Reisetipps Franken

Highlights Franken

Region: Bamberg

Altstadt

Sie liegt zwischen den beiden Regnitzarmen, auf der sogenannten Inselstadt, und rings um den Domberg. Hier befindet sich der Hauptteil der rund 2000 denkmalgeschützten Häuser Bambergs, etwa das Böttingerhaus, ein schönes Rokokopalais auf dem kleinen Platz An der Eisgrube. Oder das Karmelitenkloster (www.karmelitenorden.de/bamberg) mit seiner barock geschwungenen Sandsteinfassade, das 1273 gegründet und im 18. Jh. grundlegend umgestaltet wurde. Derzeit leben 19 Mönche darin. Besuchen Sie den schönen romanischen Kreuzgang.

Dom

Schon die hohen Tore mit ihren verschlungenen Eisenornamenten sind ein Blickfang. Im Inneren des zwischen Romanik und Gotik entstandenen vierturmigen Doms beeindrucken die besondere Stimmung und das unbehandelte Sandsteinmauerwerk. Nur von einer Treppe aus zu sehen ist das von Tilman Riemenschneider geschaffene Hochgrab für den Kirchenstifter Kaiser Heinrich (973-1024) und seine Gemahlin Kunigunde. In einer Seitenkapelle befindet sich der geschnitzte Marienaltar von Veit Stoß (1447-1533). Der Bamberger Reiter (13. Jh.), eines der ältesten Reiterstandbilder des Mittelalters, gibt bis heute Rätsel auf: Wer wird dargestellt? Und warum? Im Seitengang, fast unscheinbar, ist das einzige Papstgrab Deutschlands für Clemens II. (1005-1047) zu sehen. Tgl. 8-17 Uhr, Führungen Mo-Sa 10.30 u. 14, Fr/Sa auch 15, So 13 und 14 Uhr | Führung 3 Euro | www.eo-bamberg.de

Naturpark Fränkische Schweiz/Veldensteiner Forst

Hier gibt es Wälder, Auen, kleine Forellenteiche und viele malerische Felsentürme. Die Höhlen der Fränkischen Schweiz gehören zu den klassischen Ausflugszielen in Franken. Die größte Tropfsteinhöhle ganz Bayerns ist die Teufelshöhle bei Pottenstein. Knapp 2 km Fußweg führen hindurch. Die dramatische, eindrucksvolle Lichtinszenierung darin ist ganz neu (April-4. Nov. tgl. 9-17, 5. Nov.-Palmsonntag Di, Sa/So 10-15 Uhr | Eintritt 3,80 Euro | Zweckverband Teufelshöhle | Forchheimer Str. 1 | Pottenstein | Tel. 09243/208 | www.teufelshoehle.de). Im Fränkischen Wunderland begegnen Sie Grimms Märchenfiguren, fahren mit der Postkutsche und essen im Indianerlager (April-Okt. tgl. 9-18 Uhr | Eintritt 12 Euro | Herrlesgrund 13 | Plech | www.wunderland.de). Auf einem hohen Felsen über Markt Neuhaus an der Pegnitz steht die wildromantische Burg Veldenstein. Ferienwohnungen mit fantastischem Blick bietet das Burghotel mit Restaurant - und das auch noch günstig (20 Zi. | Neuhaus/Pegnitz | Tel. 09156/634 | www.burghotel-veldenstein.de | €). www.fsvf.de

Schloss Pommersfelden

Schon von Ferne sehen Sie die Walmdächer, die prächtigen Eckpavillons und das riesige Haupthaus hinter den Bäumen hervorschauen. Die riesige Anlage (20 km südwestl.) gilt als Gründungsbau des fränkischen Barock. Bambergs Fürstbischof Lothar Franz von Schönborn (1655-1729) beschäftigte mit Johann Dientzenhofer (1663-1726) und Lucas von Hildebrandt (1668-1745) gleich zwei Spitzenarchitekten. Das Treppenhaus mit Deckenfresko diente Balthasar Neumann als Vorbild für die Würzburger Residenz. Im Inneren befindet sich die größte Privatsammlung von Barockgemälden mit 600 Werken, etwa von Rubens, Tizian und Dürer. April-Okt. tgl. 10-17 Uhr, Park ganzjährig geöffnet, Besichtigung nur mit Führung möglich (zu jeder vollen Stunde) | Führung 6 Euro, Parkbesichtigung 1 Euro | Schloss 1 | Pommersfelden | www.schlosspommersfelden.de

