Reisetipps Irland

Szene Irland

Daniela Leistikow

ist freie Journalistin und Studentin. Während ihres Erasmusjahrs hat sie sich unsterblich in Dublin verliebt. Zur Zeit ist sie wieder in Hamburg, wo sie demnächst ihr Studium der Geschichte, Politik und Germanistik beenden wird und für das Online-Filmmagazin www.filmstarts.de schreibt. Doch eines ist sicher: Die Liebe zu Irland wird sie nie wieder loslassen und sie so oft es geht dorthin zurückkehren lassen.

Open air

Neue Partylocations

Outdoor-Areas avancieren in Dublin zur Partylocation erster Wahl. Im Fitzsimons (21-22 Wellington Quay | Temple Bar | www.fitzsimonshotel.com) rockt die Szene auf der Roof Terrace. Im Flannerys (6 Camden Street Lower | Dublin) trifft man sich im Innenhof unter freiem Himmel zum Tanzen und Flirten. Der Außenbereich im Club Copper Face Jacks (29 Harcourt Street | Dublin) ist so angesagt, dass die Plätze knapp werden.

Shopping-Mekka

Junge Designermode

Wer gerne günstig und trendy einkaufen will, ist in Dublin richtig. Auf dem Cow Lane's Fashion Market (Cow Lane | Temple Bar | Dublin) versammeln sich aufstrebende Designer, um ihre neuesten Kreationen unters szenige Volk zu bringen. Vintage-Läden wie Wild Child (Crow Street | Dublin) und Jenny Vander (George's Street | Market Arcade, South Great Georges St. | Dublin) komplettieren das Bild und den Look.

Fussball auf Gälisch

Irischer Nationalsport

Wenn Traditionen zum Trend werden, bedeutet das für Irland, dass Gaelic Football zum Nationalsport avanciert. So wird im Stadium Croke Park (Cusack Stand | Dublin | 3 | www.crokepark.ie) der Ball mittlerweile vor Zehntausenden von Iren gekickt, geworfen oder getragen. Der Sport ist eine Mischung aus Fußball und Rugby. Das heißt: so temporeich wie Fußball, so hart wie Rugby. Die Mischung macht's, die die Spieler zu Nationalhelden werden lässt. Gefördert wird der Sport durch die Gaelic Athletic Association (GAA | www.gaa.ie) und im GAA Museum in Corke Park (St. Joseph's Avenue | Dublin | http://museum.gaa.ie) kann man sich auch mal selbst an den traditionell irischen Sportarten wie Gaelic Football versuchen.

Comedians

Lachen ausdrücklich erlaubt

Dublin geht dem Ernst an den Kragen. Immer mehr Stand-up-Comedians, wie zum Beispiel der Newcomer Robbie Bonham (www.robbiebonham.com), begeistern mit ihrem bissig-zynischen Programm nicht nur die Kritiker. Mit mindestens einem Gig pro Abend zeigt die Comedy-Szene Dublins Präsenz. Egal ob Laughter Lounge (4-8 Eden Quay | O'Connell Bridge | www.laughterlounge.com), The Belvedere (Great Denmark Street | Dublin | www.comedydublin.com) oder The International Bar (Wicklow Street | Dublin): Hier gibt es was aufs Zwerchfell. Jungstars nutzen die Bühnen als Plattform, um sich einem breiten Publikum zu präsentieren. Kaum vier Jahre alt und schon muss das Bulmers Comedy Festival (www.bulmerscomedy.ie) aufrüsten - bigger, better, longer ist die Devise für die Zukunft, und das garantiert noch mehr Lachsalven. Der Trend setzt sich fort: Die Budlight Revue - A Modern Comedy Carnival (www.budlightrevue.com) erweitert mit 50 Comedians und 40 Shows an drei Tagen das Comedy-Land.

