Reisetipps Ibiza

Ausflüge & Touren Ibiza

Traumhafte Strände und Buchten

Auf Küstentrip durch Ibizas Südwesten - Picknicktasche, Schwimmzeug, Sonnenschutz und Badeschuhe nicht vergessen! Planen Sie einen Tag ein, starten Sie in Eivissa. Dort nehmen Sie Kurs auf folgende Strände und Buchten: Platja d‘es Cavallet, Sa Caleta, Cala d'Hort, Cala Vadella. Rückfahrt nach Eivissa über Sant Josep de sa Talaia; Gesamtstrecke: 66 km.

Ihre Rundfahrt zu den ibizenkischen Strandperlen beginnt in Eivissa. Auf der PM-801 geht es in südwestlicher Richtung nach Sant Jordi de ses Salines, dort im Kreisverkehr am Hippodrom zur ausgeschilderten Platja d'es Cavallet (ab hier 11 km hin und zurück). Zur Rechten liegen Flughafen und Salinen, unterwegs passieren Sie Sant Francesc de S'Estany mit seiner winzigen Kirche (18. Jh.) und erreichen ein Stück weiter den Linksabzweig zum Strand. Das Zubringersträßchen verläuft traumhaft schön an weiteren Salinen vorbei und endet an einem Parkplatz, wo Strand und Meer greifbar nah liegen - und das Beachrestaurant El Chiringuito (€€) auch. Die sandige Platja d‘es Cavallet war einst der erste FKK-Strand der Insel und hat sich so oder so die Reize bewahrt. Ins Bild gehören die sandigen Weiten, kleine Felsenabschnitte und Dünen.

Nach Rückkehr an den Kreisverkehr beim Hippodrom folgen Sie der Straße zum Flughafen, kurz vor dem Airport biegen Sie dann ab Richtung Sant Josep de sa Talaia. Bald sehen Sie das Schild nach Sa Caleta, das Sie links auf ein Sträßchen durch ländliches Gebiet führt. Agaven und Feigen wechseln sich ab mit Mandel- und Olivenbäumen. Ein ausgewiesener Pistenabzweig bringt Sie hinab nach Sa Caleta, einer steinigen Bucht mit rötlichen Felswandkulissen (Wassereinstieg am besten nur mit Badeschuhen). Zur Mittagszeit bietet sich das Fischrestaurant Sa Caleta (tgl. | im Winter abends geschl. | Tel. 971187095 | €€-€€€) zur Einkehr an, ein kurzer Ausflug zu Fuß führt zu den umzäunten Resten einer phönizischen Siedlung.

Ab Sa Caleta kehren Sie auf die Straße zurück, die Sie nun landeinwärts durch herrliche Kieferngebiete Richtung Sant Josep de sa Talaia trägt - echt malerisch! Bald erreichen Sie eine T-Kreuzung, dort links weiter auf der PM-803 auf Sant Josep de sa Talaia und den breiten Bergbuckel des Sa Talaia zu. So weit fahren Sie aber nicht, sondern folgen nach 1,6 km dem Linksabzweig nach Es Cubells/Es Torrent. Ihr nächstes Ziel ist die Cala d'Hort, auf der Fahrt nehmen Sie Eindrücke des ländlichen Ibiza in sich auf: Mandel- und Eukalyptusbäume, Wiesen mit verstreuten Feigenbäumen, kleine Feldparzellen, Kiefernforst, Steinmauern, Blicke auf Berge und See. An die Cala d'Hort geht es kontinuierlich abwärts, im letzten Abschnitt sehr steil. An der kleinen Bucht erwarten Sie Kulissen aus Klippen und Sand; der Traumblick auf die vorgelagerten Felsenzauberinseln Es Vedranell und Es Vedrà ist nicht zu toppen und rechtfertigt allein den gesamten Ausflug!

Auf der Sackgassenzufahrt an die Cala d'Hort kehren Sie zwangsläufig ein Stück auf derselben Strecke aufwärts zurück. Dort folgen Sie dem Schild nach Sant Josep de sa Talaia und fahren dann später durch ausgedehnte Villengebiete hinab an die Cala Vedella (auch: Vadella. Die schöne sandige Badebucht bietet mit einigen Bars und Restaurants eine gute Auswahl. Nördlich der Cala Vedella zieht sich das Sträßchen oberhalb der Bootsschuppen bergauf und erlaubt lohnende Ausblicke über die felsig-zerfranste Küstenlinie hinweg. Jetzt kurven Sie an Villen und Kiefernwäldern vorbei durch das dünn besiedelte Hügelinland, umfahren die westlichen Bergmassen des 475-m-Riesen Sa Talaia, halten sich immer Richtung Sant Josep de sa Talaia. Schließlich erreichen Sie wieder die PM-803; dort rechts und nach 700 m in den Ortskern von Sant Josep de sa Talaia. Wer mag, legt einen Barstopp bei Bernat Vinya an der Hauptstraße ein. Ansonsten geht es geradewegs zurück nach Eivissa (ab hier noch 14 km).

