Reisetipps Dubai

Ausflüge & Touren Dubai

Reise auf die Halbinsel Musandam (Oman)

Mit dem Mietwagen von Dubai aus ins nördliche Emirat Ras al-Khaimah und weiter zur nördlich gelegenen Musandam-Halbinsel. Diese ragt in die Meerenge von Hormus und bildet eine Exklave von Oman. Die Tour von Dubai um die Musandam-Halbinsel und zurück über Diba (ca. 340 km) kann man an einem Tag bewältigen, doch empfiehlt sich in Khasab eine Übernachtung.

Tiefblau schimmernde Fjorde ziehen sich in das bis zu 2000 m aufragende Hajargebirge. Wie von der Welt abgeschnitten existieren kleine Siedlungen in dieser grandiosen Felsenwüste. Die früher schwer zugängliche omanische Exklave kann man nun dank einer neuen Küstenstraße in kurzer Zeit erreichen.

Sie verlassen Dubai in nördlicher Richtung auf dem Sharjah-Highway, durchqueren die Emirate Sharjah und Ajman, bis Sie schließlich vorbei an dem auf einer Halbinsel liegenden Umm al-Qaiwain nach Ras al-Khaimah (90 km) gelangen. Vorbei an der weiten Hafenbucht gelangen Sie über Rams zum omanischen Grenzposten Tibat bei Ash-Sham (35 km). Dort erhalten Sie ein „Visa on Arrival“; es ist vier Wochen gültig und kostet sechs Omani-Riyal (ca. 13 Euro; man kann aber auch in VAE-Dirham oder US-Dollar bezahlen).

Anschließend beginnt der landschaftlich schönste Teil der Strecke, die neue Küstenstraße (30 km) an der Westseite der Exklave, vielfach als eine der malerischsten Straßen Südarabiens gepriesen. Die Sonne beleuchtet felsige Steilhänge, das türkis schimmernde Wasser des Arabischen Golfs, menschenleere Buchten.

Hauptort der omanischen Provinz Musandam ist Khasab (18000 Ew.). Das Fischerstädtchen besitzt ausgedehnte Dattelplantagen, denn hier enden mehrere Wadis und bringen Wasser mit, das die Palmen gedeihen lässt. Ein kleines portugiesisches Fort aus dem 17. Jh. überragt die Küste der Bucht von Khasab. Das restaurierte Bauwerk folgt von seiner Architektur her dem in Oman üblichen Grundriss. Im Innenhof erhebt sich ein Rundturm, von dessen Dach man einen guten Rundumblick auf die Bucht und das Städtchen hat.

Die Atmosphäre des modernisierten Khasab ist sympathisch-beschaulich, lediglich im Hafen (Mina Khasab) herrscht reges Kommen und Gehen. Schwer beladene Boote liegen vor Anker, Passagiere warten in Dhaus auf ihren Transport zu kleinen Dörfern und Siedlungen in einer der vielen Felsenbuchten. Auch Touristen bieten die Omanis gerne eine begleitete Tour an: gemächliche Minikreuzfahrten mit einer Dhau ebenso wie Fahrten mit dem Speedboat in einen der dramatisch zerklüfteten Fjorde zum Angeln oder Baden.

Den Blick von oben auf die Bergwelt von Musandam erlaubt eine begleitete Tour per Geländewagen auf den 2087 m hohen Jebel Harim. Da die Piste, die auf den Berg führt, sehr steil ist, sollten nur Schwindelfreie sich zu dieser Tour entschließen. Unterwegs passiert man die kleine Siedlung Sayh, umgeben von Feldern und Dattelplantagen. Unterhalb des Gipfels erhält man den eindrucksvollsten Blick auf die kahle und von tiefen Tälern zerfurchte Berglandschaft.

Übernachtung in Khasab im 2003 errichteten Resorthotel Golden Tulip (60 Zi. | Tel. 00968/26730777 | Fax 26730888 | www.goldentulipkhasab.com | €€) in wunderschöner Lage mit Meer- oder Gebirgsblick aus allen Zimmern. Im Hotel buchbar sind Tauchausflüge in die Unterwasserwelt Musandams und Angeltouren. Angesichts der einsamen Schönheit der Region entscheidet sich so mancher Besucher, seinen Aufenthalt um ein paar Tage zu verlängern.