Region: Bayreuth

Markgräfliches Opernhaus

Von außen wirkt das Opernhaus beinahe ein wenig nüchtern, innen prunkt und glänzt es drei Stockwerke hoch bis in den Himmel des riesigen Deckenfreskos. Markgräfin Wilhelmine (1709-58) ließ es von 1744 bis 48 ausbauen, um im bis dato nüchternen Bayreuth glanzvoll repräsentieren zu können. April-Sept. tgl. 9-18, Okt.-März 10-16 Uhr | Eintritt 5 Euro | Opernstr. 14 | www.bayreuth.de

Region: Ansbach

Fränkisches Seenland/Altmühltal

Insgesamt sieben Seen bieten südöstlich von Ansbach (25-50 km) hervorragende Wassersportmöglichkeiten. Der Große und der Kleine Brombachsee sowie der Igelsbachsee liegen nebeneinander. Im Umkreis finden Sie Altmühlsee, Rothsee und die kleinen Gewässer Hahnenkammsee sowie Dennenloher See. Die Ausflugsschiffe MS-Altmühlsee (www.altmuehlsee-schifffahrt.de) und die MS-Brombachsee (www.ms-brombachsee.com) verkehren von März bis Oktober. Sie können segeln, surfen oder kitesurfen. Auf der Badehalbinsel Absberg (Brombachsee) werden in der dortigen Surfschule Grund- und Schnupperkurse (Surfschule Brombachsee | Am Berg 20 | Roth | Tel. 09175/597 | www.surfschulebrombachsee.de) angeboten. Sie ist auch am Igelsbachsee vertreten. Kitesurfen lernen Sie am Brombachsee bei der VDWS-Surfschule (Seecamping Langlau | Leibnizstr. 7 | Altdorf | Tel. 0177/3245083 | www.windsurfingschule.de). Die kleineren Seen liegen abgeschiedener und ruhiger. Wenn Ihnen eher nach Radwandern ist: Der Fränkische Seenlandweg führt auf 27 km um den Großen und Kleinen Brombachsee, unterwegs gibt es viele schöne Gartenlokale. Start ist in Enderndorf am Brombachsee. Das ganze Angebot finden Sie beim Tourismusverband Fränkisches Seenland (Hafnermarkt 13 | 91710 | Gunzenhausen | Tel. 09831/500120 | www.fraenkischeseen.de).

Weißenburg

Wer römische Geschichte atmen will, während er durch eine mittelalterliche Stadt (17600 Ew., 50 km) spaziert, ist hier richtig. Das Ellinger Tor mit seinen markanten Seitentürmen und dem Reichsadler war 1964 und 1967 ein bekanntes deutsches Briefmarkenmotiv. Die Altstadt hat noch heute eine komplette gotische Stadtmauer. Westlich finden Sie das rekonstruierte Nordtor des Reiterkastells Biriciana. Die riesige Anlage stammt aus dem 1. Jh. n. Chr. 1977 fand man Fundamente eines großen Römerbads (teilweise begehbar). 1979 wurde der Weißenburger Römerschatz entdeckt. Das Römermuseum zeigt einzigartige Masken, Statuen und mehr. Dort ist auch das Bayerische Limes-Informationszentrum untergebracht (April-Ende bayerische Herbstferien tgl. 10-17, März tgl. 10-12.30, 14-17 Uhr | Eintritt 2 Euro | Martin-Luther-Platz 3-5 | www.weissenburg.de). Der Rätische Limes ist Unesco-Weltkulturerbe, um das Kastell herum sehen Sie weitere Reste. Im Flair-Hotelrestaurant am Ellinger Tor schlafen Sie in wunderschönem rotem Fachwerk in hellen, modernen Räumen, teilweise mit Balkon (27 Zi. | Am Ellinger Tor | Tel. 09141/86460 | www.ellingertor.de | €-€€).