Ibizas ländliche Idylle

Die Fun- und Ferieninsel einmal ganz ohne Strände, die Touristenzentren in weiter Ferne? Nichts ist unmöglich auf Ibiza. Zumindest einen halben Tag sollten Sie für eine motorisierte Tour durch das dörfliche Abseits des Inlands einplanen - mehr noch, wenn Sie unterwegs einkehren wollen. Als Start- und Endpunkt dient Sant Antoni de Portmany, ab dort gehen Sie nordöstlich auf große Schleife. Stationen sind Santa Agnès de Corona, Sant Mateu d'Albarca, Sant Miquel de Balansat, Santa Gertrudis de Fruitera und Sant Rafel; Gesamtstrecke: 45 km.

Sie verlassen Sant Antoni de Portmany auf der PM-812 Richtung Santa Agnès de Corona. Das zunächst gut ausgebaute Stück geht bergwärts in ein schmales und äußerst kurviges Sträßchen über, das ansteigt und sich mitten hinein ins ländliche Inselidyll windet. An den Seiten ziehen Kiefern und Steinmäuerchen vorbei, Hügelbarrieren versperren den Blick aufs Meer. Mit Öl- und Johannisbrotbäumen entblättern sich die Facetten einer typisch mediterranen Vegetation, die Intensität der Grüntöne ist an Jahreszeiten und Niederschläge gekoppelt. Zwischendurch fließen Feldwege ab zu Villen. Bald wird Sie das weite Panorama des Beckens von Santa Agnès de Corona begeistern. Begrenzt von sanften Höhenzügen, breitet sich ein Flickenteppich aus Mandelbaumhainen und verstreuten Anwesen aus. Eine lange Asphaltgerade führt mitten hinein nach Santa Agnès de Corona, wo sich die Häuser zu einem Dörfchen verdichten. Schräg gegenüber der kalkweißen Kirchenfassade lädt die Terrassenbar C'an Cosmi (Di geschl. | €) zur Einkehr ein. Direkt an der Kirche folgen Sie dem Schild nach Sant Mateu d'Albarca, die Straße verengt sich ein wenig. Mandelbäume und Steinmauerparzellen bleiben Wegbegleiter durch eine beschauliche Landschaft. Auf einer touristisch wenig ausgefahrenen Route spüren Sie den gänzlich anderen Welten Ibizas nach, einem Inbegriff der tranquilidad, der Stille und Ruhe. In der Gegend wechselt sich schwer bewirtschaftbarer Steingrund mit fruchtbarer Erde ab, aus der Avocados und Tomaten erwachsen, Kirschen und Orangen. Um Sant Mateu d'Albarca erwartet Sie ein neuerliches weites Becken, das angefüllt ist mit Weinbaukulturen.

Aus der Dorfmitte von Sant Mateu d'Albarca erhebt sich die Kirche mit ihrem Bogenvorbau. Ab Sant Mateu d'Albarca können Wanderfreunde einen Zusatzabstecher zur Cala d'Albarca einlegen, ansonsten geht es an der Kirche weiter nach Sant Miquel de Balansat.

Auf dem Weg zeigt Mutter Natur mit Kiefern und äußerst knorrigen Oliven ihren ganzen Reichtum. Als Beilage gibt es Feigen-, Orangen- und Zitronenbäume - eine regelrechte Obstkammer! Besuchsziel über der weißen Häuserkulisse von Sant Miquel de Balansat ist die dominante Dorfkirche auf dem Hügel, eine der ältesten der ganzen Insel. Ins Innere des Gotteshauses hat die Moderne Ventilatoren hineingeweht, im Altarbereich ist Ortsnamensgeber Michael mit dem Schwert zu sehen. Donnerstags um 18.15 Uhr (Mai-Okt.) wird vor dem Gotteshaus Folklore geboten, doch so punktgenau sollten Sie diese Tour nicht abstimmen - lieber wiederkommen! Im Ortszentrum können Sie sich in der Bar March erfrischen, ehe Sie die gut ausgebaute PM-804 6 km weiter nach Santa Gertrudis de Fruitera einschlagen. Zitrusplantagen, Feigen- und Apfelsinenbäume flankieren die Asphaltader. Ein Schild weist auf die Überfahrt des ausgetrockneten Riu de Santa Eulària.

