Reisetipps Dublin

Highlights Dublin

Region: Dublin

Dunne and Crescenzi

Italienisches Flair, gute Qualität zu vernünftigen Preisen und die Lage nahe Trinity College und Grafton Street sind das sichere Erfolgsrezept dieses Wein- und Lebensmittelgeschäfts mit eigenem Restaurant. Es gibt keine umfangreiche Menükarte, sondern eine Auswahl von Antipasti, Panini und täglich wechselnden kleinen Gerichten. Drinnen sitzt man zwischen mit italienischem Wein und Pasta gefüllten Regalen, an den Tischen vor der Tür kann man ein Glas Prosecco in der Sonne genießen. | 16 South Frederick St. | Tel. 6773815 | Bus: Nassau St.

Chapter One

Hochgelobter Vertreter des „Modern Irish Cooking„ im Dublin Writers Museum. Der Charcuterieteller stammt ausschließlich von irischen Lieferanten, mit Langustinen gefüllte Ravioli stehen neben Duck Pie von irischen Enten auf der Karte und heimisches Aberdeen-Angus-Steak kommt mit Pilzgratin. Das Drei-Gänge-Menü am frühen Abend kostet 37,50, Hauptgerichte à la carte ab 30 Euro. | So und Mo geschl. | 18 Parnell Square | Tel. 8732266 | www.chapteronerestaurant.com | Bus: Parnell Square

Powerscourt Centre

Eine aristokratische Stadtresidenz aus dem 18. Jh. ist die würdige Behausung niveauvoller Geschäfte, die u.a. Antiquitäten wie Uhren, Silber oder Porzellanfiguren, Ball- und Brautkleider, Schuhe und Spielzeug verkaufen. Das Mimo Café im überdachten Innenhof ist der ideale Ort, um sich bei Kaffee und Kuchen von der Shoppingtour zu erholen. | 59 William St. South | Bus: Dame St.

Avoca Handweavers

Das vielfältige Angebot macht den ansprechenden Laden auf mehreren Ebenen zu einem kleinen Kaufhaus. Lassen Sie sich auf keinen Fall die Food Hall im Untergeschoss entgehen; sie hat alle Zutaten für ein erlesenes Picknick im nahe gelegenen St. Stephen's Green: frisch gebackenes Brot, irischen Käse, Pies, Tapas oder Sushi.

Im Erdgeschoss gibt es kreative irische Mode und Haushaltsartikel. Wenn im Café im Obergeschoss kein Platz frei ist, kaufen Sie einfach das Avoca-Kochbuch und probieren die Gerichte selbst aus. | 11 Suffolk St. | Bus: Dame St.

Mulligan's

Wenn Sie sich in diesem alten Pub umschauen, dann wissen Sie, warum er seit Generationen eine Institution in Dublin ist. Dunkles Holz, diskrete Ecken und Theaterposter schaffen eine Stimmung, die schon James Joyce und John F. Kennedy (als junger Zeitungsreporter) zu schätzen wussten. Und keiner zapft Guinness besser als die Crew hinter dem Tresen. | 8 Poolbeg St. | DART: Tara St.

The Brazen Head

Im mittelalterlichen Stil mit Zinnen und brennenden Fackeln begrüßt „Irlands ältester Pub„, angeblich anno 1198, Freunde von Musik und Bier. Das mittelalterliche Gründungsjahr ist mehr als zweifelhaft, aber gesichert ist, dass seit immerhin etwa 1600 an dieser Stelle eine Taverne steht. Jeden Abend ab 21.30 Uhr treten Gruppen im rappelvollen Saal neben dem gepflasterten Hof auf. Wenn es im Gedränge zu heiß hergeht, kühlt man sich bei einem Bier im Hof ab. | 20 Lower Bridge Street | Tel. 6779549 | www.brazenhead.com | Eintritt frei | Luas: Four Courts

Harrington Hall

Nur wenige Hotels in der Stadtmitte haben die persönliche Note dieses Familienbetriebs nahe St. Stephen's Green. Nach der umfassenden Renovierung in angenehmen Blau- und Gelbtönen ist der Komfort des georgianischen Hauses wesentlich höher als zu Zeiten seiner einstigen Nutzung - eine von Nonnen geführte Herberge für junge Frauen. Kostenlose Parkplätze und ein gutes Frühstück gibt es auch. Fragen Sie, ob ein Zimmer in der ersten Etage frei ist - hier sind die Fenster höher, der Blick auf das Straßengeschehen besser. 28 Zi. | 70 Harcourt St. | Tel. 4753497 | Fax 4754544 | www.harringtonhall.com | Luas: Harcourt

