Reisetipps Griechische Inseln

Sehenswertes Griechische Inseln

Region: Samothráki

Archäologisches Museum

Die berühmte Nike von Samothrake steht heute in Paris im Louvre und ist in diesem Museum nur als Kopie vertreten. Ein Fries aus der Zeit um 340 v. Chr. zeigt tanzende Mädchen. Im gleichen Saal sind auch Dachziegel zu sehen, die Stempel der Handwerker tragen; sie wurden nämlich pro Stück bezahlt. Mai-Okt. Di-So 8-19.30, Nov.-April Di-So 8.30-15 Uhr | am Eingang zu den Ausgrabungen von Paleópolis

Chóra

Die Hauptstadt der Insel liegt an den Hängen des Fengári. Zwischen den ziegelgedeckten Häusern aus Naturstein geht das Leben unbeeinflusst vom Fremdenverkehr seinen Gang; an der höchsten Stelle des Ortes zeugen die Ruinen einer genuesischen Burg mit byzantinischem Rundturm von der Vergangenheit. 6 km von Kamariótissa

Kamariótissa

Der Hafenort der Insel ist Treffpunkt der wenigen Fremden und der vielen auf der Insel stationierten Soldaten.

Paleópolis

Das Heiligtum für die Kabiren, Fruchtbarkeitsgötter und Beschützer aller Seereisenden, liegt landschaftlich einzigartig schön zwischen dem Meer und dem Fengári in einem Kiefernwald. In der Antike war es ein bedeutendes Wallfahrtsziel, von dessen Besuch man sich Glück im Leben und ein gütiges Schicksal im Jenseits versprach. Fünf Säulen des Hieron genannten Baus, in dem die Pilger die höchsten Weihen des Mysterienkults empfingen, stehen aufrecht. Zu erkennen: das Theater und Grundrisse weiterer Bauten. Di-So 8.30-15 Uhr | 7 km von Kamariótissa

Thérma

Der auch Lutrá genannte Weiler ist dank Thermalquellen ein bei Griechen beliebter Kurort. Spaziergänge führen Sie in Platanenwälder und zu kleinen Wasserfällen, in denen Sie baden können. Nahe der Küste steht der Pírgos Forná, ein Wachtturm aus dem 15. Jh. 14 km von Kamariótissa

Region: Thássos

Alikí

Auf einer kleinen, von Kiefern bestandenen Halbinsel an der Südküste sind die friedvoll gelegenen Überreste eines antiken Heiligtums für Kastor und Pollux sowie die Mauern und Säulen zweier frühchristlicher Basiliken zu sehen. Unmittelbar am Ufer ist noch ganz deutlich ein antiker Marmorsteinbruch zu erkennen, der vom 6. Jh. v. Chr. bis ins 2. Jh. hinein in Betrieb war (frei zugänglich | 33 km von Liménas). Strände zu beiden Seiten der Halbinsel und zahlreiche gemütliche Tavernen bieten einen zusätzlichen Anreiz dafür, Alikí auf einer Inselrundfahrt als Zwischenstopp anzusteuern.

Archäologisches Museum

Bedeutendstes Objekt ist die aus dem 6. Jh. stammende, etwa 3 m hohe Statue eines nackten Jünglings mit Widder im Arm. April-Okt. Di-So 9-19, Nov.-März Di-So 8.30-15 Uhr | Liménas | gegenüber der antiken Agorá

Liménas/Thássos-Stadt

Die Inselhauptstadt gleicht einem großen Freilichtmuseum. Überall in der Stadt verstreut und zum Teil reizvoll ins heutige Leben einbezogen findet man Überreste der antiken Stadt, die als Kolonie der Insel Páros im 7. Jh. v. Chr. gegründet wurde. Der Fischerhafen war einst der antike Kriegshafen, der Handelshafen befand sich an der Stelle der kleinen Bootswerft. Unmittelbar hinter dem antiken Kriegshafen lag die Agorá, der Marktplatz. Am Hang eines Hügels liegt in einem Wäldchen das antike Theater; unmittelbar dahinter sind Teile der Stadtmauer erhalten. Mit dem Parmenon-, dem Silen-, dem Zeus und Hera- sowie dem Herakles-Tor blieben auch vier der Stadttore teilweise erhalten. Auch Überreste mehrerer Tempel und das antike Musiktheater, also das Odéon, können besucht werden. Ausgrabungen sehr gut ausgeschildert | frei zugänglich

Moní tis Kímesis tis Theotóku

Das idyllisch gelegene Nonnenkloster besitzt eine Kirche mit Holzdach, deren Innenwände im 19. Jh. kunstvoll ausgemalt wurden. Tgl. 6.30-13 und 17-20 Uhr | 500 m links der Straße von Skála Marión nach Marión

Moní tu Archángelu

Das bedeutendste Inselkloster liegt einsam über der Steilküste und erinnert vom Bau her an die Athos-Klöster. 37 km von Liménas

Panagía

Das Bergdorf mit vielen schiefergedeckten Häusern liegt landschaftlich besonders eindrucksvoll vor der Felskulisse des 1204 m hohen Ipsári. 7 km von Liménas

Skála marión

Der idyllische kleine Hafenort bietet viel traditionelle Atmosphäre und eine ganze Reihe guter Fischtavernen (€€) direkt am Ufer. 33 km von Liménas

Theológos

Das Dorf war während des 18. und frühen 19. Jhs. die Inselhauptstadt. Viele Häuser aus jener Zeit sind erhalten. 53 km von Liménas

Region: Chíos

Anávatos

Das bis vor Kurzem weitgehend verlassene Bergdorf, in dem jetzt Athener und Ausländer die verfallenen Häuser wieder herrichten, nimmt den oberen Hang eines nach zwei Seiten steil abfallenden Granitfelsens ein, der im Mittelalter von einer Burg gekrönt war. 25 km von Chíos-Stadt

Archäologisches Museum

Das interessanteste Objekt ist ein in Stein gemeißelter Brief Alexanders des Großen an die Chioten aus dem Jahr 332 v. Chr. Juli-Okt. tgl. 8-19.30, Nov.-Juni Di-So 8.30-15 Uhr | Odós Michálu 10 | Chíos-Stadt

Byzantinisches Museum

Sammlung nachbyzantinischer Wandmalereien und Ikonen im Torhaus der Porta Maggiore am Rande des Kástro-Viertels. Di-So 8.30-15 Uhr | Odós Kénenty | Chíos-Stadt

Chíos-Stadt

Der Hafen prägt das Leben der Stadt. Im Westen des ausgedehnten Hafenbeckens erhebt sich als markante Landmarke der moderne Klotz des Hotels Chandrís. Hier findet man auch den Stadtstrand und die Uni. Im Osten grenzt das historische Burgviertel ans Wasser.

Das Stadtzentrum liegt auf der Nordseite des Hafens. Hinter der geschäftigen Uferstraße mit vielen Cafés herrscht in den engen Bazarstraßen orientalisch wirkendes Treiben, überragt vom Minarett einer erst im 19. Jh. erbauten Moschee. Sie erinnert daran, dass Chíos bis 1912 in türkischem Besitz war.

Im ruhigen Burgviertel, dem Kástro, sind die Stadtmauern und Ruinen der türkischen Bäder erhalten; dahinter sind auf mehreren Molen Windmühlen ins Wasser hineingebaut. Interessant sind die leer stehenden großen Gerbereien nahe den Mühlen.

Kámbos

Im fruchtbaren Hinterland hatten schon die genuesischen Patrizier, die 1344-1566 über die Insel herrschten, ihre Landsitze. Die Pracht der Villen und Gärten entdecken Sie am besten, wenn Sie den Kámbos durchwandern.