Die Weiterfahrt von Khasab nach Diba ist derzeit nur Omanis und Emiratis gestattet. Die anderen fahren über Ras al-Khaimah und von dort über eine neue Autobahn durch die Berge nach Diba.

Die Modernen Öl-Emirate

Mit dem Leihwagen von Dubai nach Abu Dhabi, Al-Ain, Al-Faqa und Hatta, dann zurück nach Dubai. Eine entspannte viertägige Rundreise (550 km) mit Einblicken in das traditionelle und das moderne Arabien und Übernachtungen in Abu Dhabi, Al-Ain und Hatta. Nicht vergessen: Badezeug mitnehmen, denn beim Jebel Ali Hotel und Jazirah Resort, in Abu Dhabi und bei den Hatta Pools lässt sich ein Badestopp einlegen.

Sie verlassen Dubai gen Süden auf der Jumeirah Beach Road und passieren postmoderne Villen, Paläste der Herrscherfamilie und den aufwendigen Jumairah Beach Park. Neben dem Jumeirah Beach Hotel - ein architektonisches Meisterwerk, in dem Sie zum Tee einkehren sollten - ragt der futuristische Bau des Hotels Burj Al Arab in den Himmel. Weiter geht es auf der Autobahn, vierspurig und perfekt, bepflanzt mit Palmen und Bougainvillea und nachts beleuchtet. Bald zweigt die Straße nach Jebel Ali ab (Dubai-Mina Jebel Ali 32 km). Auf halber Strecke nach Abu Dhabi lohnt eine weitere Fahrtunterbrechung für das Jazirah Hotel & Resort (www.goldentuliupaljazira.com).

Von hier sind es noch 42 km bis zum Abzweig, der 30 km westlich auf die Halbinsel Abu-Dhabi-Stadt führt. In Abu-Dhabi-Stadt, deren Skyline schon von weitem zu sehen ist, fällt zunächst die postmoderne Architektur auf, geschaffen von diversen Stararchitekten. Bei einem Tagesbesuch sollte man die Corniche, das Heritage Village sowie das Old Fort nicht versäumen. An der Corniche liegt unweit südlich die Bucht von Batin mit einer historischen Dhau-Werft. Hier hat man sich einen Teil des traditionellen Arabien bewahrt.

Am nächsten Tag fahren Sie auf der Autobahn nach Al-Ain (160 km) - an blühenden Oleanderbüschen vorbei - und passieren eine Geröll- und Sandwüste, die nach und nach grüner wird. Links und rechts erstrecken sich Gemüsefelder, von Pumpstationen am Straßenrand bewässert. Al-Ain, der von einer traditionellen Oase zur modernen Stadt gewordene Geburtsort des Staatspräsidenten, bietet Besuchern ein abwechslungsreiches Programm: Gleich mehrere Forts, von denen eins ein Museum beherbergt, und die Große Moschee können Sie besichtigen. Zudem lohnt ein Ausflug in die Oase Buraimi, die bereits in Oman liegt. Wer mehrere Tage Zeit hat, besucht auch den Jebel Hafit und die Quelle Ain al-Faydah.

Am nächsten Morgen fahren Sie von Al-Ain nach Norden (wieder Richtung Dubai) und können die am Weg liegende archäologische Stätte Hili Gardens besichtigen. In Al-Faqa zweigen Sie nach rechts (Nordosten) ab und gelangen nach 40 km zur Schnellstraße Dubai-Hatta. Nach ca. 40 km haben Sie Hatta erreicht. Es bietet mit dem Hatta Fort Hotel ein stilvolles Resorthotel, das an Wochenenden von Botschaftsangehörigen aus aller Welt frequentiert wird. Stolz ist man in Hatta auch auf das fachmännisch restaurierte Fort, für das man eigens luftgetrocknete Lehmziegel herstellen ließ. Sie können im Hotel Ausflüge in die landschaftlich eindrucksvolle Umgebung buchen, zu Wadis, engen Schluchten und glasklaren Wasserläufen; auch ein antikes Bewässerungssystem (falaj) ist zu besichtigen.

