielen Epochen wie der trutzige gotische Palazzo Vecchio, heute Rathaus und Museum (Mo-Mi und Fr-So 9 bis 19, Do 9-14 Uhr), Skulpturen wie der David des Michelangelo (Kopie, Original in der Galleria dell'Accademia), die Skulpturengruppen in der Loggia dei Lanzi (Cellini, Giambologna), der Neptunsbrunnen des Bartolomeo Ammanati, Cafés und Restaurants: ein lebendiger Treffpunkt.

Ponte Vecchio

Seit dem 14. Jh. hatten sie Metzger, Kräuter- und Stoffhändler gesäumt, bis man diese einer Brücke nicht mehr würdig fand, die die Verbindung zwischen zwei Herzogspalästen herstellte. So zogen 1593 die Goldschmiede ein. Heute ein beliebter Touristen- und Jugendtreff überm Arno.

Region: Siena

Dom Santa Maria dell'Assunta

In der Mitte des 12. Jhs. begann man mit diesem großartigen gotischen Bauwerk: kunstvolle Marmorintarsien, Fußboden-„Graffiti“ (nur zeitweise zu sehen), Meisterwerke von Malern und Bildhauern. Im linken Seitenschiff prunkt die berühmte Dombibliothek Libreria Piccolomini mit Fresken von Pinturicchio. | Dom und Libreria März-Okt. Mo-Sa 10.30-19.30, So 13.30-18.30, Nov. bis Feb. Mo-Sa 10.30-18.30, So 13.30-17.30 Uhr

Museo Civico

Höhepunkt die Selbstdarstellung Sienas im Fresko des Ambrogio Lorenzetti über die „Auswirkungen der guten Regierung auf Stadt und Land“ von 1338. | Tgl. 10-19, im Winter bis 17.30 Uhr | Palazzo Pubblico | Piazza del Campo

Museo dell'Opera Metropolitana

Die Hauptattraktion ist die byzantinische „Maestà“ des Duccio di Buoninsegna. | März-Okt. tgl. 9.30-19, Nov.-Feb. 10-17 Uhr | Piazza del Duomo

Piazza del Campo

Manche halten ihn für den schönsten Platz der Welt, im Schnittpunkt der drei Hügel, auf denen sich das braune Häusermeer der Stadt ausbreitet. Auf der muschelförmigen Piazza veranstalten die Sienesen am 2. Juli und am 16. August ein mörderisches Pferderennen, den Palio, bei dem die einzelnen Stadtviertel (contrade) gegeneinander antreten. Von der Torre del Mangia des Palazzo Pubblico (13./14. Jh.) am unteren Ende des Platzes hat man einen herrlichen Blick. | Tgl. 10 Uhr-ca. 1 Std. vor Sonnenuntergang

Pinacoteca Nazionale

Die wichtige Gemäldesammlung ist im gotischen Palazzo Buonsignori untergebracht. | Di-Sa 8.15-19.15, So 8.15-13.15, Mo 8.30-13.30 Uhr | Via San Pietro 29

Santa Maria della Scala

Faszinierender mittelalterlicher Spitalkomplex mit freskengeschmückten Sälen und alten Kornspeichern. | März-Nov. tgl. 10.30-18.30 Uhr | Piazza Duomo

Region: Riviera di Levante

Camogli

Vor schroffem Fels stehen die hohen, gelben Häuser dicht am Hafen, einige mit den für Ligurien typischen, nur aufgemalten Trompe-l'Œil-Fenstern, dazwischen Treppengassen. Das besonders hübsche Küstenstädtchen (6500 Ew.) verfügte im 19. Jh. über die größte Handelsflotte Italiens. Von der Dramatik der Seefahrt zeugt die Sammlung der Exvotobilder in der Kirche Nostra Signora del Boschetto. Per Schiff gelangt man an die Landzungenspitze Punta Chiappa mit schönem Badestrand sowie zur romantischen Klosteranlage San Fruttuoso in einer kleinen Bucht an der Halbinsel von Portofino.

Cinque Terre

Einst Piratennester, haben sich diese fünf idyllischen Fischerdörfer an der von Weinterrassen überzogenen Felsenküste nordwestlich von La Spezia zu einem der attraktivsten Küstenflecken ganz Italiens gemausert: Monterosso mit einem richtigen Sandstrand, Vernazza, das größte Dorf, Corniglia, Manarola und Riomaggiore. An den Wochenenden, zu Ostern und im Sommer werden die autofreien Dörfer (ideal per Bahn zu erreichen) vom Besucherstrom überschwemmt. Das gilt auch für die Wanderwege, vor allem für den Küstenweg Nr. 2, den man nur mit einer Art Kurtaxe, der 5-Terre-Card, benutzen darf; man erwirbt sie an einer der Informationsstellen in den Bahnhöfen der fünf Dörfer. Die Cinque Terre stehen unter strengem Naturschutz, als Parco Nazionale versucht man die gefährdete Berglandschaft zu retten.