Mestá

Dieses Dorf im tiefen Süden der Insel hat am stärksten seinen mittelalterlichen Charakter behalten. Der äußere Ring der Häuser bildet noch immer die Stadtmauer. Enge, verwinkelte und oft von Obergeschossen der Häuser überdachte Gassen dienten dazu, die Verteidigung zu erleichtern. Die Platía im Ortszentrum gehört zu den besonders schönen des Landes. 35 km von Chíos-Stadt

Moní Múndon

In der Kirche des heute verlassenen Klosters im Nordwesten der Insel sind Wandmalereien aus dem Jahr 1849 mit drastischen Darstellungen des Jüngsten Gerichts und der Höllenstrafen zu sehen. Werfen Sie einen Blick durch die Fenster ins Kircheninnere oder fragen Sie nach dem Schlüssel an der Platía des 1 km entfernten Dorfes Diefchá. 31 km von Chíos-Stadt

Nautisches Museum

In einer alten Villa erhält das Nautische Museum die Seefahrtsgeschichte von Chíos lebendig. Mai-Okt. Di-So 10-14, Nov.-April Di-So 10-13 Uhr | Odós Stefánu Tsúri 20 | Chíos-Stadt

Néa Moní

Das bereits im 11. Jh. gegründete Kloster in den Bergen wirkt wie eine Festung. Heute ist es von Nonnen bewohnt. Die Klosterkirche birgt prächtige byzantinische Mosaike aus dem 11. Jh. Sie wurden von Künstlern aus der Reichshauptstadt Konstantinopel geschaffen. Neben dem Klostertor sind in Wandschränken Gebeine und Schädel der Mönche ausgestellt, die beim türkischen Massaker auf Chíos 1822 zu Tode kamen. Mai-Okt. tgl. 7-20, Nov.-April Di-So 8.30-15 Uhr | 15 km von Chíos-Stadt

Olímbi

Das hübsche kleine Dorf im Mastixland hat seinen mittelalterlichen Charakter bewahrt. Besonders gut ist hier noch die eigentliche Burg im Dorfzentrum zu sehen, in der heute Kaffeehäuser angesiedelt sind. 30 km von Chíos-Stadt

Pirgí

Der Hauptort der Mastixdörfer ist weltweit einzigartig. Die Fassaden seiner Häuser sind fast alle mit dunkelgrau-weißen, geometrischen Mustern überzogen, die im Kratzputzverfahren aufgebracht wurden. Auch die Hauptkirche ist so verziert und macht die Platía des Dorfes zum schönsten Dorfplatz der Ägäis. 25 km von Chíos-Stadt

Volissós

Der Hauptort des nordwestlichen Inselteils wird kaum von Fremden besucht und bietet daher noch viel Ursprünglichkeit. 41 km von Chíos-Stadt

Vrontádos

Der Küstenort vor einer steil aufragenden Felswand ist schon fast mit der Stadt zusammengewachsen. An seinem nördlichen Rand wird ein niedriger Felsen als „Schule des Homer“ bezeichnet, in der der große Epiker unterrichtet haben soll. Tatsächlich handelt es sich aber um die Überreste eines archaischen Kybele-Heiligtums. 4 km von Chíos-Stadt

Region: Lesbos

Agiássos

Agiássos (2500 Ew.) am Fuß des Olymp ist das größte und blumenreichste Bergdorf der Insel sowie ein bedeutender Wallfahrtsort. Im Museum der Wallfahrtskirche werden Weihegaben gezeigt. Die Marien-ikone in der Kirche gilt als vom Evangelisten Lukas gemalt. Ein mit roten und blauen Punkten markierter Weg führt von der unteren Platía aus in etwa 90 Minuten auf den Olymp. 28 km von Mitilíni

Ántissa

Der Ort hat einen besonders schönen Dorfplatz. Weit unterhalb direkt am Meer liegen die Ruinen der antiken Stadt Ántissa. Die Akropolis der Stadt stand auf einem Kap, das durch einen doppelten Mauergürtel vom Festland abgeriegelt war. Die Geröllwüste in einem Wald aus Riesenfenchel ist ein romantischer Platz. Die Straße dorthin zweigt von der Straße Ántissa-Gavathás ab, 76 km von Mitilíni

Archäologische Museen

Die beiden sehenswerten Museen liegen etwa 300 m auseinander. Das eine nimmt eine alte Villa mit schönem Garten ein, das andere einen Neubau (Ticket gilt für beide). Im Neubau sind vor allem hellenistische Mosaike aus dem 3. Jh. v. Chr. zu sehen, in der Villa u.a. Skulpturen, Goldschmuck, Münzen, römisches Glas. Di-So 8.30-15 Uhr | Odós 8is Noemvríu und Odós Arg. Eftalióti 7 | Mitilíni

Lesbos-Stadt/Mitilíni

Die 27300 Einwohner zählende Inselhauptstadt, Mitilíni genannt, erstreckt sich entlang zweier Buchten die Hügel hinauf. Hinter der geschäftigen Uferstraße am Hafen liegt der Stadtpark. Dort beginnt die Odós Ermú, eine Marktstraße mit viel orientalischem Flair. Sie führt bis an die zweite Stadtbucht, an der Kleinindustrie angesiedelt ist. Die weitläufige genuesisch-türkische Burg nimmt die Halbinsel zwischen den beiden Buchten ein. Sie wurde unter Verwendung vieler antiker Bauteile erstmals im 14. Jh. errichtet. Das antike Theater (1. Nov.-14. Juni Di-So 8.30-15, 15. Juni-31. Okt. tgl. 7.45-18.45 Uhr) aus dem 3. Jh. v. Chr. liegt in einem Wäldchen am oberen Stadtrand.

Mandamádos

In dem Bergdorf wird werktags in mehreren Käsereien gearbeitet, die Sie besichtigten können. 1 km außerhalb birgt die Wallfahrtskirche Moní ton Taxiarchón eine Wachsikone, die für wundertätig gehalten wird. 36 km von Mitilíni

Mólivos

Das 1500 Einwohner zählende Städtchen zieht sich einen steil aus der Küstenebene emporragenden Berg hinauf, der von einer Burg aus dem 14. Jh. gekrönt wird. Zum Meer hin bilden die Häuser des Ortes eine geschlossene Front. Diese Fassade stellte in früheren Zeiten die Stadtmauer dar. In der Ebene stehen zahllose Hotels und Pensionen. 61 km von Mitilíni

Moní Ipsilú

Das vor 1200 Jahren gegründete Mönchskloster, dem Evangelisten Johannes geweiht, beeindruckt durch seine Lage auf dem Gipfel eines steilen Felsen. Die Kirche wurde in den 1970er-Jahren mit Fresken im byzantinischen Stil ausgemalt. 82 km von Mitilíni

Moní Limóna

Das 1523 gegründete Mönchskloster in einem grünen Tal inmitten kahler Berge besitzt eine vollständig ausgemalte Kirche. Der Zutritt zur Kirche ist nur Männern gestattet. 46 km von Mitilíni

Moní Mirsiniótissa

Das 1487 gegründete, altertümlich wirkende Frauenkloster bei Kallóni hat den blumenreichsten Innenhof der Inseln. Allerdings haben Frauen in Hosen keinen Zutritt. 43 km von Mitilíni

Moní tu Agíu Raffaíl

Das erst 1963 gegründete Kloster des Inselheiligen beeindruckt durch seinen Reichtum, den der Ruf der Wundertätigkeit des hl. Raffaíl täglich mehrt. 16 km von Mitilíni

Mória

Etwa 600 m westlich dieses Dorfes steht in einem Olivenhain das noch gut erhaltene römische Aquädukt, das der Wasserversorgung der Inselhauptstadt diente. 6 km von Mitilíni

Naturgeschichtliches Museum

In dem modernen Museum sind Teile versteinerter Bäume zu sehen und es werden die Ursachen der Versteinerung erklärt. 15. Juni-14. Okt. tgl. 8.30-20, sonst 8.30-16.30 Uhr | Sigrí | 100 km von Mitilíni | www.petrifiedforest.gr

Pétra

Mitten in diesem inzwischen vom Tourismus geprägten Dorf ragt ein Fels auf, der die Wallfahrtskirche der Panagía trägt. Im alten Ortskern kann das Wohnhaus eines wohlhabenden Griechen aus dem 17. Jh., das Archontikó Varitzidaína, besichtigt werden. 55 km von Mitilíni

Plomári

Das Städtchen (3400 Ew.) ist wegen des hier produzierten Ouzo berühmt und von allen Küstenorten am ursprünglichsten. Seine ziegelgedeckten Häuser liegen fotogen an den Hängen zweier Hügel und an einem Trockenbachtal. 42 km von Mitilíni

Skála Eressú

Die ältesten Häuser der Küstensiedlung liegen am Fuß eines Hügels, auf dem Reste der antiken Stadt zu erkennen sind. Gleich hinter der modernen Hauptkirche Ágios Andréas sind die deutlichen Überreste einer frühchristlichen Basilika eingezäunt. Skála Eressú gilt als der Ort, in dem 650 v. Chr. Sappho geboren wurde, die bedeutendste Lyrikerin der Antike. Die Gedichte der Lesbierin waren der Schönheit junger Mädchen gewidmet. 90 km von Mitilíni

Tériade-Museum

Einzigartige Sammlung von Lithografien moderner Künstler wie Chagall, Matisse und Picasso. Di-So 9-17 Uhr | Variá | 4 km von Mitilíni

Theófilos-Museum

Werke des von Lesbos stammenden, bedeutendsten neugriechischen Malers. Di-So 9-14.30, Mai-Sept. auch 18-20 Uhr | Variá | 4 km von Mitilíni

