Reisetipps Griechische Inseln

Highlights Griechische Inseln

Region: Samothráki

Paleópolis

Das Heiligtum für die Kabiren, Fruchtbarkeitsgötter und Beschützer aller Seereisenden, liegt landschaftlich einzigartig schön zwischen dem Meer und dem Fengári in einem Kiefernwald. In der Antike war es ein bedeutendes Wallfahrtsziel, von dessen Besuch man sich Glück im Leben und ein gütiges Schicksal im Jenseits versprach. Fünf Säulen des Hieron genannten Baus, in dem die Pilger die höchsten Weihen des Mysterienkults empfingen, stehen aufrecht. Zu erkennen: das Theater und Grundrisse weiterer Bauten. Di-So 8.30-15 Uhr | 7 km von Kamariótissa

Region: Thássos

Liménas/Thássos-Stadt

Die Inselhauptstadt gleicht einem großen Freilichtmuseum. Überall in der Stadt verstreut und zum Teil reizvoll ins heutige Leben einbezogen findet man Überreste der antiken Stadt, die als Kolonie der Insel Páros im 7. Jh. v. Chr. gegründet wurde. Der Fischerhafen war einst der antike Kriegshafen, der Handelshafen befand sich an der Stelle der kleinen Bootswerft. Unmittelbar hinter dem antiken Kriegshafen lag die Agorá, der Marktplatz. Am Hang eines Hügels liegt in einem Wäldchen das antike Theater; unmittelbar dahinter sind Teile der Stadtmauer erhalten. Mit dem Parmenon-, dem Silen-, dem Zeus und Hera- sowie dem Herakles-Tor blieben auch vier der Stadttore teilweise erhalten. Auch Überreste mehrerer Tempel und das antike Musiktheater, also das Odéon, können besucht werden. Ausgrabungen sehr gut ausgeschildert | frei zugänglich

Region: Chíos

Néa Moní

Das bereits im 11. Jh. gegründete Kloster in den Bergen wirkt wie eine Festung. Heute ist es von Nonnen bewohnt. Die Klosterkirche birgt prächtige byzantinische Mosaike aus dem 11. Jh. Sie wurden von Künstlern aus der Reichshauptstadt Konstantinopel geschaffen. Neben dem Klostertor sind in Wandschränken Gebeine und Schädel der Mönche ausgestellt, die beim türkischen Massaker auf Chíos 1822 zu Tode kamen. Mai-Okt. tgl. 7-20, Nov.-April Di-So 8.30-15 Uhr | 15 km von Chíos-Stadt

Pirgí

Der Hauptort der Mastixdörfer ist weltweit einzigartig. Die Fassaden seiner Häuser sind fast alle mit dunkelgrau-weißen, geometrischen Mustern überzogen, die im Kratzputzverfahren aufgebracht wurden. Auch die Hauptkirche ist so verziert und macht die Platía des Dorfes zum schönsten Dorfplatz der Ägäis. 25 km von Chíos-Stadt

Region: Lesbos

Versteinerte Bäume

In einem heute völlig baumlosen Berggelände im Westen der Insel sind zahlreiche versteinerte Baum-stümpfe und -stämme zu sehen, die zum Teil sogar die Jahresringe erkennen lassen. Der größte noch aufrecht stehende Stamm ist 4,3 m hoch; ein liegender erreicht sogar 11,5 m Länge. Die Straße zum Naturschutzpark Apolithoméno Dásos-Petrified Forest (Mai-Okt. tgl. 8-18, Nov.-April tgl. 9-15 Uhr) zweigt von der Straße zwischen Ántissa und Sígri nach links ab. 90 km von Mitilíni

Region: Sámos

Archäologisches Museum

Einzigartig sind sehr gut erhaltene antike Holzgeräte und beeindruckende Elfenbeinskulpturen sowie der mit 5,2 m Höhe größte je in Griechenland vollendet aufgefundene Kuros. Der Körper des Jünglings wurde 1980, der Kopf 1984 im Hera-Heiligtum entdeckt. 15. Juni-31. Okt. Di-So 8.30-19.30, 1. Nov.-14. Juni Di-So 8.30-15 Uhr | Sámos-Stadt | oberhalb des Stadtparks

Region: Kos

Asklípion

In tiefes Grün gebettet liegt mit Blick auf Kleinasien eines der schönsten Heiligtümer der Antike. Die terrassenförmig gestaltete Anlage (überwiegend 2./1. Jh. v. Chr.) war Äskulap, dem Gott der Heilkunst geweiht. Hierher pilgerten in der Antike viele Kranke, um vom Gott und seinen Ärzten Heilung zu erfahren. Di-So 8.30-15 Uhr | 4 km von Kos-Stadt

Níssiros

Níssiros (950 Ew.) ist ein aus der Ägäis aufsteigender Vulkan mit einem 3500 m langen und 1500 m breiten Krater, in dem noch Schlammlöcher blubbern und Schwefeldämpfe aufsteigen. Eine Asphaltstraße führt ins Zentrum des Kraters hinunter. Hoch oben auf dem Kraterrand liegen die beiden weißen Dörfer Emboriós und Nikiá. Von Nikiá aus wandert man in etwa einer Stunde auf den Kratergrund hinab. Der romantische Hafen- und Hauptort Mandráki wird von der Ruine einer Kreuzritterburg überragt. Am Stadtrand ist die antike Stadtmauer auf über 100 m Länge nahezu unversehrt erhalten. Mitten in Mandráki steht das Hotel Porfýris mit Swimmingpool und Meerblick (38 Zi. | Tel. 2242031376 | Fax 2242031176 | diethnes@otenet.gr | €).

