Reisetipps Düsseldorf

Szene Düsseldorf

Unser Szene Scout

Elke Weiler ist freie Reisejournalistin. Wie es der Job so mit sich bringt, reist sie oft und gerne in der Welt umher. So spannend wie das sein mag - in ihre Wahlheimat Düsseldorf ist sie regelrecht verschossen. Warum? Weil ihrer Meinung nach hier das Leben pulsiert und sie mittendrin ist - im Nachtleben, in den funky Stores und den ausgefallenen Galerien. Für eine Szenegängerin wie sie ist das perfekt.

Shirts für local Heroes

Düsseldorf mal hemdsärmelig

Dem Schickimicki-Image der Stadt wirken verschiedene Kräfte entgegen. Auch in puncto Mode. So setzen die lässigen unter den Jungdesignern ganz auf Streetwear mit lokalem Bezug. In Flingern kreiert der Hausfreund Print-Shirts weit ab vom Kaufhausschick (Ackerstr 113 | www.dein-hausfreund.de). Das Hausfreund-Markenzeichen: die Worte „zu Hause“, die in fetten Lettern direkt neben dem Fernsehturm-Aufdruck prangen. Extra cool: das Label „Null Zwo Elf“ (www.null-zwo-elf-online.de). Punkig und funky zeigen sich die Siebdruck-Klamotten von Misprint (Ackerstr 168 B | www.misprint.info). Tipp: Die Shirts sind echt bühnentauglich! Schließlich hat hier Andi Meurer von den Toten Hosen seine Finger im Spiel.

Viertel im Visier

Alternativ und kreativ

Young urbans like it: Flingern-Nord, ehemaliges Arbeiterwohnquartier mit guter Altbausubstanz, Alleen und Graffiti, gilt als Hotspot für junge Kreative - es zieht Galeristen, Künstler, Designer und Architekten gleichermaßen an. Die Dichte der Hot Labels, kleinen Shops und Independent Arts ist enorm (www.einkaufen-duesseldorf-flingern.de). Im Wohnzimmer-Restaurant Vitale lässt es sich nicht nur vorzüglich schmausen, man kann auch selber Pasta kneten (Ackerstr 168b | www.vitaleonline.de). In der Werkstattgemeinschaft Adolphs Beyermann von Blattgold (Herrmannstr. 28 | www.blattgold-duesseldorf.de) haben Buchbinder und Goldschmiede zusammengefunden. Grooves, Soul und NuJazz ziehen die Fans in Flingerns Tanz-Wohnzimmer im Sixties/Seventies-Look, die Trinkhalle (Ackerstr. 144 im Hof | www.trinkhalle-duesseldorf.de).

Rhein-Action

Alles im Fluss

Nicht nur gucken, sondern auch fühlen, heißt der neue Trend am großen Strom. Jetzt wird der Rhein zur Sport-Arena, (fast) jedes Mittel ist dazu recht. Rasant, laut und aufsehenerregend kreisen die Jetskis herum - immer auf die Wellen der Lastkähne fixiert (www.jetski-rental.de). Näher dran sind die Kanu- und Kajakfahrer: Lieber mit eigenen Kräften und im Pulk schippert man übers große Wasser, Rhein-Rolle inklusive (www.fwf-duesseldorf.de und www.wikinger-kanufreunde.de). Ganz frisch unter den Aktiven sind die Rafter, denn jetzt geht's auch über die Stromschnellen der Erft hin zu Vater Rhein - das Ganze wird Soft-Rafting genannt (www.gokanu.de). Ideal für Anfänger.

Avantgardistisch

Rebellen der Kunstszene

Ab in die versteckten Winkel der Underground-Szene! Jenseits des Mainstreams tummeln sich Entdecker und formiert sich die Avantgarde - immer wieder neu. Do it yourself, sagen sich zehn ehemalige Meisterschüler der Kunstakademie und stemmen ihre eigene Galerie, bezeichnenderweise Plan D genannt (Dorotheenstr. 59 | www.galerie-plan-d.de). Als Netzwerk versteht sich die Galerie Revolver und fördert den überregionalen Austausch von Künstlern (Hermannstr. 36 | www.revolverhelden.de). Genauso nichtkommerziell gibt sich der Verein Damenundherren e.V. Sie wollen unterrepräsentierten Künstlern eine Chance geben (Oberbilker Allee 35 | www.damenundherren.de). Etwas anders läuft's im Pempelforter Atelier pARTerre (Rochusstr. 34): Neben Young Arts stehen auch die Accessoires und Möbel der Galeristin und Designerin zum Verkauf.

Top Secret

Ein Blick hinter die Fassaden

Der gemeine Hinterhof ist auf dem Siegeszug. Immer mehr Geheimtipps verwandeln sich in Kultplätze für Bier, Bionade oder Basilikumspaghetti. Nostalgie und Fabrikcharme vereinigt der Pempel-forter Herr Spoerl (Tussmannstr. 70 | www.herr-spoerl.com). Zum Dinner zwischen kaufbaren Antiquitäten lädt das Unterbilker Shabby Chic (Wupperstr. 14 | www.shabbychic-duesseldorf.de). Cooler geht's nicht: Im Edelviertel Oberkassel verbirgt sich hinter dem pompösen Namen Chateau Rikx (Belsenplatz 2 | hinter dem alten Bahnhof) eine ehemalige Tankstelle.

Let's Tango!

Rhythmus am Rhein

In Düsseldorf geht das Tanzfieber um. Sexy Liebling ist eindeutig der Tango. Ob an ungewöhnlichen Orten oder in Tanzschulen - immer öfter heißt es: rauf auf die Tanzfläche! Regelmäßig lädt das Tanzhaus NRW (Erkrather Str. 30 | www.tanzhaus-nrw.de) zu Kursen, Workshops und Tangonächten ein. Letztere steigen zum Beispiel immer montags im Hafenclub Nomi MC (Kaistr. 14 | www.nomi-mc.com). Aktuelle Termine und Kurse gibt's unter www.tango-duesseldorf.de und www.tango-duesseldorf.com. An lauen Sommerabenden treffen sich die Tanzbegeisterten vor der Villa Horion (Rheinuferpromenade) - umsonst und draußen.

Absolut paparazzisicher

Unterkünfte für alle, die unerkannt bleiben wollen!

Hotels, die man zunächst nicht sieht und die in alten Stadtpalazzi untergebracht sind, sind ideal für Promis, die undercover einchecken wollen, oder für einen selbst, wenn man in geheimer Mission unterwegs ist. Kein Schild weist auf das Stage 47 (Graf-Adolf-Str. 47 | www.stage47.de) hin. In den Zimmern lächeln Katja Riemann oder Tim Fischer in Schwarz-Weiß von der Wand. Eher britisches Flair versprüht das Lady Astor (Kurfürstenstr. 23 | www.sir-astor.de). Unter Stuckdecken schläft man im Hanseat, das mit Charme und Bibliothek lockt. Alles mit Stil und ohne Hinweis (Belsenstr. 6 | www.hotel-hanseat.de).

Culture Clubs

Erst diskutieren, dann abtanzen

Hoch im Kurs stehen die kleinen Klubs in der Altstadt. Vor allem, wenn sie kulturelle Schmankerl im Gepäck haben! Erst Literatur, dann Musik, heißt die Devise im Pretty Vacant (Mertensgasse 8 | www.prettyvacant.de). Das Indie-Mekka ruft regelmäßig zu Poetry Slam oder Künstleraktionen auf. In der People Clubbar stehen die Zeichen auf Theater und Musik wie Ska, Rock und Hip-Hop (Kurze Str. 9 | www.people-clubbar.de).