Versteinerte Bäume

In einem heute völlig baumlosen Berggelände im Westen der Insel sind zahlreiche versteinerte Baum-stümpfe und -stämme zu sehen, die zum Teil sogar die Jahresringe erkennen lassen. Der größte noch aufrecht stehende Stamm ist 4,3 m hoch; ein liegender erreicht sogar 11,5 m Länge. Die Straße zum Naturschutzpark Apolithoméno Dásos-Petrified Forest (Mai-Okt. tgl. 8-18, Nov.-April tgl. 9-15 Uhr) zweigt von der Straße zwischen Ántissa und Sígri nach links ab. 90 km von Mitilíni

Region: Sámos

Ágios Issídoros

Fünf der letzten Kaíki-Werften Griechenlands, in denen noch die traditionellen hölzernen Boote gebaut werden, arbeiten unmittelbar nebeneinander auf dem Kap Ágios Issídoros im äußersten Westen der Insel. Auch für PKW gut befahrbare Pisten führen von Kallithéa und Drakéi aus hinunter ans Kap. 53 km von Sámos-Stadt

Archäologisches Museum

Einzigartig sind sehr gut erhaltene antike Holzgeräte und beeindruckende Elfenbeinskulpturen sowie der mit 5,2 m Höhe größte je in Griechenland vollendet aufgefundene Kuros. Der Körper des Jünglings wurde 1980, der Kopf 1984 im Hera-Heiligtum entdeckt. 15. Juni-31. Okt. Di-So 8.30-19.30, 1. Nov.-14. Juni Di-So 8.30-15 Uhr | Sámos-Stadt | oberhalb des Stadtparks

Hera-Heiligtum

Zwischen dem Flughafen und dem Badeort Iréon liegen die Ausgrabungen des antiken Hauptheiligtums der Insel, das der Göttin Hera geweiht war. Nur eine Säule steht noch aufrecht; sie war doppelt so hoch und gehörte zum Hera-Tempel des 6. Jhs., der der größte seiner Zeit war. Mai-Okt. Di-So 8.30-19.30, Nov.-April Di-So 8.30-15 Uhr | 20 km von Sámos-Stadt

Karlóvassi

Die zweitgrößte Stadt der Insel (5700 Ew.) breitet sich weitläufig in einer Küstenebene vor imposanter Bergkulisse aus. Im Osten liegt Neó Karlóvassi mit größtenteils aufgegebenen Gerbereien am Meeresufer. Es geht über in Mésa Karlóvassi mit einer überdimensionierten, modernen Kirche. Am Westrand der Stadt folgt der Hafen, der auch von den großen Fähren zwischen Piräus und Sámos-Stadt angelaufen wird. Darüber folgt Paléo Karlóvassi, die Altstadt. Bedeutendster Betrieb des Ortes ist die Weinkellerei einer Winzergenossenschaft, der 4000 Bauernfamilien angehören. 33 km von Sámos-Stadt

Kokkári

Kokkári war in frühen Zeiten nicht mehr als der Hafen des Bergdorfes Mitilíni. Heute ist es ein bedeutendes Touristenzentrum. Der alte Ortskern liegt an einer kleinen, geschützten Bucht, die auf beiden Seiten von winzigen, mit dem Festland verbundenen Felsinseln flankiert wird. Ein idealer Platz, um Fischerhafenromantik pur zu genießen. 10 km von Sámos-Stadt

Manolátes

Manolátes liegt am oberen Ende des Nachtigallentals, in dem diese Vögel tatsächlich auch zu hören sind. Sie können bequem auf Pfaden, die durch rote Markierungen gut gekennzeichnet sind, in etwa einer Stunde von der Küstenstraße aus hinaufwandern. Das Dorf mit seinen autofreien Gassen wirkt noch sehr ursprünglich. 23 km von Sámos-Stadt

Moní Megális Panagías

Das älteste Kloster der Insel, von vier Mönchen bewohnt, besitzt mit der Taschenlampe erkennbare Wandmalereien. 23 km von Sámos-Stadt

Possidónio

Der kleine Badeort liegt an der nur 1,3 km breiten Meerenge, die Sámos vom türkischen Kap Mykale trennt. 19 km von Sámos-Stadt

Pythagório

Das nach Pythagoras benannte Städtchen steht auf dem Areal der antiken Inselhauptstadt. Der bildschöne Hafen wird von einer langen Mole eingeschlossen, die auf den Fundamenten der antiken Mole ruht. Geselliger Mittelpunkt der Stadt ist die Hafenpromenade. Im alten Ortskern führen schmale Alleen zur Burg des Logothétis hinauf, die die Samioten 1824 während des griechischen Freiheitskampfes gegen die Türken errichteten.

Oberhalb von Pythagório fällt am Stadtberg der weiße Bau des Klosters Spilianí auf, dessen Höhlenkirche einen Besuch lohnt. In der Nähe befindet sich, gut ausgeschildert, auch der Eingang zum Tunnel des Eupalinos. Er stammt aus dem 6. Jh. v. Chr. und sollte die Wasserversorgung der Stadt während Belagerungen sichern. Er ist ein Meisterwerk antiker Ingenieurkunst: Der Tunnelbau wurde von beiden Seiten gleichzeitig begonnen; das Gefälle im Tunnel beträgt exakt 0,5 Prozent. Begehbar ist er auf ca. 500 m Länge (Öffnungszeiten wechseln). Am Hang oberhalb des Tunneleingangs sind Reste der antiken Stadtmauer erhalten. 14 km von Sámos-Stadt

Sámos-Stadt

Der historische Kern der heutigen Inselhauptstadt ist Áno Vathí, die Altstadt am Hang hoch über dem Hafen. Das jetzt so geschäftige Káto Vathí unten am Wasser war ursprünglich nur der Hafen des Dorfes. Erst im 19. Jh. entstanden dort auch Geschäfts- und Lagerhäuser; Wohn- und Verwaltungsstadt wurde das Viertel erst im 20. Jh.

Heute wirkt Áno Vathí mit seinen schmalen Gassen und den typischen Häusern mit Erkern und vorspringenden Obergeschossen verschlafen-dörflich, während sich die Unterstadt, bedingt durch den Tourismus, weiter am Wasser entlang ausbreitet.

Das Zentrum der Unterstadt bildet die Platía Pythágora an der Uferstraße, von der die Hauptgeschäftsstraßen der Stadt ausgehen. Ein wenig Ruhe bietet der kleine Stadtpark mit der angrenzenden Kirche des Ágios Spiridónis, dem Museum und dem Rathaus, das von 1834 bis 1912 der Sitz der den Samioten von den Türken zugestandenen Nationalversammlung war.

Vurliótes

Das Gebirgsdorf hat sich seine Ursprünglichkeit bewahrt und begeistert mit der schönsten Platía von Sámos. 22 km von Sámos-Stadt

Region: Kos

Archäologisches Museum

Bedeutendstes Objekt ist ein römisches Bodenmosaik, das die Ankunft des Heilgottes Äskulap auf Kos zeigt. Saisonabhängig Di-So 8.30-15/17/19.30 Uhr | Platía Eleftherías | Kos-Stadt

Asklípion

In tiefes Grün gebettet liegt mit Blick auf Kleinasien eines der schönsten Heiligtümer der Antike. Die terrassenförmig gestaltete Anlage (überwiegend 2./1. Jh. v. Chr.) war Äskulap, dem Gott der Heilkunst geweiht. Hierher pilgerten in der Antike viele Kranke, um vom Gott und seinen Ärzten Heilung zu erfahren. Di-So 8.30-15 Uhr | 4 km von Kos-Stadt

Embrós Thérme

Das eigentümlich-urige Thermalbad an der Nordküste besteht nur aus einem durch Felsbrocken markierten kreisrunden Becken, in dem sich das Meerwasser mit heißem Thermalwasser aus einer ufernahen Quelle mischt. 15 km von Kos-Stadt

Kéfalos

Die Halbinsel im Westen ist der urwüchsigste Teil von Kos. Auf dem langen Sandstrand erheben sich idyllisch die frei zugänglichen Säulen der kleinen frühchristlichen Basilika Ágios Stéfanos. Spärliche Reste eines antiken Theaters liegen westlich des großen Dorfes Kéfalos. 49 km von Kos-Stadt

Kos-Stadt

Die Stadt gleicht einem äußerst lebendigen Freilichtmuseum. Fähren und Kreuzfahrtschiffe legen unterhalb der mächtigen Kreuzritterfestung an. Vor deren Eingang grünt immer noch die uralte Platane des Hippokrates, unter der der große Arzt gelehrt haben soll. Moscheen und verspielte Gebäude aus italienischer Besatzungszeit bestimmen das Bild der Stadt. Überall sind zwischen alten und neuen Häusern freie Flächen ausgespart, auf denen die Archäologen die antike Agorá, ein Gymnasium, ein Brunnenhaus, einen Dionysos-Altar, ein Odeon, eine römische Villa und mehrere schöne Mosaike freigelegt haben.

