Reisetipps Düsseldorf

Ausflüge & Touren Düsseldorf

Neandertal

Ein eindrucksvolles Erlebnis ist der Besuch bei unseren Vorfahren - 4 Mio. Jahre Menschheitsgeschichte werden im Neanderthal-Museum spannend inszeniert. Sie erreichen das Museum mit dem Auto über die A 46 Richtung Wuppertal, Abfahrt Haan-West, Richtung Hochdahl, ab dort Ausschilderung „Neandertal“ bzw. „Neanderthal-Museum“ folgen. Alternativ mit der Regio-Bahn (S28) Richtung Mettmann, Haltestelle Neanderthal, von dort 5 Minuten Fußweg zum Museum. Oder mit der S-Bahn (S8) Richtung Hagen, Haltestelle Hochdahl, 15 Minuten Fußweg bis zum Museum.

Im idyllischen Neandertal wurden 1856 in einer Grotte die Knochen- und Schädelreste des seither berühmtesten Urmenschen gefunden. 1996 wurde das Neanderthal-Museum eröffnet, das die Menschheitsgeschichte von ihren Anfängen vor 4 Mio. Jahren bis heute als atemberaubendes Erlebnis präsentiert. Aus der Erde kommend, wird der Besucher über eine ansteigende Rampe wie auf einer Spirale durch fünf Themenräume und einen Zeittunnel geleitet, der die Menschheitsentwicklung in sechs Etappen eindrucksvoll vor Augen führt. Der Neandertaler ist hier nur einer unserer zahlreichen Vorgänger, aber er ist gewissermaßen persönlich anwesend, nämlich in Gestalt lebensechter Dermoplastiken, die von einer Pariser Bildhauerin anhand von Computerrekonstruktionen geschaffen wurden. Die Überraschung: Der Neandertaler tritt einem nicht als barbarischer Urmensch entgegen, sondern als intelligenter Vorfahr mit reichem Wissen und beachtlichen technischen Fertigkeiten. Insgesamt sind zwölf Figuren vom frühen Homo erectus der afrikanischen Steppe bis zum Neandertal-Mädchen zu sehen. Jede Etappe des dunklen Zeittunnels ist wirkungsvoll mit suggestiven Lichteffekten inszeniert, ein Audioleitsystem vermittelt Hörerlebnisse. Thema und Präsentation machen das Neanderthal-Museum zu einer weltweit einzigartigen Attraktion. Di-So 10-18 Uhr | Eintritt 7 Euro | Talstr. 300 | Mettmann | www.neanderthal.de

Rheinisches Braunkohlerevier

Eine Reise in die Erdgeschichte - und in die Gegenwart einer Gesellschaft mit schier unersättlichem Hunger nach Energie. Länge der Rundfahrt ca. 80 km.

Zwischen Düsseldorf, Köln und Aachen befindet sich die größte Braunkohlelagerstätte Europas. Sie fahren auf der A 46 Richtung Aachen bis zu Abfahrt Grevenbroich, dort rechts und die zweite Straße wieder rechts (Grubenrandstraße). Folgen Sie der Beschilderung „Aussichtspunkt Tagebau Garzweiler“ über 5,2 km. Vor allem bei Sonne bietet der kilometerlange und etwa 200 m tiefe Tagebau Garzweiler I bei Grevenbroich ein farbenprächtiges Schauspiel aus Weiß-, Gelb-, Braun- und Schwarztönen. Die Erde, die die Bagger hier auf der rechten Seite wegkratzen, wird auf der linken wieder aufgeschüttet. Das Tagebauloch wird deshalb nie größer, wandert von Ost nach West - und frisst dabei alles, was ihm in den Weg kommt: Felder, Flüsse, Orte.

Weiter geht es nach Kaster, indem Sie weiter auf der Grubenrandstraße fahren bis zur Autobahnauffahrt Jüchen, Richtung Aachen. Bis Kreuz Jackerath, dann auf der A 61 weiter Richtung Koblenz bis Abfahrt Bedburg. Der Beschilderung „Kaster/Alt Kaster“ folgen. Das Dörfchen Kaster bei Bedburg hatte Glück. Aus Rücksicht auf sein historisches Stadtbild wurde es von den Baggern verschont. Mehrere Restaurants und Cafés laden hier zu einer Mittagspause ein. Weiter geht's zum Tagebau Hambach, der mit 400 m Tiefe als das „größte Loch der Welt“ gilt. Fahren Sie auf der A 61 bis Abfahrt Bergheim/Elsdorf. Auf der B 55 Richtung Elsdorf der Beschilderung „Aussichtspunkt Tagebau Hambach“ 6,5 km folgen. Am Westrand dieser Tagebaugrube erstreckt sich die Sophienhöhe, eine ehemalige Aufschüttungshalde, die sich heute als bewaldeter Höhenrücken in die Landschaft einfügt - ein Musterbeispiel für Rekultivierung. Sie erreichen die beiden künstlichen Gipfel, indem Sie auf der B 55 zurück Richtung Jülich fahren, bei Welldorf links abbiegen und bis zum Hinweisschild „Parkplatz Sophienhöhe“ fahren. Die Sophienhöhe bietet einen großartigen Ausblick auf das Land der Braunkohle - weshalb sie bei Spaziergängern wie Greifvögeln gleichermaßen beliebt ist.