Region: Coburg

Vierzehnheiligen

Die Fassade scheint zu atmen, so bewegt hat Balthasar Neumann (1687 bis 1753) sein Hauptwerk (1743-72) gestaltet. Während außen alles auf den Blick aus der Ferne und auf das gegenüberliegende Kloster Banz ausgelegt zu sein scheint, ist innen Raumwirkung das Thema. In Frankens bedeutendster Wallfahrtskirche (15 km) kann die Fülle an Stuck, Statuen, Ornamenten und Altären nicht ablenken vom eigentlichen Hauptakteur: dem Licht, das die Fenster in das Oval des Kirchenraums lenken. Frei und mitten im Raum steht der geschwungene Altar mit Baldachin und drei Etagen sich türmender Nothelfer. Tgl. 8-17.30 Uhr | www.vierzehnheiligen.de

Region: Nürnberg

Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände

Im hufeisenförmigen Riesenbau des Parteitagsgeländes erklärt Ihnen eine Audioführung durch die Ausstellung „Faszination und Gewalt“, wie die Nationalsozialisten durch Architektur und Massenveranstaltungen Menschenmassen indoktrinierten. Neben dieser Dauerausstellung gibt es regelmäßig wechselnde Ausstellungen zum Thema Drittes Reich. Mo-Fr 9-18, Sa/So 10-18 Uhr | Eintritt 5 Euro | Bayernstr. 110 | www.museen.nuernberg.de/dokuzentrum

Germanisches Nationalmuseum

Ein Besuch reicht kaum, um die weltberühmte Sammlung, die im alten Kartäuserkloster untergebracht ist, anzuschauen. Das Museum beherbergt Gemälde von Dürer, Skulpturen von Ernst Barlach und Joseph Beuys, einen riesigen Saal mit Schwertern, Schilden und Rüstungen für Mensch und Pferd sowie eine der bedeutendsten Sammlungen historischer Musikinstrumente. Es verschafft weiterhin einen umfassenden Überblick über Mode und Volkskunst aus dem gesamten deutschsprachigen Raum. Beeindruckend sind auch die riesigen Historiengemälde mit Darstellungen antiker Schlachten sowie die Sammlung alter medizinischer Geräte. Die grafische Sammlung gehört mit 300000 Blättern zu den größten ihrer Art in Europa. Mi 18-21 Uhr Eintritt gratis | Di-So 10-18, Mi 10-21 Uhr | Eintritt 6 Euro | Kartäusergasse 1 | www.gnm.de

Region: Würzburg

Festung Marienberg

Mit den hohen, kantigen Mauern und Türmen wirkt die Festung Marienberg (ab 7. Jh.) uneinnehmbar. Sie ist der Logenplatz schlechthin auf die Altstadt, von der sie der breit fließende Main trennt. Im Kommandantenbau ist das Mainfränkische Museum untergebracht, das neben fränkischer Kunst und Geschichte mit 81 Skulpturen die größte Tilman-Riemenschneider-Sammlung zeigt. Im Fürstenbau-Museum daneben beeindruckt ein riesiges Holzmodell der 1945 zerstörten Stadt. Die Festung war bis zum Umzug der Fürstbischöfe in die Residenz der Herrschaftssitz. April-Okt. Di-So 10-17, Nov.-März 10-16 Uhr | Eintritt 3 Euro | www.mainfraenkisches-museum.de