In Santa Gertrudis de Fruitera stehen reichlich Parkflächen zur Verfügung, hier haben Sie wieder touristisch frequentiertere Zonen erreicht. Die aus dem 18. Jh. datierende Kirche ist ebenso einen Besuch wert wie der dahinterliegende Friedhof. Tod und Leben liegen dicht beieinander, die Friedhofsmauern in Sichtweite der Bars. Drehen Sie eine Runde durch den Ort, stärken Sie sich mit Tapas, belegten Broten (bocadillos) oder Tellergerichten (platos combinados). Eine beliebte, traditionelle Anlaufstelle ist die Bar Costa, doch es gibt noch weitere zur Auswahl.

Ab Santa Gertrudis de Fruitera folgen Sie zunächst der PM-804 Richtung Eivissa, nach ca. 3 km geht es in einem Rondell rechts ab auf der PM 812-2 nach Sant Rafel. Der Ort, bekannt wegen seiner Keramikwerkstätten, ist die letzte Station der Tour. Am Ortsrand biegen Sie in die Straße nach Sant Antoni de Portmany ein, 8 km weiter endet der Rundtrip.

Formentera: Seeluft und Salzbecken

Pure Natur bietet eine Wanderung durch den Norden Formenteras. Ins Marschgepäck gehören Badezeug, Sonnenschutz und Wasservorrat; Vogelfreunde bringen ein Fernglas mit. Samt Restaurant- oder Schwimmstopps können Sie durchaus einen ganzen Tag veranschlagen; wer durchmarschiert, ist nach ca. drei Stunden wieder am Ausgangspunkt. Wegverlauf ab/bis Sa Savina: Salinen, Platja de Llevant, Es Pujols, Süd- und Westufer des Estany Pudent; Gesamtstrecke: 11 km.

Die Tour gibt gute Gelegenheit, die verschiedenen Landschaften Formenteras kennen zu lernen: Salinen, Strände, Kiefern, Dünen, Binnenseen - aber eins nach dem andern! Starten Sie am Hafen von Sa Savina, folgen Sie ganz am östlichen Ende einer kleinen Rampe auf einen erhöht gelegenen Dammweg, der für den motorisierten Verkehr gesperrt ist. Flach und breit zieht sich der Weg in die Weite, erlaubt äußerst lohnende Blicke nach links an die Küste und nach rechts auf den Estany Pudent. Nach etwa 1,5 km mündet der Weg auf eine breite, befahrbare Piste, dort links an Salinen und windgebeugten Kiefern vorbei Richtung Platja de ses Illetes. Ein dichter Wald- und Buschgürtel versperrt Sicht und Zugang zur See, die sich erst auf Höhe des Nobelrestaurants Es Molí de Sal (€€€) wieder zeigt. Folgen Sie an einer Gabelung dem Rechtsabzweig zur Platja de Llevant. An Kiefern, Binnendünen und Feuchtgebieten vorbei führt hier ein besonders schönes Wegstück durch den Salinen-Naturpark - allerdings birgt die Hochsaison die Gefahr erhöhten Zubringerverkehrs an den Strand. Genau diese Platja de Llevant ist auch Ihr zwischenzeitliches Ziel. Stürzen Sie sich in die Fluten, sammeln Sie frische Kräfte für den Weg an kleinen Buchten und Felsen vorbei bis Es Pujols: traumhafte Küstenblicke! Mitunter stapfen Sie durch schweren Sand, andernorts erleichtern Holzstege das Fortkommen. Die kleine Bar- und Restaurantmeile in Es Pujols lädt zum Verschnaufen ein, ehe Sie sich landeinwärts zur Hauptstraße Carrer d'Espalmador durchschlagen. Dort wenige Hundert Meter an der Straße Richtung Sa Savina, bis das Wanderschild nach links den 2,7 km langen Camí de s'Estany, den Seeweg, ankündigt. Nun geht es auf sehr schöner, aber schattenloser Trasse an den Süd- und Westufern des Estany Pudent entlang. In der Ferne verraten die Masten der Yachten bereits das Ziel: den Hafen von Sa Savina, wo Bars und Cafés auf ermattete Wanderer warten.