Grafenberger Wald

Eine Oase der Erholung ist der Düsseldorfer Stadtwald. Eine besondere Attraktion, nicht nur für Kinder, befindet sich ebenfalls dort: der Wildpark. Mit dem Auto ist der Grafenberger Wald von der Innenstadt aus in einer Viertelstunde zu erreichen. Man fährt auf der Grafenberger Allee stadtauswärts und folgt ab Staufenplatz der Beschilderung „Rennbahn/Wildpark“. Mit der Straßenbahn sind Sie genauso schnell dort: mit den Linien 703, 709, 713 (Richtung Gerresheim) bis zur Haltestelle Auf der Hardt, dann sind es auf Wanderwegen parallel zur Rennbahnstraße noch 1,5 km bis zum Wildpark.

Düsseldorfs Stadtwald am nordöstlichen Stadtrand ist eine bewaldete Hügellandschaft, die in jeder Jahreszeit zu Spaziergängen einlädt. Trotz der Nähe zur Stadt leben hier Rehe, Füchse und Steinmarder. Der alte Wald beherbergt viele Brutvogelarten, aber auch Höhlenbewohner wie die Hohltaube und einige Fledermausarten. Im Wildpark (tgl. 9-19 Uhr | Eintritt frei) kommen Sie Rotwild, Schwarzwild- und Rehrudeln ganz nah. Der Besuch lohnt sich immer, besonders aber im Frühjahr und Herbst, wenn jeder Wildsau eine Horde von schwarz-gelb gemusterten Frischlingen folgt. Die Waldschule mit Meisen-TV, Geräuschebox und Duftorgel, Terrarien und Formicarium (für Ameisen) vermittelt überraschende Einsichten (tgl. 10 Uhr bis 1 Std vor Schließung des Wildparks, Sa ab 12 Uhr | Eintritt frei).

Nur 500 m vom Wildpark liegt Deutschlands landschaftlich schönste Galopprennbahn, eine der weltweit wenigen mit einem ansteigenden und abfallenden Parcours - auch ohne Pferde ein schöner Anblick. Wenn Sie an den Rennen interessiert sind, finden Sie Informationen unter www.duesseldorf-galopp.de.

Zons

Ein Besuch in Zons ist eine Reise ins Mittelalter. Die imposante Befestigungsanlage ist die am besten erhaltene im ganzen Rheinland und wird auch gern als „rheinisches Rothenburg“ bezeichnet. Mit dem Auto sind Sie von der Innenstadt aus in einer halben Stunde da. Oder Sie nehmen das Schiff von Benrath nach Zons.

Es bietet sich an, den Besuch von Schloss Benrath mit einem Abstecher in die alte Zollfeste Zons am anderen Rheinufer zu verbinden - zumal es eine Schiffsverbindung von der Rheinseite des Schlossparks aus gibt. Das Boot verkehrt ganzjährig regelmäßig (wochentags stündlich, sonntags alle halbe Stunde zwischen 10.15 und 18.30 Uhr). Wenn Sie mit dem Auto anreisen, fahren Sie von der Innenstadt über die vierspurig ausgebaute Münchener Straße bis zur Abfahrt Benrath. Durchqueren Sie den Stadtteil und biegen Sie hinter dem Schloss rechts in Richtung Urdenbach ab. Folgen Sie ab dort dem Hinweisschild „Autofähre Zons“ (Fähre im Pendelverkehr werktags 6.15-21, Sa 8.30-21, So 9-21 Uhr).

Im 14. Jh. verlegte der Kölner Erzbischof den Rheinzoll nach Zons und befestigte die Stadt - was im Hinblick auf die angriffslustigen Düsseldorfer Grafen von Berg auch ratsam war. Da der Rheinzoll einen wesentlichen Teil seiner Einnahmen ausmachte, fiel diese Befestigung ausgesprochen solide aus: mit der Burg Friedestrom, einer geschlossenen Stadtmauer, dem St.-Peters-Turm, in dem die Zollformalitäten erledigt wurden, und zahlreichen Wehr- und Wachtürmen, die auf der Rheinseite auch als Eisbrecher dienten. Die gut erhaltene Windmühle im holländischen Stil macht die „Skyline“ von Zons unverwechselbar. Sie bietet einen Ausblick, der bei gutem Wetter vom Düsseldorfer Fernmeldeturm bis zum Kölner Dom reicht.