Region: Rhodos

Líndos

Lindos gleicht einem Bilderbuchdorf. Weiße Häuser ziehen sich von einer Bucht mit schönen Sandstränden über einen Hügelkamm bis zur fast völlig von Felsen umschlossenen Paulus-Bucht hinüber. Darüber ragen die trutzigen Mauern einer Kreuzritterburg (Mai-Okt. Mo 13-19.30, Di-So 8-19.30, Nov.-April Di-So 8.30-15 Uhr) auf. In den Gassen des Dorfes sind Esel und Maultiere die einzigen Verkehrsmittel, innerhab der Burgmauern ragen die Säulen eines antiken Athena-Tempels in den Himmel. Die Dorfkirche (tgl. 9-15 und 16.30-18 Uhr) ist innen vollständig mit gut erhaltenen Fresken aus dem 18. Jh. ausgeschmückt, darunter eine schöne Darstellung des hl. Christophorus mit Hundekopf. Die vielen Tavernen des Ortes sind größtenteils in restaurierten Kapitänshäusern aus vergangenen Jahrhunderten untergebracht. 46 km von Rhodos-Stadt

Rhodos-Stadt

Die Altstadt von Rhodos ist ein Gesamtkunstwerk. Innerhalb der vollständig erhaltenen Stadtmauern mischen sich Bauten aus der Ritter- und der Türkenzeit mit antiken Überresten. Unbedingt sehenswert sind das Ordenshospital, die Ritterstraße und der Großmeisterpalast Juli-Okt. Mo 12.30-19.30, Di-So 8-19.30, Nov.-Juni Di-So 8.30-15 Uhr) im Ritterviertel Collachium, die Synagoge (Odós Dosiádu) und die Kirche Ágios Fanúrios in der gleichnamigen Gasse. In der Neustadt sind der Mandráki-Hafen, die Markthalle Néa Agorá, die Kirche Evangelismós und der Türkische Friedhof mehr als einen Blick wert. Auf dem Monte Smith oberhalb der Stadt stehen das rekonstruierte antike Stadion und das Odeon sowie einige Säulen eines Apollon-Tempels.

Region: Mykonos

Mykonos-Stadt

Der Inselhauptort ist weitgehend autofrei. Nur kleine Motorrad-Dreiräder passen durch die engen Gassen. Fliegende Händler verkaufen Obst und andere Waren noch immer direkt vom Esel herunter. Der besondere Charme des Städtchens offenbart sich vor allem in den stillen Nebengassen, an denen sich noch keine Geschäfte angesiedelt haben. Die Tría Pigádia, drei nebeneinander gelegene Zisternenschächte im Ortskern, zeugen noch von der Zeit vor 1956. Damals mussten sich die Mykonioten ihr Trinkwasser aus diesen Zisternen holen. Heute stammt das kühle Nass größtenteils aus einer Meerwasserentsalzungsanlage und von Tankschiffen.

Besonders fotogen sind das Stadtviertel Little Venice (Klein Venedig), dessen Häuser zum Teil unmittelbar ans Meer grenzen, und die Kirche Paraportianí. Diese Marienkirche steht auf einer Erhebung nahe dem Meer, die im Mittelalter das fränkische Kástro trug. Zum Stadtbild gehören auch die vielen Windmühlen am oberen Ortsrand.

Delos

So wie Mykonos heute das touristische Zentrum der Kykladen ist, war die kleine Nachbarinsel Delos in der Antike das kultische und zeitweise auch das kommerzielle Zentrum des Archipels. Heute leben auf Delos, das in seiner Glanzzeit im 2. Jh. v. Chr. bis zu 30000 Bewohner zählte, nur noch einige Wächter mit ihren Familien. Sie bewachen das ausgedehnteste Grabungsgelände Griechenlands.

Delos galt den Griechen als Geburtsinsel ihrer Götter Apoll und Artemis. Ihnen huldigten zahlreiche Inselstaaten und Herrscher durch Weihegeschenke, insbesondere durch Skulpturen und Bauten. In hellenistischer und vor allem in römischer Zeit war Delos zugleich auch der bedeutendste Handelsplatz in der Ägäis, zumal die Römer die Insel zum Freihafen erklärten.

