Reisetipps Island

Highlights Island

Region: Öskjuleiđ

Askja

Inmitten des Gebirgsmassivs Dyngjufjöll, eines typischen Zentralvulkans, der seit Hunderttausenden von Jahren aktiv ist, liegt dieses Naturmonument: die Caldera Askja mit dem strahlend blauen See Öskjuvatn. Sie entstand vor rund 6000 Jahren und ist ein fast kreisförmiger Einsturzkessel mit einem Durchmesser von 8 km. Ihre Ränder sind 200 bis 400 m hoch und fallen teilweise sehr steil ab.

Den besten Überblick über die Askja haben Sie vom Þorvaldstindur (1510 m) am Südrand der Dyngjufjöll. Öskjuvatn, Islands tiefster See (217 m), bildete sich bei einem gewaltigen Ausbruch 1875. Die Asche begrub damals 16 Höfe und 10000 km² Land unter sich. 1907 verschwanden der Geologe Walther von Knebel und der Maler Max Rudolff bei einer Erkundungsfahrt auf dem See. Am Nordrand des Öskjuvatn liegt der Kratersee Víti mit seinem milchigen, grünblauen Wasser. Der letzte Ausbruch der Dyngjufjöll erfolgte 1961.

Kverkfjöll

Das Gebirge am Nordrand des Vatnajökull, 45 km südlich der Askja, ist ein Vulkanmassiv mit einer eisgefüllten Caldera. Durch eine Öffnung nach Norden schiebt sich die Gletscherzunge Kverkjökull. An der Westseite des Gebirges liegt eines von Islands größten geothermischen Gebieten: Hveradalur. Hier bilden sich immer wieder faszinierende Eishöhlen und -tunnel unterhalb des Gletschers.

Region: Hvolsvöllur

Hekla

Der berüchtigtste und aktivste Vulkan Islands ist der 4 km lange Spaltenvulkan Hekla, 50 km nordöstlich von Hvolsvöllur. Schon von weitem ist das 1491 m hohe Massiv zu sehen, das bis ins 18. Jh. als „Tor zur Hölle“ galt. Allein so konnten sich die Menschen die verheerenden Ausbrüche erklären, so wie den von 1104, als eine blühende Siedlung im Tal Þjórsádalur zerstört wurde. Die zahlreichen Ausbrüche haben die Umgebung der Hekla zu einer eindrucksvollen Lavalandschaft gemacht. Der einfachste Aufstieg erfolgt von Norden aus und wird mit einem hervorragenden Blick auf das Hochland belohnt (Infos: Leirubakki | am Fuß der Hekla | Tel. 4878700 | www.leirubakki.is).

Region: Selfoss

Geysir

65 km nordöstlich von Sellfoss liegt das Thermalgebiet mit dem Großen Geysir, dessen 14 m großes Becken von faszinierenden Sinterablagerungen umsäumt ist. Nur 100 m entfernt schießt der Geysir Strokkur regelmäßig seine Fontäne empor. Außer diesen beiden Springquellen sind noch viele kleine Quellen zu bewundern, deren Farben aufgrund der mineralischen Zusammensetzung von Türkisblau bis zu Rot variieren. Besonders schön ist der Blick auf das Gebiet vom Laugarfell aus. Im Geysir Center informiert eine Multimediashow über die Region. Das Hótel Geysir empfiehlt sich für einen längeren Aufenthalt (24 Zi. | Tel. 4806800 | www.geysircenter.is | €-€€€). Im Hotelrestaurant (€€) wird ein isländisches Buffet serviert.

Gullfoss

Nur 7 km entfernt von Geysir finden Sie einen der schönsten Wasserfälle Islands, den „Goldenen Wasserfall“. Der Gletscherfluss Hvítá stürzt in zwei Kaskaden, die im 90-Grad-Winkel zueinander stehen, 31 m tief in die Schlucht Hvítárgljúfur. Seit 1979 stehen Wasserfall und Schlucht unter Naturschutz. Am oberen Parkplatz gibt es eine Ausstellung über den Gullfoss sowie einen Laden mit Cafeteria.