Pýli

Nahe dem oberen Dorfplatz des mit 2400 Bewohnern größten koischen Binnendorfes plätschert Trinkwasser aus einem 1592 erbauten Brunnen mit Löwenköpfen als Wasserspeiern. Das nahe Grab des Harmylos ist eine antike Kultstätte, in der der mythische Stammvater des koischen Herrschergeschlechts und die zwölf olympischen Götter verehrt wurden. 15 km von Kos-Stadt

Zía

Das Bergdorf verwandelt sich am späten Nachmittag in einen großen Souvenirmarkt. Dann bringen Busse viele Urlauber herauf, damit sie den gerade hier besonders schönen Ausblick und die Atmosphäre beim Sonnenuntergang genießen können. 14 km von Kos-Stadt

Region: Rhodos

Archäologisches Museum

Viele Meisterwerke antiker Kunst im ehemaligen Ordenshospital der Johanniterritter. Mai-Okt. Di-So 8-17, Nov.-April Di-So 8.30-15 Uhr | Odós Apéllou | Altstadt Rhodos-Stadt

Filérimos

Auf dem 267 m hohen Plateau des Filérimos-Berges stand einst die Akropolis der antiken Stadt Ialissós. Von ihr blieben Fundamente eines Tempels erhalten, neben dem im 10. Jh. ein Kloster erbaut wurde. Die Italiener haben es restauriert. Mai-Okt. tgl. 8-17, Nov.-April Di-So 8.30-15 Uhr | 5 km lange Straße vom Ort Ialissós aus, 17 km von Rhodos-Stadt

Kamíros

Die Ausgrabungen der antiken Stadt Kamíros lassen den Grundriss einer hellenistischen Stadt erkennen. Grundmauern von Häusern und Tempeln liegen idyllisch zwischen viel Grün an einem sanften Hang nahe dem Meer. Mai-Okt. Di-So 8-19.30, Nov.-April Di-So 8.30-15 Uhr | 34 km von Rhodos-Stadt

Líndos

Lindos gleicht einem Bilderbuchdorf. Weiße Häuser ziehen sich von einer Bucht mit schönen Sandstränden über einen Hügelkamm bis zur fast völlig von Felsen umschlossenen Paulus-Bucht hinüber. Darüber ragen die trutzigen Mauern einer Kreuzritterburg (Mai-Okt. Mo 13-19.30, Di-So 8-19.30, Nov.-April Di-So 8.30-15 Uhr) auf. In den Gassen des Dorfes sind Esel und Maultiere die einzigen Verkehrsmittel, innerhab der Burgmauern ragen die Säulen eines antiken Athena-Tempels in den Himmel. Die Dorfkirche (tgl. 9-15 und 16.30-18 Uhr) ist innen vollständig mit gut erhaltenen Fresken aus dem 18. Jh. ausgeschmückt, darunter eine schöne Darstellung des hl. Christophorus mit Hundekopf. Die vielen Tavernen des Ortes sind größtenteils in restaurierten Kapitänshäusern aus vergangenen Jahrhunderten untergebracht. 46 km von Rhodos-Stadt

Monólithos

2 km außerhalb des Dorfes steht auf einem Fels eine Kreuzritterburg aus dem 15. Jh. Frei zugänglich | 76 km von Rhodos-Stadt

Petaloúdes/Schmetterlingstal

Schmetterlinge sind in dem Bachtal zwar nur im Juli und August zu Tausenden zu sehen, aber wegen der schönen Landschaft und der Weinkellerei Triandáfillou lohnt ein Besuch zu jeder Jahreszeit. 26 km von Rhodos-Stadt

Rhodos-Stadt

Die Altstadt von Rhodos ist ein Gesamtkunstwerk. Innerhalb der vollständig erhaltenen Stadtmauern mischen sich Bauten aus der Ritter- und der Türkenzeit mit antiken Überresten. Unbedingt sehenswert sind das Ordenshospital, die Ritterstraße und der Großmeisterpalast Juli-Okt. Mo 12.30-19.30, Di-So 8-19.30, Nov.-Juni Di-So 8.30-15 Uhr) im Ritterviertel Collachium, die Synagoge (Odós Dosiádu) und die Kirche Ágios Fanúrios in der gleichnamigen Gasse. In der Neustadt sind der Mandráki-Hafen, die Markthalle Néa Agorá, die Kirche Evangelismós und der Türkische Friedhof mehr als einen Blick wert. Auf dem Monte Smith oberhalb der Stadt stehen das rekonstruierte antike Stadion und das Odeon sowie einige Säulen eines Apollon-Tempels.

Städtische Gemäldegalerie

Griechische Kunst des 20. Jhs. ansprechend präsentiert. Mo-Fr 8-14 und 17-19 Uhr | Altstadt von Rhodos-Stadt | Platía Símis

Region: Ándros

Ándros-Stadt

Direkt vom Bus- und Taxihalteplatz aus verläuft eine marmorgepflasterte Straße, Griechenlands erste Fußgängerzone, zur Platía mit einem schönen türkischen Brunnen. Ein mittelalterliches Tor führt von hier in den älteren Teil der Stadt. Er liegt auf einer schmalen, felsigen Halbinsel. Vor deren Spitze steht auf einem Inselchen die Ruine einer venezianischen Burg von 1207, die man trockenen Fußes erreichen kann. Am oberen Stadtrand ist nahe der Asphaltstraße der Friedhof mit den prunkvollen Grabbauten andriotischer Reeder interessant.

Apíkia

Das Mineralwasser aus diesem 300 m hoch gelegenen Kurort im Grünen wird in ganz Griechenland getrunken. Prächtige Ausblicke bietet die Straße von hier zum 5 km entfernten Männerkloster Ágios Nikólaos mit einer aus Gold- und Silberfäden gestickten Ikone des Heiligen. 7 km von Ándros-Stadt

Archäologisches Museum

Ausgestellt und gut erklärt sind die Funde aus Zagorá; am berühmtesten ist eine Hermes-Statue aus dem 1./2. Jh. v. Chr., sie ist die Kopie eines Werkes des klassischen Bildhauers Praxiteles. Di-So 8.30-15 Uhr | Platía Kaíris | Ándros-Stadt

Moní tis Panachrándu

Das schönste Inselkloster, heute nur noch von einem Mönch bewohnt, bot einst 400 frommen Männern Platz. Es wurde bereits im 10. Jh. gegründet, seine Marienikone gilt als vom Evangelisten Lukas gemalt. Zu Fuß 90 Min. ab Messariá, mit dem Auto 15 km von Ándros-Stadt

Museum der modernen Kunst

Das Museum wurde von andriotischen Reedern gestiftet und zeigt neben den Skulpturen des andriotischen Bildhauers Michális Tómbros (1889-1974) verschiedene Ausstellungen moderner griechischer Künstler. Juni-Mitte Sept. Mo-Sa 10-14 und 18-20, So 10-14, April, Mai, Mitte Sept.-Okt. Mi-Mo 10-14, Nov.-März Sa-Mo 10-14 Uhr | Ándros-Stadt | nahe der Platía Kaíris | www.moca-andros.gr

Steniés

Dieses Dorf ist besonders reizvollen, weil es wasser- und blumenreich ist. Vor allem die Kapitänshäuser sind hier sehenswert. 3 km von Ándros-Stadt

Zagorá

Während von der Inselhauptstadt der klassischen Zeit bei Paleópolis kaum etwas erhalten blieb, sind in der Gemarkung Zagorá noch viele Grundmauern einer Siedlung aus dem 9. und 8. Jh. v. Chr. zu sehen. April-Okt. Mo 12-19, Di-So 8-19, Nov.-März Di-So 8.30-15 Uhr | Eintritt frei | zu Fuß 30 Min. von Stavropéda

Region: Mílos

Adámas

Auf den Hafenort der Insel konzentriert sich auch der Tourismus. Sehenswert ist die Kirche Agía Triáda (Di-So 18-21, Juni-Aug. auch 10-13 Uhr) aus dem 17. Jh. mit einem schönen Kieselsteinmosaik im Kirchhof und wertvollen Ikonen.