Clarence Hotel

Das ehrwürdige Hotel im Viertel Temple Bar gefiel den U2-Musikern Bono und Edge so gut, dass sie es kauften und in eine schicke Nobelherberge verwandelten. Die Zimmer sind individuell möbliert und haben Badezimmer, die keinen Wunsch offen lassen. Doppelzimmer ab 220 Euro, mit Liffey-Blick über 300 Euro. 49 Zi. | 6-8 Wellington Quay | Tel. 4070800 | Fax 4070820 | www.theclarence.ie | Bus: Temple Bar

Region: Georgian Dublin

Merrion Square

Seit den 1770er-Jahren ist Merrion Square eine der feinsten Adressen Dublins. Hier wohnten Daniel O'Connell (Nr. 58), William Butler Yeats (Nr. 84), in Nr. 2 an der Nordostecke, heute American College und nur unregelmäßig öffentlich zugänglich, die Familie von Oscar Wilde. Direkt gegenüber aalt sich der Dandy und Literat mit provokativer Lässigkeit auf einem Stein und blickt auf sein Elternhaus. Wunderschön ist der Park in der Platzmitte. | Bus: Merrion Square

National Museum - Archaeology

Wollte man eine Arche mit Gegenständen füllen, die die Geschichte Irlands dokumentieren, könnte man getrost die Exponate dieses Museums aufladen. Aus der Bronzezeit sind außer gut erhaltenen Waffen und Hörnern zum Musizieren wirklich erstaunliche Goldschätze zu sehen: wunderbar verarbeitete Kragen, Armreife, Ohrschmuck aus Goldplatten und Drahtgold. Zu den Kostbarkeiten aus der Zeit des frühen Christentums gehören der etwa 1200 Jahre alte Ardagh-Kelch und die mit keltischen Mustern gearbeitete Tara Brooch, eine um 700 entstandene Fibel. Eine Moorleiche, ein 15 m langer Einbaum aus der Zeit um 2500 v. Chr., Wikingerfunde und Mittelalterliches sind weitere Höhepunkte. Das Museum besitzt auch eine gute ägyptologische Sammlung. | Di-Sa 10-17, So 14-17 Uhr | Kildare St. | Eintritt frei | www.museum.ie | Bus: Merrion Square, St. Stephen's Green

Region: Temple Bar & Trinity College

Trinity College

Jeder darf kostenlos um die alten Höfe der 1592 gegründeten Universität mit ihren grauen klassizistischen Fassaden spazieren. Zu ihren berühmten Ehemaligen gehören Schriftsteller wie Jonathan Swift, Dracula-Autor Bram Stoker, Oscar Wilde und Samuel Beckett.

Kostenpflichtig sind zwei besondere Höhepunkte des College: das Book of Kells und die Bibliothek aus dem 18. Jh. Das Book of Kells ist eine 680 Seiten starke, phantasievoll dekorierte und bebilderte Handschrift der vier Evangelien, die um das Jahr 800 möglicherweise auf der schottischen Insel Iona entstand und zum Schutz vor Wikingerüberfällen dem Kloster Kells in der Grafschaft Meath übergeben wurde. Die visuell sehr ansprechende Ausstellung beleuchtet viele Aspekte des Evangeliars, von der Herstellung der Farbpigmente und des Kalbsleders über die Symbolik bis hin zum Leben in den Klöstern. Eine Treppe führt hinauf zum großartigen Long Room, in dem rund 200000 Bücher aufbewahrt werden. Besonders eindrucksvoll ist der Blick auf die Holzschnitzereien der hohen Regale und das Tonnengewölbe, unter dem sich die Büsten irischer Schriftsteller und Wissenschaftler aufreihen. Im Long Room steht auch die älteste irische Harfe aus dem späten Mittelalter. | College St. | Mo-Sa 9.30-17, So Mai-Sept. 9.30-16.30, Okt.-April 12-16.30) Uhr | www.tcd.ie | 9 Euro für Book of Kells und Long Room | Bus: Nassau St.

Region: Historischer Stadtkern

Chester Beatty Library

Das Museum der Buchkunst, ein Geschenk des amerikanischen Bergbaumillionärs Sir Alfred Chester Beatty (1875-1968) an den irischen Staat, birgt einmalige Exponate aus etlichen Kulturkreisen. Zu den Höhepunkten zählen unter anderem Papyrus-Schriften der Evangelien von Markus und Lukas aus der Zeit um das Jahr 200, kostbare Exemplare des Korans aus der Türkei, dem Iran und Indien, wunderschöne buddhistische und fernöstliche Buchkunst, darunter seltene Schriften auf Jade vom kaiserlichen Hof Chinas, sowie mittelalterliche Handschriften und frühe Exemplare europäischer Buchdruckerkunst.