Region: Höfn

Jökulsárlón

In den 160 m tiefen Gletschersee, 75 km südwestlich von Höfn, kalbt der Breiðamerkurjökull, und ständig treiben dort blauschwarze Eisberge vor dem Vatnajökull. Faszinierende Perspektiven bietet eine Bootsfahrt auf der Lagune direkt neben diesen bizarren Gebilden. Die fantastische Kulisse ist eine beliebte Location für Filme. Information und Buchung: Tel. 4782222 | www.jokulsarlon.is. Anschließend können Sie sich im Restaurant mit Blick auf die Lagune stärken (15. Mai-15. Sept. | Tel. 4782122 | €).

Region: Ísafjörður

Dynjandi

Der wohl schönste Wasserfall Islands, auch bekannt als Fjallfoss, liegt 80 km südlich. In mehreren Kaskaden stürzen die Wassermassen fächerförmig 100 m tief. Direkt darunter liegen fünf weitere Wasserfälle, jeder von eigenem Reiz. Den besten Blick auf dieses Wasserensemble haben Sie von der Küste. Dynjandi - „der Donnernde“ - ist ein geschütztes Naturmonument. Einen Zeltplatz finden Sie an der Küste.

Látrabjarg

Der westlichste Punkt Islands, und damit auch Europas, ist der 180 km von Ísafjörður entfernte Leuchtturm Bjargtangar. Er steht auf der 14 km langen Steilküste Látrabjarg, die an ihrem höchsten Punkt über 440 m senkrecht abfällt. Tausende von Seevögeln nisten in den Klippen, neben Papageitauchern und anderen auch eine riesige Kolonie von Tordalken. Ein Wanderweg führt zu dem malerischen Strand Rauðasandur mit gelblich-rotem Muschelsand. Eine einfache Unterkunft finden Sie in Breiðavík, 13 km nördlich von Látrabjarg (17 Zi. | Tel. 4561575 | www.breidavik.net | €-€€).

Region: Stykkishólmur

Nationalpark Snæfellsjökull

Im Zentrum des 167 km² großen Nationalparks zwischen den Orten Hellnar im Süden und Hellisandur im Norden erhebt sich der 1446 m hohe Vulkankegel Snæfellsjökull. Von dem Berg und seiner Umgebung sollen besondere Energien ausgehen. Faszinierend ist die Küste zu Füßen des Vulkans: Ganz im Süden ragen die Felstürme Lóndrangar aus dem Meer empor, vermutlich alte Vulkanschlote; ganz im Westen liegt die Bucht Dritvík, in der sich bis ins 19. Jh. eine wichtige Fischfangstation befand. Vier unterschiedlich schwere Gewichthebesteine - wer 49 kg nicht heben konnte, durfte nicht als Fischer anheuern - und einige Ruinen sind alles, was von ihr noch zu sehen ist.

Gletschertouren kann man von Arnarstapi aus unternehmen (Snjófell | Arnarstapi | Tel. 4356783 | www.snjofell.is). Von Ólafsvík aus starten Walbeobachtungsfahrten (Seatours | www.seatours.is | Tour 4900 ISK). Informationen über den Nationalpark erhalten Sie im Informationszentrum (Hellnar | Tel. 4366888 | www.ust.is).

Region: Reykjavík

Perlan

Eine Mischung aus Pragmatismus und Futurismus ist Reykjavíks zweites Wahrzeichen, die verspiegelte Glaskuppel auf sechs Heißwassertanks, genannt „Die Perle“, auf dem Gipfel des bewaldeten Hügels Öskjuhlíð. Der Innenraum bietet Platz für Empfänge und kleinere Messen, und in einem der Tanks ist ein Geschichtsmuseum untergebracht. Ein Springbrunnen schießt alle 15 Minuten - ähnlich wie der Geysir Strókkur - eine Wasserfontäne in die Höhe. Auf den Tanks wurde eine Aussichtsplattform installiert, die rund um die Kuppel führt und von der Sie bis zum Snæfellsjökull blicken können. Im Perlan gibt es eine Cafeteria, doch die Krönung ist das Feinschmeckerrestaurant, das sich einmal in zwei Stunden dreht. Fünf Minuten vom Perlan entfernt gibt es einen künstlichen Geysir mit Erklärung seiner Funktionsweise.