Alt-Melos

Von der antiken Stadt Melos, die von 1000 v. Chr. bis 1000 n. Chr. bewohnt war, zeugen nur noch wenige Überreste bei Tripití. Am besten erhalten ist das römische Theater mit sieben marmornen Sitzreihen. Oberhalb davon ist noch ein frühchristliches Taufbecken zu sehen. Auf dem Weg vom Theater zu den Katakomben passiert man einen Rest der antiken Stadtmauer mit einem Rundturm. Die Katakomben gelten als die ausgedehntesten Griechenlands, sind aber nur zum Teil zu besichtigen. Sie dienten vom 3. bis 5. Jh. als Begräbnisstätte der Christen. Theater 15. Juni-31. Okt. Mo 12-19, Di-So 8-19, 1. Nov.-14. Juni Di-So 8.30-15, Katakomben Mai-Okt. tgl. 8-17, Nov.-April Di-So 8.30-13 Uhr

Filakopí

An der felsigen Nordküste lag die Vorgängerstadt von Alt-Melos, eine zwischen 2300 und 1100 v. Chr. bewohnte bronzezeitliche Siedlung. Gut erhalten ist ein Teilstück der Verteidigungsmauer. Sehenswert sind auch die Küstenformationen zwischen Filakopí und Papafrángas. Felsbrücken überspannen schlauchförmig in den Fels eingeschnittene kleine Buchten, in Grotten haben sich winzige Sandstrände gebildet. Di-So 8.30-15 Uhr | 3 km westlich von Pollónia

Klíma

In der einstigen Fischersiedlung stehen die Häuser unmittelbar am Strand. Heute dient der Ort den wohlhabenden Athenern als Feriendomizil.

Museen

Zwei Museen im Inselhauptort Pláka: Das Archäologische Museum (Di-So 8.30-15 Uhr) zeigt lokale Funde, u.a. Gegenstände aus Obsidian; das Volkskundliche Museum (Juni-Sept. Di-Sa 18-20 Uhr, sonst Di-So 10-13) präsentiert Trachten, Möbel etc. Bergbau und Mineralien auf Mílos sind Thema des Mining Museum in Adámas (Juni-Mitte Sept. tgl. 9-14 und 18-21, sonst Di-Sa 8-14.30 Uhr | www.minosminingmuseum.gr)

Pláka

Der Hauptort der Insel liegt unterhalb eines 280 m hohen Lavakegels, auf dem die Venezianer im 13. Jh. eine Burg bauten. Ihre Ruinen fielen vor etwa 30 Jahren der Anlage einer großen Zisterne zum Opfer. Im touristisch noch weitgehend unberührten Dorf ist außer den beiden Museen die nur zu Gottesdiensten geöffnete Inselkathedrale Panagía Korfiátissa einen Blick wert.

Pollónia

Der Küstenort gegenüber der Insel Kímolos ist eine ruhige Urlaubsalternative zu Adámas.

Region: Náxos

Apóllonas

Am Rand des Ferienorts liegt in einem antiken Steinbruch die unvollendete Statue eines Jünglings, ein so genannter Kuros. Die Marmorfigur ist 10,45 m lang und hätte vielleicht auf der Insel Delos aufgestellt werden sollen; doch offenbar entstanden bei der Bearbeitung im 6. Jh. v. Chr. Risse im Marmor, sodass die Skulptur nicht vollendet werden konnte. Frei zugänglich von der oberen Umgehungstraße der Ortschaft aus | 58 km von Náxos-Stadt

Archäologisches Museum

Das Museum im Kástro-Viertel präsentiert im Hof ein gut erhaltenes hellenistisches Fußbodenmosaik, das die Entführung der phönizischen Königstochter Europa durch den in einen Stier verwandelten Zeus zeigt. Im Untergeschoss ist eine große Sammlung kykladischer Idole zu sehen. Di-So 8.30-15 Uhr | Náxos-Stadt (gut ausgeschildert)

Chalkí

Chalkí ist der Hauptort der fruchtbaren Tragéa-Hochebene mit dem größten zusammenhängenden Olivenhain der Insel. Etliche kleine byzantinische Kirchen in der Umgebung zeugen von der großen Bedeutung dieses Gebiets schon im 9. und 10. Jh. Direkt an der Bushaltestelle steht die Panagía Protóthronis, in der Sie Wandmalereien aus verschiedenen Jahrhunderten finden. Sehenswert sind ebenfalls die beiden Festungstürme Pírgos Dellagrázia und Pírgos Markopolíti, die nicht weit von der Hauptstraße oberhalb der Bushaltestelle stehen. 18 km von Náxos-Stadt

Demeter-Heiligtum

Der Marmortempel aus der Zeit um 530 v. Chr. konnte anschaulich rekonstruiert werden, da über 50 Prozent seiner Bausubstanz erhalten blieben. Di-So 8.30-15 Uhr | bei Sangrí, 15 km von Náxos-Stadt

Domus Della Rocca-Barozzi

Der festungsartige Familiensitz einer schon seit dem 13. Jh. auf Náxos ansässigen Adelsfamilie kann im Rahmen von mehrsprachigen Führungen besichtigt werden. Tgl. 10-15 und 19-22 Uhr | am Nordtor des Kástro-Viertels

Filóti

Filóti liegt am obersten Rand der Tragéa-Ebene. Am lang gestreckten Dorfplatz direkt an der Hauptstraße stehen viele Kaffeehäuser und einige Tavernen. Man hat von hier aus einen grandiosen Blick auf die Tragéa, das Meer und die alpin anmutende Bergwelt des Zas. 20 km von Náxos-Stadt

Melanés

In der Nähe dieses schönen Dorfes im Inneren der Insel liegt am Rande eines üppig grünen Gartens der unvollendete Kuros von Flerió aus dem 7. Jh. v. Chr. 8 km von Náxos-Stadt

Moní

An der Straße von Chalkí nach Moní begegnet Ihnen auf der rechten Seite die Kirche Panagía Drossianí. Die zum Dorf gehörende Kirche liegt inmitten eines Olivenhains und ist eine der ganz alten Kirchen Griechenlands: Ihr Bau wird auf das 8. Jh. datiert. Wenn die Türen verschlossen sind, läuten Sie die Glocken, damit die Schlüsselverwahrerin kommt und sie hereinlässt. 20 km von Náxos-Stadt

Náxos-Stadt

Die Inselhauptstadt ist äußerst geschäftig. Entlang der Uferfront konzentrieren sich Cafés, Restaurants und Geschäfte. An den sich südlich anschließenden Stränden ist ein ausgedehntes Hotelviertel entstanden. Wie ein Hort der Stille mutet inmitten der modernen Häuser die Altstadt an, die sich die Hänge eines 50 m hohen Hügels am Hafen emporzieht, dessen oberer Teil seit 1207 durch eine mächtige Burgmauer geschützt war. Enge, zum Teil überbaute Gassen führen an Häusern vorbei, die Wappen fränkischer Adelsfamilien tragen. Auf dem kleinen Gipfelplateau des Kástro-Viertels erheben sich die römisch-katholische Kathedrale aus dem 17. Jh. und die ehemalige Residenz des katholischen Bischofs.

Am nördlichen Rand der Altstadt steht nahe der Hauptstraße nach Engarés die orthodoxe Kathedrale der Insel. Am gleichen Platz steht das Mitrópolis Site Museum (Di-So 8.30-15 Uhr), in das die Ausgrabungen einer mykenischen Siedlung aus dem 14. bis 11. Jh. v. Chr. und Familiengräber aus geometrischer Zeit integriert sind.

Eine kleine Felsinsel im Norden des Hafenbeckens, über einen kurzen Damm mit der Stadt verbunden, trägt ein weithin sichtbares monumentales Marmortor, Portára genannt. Es ist der Überrest eines um 530 v. Chr. begonnenen nicht minder monumentalen Tempels, der nie vollendet wurde.

Potamiá

Die Gemeinde, die aus den drei Dörfern Áno, Mésa und Káto Potamiá besteht, zeichnet sich durch besonderen Wasserreichtum und Abgeschiedenheit aus. Es lohnt sich, durch die stillen Gassen zwischen alten Häusern und üppig gedeihenden Obstgärten zu spazieren. 9-11 km von Náxos-Stadt

Region: Sífnos

Apollonía

Im Hauptort der Insel lohnt ein Bummel durch die Old Market Street, die an der Platía beginnt. Juweliere und Souvenirgeschäfte haben hier die altmodischen Krämerläden noch nicht völlig verdrängt.

Kástro

Bis 1836 war Kástro Inselhauptstadt und ist heute zum größten Teil unbewohnt. In den intakten Häusern werden Zimmer vermietet. Das Dorf liegt auf einem 95 m hohen Felsrücken direkt über dem Meer. Man betritt es durch einen der alten, schmalen Durchlässe in der von den äußeren Häusern gebildeten Stadtmauer. Sie erleben ein Dorf, in dem die Zeit stillzustehen scheint. Antike Sarkophage stehen in den Gassen, an mehreren Stellen sind darüber hinaus Überreste der antiken Akropolis zu sehen. 3 km von Apollonía

Moní tis Chrissopigís

Das imposante, meistfotografierte Kloster der Kykladen wurde 1650 auf einer flachen, felsigen Landzunge direkt am Meer errichtet. Seine Hauptikone ist Maria als Leben spendender Quell. Sie wird als Schutzikone der ganzen Insel angesehen. 10 km von Apollonía

Region: Tínos

Exóburgo

Der markante 540 m hohe Gipfel im Hintergrund der Stadt trug die mittelalterliche Inselhauptstadt und die Burg der Venezianer. Einige Überreste sind erhalten. Der Blick über die Insel ist grandios. 14 km von Tínos-Stadt

Kardianí

Das Dorf hoch über dem Meer lohnt wegen der vielstufigen, oft marmorgepflasterten Gassen, seiner idyllischen Winkel und Ruhe einen Besuch. 19 km von Tínos-Stadt.