Residenz

Trotz der langen Bauzeit von 1720 bis 1780 erscheint der ehrgeizigste Schlossbau des Spätbarock nach Plänen von Balthasar Neumann innen und außen wie aus einem Guss. Deshalb erklärte ihn die Unesco 1983 zum Weltkulturerbe. Die riesige Barockfassade beherrscht den Rücken der Altstadt. Zusammen mit weiteren Gebäuden, Kolonnaden und Obelisken umschließt sie einen riesigen, gepflasterten (Park-)Platz mit dem Franconia-Brunnen darauf. Durch das linke schmiedeeiserne Tor gelangen Sie zu Fuß in den Hofgarten. Schöner als die Brunnen und die geschnittenen Buchsbäume sind die vielen kleinen Putten, die in zum Teil erotischen Szenen entlang der Arkaden und der Treppenaufgänge des Gartens stehen. Höhepunkt im Inneren ist das größte Deckenfresko der Welt im Treppenhaus. Auf 670 m² malte der eigens aus Venedig dafür geholte Giambattista Tiepolo (1696 bis 1770), wie die Allegorien der damals vier bekannten Erdteile dem Fürstbischof huldigen. Im Kaisersaal droht Genickstarre: Maler und Stuckateur haben verblüffende optische Täuschungen in die Deckengemälde eingebaut (Residenz: April-Okt. tgl. 9-18, Nov.-März 10-16.30 Uhr | Eintritt inkl. Führung 5 Euro).

Die Hofkirche (um 1750) im Südwestflügel der Residenz ist leicht zu übersehen, so nahtlos fügt sie sich in deren Fassade ein. Innen ist die Kirche ein Feuerwerk des Barock: Altargemälde von Tiepolo, Stuck, Gold, spiralförmige Säulen und viel Marmor entfalten fürstlichen Pomp. Der fürstbischöfliche Auftraggeber legte Wert darauf, dass die Hofkirche von außen nicht das Gesamtbild stört. Architekt Balthasar Neumann nutzte daher architektonische Tricks, um den unverzichtbaren, aber störenden Kirchturm der Hofkirche diskret verschwinden zu lassen. Von der Theaterstraße aus noch sichtbar, wird er beim Näherkommen immer kleiner, bis er gar nicht mehr zu sehen ist (Hofkirche: tgl. 10-16.30 Uhr). www.residenz-wuerzburg.de

Bad Mergentheim

Bad Mergentheim (22500 Ew., 50 km) wartet am Marktplatz mit einer Überraschung auf: mit zwei identisch aussehenden Rokokoamtshäusern (1780), den Zwillingshäusern. Unweit davon leuchtet in Weiß das Deutsche Ordensschloss mit seinem hufeisenförmigen Innenhof. Es beherbergt eine Sammlung zur Stadtgeschichte und 40 Puppenküchen und -stuben (April-Okt. Di-So 10.30-17, Nov.-März Di-Sa 14-17, So 10.30 bis 17 Uhr | Eintritt 4,20 Euro | Schlossstr. 16 | www.deutschordensmuseum.de). Etwas außerhalb liegt der Wildpark Bad Mergentheim (März-Nov. 9-18 Uhr | Eintritt 8 Euro | an der B290 | www.wildtierpark.de), den Sie nicht verpassen dürfen: So gut wird einem das Leben der Greifen, Luchse, Wisente und im Wolfsrudel selten erklärt. Daneben wird anschaulich gezeigt, wie man früher mit Kaltblütern und Ochsen arbeitete. Es gibt Spielplätze und die bewirtschaftete Jägerstube (€). Unter schattigen Walnussbäumen und neben der murmelnden Jagst schlafen Sie im Hotel-Restaurant Jagstmühle (21 Zi. | Jagstmühlenweg 10 | Heimhausen | Tel. 07938/90300 | www.jagstmuehle.de | €-€€) ruhig unter alten Fachwerkbalken. Das Flüsschen ist toll zum Baden. www.badmergentheim.de

Veitshöchheim

Direkt am Main liegt die Stadt (10000 Ew., 8 km), die vor allem für einen der schönsten Rokokoparks ganz Europas berühmt ist. Um die ehemalige Sommerresidenz (1680 bis 1682) der Würzburger herum tauchen hinter Hecken, neben Teichen und auf Blumenwiesen oft unvermittelt Hunderte Sandsteinfiguren von verschiedenen Hofbildhauern auf (April-Okt. Di-So 9-18 Uhr | Eintritt 4 Euro | Echterstr. 10 | www.residenz-wuerzburg.de). Die schönste Anfahrt haben Sie per Schiff von Würzburg aus (Abfahrt ist am Alten Kranen | www.schiffstouristik.de | ab 6 Euro). www.veitshoechheim.de