Die Dauerausstellung besteht aus zwei Hauptabteilungen: eine für die sakrale und eine für die künstlerische Tradition der Buchkunst. In verschiedenen Wechselausstellungen präsentiert das Museum zudem regelmäßig weitere Schätze aus seinen Beständen, etwa Buchgrafik. | Di-Fr 10-17, Sa 11-17, So 13-17, Mai-Sept. auch Mo 10-17 Uhr | auf dem Gelände des Dublin Castle, Eingang Dame St. oder Ship St. | Eintritt frei | wwww.cbl.ie

St. Patrick's Cathedral

Die anglikanische St. Patrick's Cathedral wirkt wie eine Hochburg der angloirischen Familien, die Irland über Jahrhunderte beherrschten. Zahlreiche Grabmäler von Würdenträgern und Denkmäler, die an die Kriege des British Empire in China und Birma erinnern, sind im Innenraum zu sehen. Die Kathedrale entstand im frühen 13. Jh. im gotischen Stil an der Stelle älterer Bauten, die möglicherweise auf eine Holzkirche des hl. Patrick zurückgehen. Beeindruckend ist das vierstöckige Grabmal der Familie Boyle, viel besucht das Denkmal für den Schriftsteller Jonathan Swift, der einst auch Dekan der Kathedrale war. Zur Holztür im nördlichen Querhaus gehört eine ungewöhnliche Geschichte: Während einer Fehde zwischen den Grafen von Ormond und Kildare 1492 verschanzte sich Ormond im Kapitelhaus der Kathedrale. Kildare wollte den Konflikt beenden, schlug ein Loch in die Tür und reichte als Zeichen der Friedfertigkeit seinen Arm hindurch.

St. Patrick's Park neben der Kathedrale, der Überlieferung nach der Ort, an dem Patrick um 450 Menschen zum Christentum bekehrt und getauft haben soll, ist ein angenehmer Platz für eine Pause. Nischen in der Mauer an der Ostseite des Parks sind großen irischen Schriftstellern gewidmet. | St. Patrick's Close | Mo bis Sa 9-18, So 9-11, 12.45-15, 16.15-18 Uhr | Eintritt 5,50 Euro | www.stpatrickscathedral.ie | Bus: 49, 49A, 49B, 50, 54A, 56A, 65, 65B, 77, 77A ab Eden Quay

Region: Außerdem Sehenswert

Guinness Storehouse

In dem spektakulär umgebauten Fabrikgebäude aus dem 19. Jh. zeigt das Unternehmen Guinness anhand historischer Anlagen und anschaulicher Simulationen alle Stufen des Brauprozesses. Buchstäblicher Höhepunkt ist die Gravity Bar auf dem Dach. In dem gläsernen Rundbau bekommen alle Besucher einen Pint of Guinness und den besten Rundumblick auf die Stadt. | St. James's Gate, tgl. 9.30-17, Juli-Aug. 9.30-19 Uhr | Eintritt 13,50 Euro | www.guinness-storehouse.com | Bus: 51B, 78A ab Aston Quay, 123 ab O'Connell St. und Dame St.

Kilmainham Gaol

Für Iren ist der Besuch des 200 Jahre alten Gefängnisses gewissermaßen eine patriotische Wallfahrt; ausländische Besucher bekommen hier eine interessante Geschichtsstunde. Freiwillige sorgten für die Restaurierung und die Eröffnung des Bauwerks als Denkmal von Kilmainham Gaol. Es besteht aus einem 1796 in Betrieb genommenen alten Gefängnistrakt und einer Erweiterung aus den 1860er-Jahren. Hier erfahren die Teilnehmer der Führung eine Menge über die damalige Theorie und Praxis des Strafvollzugs sowie der Resozialisierung von Kriminellen - kein trockenes Thema, wenn man es hautnah in modrigen Zellen erlebt. Schwerpunktmäßig geht es aber um die Anführer des Osteraufstands von 1916, die in Kilmainham Gaol hingerichtet wurden. Die angeschlossene Ausstellung bietet einen guten Überblick über den nationalen Befreiungskampf der Iren von 1798-1922. | Inchicore Road | April-Sep. tgl. 9.30 bis 18, Okt.-März Mo-Sa 9.30 bis 17.30, So 10-18 Uhr | Eintritt 5,30 Euro | www.heritageireland.ie | Bus: 51B, 78A, 79, 79A ab Aston Quay