Ktikádos

Das ursprünglich gebliebene Bergdorf ist Ausgangspunkt für zwei kurze, besonders schöne Wanderungen. Die eine führt in 90 Minuten teilweise über eine alte venezianische Straße hinab in die Stadt; die andere über Maultierpfade in etwa 45 Minuten an den Strand von Kiónia. 9 km von Tínos-Stadt

Moní tu Kechrovuníu

Das bereits im 10. Jh. gegründete Kloster hoch über der Inselhauptstadt wirkt wie ein kleines Kykladendorf. Noch etwa 40 Nonnen wohnen hier und zeigen Besuchern die Zelle, in der die Nonne Pelagía 1822 ihre Marienerscheinung hatte. 8 km von Tínos-Stadt

Museen der Wallfahrtskirche

Werke tiniotischer Bildhauer, Gemälde und Gemäldekopien werden in mehreren Nebengebäuden der Kirche ausgestellt. Tgl. 8.30-15 Uhr | Tínos-Stadt

Pírgos

Das schönste und sauberste Dorf der Insel ist Heimat vieler Bildhauer. Die kleine Platía mit ihrem kafeníon unter einer hohen Platane und einem Brunnen aus dem Jahr 1788 gehört zu den besonders schönen und einladenden der Inselwelt. 30 km von Tínos-Stadt

Poseidon-Heiligtum

Am Ufer von Kiónia sind noch die Überreste eines Heiligtums zu sehen, das in der griechischen und römischen Antike ein bedeutendes Wallfahrtsziel Heilung suchender Kranker war. Di-So 8.30-15 Uhr | 2 km von Tínos-Stadt

Tínos-Stadt

Die Stadt lebt von den Pilgern. Zur Wallfahrtskirche gehört ein Komplex von Gästezimmern und Museen. Im Kirchhof lagern die Wallfahrer auf Decken beim mitgebrachten Picknick. Die Marienikone ist nach dem Glauben der orthodoxen Christen wundertätig und vom Evangelisten Lukas gemalt. Sie ist reich geschmückt und nimmt in der Kirche einen Ehrenplatz ein. Unter den zahlreichen Weihegaben befinden sich auch wertvolle Ampeln und Modelle von Segelschiffen und Autos, Haustieren, Waffen sowie Körperteilen. Diese und andere Weihegaben hängen von der Decke herab. Im Zwischengeschoss unter der Kirche nehmen die Pilger in einer Kapelle an dem Platz, an dem die heilige Ikone gefunden wurde, aus einer Quelle Wasser, das Segen verspricht, und ein wenig von der Erde, die die Ikone barg.

Vólax

Im Dorf und in der Umgebung prägen mächtige Granitblöcke die Landschaft. Hier arbeiten noch einige traditionelle Korbflechter. 15 km von Tínos-Stadt

Region: Límnos

Archäologisches Museum

Von besonderer Anmut sind neun Terrakotten aus dem 7. Jh. Gefunden wurden sie im Hephaistia-Heiligtum. Sechs zeigen Sirenen, drei weitere Sphingen, geflügelte Löwen mit Frauenköpfen. Di-So 8.30-15 Uhr | Mírina | an der Uferpromenade

Mírina

Die Inselhauptstadt mit ihrem schönen und intakten historischen Ortskern wird von den weitläufigen Mauern einer venezianischen Burg dominiert. Von hier aus bietet sich Ihnen eine wunderbarer Aussicht: Sie blicken auf den winzigen Fischerhafen des Ortes mit seiner schattigen Platía vor einer Kulisse aus bizarr geformten Felsen. Bei Dunkelheit wird die Burg dazu noch effektvoll angestrahlt, was für ein besondere Romantik sorgt.

Múdros

Das verschlafene Inselstädtchen liegt an der gleichnamigen Bucht, die im 1. Weltkrieg in der Schlacht um Gallipoli 1915/16 der alliierten Marine als Hauptstützpunkt diente. Geblieben sind zwei Soldatenfriedhöfe, die an diese Zeit erinnern. 27 km von Mírina

Polióchni

Italienische Archäologen haben ganz in der Nähe des Dorfes Kamínia eindrucksvolle Überreste einer prähistorischen Inselsiedlung aus dem 4. bis 2. Jahrtausend v. Chr. freigelegt. Sie können über das originale Straßenpflaster gehen, Grundmauern von Häusern sowie Teile der Stadtmauer und ihrer Bastionen sehen. Di-So 8.30-15 Uhr | 30 km von Mírinia

Region: Skiáthos

Kástro

Auf einer steil aus dem Meer ragenden Halbinsel an der Nordküste sind Teile der Stadtmauer, einige Kapellen und Hausruinen der mittelalterlichen Inselhauptstadt erhalten. Nur zu Fuß (20-40 Min. ab Parkplatz) oder per Boot zu erreichen

Moní Kechriás

Ein verlassenes Kloster mit Wandmalereien aus dem 18. Jh. 8 km von Skiáthos-Stadt

Moní tis Evangelístrias

Zum schön restaurierte Kloster von 1806 gehört ein blumenreicher Innenhof. Ziel organisierter Eselsausritte | Linienbus | 4 km von Skiáthos-Stadt

Moní tis Panagías tis Kunístras

Das Kloster mit stark verblassten Wandmalereien aus dem 18. Jh wird von einer Bäuerin verwaltet. 9 km von Skiáthos-Stadt

Papadiamántis-Museum

Das Geburtshaus des bedeutenden neugriechischen Schriftstellers Aléxandros Papadiamántis (1851 bis 1911) zeigt, wie man vor etwa 100 Jahren im Inselstädtchen lebte. Di-So 9.30-13 und 17-19.30 Uhr | Odós Papadiamántis

Skiáthos-Stadt

Der postkartenwürdige Fischerei- und Jachthafen der Stadt wird von zwei Halbinseln geschützt, deren eine, Burtsí, die Ruinen einer venezianischen Burg trägt. Dahinter zieht sich das Städtchen zwei niedrige Hügel hinauf. Hier ist noch nicht jedes Häuschen an den engen Gassen in ein Geschäft oder Lokal verwandelt worden.

Region: Skópelos

Glóssa

Das Bergdorf ist im Gegensatz zum Inselstädtchen noch recht ursprünglich und weitgehend autofrei. 30 km von Skópelos-Stadt

Moní tis Evangelístrias

Das Mariä Verkündigung geweihte Nonnenkloster, von der Stadt aus gut sichtbar, wurde 1640 gegründet. Die geschnitzte und vergoldete Ikonostase aus dem 16. Jh. ist die schönste der Insel. 4 km von Skópelos-Stadt

Moní tis Metamórfosis

Das Christi Verklärung geweihte Kloster aus dem 17. Jh. wird nur von einem Mönch bewohnt. 5 km von Skópelos-Stadt

Moní tu Timíu Prodrómu

Das Nonnenkloster, Johannes dem Täufer geweiht, besitzt eine Ikonostase mit volkstümlichen Schnitzereien und einen blumenreichen Innenhof. Diesem Kloster gegenüber steht das verschlossene Kloster Agía Varvára. 6 km von Skópelos-Stadt

Skópelos-Stadt

Das hübsche Inselstädtchen liegt am inneren Ende einer tiefen Bucht. Die Altstadt zieht sich gassen- und stufenreich den alten Burgberg empor. Zwischen den mit Schiefer oder Ziegeln gedeckten Häusern stehen über 120, leider fast immer verschlossene Kirchen. Wandmalereien bieten die Kirchen Ágios Athanássios aus dem 9. Jh., Ágii Apóstoli und Ágios Dimítrios, beide aus dem 17. Jh.

Region: Kárpathos

Folkloremuseum Nikolaídeio

An der Dorfstraße in Óthos steht ein etwa 100 Jahre altes Haus. Es ist das Museum Nikolaídeio, in dem die traditionelle Einrichtung eines karpathiotischen Hauses ausgestellt ist. Fragen Sie in einem der Kaffeehäuser am Dorfplatz nach dem Schlüsselverwahrer Jánnis Chápsis, damit er Sie hineinlässt.