Bláa Lóniđ/Blaue Lagune

Der berühmteste Badeort Islands liegt umschlossen von Lava 40 km südwestlich auf der Halbinsel Reykjanes. Das Wasser des milchig-blauen Sees hat seine Farbe von Mineralien und Algen, die nachweislich heilende Wirkung bei Hauterkrankungen haben. Je nach den Lichtverhältnissen changiert die Farbe von Türkis bis Tiefblau. Das Bad in dem 38 Grad warmen Wasser ist entspannend für Körper und Seele; zur Tiefenreinigung der Haut können Sie mit Kieselschlamm ein Peeling machen. Weitere Angebote sind u. a. Massagen und Packungen. Im zugehörigen Restaurant (Tel. 4208806 | €€-€€€) werden leichte Gerichte und Feinschmeckermenüs angeboten. Juni-Aug. tgl. 7.30-21 Uhr, Sept.-Mai tgl. 10-20 Uhr | Eintritt 2300 ISK | www.bluelagoon.com

Þingvellir

Þingvellir („Versammlungsebenen“) ist im Selbstverständnis der Isländer der bedeutendste Ort des Landes, der schon 1928 Nationalpark wurde und seit Juli 2004 zum Unesco-Welterbe gehört. Hier fanden alle historisch wichtigen Ereignisse statt: von der Ausrufung des Freistaates 930 bis zur Gründung der Republik Island 1944. Für die Wahl dieses Ortes als Althing-Platz, 35 km östlich von Reykjavík, sprachen die große Fläche, die gute Erreichbarkeit für die meisten Siedler sowie das Vorhandensein von Wasser und Weiden für die Pferde. Einmal im Jahr trafen sich für 14 Tage alle Stammesoberhäupter (Goden) und ihre freien Bauern, um Gesetze zu hören, Urteile zu fällen und politische Entscheidungen zu treffen.

Vom Aussichtspunkt, an dem sich ein Informationszentrum (April-Okt. tgl. 9-17 Uhr | www.thingvellir.is) befindet, haben Sie einen guten Überblick über die Landschaft mit Islands größtem See, dem Þingvallavatn (85 km²), den ihn umgebenden Bergen und der Almannagjá („Schlucht aller Männer“), durch die ein Weg führt. Vom Lögberg („Gesetzesfelsen“) aus trug der Sprecher die Gesetze vor; in der Nähe liegen einige alte Hinrichtungsplätze. Nördlich der Almannagjá befindet sich der Wasserfall Öxarárfoss, der - vermutlich im 10. Jh. - künstlich geschaffen wurde, damit das Wasser des Öxará in die Ebene abfließen konnte.

Þingvellir ist auch in geologischer Hinsicht bedeutsam als Fortsetzung des mittelatlantischen Rückens, wo die eurasische und die amerikanische Kontinentalplatte auseinanderdriften, deutlich zu erkennen an den Schluchten Almannagjá und Hrafnagjá („Rabenschlucht“), die von Nordosten nach Südwesten verlaufen. Messungen haben ergeben, dass sich Þingvellir jährlich um 8 mm senkt und um den gleichen Wert ausdehnt.

Im Nationalpark gibt es ausgewiesene Zeltplätze sowie das unterhalb der Felsen der Almannagjá harmonisch in die Landschaft eingefügte Hotel Valhöll, dessen Restaurant als Spezialität Forellen aus dem See anbietet (29 Zi. | Tel. 4807100 | www.hotelvalholl.is | €€€).

Region: Mývatnssveit

Mývatn

Der viertgrößte See Islands fasziniert wegen der Lavagebilde und der reichen Vegetation entlang seines Ufers. Neben anderen Vögeln brüten hier über 15 Entenarten in großer Population, begünstigt durch das gute Klima und die reiche Nahrung an Mücken(-larven), von denen der See seinen Namen hat. Sie sind zwar lästig, stechen aber nicht. Am Boden des maximal 5 m tiefen Sees entspringen zahlreiche Quellen; sein einziger Abfluss, die Laxá, ist ein bekannter Lachsfluss.

Dettifoss

Rund 40 km nordöstlich vom Mývatn hat die Natur diesen gewaltigen Wasserfall geschaffen. 44 m tief stürzen die Wassermassen des Gletscherflusses Jökulsá á Fjöllum auf einer Breite von 100 m hinab und hüllen die Umgebung in einen Sprühregen mit herrlichen Regenbögen ein.