Reisetipps Erzgebirge

Einkaufen Erzgebirge Nussknacker en gros

Es gibt eine riesengroße Auswahl an gedrechselten Holzfiguren und filigranen Textilarbeiten

Ohne Mitbringsel muss keiner nach Hause fahren; für jeden Geschmack liegt einiges parat. Geschäfte, die regionaltypische Erzeugnisse anbieten, gibt es in fast jedem Ort. Wer auf Shopping nicht verzichten möchte, der fährt nach Chemnitz oder nach Zwickau, dort gibt es in den Zentren Kaufhäuser und Dutzende von Fachgeschäften.

Gebäck

Ab Herbst wird der leckere erzgebirgische Stollen angeboten. Er wird noch von Hand gefertigt; es gibt Butter-, Rosinen-, Mandel-, Mohn- und Quarkstollen. Das Weihnachtsgebäck ist so verpackt, dass es bis weit nach Weihnachten nichts von seiner Qualität einbüßt. Den „Bauerhasen“ dagegen gibt es zu jeder Jahreszeit, aber nur im Café Hartmann in Freiberg. Auf dem Beipackzettel steht die Hasengeschichte: Ein Koch namens Bauer soll im 13. Jh. dem Markgrafen und dem Kaplan von St. Martin einen Hasen zum Essen vorgesetzt haben - zur Fastenzeit eine Sünde. Der Kaplan zürnte jedoch zu früh, denn der Hase war (und ist) aus Hefeteig, dem man heutzutage Mandeln, Rosinen und Gewürze beigibt. Um welche es sich handelt, bleibt Konditoren-Geheimnis.

Klöppelarbeiten & Posamenten

Typisch für das Erzgebirge sind Klöppelspitzen und -decken. Ihren Wert kann nur ermessen, wer Folgendes weiß: 600 Stunden sitzt eine versierte Klöpplerin am Klöppelkissen, bis sie eine Decke für einen Wohnzimmertisch gefertigt hat. Geklöppelt wird im Erzgebirge seit dem 16. Jh. Damals wie heute stopfen sich die Frauen den Klöppelsack mit Haferstroh oder Sägespänen. Vorlage ist ein Klöppelbrief - ein Pappstück oder fester Papierstreifen, auf dem das Muster durch Punkte vorgegeben ist. Der Klöppelbrief wird auf dem Sack befestigt, und in die Punkte steckt die Klöpplerin Stecknadeln, die als Klöppelhilfe die Fäden halten, bis sie verfestigt sind. Durch Drehen und Kreuzen entstehen die filigranen Flechtstrukturen. Die hölzernen, etwa 6 cm langen Klöppel dienen als Spulen und Gewichte. Benötigt werden je nach Größe der herzustellenden Decke 3 bis 200 Klöppelpaare. Das Klöppeln als Hobby erlebt im Erzgebirge heute einen ungeahnten Aufschwung.

Typisch für das Erzgebirge sind auch Posamenten (Borten, Schnüre, Quasten), das unentbehrliche Beiwerk modischer Kleidung. Das erzgebirgische Annaberg war um 1870 einer der ersten Posamentenhandelsplätze der Welt, zeitweise beeinflussten erzgebirgische Posamenten sogar die Pariser Mode.

Kräuterlikör

Etwa 15 Likörhersteller - so in Altenberg und Bockau, - bieten ihre Kräuterliköre an. Sie haben sich die Vielfalt der Region an Kräutern und Wildfrüchten zunutze gemacht, um nach alten Familienrezepturen die verschiedensten Sorten zu destillieren. Die erzgebirgischen Destillen haben eine fast 300 Jahre zurückreichende Tradition.

Kunsthandwerk

Eine Figur für die Weihnachtszeit hat fast jeder Erzgebirgsbesucher bei der Heimreise im Gepäck. Handgefertigte Lichterengel, Schwibbögen, Nussknacker und Räuchermännchen sind die Klassiker. Wer - vor allem in Seiffen - in Werkstätten oder Geschäfte schaut, stöhnt jedoch, denn die Auswahl ist riesig. Und da ein erzgebirgisches Räuchermännchen mit heimischen Räucherkerzchen am besten pafft, sollte man ein Paket „Original Crottendorfer“ nicht vergessen!

Plauener Spitze

Die Erfindung der maschinengestickten Tüll- und Ätzspitze Ende des 19. Jhs. verschaffte Plauen seinen Weltruf als Spitzenstadt. Eine spezielle Handwickeltechnik macht die feine Spitze dabei auch heute in ihrer Qualität unverwechselbar. Hochwertige Tischwäsche, Gardinen, Oster- und Weihnachtschmuck werden aus Spitze hergestellt oder mit dieser umfasst. Und nicht zu vergessen: Echte Plauener Spitze kommt nur aus Plauen.

Region: Kurort Seiffen

Spielzeugmacherwerkstätten

In zahlreichen Spielzeugmacherwerkstätten können Sie von Montag bis Freitag Drechslern, Schnitzern und Malerinnen zuschauen und natürlich deren Erzeugnisse kaufen.

Region: Chemnitz

Shopping in Chemnitz

Die City lädt endlich wieder zum Bummeln, Shoppen und Verweilen ein. Die über hundertjährige Markthalle zwischen Hartmannstraße und Kaßbergauffahrt wurde originalgetreu restauriert, Einkaufserlebnisse bieten die Galerie Roter Turm und das Galeria-Kaufhaus.

Region: Freiberg

Kunsthandwerk und mehr

Im Kunsthandwerkerhof, Burgstr. 19, können Sie auf zwei Etagen verschiedenen Kunsthandwerkern bei der Arbeit über die Schulter schauen. Reizvoll ist ein Bummel durch die Gerber-Passage, die vom Untermarkt zur Meißner Gasse führt. | www.kultur-freiberg.de

Region: Zwickau

Shopping in Zwickau

Wer shoppen möchte, sollte nach Zwickau fahren: Keine andere Stadt in der Region wartet mit so vielen hübschen Geschäften und kleinen Kaufhäusern auf. Das Shopping-Center Zwickau Arcaden zwischen Innere Plauensche-, Marien- sowie Magazinstraße und Schwanengässchen vereint mehr als 60 Geschäfte, Gaststätten, Galerien und Lichthöfe unter einem Dach.