Einen tollen Ausblick auf das Meer und die Weinberge des berühmten Dessertweins Sciacchetrà hat man von der Terrasse des guten Restaurants Il Ciliegio (im Sommer Mo, im Winter Mo-Fr geschl. | Tel. 0187817829 | €€) oberhalb von Monterosso im Ortsteil Beo. Es gibt eine Reihe Hotels und viele Privatzimmer und Ferienwohnungen. Infos im Internet: www.parconazionale5terre.it, www.cinqueterre.it, www.aptcinqueterre.sp.it

La Spezia, Portovenere und Lerici

Im schmalen, tiefen Golf liegt diese nach Genua größte ligurische Hafenstadt (110000 Ew.). Vom alten La Spezia ist nach dem Zweiten Weltkrieg nur wenig übrig geblieben, darunter die Festung Castel San Giorgio (13./17. Jh.) und an der Piazza Beverini die fünfschiffige Kathedrale Santa Maria Assunta, ursprünglich aus dem 13. Jh. Das Museo Civico Archeologico (Mi-Mo 9.30-12.30 und 14-17 Uhr) im Castello San Giorgio zeigt die berühmten Stelen, geheimnisvolle, in Stein gehauene Götter der alten Ligurer, die vor den Etruskern und Römern auf dem Apennin siedelten. Die beste ligurische farinata (gewürzte Fladen aus Kichererbsenmehl) bekommen Sie bei Pia (So geschl. | Via Magenta 12 | Tel. 0187739999 | €).

Auf der Halbinsel, die den Golf von La Spezia vom offenen Meer abschirmt, liegt das charmante Portovenere mit gewaltiger Festungsanlage und herrlichen Ausblicken auf den Golf. Nach Lerici auf der anderen Seite des Golfs kamen einst die englischen Dichter Lord Byron und Percy Shelley, Letzterer ertrank hier. Heute lohnt ein Besuch des Museo Geopaleontologico (Di-So 10.30 bis 12.30, Mitte März-Juni und Sept./Okt. auch 14.30-18, Juli/Aug. auch 18.30-24 Uhr | im Kastell) mit Nachbildungen von Sauriern und simulierten Erdbeben. Verwinkelt in den Klippen überm Meer gelegen und bei Ausflüglern wie italienischen Showgrößen beliebt sind Tellaro und Fiascherino.

Portofino/Santa Margherita Ligure

Am Golf von Rapallo, den die Landzunge des Monte Portofino einfasst, liegen hochkarätige Badeorte; der größte ist Santa Margherita Ligure (11500 Ew.), das Rapallo als exklusive Sommerfrische den Rang abgelaufen hat. Der kleinste ist Portofino, ein autofreies Fischerdörfchen, das zu den teuersten Ferienpflastern Italiens zählt. Die Luxusherberge schlechthin in herrlicher Lage: Splendido (65 Zi. sowie Dependance Splendido Mare im Ort mit 16 Zi. | Viale Baratta 16 | Tel. 0185267801 | Fax 0185267806 | www.hotelsplendido.com | €€€)

Region: Ravenna

Öffnungszeiten

Alle Sehenswürdigkeiten sind tgl. 8.30-19, im Winter 9-17.30 Uhr geöffnet. Nach Sammeltickets fragen!

Mausoleo di Teodorico

Das Grabmal des Ostgotenkönigs Theoderich (gestorben 526) im Nordosten Ravennas ist mörtellos aus großen Steinquadern zusammengesetzt.

Mosaiken

Hauptsehenswürdigkeit in Ravenna sind die frühchristlichen Mosaikarbeiten: blaugolden im Mausoleo di Galla Placidia, kostbar ausgelegt das Baptisterium des Bischofs Neon. Im grandiosen Sakralbau Sant'Appolinare Nuovo (6. Jh.) finden sie sich ebenso wie in der achteckigen Basilika San Vitale (547 geweiht) und in der 5 km südlich in Classe gelegenen Basilika Sant'Appolinare. Die Mosaiklegekunst wird nach wie vor gepflegt, mit Werkstätten, Berufsschulen und Kursen: www.mosaico.ravenna.it | www.sisamravenna.it

Region: Bozen (Bolzano)

Dominikanerkloster

Neben dem Kloster selbst sind vor allem die Fresken in der Johanneskapelle aus dem 14. Jh. sehenswert. | Mo-Sa 9.30-17.30 Uhr | Dominikanerplatz

Schnitzaltar in Gries

In der Pfarrkirche im Ortsteil Gries ein herrlicher Schnitzaltar (um 1475) von Tirols berühmtestem Bildhauer Michael Pacher.

Südtiroler Archäologiemuseum

Funde zur Frühgeschichte des Alpenraums sowie „Ötzis“ letzte Ruhestätte (siehe Kapitel „Mit Kindern reisen“). | Di-So 10-18 Uhr | Museumstr. 43