Léfkos

Der kleine Kern des einstigen Fischerdorfes liegt bildschön auf einer schmalen Landzunge zwischen sandigen Stränden. 30 km von Pigádia

Ólimbos

Ólimbos im Inselnorden ist eines der interessantesten Dörfer der Ägäis. Hier tragen viele Frauen auch im Alltag noch ihre traditionelle Tracht. An Festtagen legen bis zu 100 Frauen ihre farbenfrohen Festtagskleider an und tragen dazu uralten Familienschmuck. In den kleinen Kaffeehäusern sitzen fast jeden Abend junge und alte Männer zusammen, um die alten Inselweisen auf ihren traditionelen Saiteninstrumenten, der Lyra und dem Laouto, anzustimmen. Auch der Anblick des Dorfes ist einzigartig. Seine Häuser ziehen sich vom Kamm der Steilküste bis tief in ein von Bergen umschlossenes Hochtal hinunter, in dem vor allem Obst und Wein gedeihen. Der Hafen des Ortes ist das 9 km entfernte Diafáni, das man am besten per Fähre oder Ausflugsboot von Pigádia aus erreicht. 64 km von Pigádia

Pigádia

Die Inselhauptstadt ist erst vor etwa 100 Jahren entstanden. Von antiker Besiedlung zeugen nur die Überreste einer frühchristlichen Basilika zwischen der Straße nach Apéri und dem Stadtstrand.

Region: Mykonos

Áno Méra

Das einzige traditionelle Dorf außer dem Hauptort liegt im Inselinneren. An der großen Platía mit vielen Tavernen steht das Mönchskloster Panagía tis Turlianís, 1542 gegründet. Seine Bauten stammen aus der Mitte des 18. Jhs., besonders schön sind die Ikonostase, der Marmorbrunnen und der mit volkstümlichen Reliefs verzierte Glockenturm. 15 Gehminuten von der Platía entfernt steht nahe der Asphaltstraße zur Stadt das sehr viel ärmlichere Kloster Moní tu Paleókastru (17. Jh.). 9 km von Mykonos-Stadt

Archäologisches Museum

Unter den vielen Funden von der delischen Friedhofsinsel Rhenia ragt ein großes archaisches Vorratsgefäß aus der Zeit um 670 v. Chr. heraus, das mit einer Reliefdarstellung des trojanischen Pferdes samt seiner Besatzung geschmückt ist. Di-So Mai-Okt. 8-19.30, Nov.-April 8.30-15 Uhr | oberhalb der Straße zum Fähranleger

Mykonos-Stadt

Der Inselhauptort ist weitgehend autofrei. Nur kleine Motorrad-Dreiräder passen durch die engen Gassen. Fliegende Händler verkaufen Obst und andere Waren noch immer direkt vom Esel herunter. Der besondere Charme des Städtchens offenbart sich vor allem in den stillen Nebengassen, an denen sich noch keine Geschäfte angesiedelt haben. Die Tría Pigádia, drei nebeneinander gelegene Zisternenschächte im Ortskern, zeugen noch von der Zeit vor 1956. Damals mussten sich die Mykonioten ihr Trinkwasser aus diesen Zisternen holen. Heute stammt das kühle Nass größtenteils aus einer Meerwasserentsalzungsanlage und von Tankschiffen.

Besonders fotogen sind das Stadtviertel Little Venice (Klein Venedig), dessen Häuser zum Teil unmittelbar ans Meer grenzen, und die Kirche Paraportianí. Diese Marienkirche steht auf einer Erhebung nahe dem Meer, die im Mittelalter das fränkische Kástro trug. Zum Stadtbild gehören auch die vielen Windmühlen am oberen Ortsrand.

Seefahrtsmuseum

Das Aegean Maritime Museum beherbergt historische Schiffsmodelle, nautische Geräte und maritime Gemälde. Darüber hinaus ist ein historisches kaíki, also ein hölzerner Frachtsegler ausgestellt. Tgl. 10.30-13 und 18.30-21 Uhr | nahe den Tría Pigádia im Ortskern

Volkskundliches Museum

Möbel, Fotos und zahlreiche weitere Objekte erinnern an das Leben auf der Insel in den letzten 200 Jahren. Mo-Sa 17.30-20.30, So 18.30-20.30 Uhr | am Platz vor der Kirche Paraportianí

Region: Páros

Archäologisches Museum

Das Museum birgt Funde verschiedener historischer Stätten der Insel, schöne Kykladenidole und wissenschaftlich sehr interessante Steine, die Inschriften tragen. Juli-Okt. tgl. 8-19.30, sonst Di-So 8.30-15 Uhr | hinter der Kirche Panagía i Katapolianí

Délion

Auf einem Hügel eine Gehstunde nordwestlich von Parikiá wurde im 6. Jh. v. Chr. ein kleines Heiligtum für den delischen Apoll angelegt, von dem noch geringe Spuren erhalten sind. Der Weg hinauf lohnt aber auch des schönen Blicks wegen. Der Weg beginnt hinter dem Campingplatz Koula

Léfkes

Das große Bergdorf, einst vor den Augen vorüberfahrender Piraten gut versteckt, ist ein schönes Beispiel für die typische Kykladenarchitektur. Von der verträumten kleinen Platía aus führt in einer Stunde ein Fußweg, der weitgehend identisch ist mit der mittelalterlichen byzantinischen Straße, über jahrhundertealtes Pflaster durch unberührte Natur hinunter nach Pródromos. 12 km von Parikiá

Maráthi

Am östlichen Ortsrand dieses Weilers überquert eine Brücke ein kleines Trockental. Gehen Sie an seinem Rand etwa 5 Minuten talaufwärts, dann kommen Sie zu den beiden Eingängen des antiken Marmorbergwerks. Mit Taschenlampen kann man den ungesicherten Stollen auf eigene Verantwortung erkunden. 5 km von Parikiá

Márpissa

Das schöne Dorf mit seinen weißen Häusern und den drei markanten Windmühlen ist Ausgangspunkt für einen halbstündigen Spaziergang auf den nahe gelegenen Bergkegel Kefalós mit den Ruinen einer venezianischen Burg aus dem 15. Jh. und dem Kloster Moní tu Agíu Antoníu aus dem 16. Jh. 19 km von Parikiá

Moní Christú Dássus

In dem Nonnenkloster aus dem 18. Jh. werden die Reliquien des 1967 heilig gesprochenen Ágios Arsénios aufbewahrt. Tgl. 9-13 Uhr. 2 km von Parikiá

Moní Longovárdas

Beide Klosterkirchen sind mit Fresken aus den Jahren 1688 bis 1691 geschmückt. Das noch von drei Mönchen bewohnte Kloster aus dem 17. Jh. (Frauen haben keinen Zugang) beeindruckt durch die doppelgeschossigen Arkaden des Innenhofs. Tgl. 9-12 Uhr | 6 km von Parikiá, 2 km oberhalb der Straße nach Náoussa

Museum Scórpios

Miniaturstadt wie Madurodam in Holland oder Legoland in Dänemark: über 80 handgefertigte Modelle von typischen Gebäuden der Kykladen im Freien. Im privaten Museum zahlreiche vom Inhaber gearbeitete Schiffsmodelle. Mai-Sept. tgl. 10-14 Uhr | an der Straße vom Flughafen nach Alikí

Náoussa

Náoussa war einmal ein stilles kleines Fischerdorf. Der alte Ortskern mit seinen engen, überdeckten Gassen, kleinen Kapellen und jahrhundertealten Häusern ist in den letzten Jahren jedoch mit atemberaubender Geschwindigkeit von Hotel- und Apartmentneubauten umstellt worden. Am venezianischen Hafen merkt man noch immer wenig davon. Dort liegen die Fischerboote dicht gedrängt. An der Kaimauer reiht sich ein einfach gebliebenes Lokal ans andere. Auf der Mole stehen die Reste einer kleinen venezianischen Hafenfestung - Náoussa hat wohl den schönsten Hafen der Kykladen. 10 km von Parikiá

Parikiá

In der lebhaften Inselhauptstadt sind Antike, Mittelalter und Moderne eine gelungene Verbindung eingegangen. Beim Bummel durch die zahllosen Gassen stößt man immer wieder auf verschwiegene Plätze und jahrhundertealte Brunnen, sieht nur wenige Meter entfernt von der ganz auf Tourismus eingestellten Hauptgasse, der Market Street, echt griechisches Volksleben. Sehr fotogen sind die vielen den ganzen Sommer über blühenden Bougainvilleen und Hibiskussträucher vor den schneeweißen Wänden der Häuser und Kapellen.