Auf Delos entstand ein riesiger Sklavenmarkt, auf dem an manchen Tagen bis zu 10000 Menschen ihren Besitzer wechselten. 88 v. Chr. wurde Delos von den Soldaten des Königs Mithridates VI. von Pontos zerstört. Von diesem Überfall, der 20000 Delier das Leben kostete, erholte sich die Insel nicht mehr. Schon im 2. Jh. lebten dort nur noch einige Tempeldiener.

Vom Bootsanleger aus wenden Sie sich am besten zunächst nach links. Eine breite Wallfahrtsstraße führt an antiken Marktplätzen vorbei zum heiligen Bezirk, den Sie durch die Ruinen der Propyläen mit ihren vier Stufen betreten. Vorbei an den Resten mehrerer Tempel kommen Sie zur Löwenterrasse. Die fünf prächtigen Löwen aus naxischem Marmor, die über 2500 Jahre lang hier standen, wurden im Jahr 2000 ins Museum von Delos gebracht und hier Kopien aufgestellt.

Auf der anderen Seite des modernen Anlegers zieht sich die antike Wohnstadt den Hang hinauf. Hier sind in mehreren Hausruinen schöne Mosaike aus dem 2. Jh. v. Chr. erhalten. Vorbei am Theater aus dem 3. Jh. v. Chr., das 5500 Zuschauern Platz bot, kann man schließlich noch auf den 112 m hohen Inselberg Kinthos steigen, von dem aus die Ausgrabungen gut zu überblicken sind. Bleibt Zeit, sollten Sie auch noch das Museum besuchen. Ausgrabungen Di-So 8.30-15 Uhr. Das Museum ist meist nur im Hochsommer geöffnet

Region: Páros

Léfkes

Das große Bergdorf, einst vor den Augen vorüberfahrender Piraten gut versteckt, ist ein schönes Beispiel für die typische Kykladenarchitektur. Von der verträumten kleinen Platía aus führt in einer Stunde ein Fußweg, der weitgehend identisch ist mit der mittelalterlichen byzantinischen Straße, über jahrhundertealtes Pflaster durch unberührte Natur hinunter nach Pródromos. 12 km von Parikiá

Region: Santorin

Akrotíri

Die Ausgrabungen von Akrotíri sind das griechische Pompeji. Allerdings hat man hier keine Toten gefunden - und keinerlei metallene Objekte. Das legt die Vermutung nah, dass die Bewohner der Stadt vor der großen Eruption durch Erdbeben oder kleinere Vulkanausbrüche gewarnt worden waren und mitsamt ihrer wertvollsten Habe, wozu damals alles aus Metall zählte, flüchteten.

Anders als in den meisten archäologischen Stätten gibt es hier sehr viel mehr als nur Grundmauern. Hier sehen Sie Hausfassaden, die bis zu vier Etagen hoch sind und Amphoren, die noch so stehen, wie der Vulkan sie verschüttete. Ganze Straßenzüge sind erkennbar. In etlichen Häusern haben Archäologen Fresken gefunden, die in viele Einzelteilen zerschlagen waren, und mühsam wieder zusammengesetzt. Sie befinden sich heute im Archäologischen Nationalmuseum in Athen und im Prähistorischen Museum in Fíra, doch vermitteln Postkarten, die an der Kasse zu den Ausgrabungen erhältlich sind, einen guten Eindruck von ihrer Anmut und Schönheit. Die Ausgrabungsstätten waren bei Redaktionsschluss für Besucher gesperrt. Fragen Sie in einem der Reisebüros auf der Insel, ob sie inzwischen wieder zugänglich sind. Di-So 8.30-15 Uhr | Busverbindung nach Firá (15 km)

Firá

Die Hauptstadt der Insel säumt den Kraterrand auf großer Länge und geht nahtlos über in die angrenzenden Dörfer Firostefáni und Imerovígli. Soweit wie möglich sind die Häuser auch in den Kraterrand hineingebaut. Alles Interessante liegt in unmittelbarer Nähe des Kraterrands. Hier steht das älteste Hotel der Insel, das Atlantis, und gleich daneben die nach dem Erdbeben von 1956 neu errichtete orthodoxe Kathedrale mit zeitgenössischen Wandmalereien im traditionellen byzantinischen Stil. Weiter nordwestlich warten das Archäologische Museum und die Bergstation der Seilbahn auf Gäste. Ein von der Insel stammender Reeder hat sie seiner Heimat geschenkt und dabei auch die jetzt unter der Konkurrenz leidenden Eseltreiber nicht vergessen. Sie bekommen einen Teil der Einnahmen aus dem Seilbahnbetrieb als Entschädigung. Ein anderer reicher Sohn der Insel hat ihr ein Stück weiter oberhalb am Kraterrand ein modernes Kulturzentrum geschenkt, in dem Ausstellungen und klassische Konzerte stattfinden. In der Nähe der Seilbahnstation befindet sich inseleinwärts das ehemals katholische Viertel Santorins mit der katholischen Kathedrale und dem Dominikanerinnenkloster.