An Gasthöfen, Cafés und Gartenrestaurants herrscht in Zons kein Mangel - besonders beliebt ist die mittelalterliche Schloss-Destille (Mauerstr. 26a | Mi-Mo ab 11 Uhr | Tel. 02133/47658 | €€). Infos und Anmeldungen für Stadtführungen: Heimat- und Verkehrsverein der Stadt Zons | Stürzelberger Str. 18 | Tel. 02133/3772 | Fax 3865 | www.hvv-zons.de

Duisburg: Hafen und Zoo

Zwei großartige Angebote für ganz unterschiedliche Interessen bietet Duisburg: eine Tour durch den Duisburger Hafen, den größten Binnenhafen der Welt und einen Besuch im Zoo mit seinem Delphinarium, dem ersten im Binnenland Europas. Diese Tour ist etwa 70 km lang.

Wenn zwei Superlative zusammentreffen, entsteht leicht ein dritter: Der Rhein ist mit 200000 Schiffen im Jahr der verkehrsreichste Fluss Europas, und das Ruhrgebiet war und ist die produktivste Region des Kontinents. Es ist also kein Wunder, dass an der Mündung der Ruhr, in Düsseldorfs Nachbarstadt Duisburg der größte Binnenhafen der Welt entstanden ist. Um zum Hafen zu kommen, verlässt man Düsseldorf in nördlicher Richtung auf der A 52, wechselt am Breitscheider Kreuz auf die A 3 Richtung Oberhausen und folgt ihr bis zum Autobahnkreuz Duisburg-Kaiserberg. Hier geht's auf die A 40 Richtung Venlo bis zur Ausfahrt Duisburg-Häfen. Hafenrundfahrten sind ein Erlebnis, denn die wenigsten Besucher wissen, was alles auf dem verzweigten Wasserstraßennetz zwischen Basel, Elsass-Lothringen und Rotterdam befördert und in Duisburg umgeschlagen wird. Das Rundfahrtboot startet direkt hinter der Schwanentor-Brücke. Mitte April-Mitte Okt. tgl. 11.30, 13.30, 15.30 Uhr, Mitte Okt.- Anfang Dez. Mi, Sa, So 12.30, 14.30 Uhr | Dauer 1 bzw. 2 Stunden | 7,50 bzw. 9,50 Euro | Infos: Weiße Flotte Duisburg | Tel. 0203/7139667 | www.wf-duisburg.de

Einzigartiges hat der weltberühmte Duisburger Zoo (tgl. ab 9 Uhr, Kassenschluss im Sommer 17.30 Uhr, im Winter 16 Uhr | Eintritt 9 Euro | Infos: Duisburger Zoo | Mülheimer Str. 273 | Tel. 0203/305590 | www.zoo-duisburg.de) zu bieten. Den Zoo erreicht man von der Innenstadt aus über die Mülheimer Straße in etwa 15 Minuten, er ist im Stadtgebiet ausgeschildert. Für den Rückweg benutzt man die A 3. In diversen Meerwasserbecken mit Felsenkulisse leben sechs verschiedene Walarten, darunter pfeilschnelle schwarz-weiße Jacobitas von der Südspitze Lateinamerikas, Große Tümmler aus den Küstengewässern Mexikos und schneeweiße Belugawale, bis zu 7 m lang und 1,5 t schwer - kleine Verwandte von Moby Dick. Mit offensichtlichem Vergnügen liefern einige dieser Meeressäuger mehrmals täglich Kostproben ihrer Künste - der Hochsprungrekord der Tümmler liegt bei 8 m - oder ihres Humors: Die Belugas lieben es, Besucher im Vorüberschwimmen mit einem gezielten Wasserstrahl zu beschießen. Als die intelligentesten Vertreter der Walfamilie aber gelten die langschnäbligen Toninas aus dem Orinoko - sie verstehen sich sogar auf den Einsatz von Werkzeugen.

Auch ein Großteil der übrigen 3000 Tiere ist entweder äußerst selten in Tiergärten anzutreffen oder in seiner Heimat vom Aussterben bedroht. Vor einiger Zeit ist der Zoo um den Chinesischen Garten mit Lotusteichen und Pagoden, Kranichen und Pandas erweitert worden, ein Geschenk von Duisburgs chinesischer Partnerstadt Wuhan.