Der historische Kern des Städtchens ist das Kástro-Viertel auf einem nur 15 m hohen Gneishügel, der von der Uferstraße aus am deutlichsten zu erkennen ist. Hier oben stand in der Antike ein Demeter-Tempel, von dem aber nur noch einige Spuren erhalten sind. Die Venezianer erbauten hier ihre Burg. Dass sie dabei zahlreiche antike Säulentrommeln und andere antike Bauteile verwendeten, zeigt ein hoch aufragendes Mauerstück noch ganz deutlich. Bestens erhalten blieb schließlich auch die malerische Kirche Ágios Konstantínos auf dem höchsten Punkt des Kástro-Viertels mit einer kunstvoll geschnitzten Ikonostase.

Die älteste und größte Kirche der Insel findet sich im Hintergrund des großen Platzes gleich links vom Fähranleger, die Panagía i Katapolianí, weitgehend aus dem 6. Jh. Interessant sind das frühchristliche Baptisterium, die marmorne Ikonostase und die Marmoremporen.

Vor wenigen Jahren ans Licht gebracht wurde der antike Friedhof. Urnen, Grabstellen und Sarkophage hat man an Ort und Stelle gelassen, sodass ein lebendiger Eindruck von den laufenden Ausgrabungen (an der Uferstraße Richtung Norden) entsteht.

Petalúdes

In einem grünen, wasserreichen Garten leben im Sommer Tausende mattroter Schmetterlinge mit der Artbezeichnung „Spanische Flagge“. Tgl. 9-20 Uhr | 6 km von Parikiá

Region: Santorin

Akrotíri

Die Ausgrabungen von Akrotíri sind das griechische Pompeji. Allerdings hat man hier keine Toten gefunden - und keinerlei metallene Objekte. Das legt die Vermutung nah, dass die Bewohner der Stadt vor der großen Eruption durch Erdbeben oder kleinere Vulkanausbrüche gewarnt worden waren und mitsamt ihrer wertvollsten Habe, wozu damals alles aus Metall zählte, flüchteten.

Anders als in den meisten archäologischen Stätten gibt es hier sehr viel mehr als nur Grundmauern. Hier sehen Sie Hausfassaden, die bis zu vier Etagen hoch sind und Amphoren, die noch so stehen, wie der Vulkan sie verschüttete. Ganze Straßenzüge sind erkennbar. In etlichen Häusern haben Archäologen Fresken gefunden, die in viele Einzelteilen zerschlagen waren, und mühsam wieder zusammengesetzt. Sie befinden sich heute im Archäologischen Nationalmuseum in Athen und im Prähistorischen Museum in Fíra, doch vermitteln Postkarten, die an der Kasse zu den Ausgrabungen erhältlich sind, einen guten Eindruck von ihrer Anmut und Schönheit. Die Ausgrabungsstätten waren bei Redaktionsschluss für Besucher gesperrt. Fragen Sie in einem der Reisebüros auf der Insel, ob sie inzwischen wieder zugänglich sind. Di-So 8.30-15 Uhr | Busverbindung nach Firá (15 km)

Alt-Thera

Hier ist vor allem die exponierte Lage faszinierend: Die Stätte liegt auf dem Berg Mesavunó, der hoch über dem Meer auf drei Seiten steil abfällt. In Alt-Thera begegnen Sie den Überresten einer Stadt, die um 1000 v. Chr. gegründet wurde und bis in spätrömische Zeit hinein Bestand hatte. Die Überreste der Bauten stammen größtenteils aus hellenistischer und römischer Zeit. Di-So 8.30-15 Uhr | am besten über eine Serpentinenstraße von Kamári aus zu erreichen oder in 90 Min. zu Fuß vom Profítis Ilías aus, 14 km von Firá

Archäologisches Museum

Das Museum enthält vorwiegend Funde aus Alt-Thera, nicht jedoch aus Akrotíri. Besonders beachtenswert ist die Sammlung von Vasen aus geometrischer und klassischer Zeit. Di-So 8.30-15 Uhr | Firá | gegenüber der Seilbahnstation

Firá

Die Hauptstadt der Insel säumt den Kraterrand auf großer Länge und geht nahtlos über in die angrenzenden Dörfer Firostefáni und Imerovígli. Soweit wie möglich sind die Häuser auch in den Kraterrand hineingebaut. Alles Interessante liegt in unmittelbarer Nähe des Kraterrands. Hier steht das älteste Hotel der Insel, das Atlantis, und gleich daneben die nach dem Erdbeben von 1956 neu errichtete orthodoxe Kathedrale mit zeitgenössischen Wandmalereien im traditionellen byzantinischen Stil. Weiter nordwestlich warten das Archäologische Museum und die Bergstation der Seilbahn auf Gäste. Ein von der Insel stammender Reeder hat sie seiner Heimat geschenkt und dabei auch die jetzt unter der Konkurrenz leidenden Eseltreiber nicht vergessen. Sie bekommen einen Teil der Einnahmen aus dem Seilbahnbetrieb als Entschädigung. Ein anderer reicher Sohn der Insel hat ihr ein Stück weiter oberhalb am Kraterrand ein modernes Kulturzentrum geschenkt, in dem Ausstellungen und klassische Konzerte stattfinden. In der Nähe der Seilbahnstation befindet sich inseleinwärts das ehemals katholische Viertel Santorins mit der katholischen Kathedrale und dem Dominikanerinnenkloster.

Imerovígli

Das Dorf am Kraterrand liegt oberhalb der Ruine der venezianischen Burg Skáros (frei zugänglich) von 1207. Zu ihr führt vom Dorf ein Fußpfad hinunter, der grandiose Ansichten Santorins beschert. Am unteren Dorfrand steht nahe des Kraterrands das Nonnenkloster Ágios Nikólaos. 3 km von Firá

Kaiméni-Inseln

Die beiden Lavainseln im Krater lohnen einen Bootsausflug von Oía oder Firá aus. Auf der größeren, Néa Kaiméni, gibt es mehrere teilweise erst im 20. Jh. entstandene Krater. Man kann die Hitze des Bodens fühlen und Schwefeldämpfe aufsteigen sehen. In einer kleinen Badebucht von Paléa Kaiméni erwärmt eine 45 Grad heiße Quelle das Meerwasser.

Kongresszentrum Nómikos

Ausstellung von drei Originalen und zahlreichen Kopien minoischer Wandmalereien aus Akrotíri. Tgl. 10-20 Uhr | bei der Seilbahnstation

Mégaro Gízi Museum

Dokumente aus dem Archiv des katholischen Inselbischofs vom 15. bis 19. Jh., alte Stiche, Fotos von Santorin vor und nach dem Erdbeben von 1956. Mo-Sa 10.30-13.30 und 17-20, So und im Winter tgl. 10.30-16.30 Uhr | im katholischen Viertel von Firá

Oía

Oía im äußersten Nordwesten ähnelt Firá, ist aber noch weitaus ruhiger. Hier sind viele Häuser in natürliche Grotten in der Kraterwand hineingebaut, von denen etliche an Urlauber vermietet werden. An der Kraterrandgasse zeugen einige klassizistische Villen aber auch davon, dass die Bewohner von Oía anders als die von Firá häufig zur See fuhren, Kapitäne oder gar Schiffseigner wurden. 11 km von Firá

Prähistorisches Museum

Zahlreiche neue Funde der kykladischen und minoischen Kultur. Mai-Okt. Di-So 8-19.30, sonst Di-So 8.30-15 Uhr | Firá | gegenüber dem Busbahnhof

Profítis Ilías

Auf den mit 566 m höchsten Berg der Insel führt eine Asphaltstraße. Oben steht das große Kloster gleichen Namens mit einer Kirche aus dem Jahr 1711 (zu Gottesdiensten geöffnet) und Gebäuden aus dem 19. Jh. Vom Profítis Ilías kann man auf schmalen Pfaden in 90 Minuten nach Alt-Thera und weiter nach Kamári oder Périssa wandern. 12 km von Firá

Seefahrtsmuseum

Kleine Privatsammlung zur santorinischen und griechischen Seefahrtsgeschichte. Mi-Mo 10-14 und 17-20 Uhr | Oía | am Ende der Kraterrandgasse Richtung Westen

Weinkellereien

Sie können mehrere Weinkellereien Santorins besichtigen. Boutari (Besucherzentrum tgl. ca. 10-18 Uhr | Megalochóri | ausgeschildert ab Hauptstraße) ist die modernste. Hier gibt es Kellereiführungen in mehreren Sprachen und Weinproben. Ganz individuell führt Inhaber Antónios Argyrós seine Besucher auf Englisch durch seine aus dem Bimsstein gegrabene Weinkellerei Art Space am Rande des Dorfes Éxo Goniá, die zugleich auch renommierte Kunstgalerie ist (tgl. ca. 11 Uhr bis Sonnenuntergang | www.artspace-santorini.com)