It-Bars

Die Designhotels bringen angesagte Bars mit sich

Place to be für Dublins Nightlifepeople: Die Bars der neuen Designhotels. In der Morgan Bar (The Morgan | 10 Fleet Street | Dublin | www.themorgan.com) schlürft man seinen Cocktail im Fifties-Ambiente und genießt dazu vorzügliche Tapas. Die Morrison Bar (Morrison Hotel | Ormond Quay | Dublin | www.morrisonhotel.ie) überzeugt durch klare Linien, dunkles Leder und Lichteffekte, die die Bar in Szene setzen. Dagegen knallt es in der Samsara Bar (La Stampa Hotel | 35 Dawson Street | Dublin | www.lastampa.ie). Ein wahrer Farbrausch überrascht und sorgt für Orientfeeling. Da gibt es nur eines: vorbei schauen, Drink genießen und sich unter's Szenevolk mischen. Das Beste: Egal, wie angesagt der Laden gerade ist, vor den Dubliner Szene-Treffs gibt es in der Regel keine Schlange, und man wird selbst mit Turnschuhen nicht der Tür verwiesen.

Cineasten

Movie-Mania in ganz Irland

In keiner Stadt Europas gehen die Menschen - pro Kopf gerechnet - häufiger ins Kino als in Dublin. Der neueste Trend: Indie-Filme made in Ireland, unabhängige Produktionen ohne große finanzielle Unterstützung. Seit das in Dublin gedrehte Musical Once (www.oncethemovie.co.uk) den Publikumspreis auf dem Sundance Film Festival 2007 gewann, sind nationale Filme angesagt. Neben der Förderung von jungen Filmemachern durch Filmbase (Curved Street | Temple Bar | Dublin | www.filmbase.ie) und Initiativen wie Accesse Cinema (Meeting House Square | Dublin | www.accesscinema.ie), trägt das Irish Film Institut (6 Eustace Street | Dublin | www.ifi.ie) maßgeblich zu diesem Trend bei: Mit kleinen und großen Filmproduktionen lockt es mehr und mehr Besucher in seine zwei Kinosäle im Dubliner Stadtteil Temple Bar. Seit einigen Jahren gibt es außerdem das Jameson International Film Festival, auf dem Film-Raritäten aus aller Welt präsentiert werden (www.dubliniff.com).

Jamsessions

Exportschlager aus Irland

Ein frischer Wind weht durch Irlands Musikszene. Bands wie Delorentos (www.delorentos.net) und The Immediate (www.myspace.com/theimmediate) feiern gerade ihren Siegeszug im eigenen Land. Und der Bekanntheitsgrad der Rockband Snow Patrol (www.snowpatrol.com) außerhalb Irlands wächst stetig: Seit ihrem Album Eyes Open sind sie seit U2 der wohl erfolgreichste Export. Doch die Iren rocken nicht nur die Charts. Spontan an jeder Straßenecke und in einschlägigen Veranstaltungsorten wie Kennedys (30-32 Westland Row | Dublin), The Mezz (23-24 Eustace Street | Temple Bar | Dublin | www.thehubmezz.com/mezzmain.htm), im Tripod (Old Harcourt Station | Harcourt Street | Dublin | www.pod.ie) und im Temple Bar Music Center (Curved Street | Temple Bar | Dublin | www.tbmc.ie) kann man fast täglich den Stars von Morgen beim Jammen zuhören. Das TBMC fördert diese Entwicklung: Es vermietet Studios und Proberäume an junge Musiker (www.templelanestudios.com).

Mehr als Wellness

Health Farms und Country Retreats

Kleiner Schritt - große Wirkung. Raus aus dem Alltag und rein in die Natur: das ist das Motto der neuen Wellnessfarmen in Irland. Hier kommen Körper und Seele zur Ruhe. Das Prinzip ist genauso einfach wie genial, denn wieso sollte man nicht das nutzen, was vor der Tür steht: Heu, Gras, Landschaft, Luft. Gesundheitsfarmen wie Powerscourt Springs Health Farm (Coolakay, Enniskerry, County Wicklow | www.powerscourtsprings.ie), Monart (Monart, The Still, Enniscorthy, County Wexford | www.monart.ie) und Temple Spa (Temple Country Retreat and Spa | Horseleap, Moate, Co Westmeath | www.templespa.ie) boomen. Das Design ist reduziert, damit die Sinne keine Überdosis erleben, der ganzheitliche Aspekt steht im Vordergrund. Die Kombination aus historischen Farm- und Landhäusern mit Luxus-Spas ist der neue Trend auf dem irischen Wellness-Markt.