Am nächsten Morgen fahren Sie innerhalb von zwei Stunden zurück nach Dubai, sodass Sie auch an diesem Vormittag noch genügend Zeit haben, um in den Bergen um Hatta die sogenannten Hatta Pools zu besuchen. Dazu fahren Sie von Hatta nach Südosten, zunächst Teerstraße, dann Piste. Nach 15 km ist das Wadi Al-Fay erreicht. Parken Sie Ihr Auto, und erkunden Sie das Wadi zu Fuß. Sehenswert ist ein antiker Falajkanal mit glasklarem Wasser. Das Bett des Wadis besteht aus Felsschluchten, Wasserläufen mit kleinen Wasserfällen, zum Teil dichter Vegetation und den Pools genannten Felsbecken, in denen Sie ein erfrischendes Bad nehmen können. Wollen Sie das Wadi weiter hinauffahren, benötigen Sie Allradantrieb.

Von Sharjah zum Indischen Ozean

Ein Tagesausflug an die Ostküste der Emirate von Sharjah über Masafi und durch das Hajargebirge zum Indischen Ozean, entweder über die Nordroute nach Diba oder über die Südroute nach Fujairah. Organisierter Tagesausflug oder anderthalb Tage auf eigene Faust mit Übernachtung in einer Oase.

Die gesamte Rundreise ab/bis Sharjah ist etwa 320 km lang und wird von Reisebüros in Dubai und Sharjah als Tagesausflug in klimatisierten Komfortbussen angeboten, mit Mittagessen in einem Fischrestaurant an der Ostküste. Nimmt man einen Leihwagen, sollte man sich etwas mehr Zeit lassen und in Khor Fakkan oder Fujairah übernachten, um die Schönheiten des Gebirges, seiner Oasen, der Fischerdörfer und der historischen Stätten zu genießen. Denn die Durchquerung des nördlichen Hajargebirges ist landschaftlicher Höhepunkt einer Reise in die Emirate.

Von Sharjah sind es 54 km bis nach Al-Dhaid, einem ausgedehnten Handelsplatz für landwirtschaftliche Produkte mit Werkstätten und Restaurants; sein Wohlstand zeigt sich auch hier in neuen Moscheen und einem modernen Souk. Von der Ortschaft lohnt sich ein Abstecher zum Fossil Rock: Am Dhaid-Roundabout führt die Straße südlich (Richtung Al-Madam) nach Mileiha (12 km). Am südlichen Ende des Orts zweigt eine Piste nach Westen ab und führt zum nordwestlich von Mileiha gelegenen Fossil Rock. Weithin sichtbar ist dieser eindrucksvolle Kalksteinfelsen, von dessen Spitze sich ein grandioser Rundumblick ergibt. Der Berg selbst beherbergt eine Schatzkammer an Meeresfossilien: 70-100 Mio. Jahre alte Seesterne, Schnecken und Muscheln. Aber: Sammeln verboten.

Weiter geht es 33 km nach Masafi am Fuß der Hajarberge; das lang gestreckte Dorf ist Schauplatz eines riesigen Straßenmarktes. Nach Durchquerung des Gebirges auf der Nordroute durch Schluchten und grüne Täler liegt am Golf von Oman die Stadt Diba. Der schon vor der Zeitenwende gegründete Ort war im 7. Jh. (zur Zeit der Islamisierung) die Hauptstadt von Oman und ist heute dicht begrünt mit Dattelpalmen und Oleander.

Fahren Sie in Diba nach Süden, gelangen Sie auf der Ostküstenstraße zunächst in den neuen Ort Dhadnah, ein Beispiel für den sozialen Wohnungsbau der Emirate: schneeweiße Reihenhäuser auf der dem Meer zugewandten Seite der Straße. Gleich dahinter liegt das Sandy Beach Motel mit Fischrestaurant und einer Tauchstation. In Bidyah steht die älteste Moschee der Emirate (8. Jh.). Hier können Sie einige historische Gräberfelder besuchen. Ein Abstecher nach Westen führt danach zu einem der wenigen Wasserfälle der Emirate. 4 km weiter erreichen Sie Khor Fakkan, wohlhabender Hafen Sharjahs, mit einem modernen Komforthotel und einer prächtigen Uferpromenade. Nach weiteren 20 km ist man in Fujairah, dessen Altstadt und Fort zu einem Spaziergang einladen. Südlich der Stadt befindet sich das Naturschutzgebiet Khor Kalba. Das an einem 4 km langen Meeresarm liegende Mangrovenreservat ist ein Vogelparadies. Übernachtet man in Khor Kalba (z.B. im Breeze Motel am Strand), kann man auch das völkerkundliche Al-Hosn-Museum sowie die historische Festung besuchen. Auf dem Rückweg nach Masafi sollten Sie noch einen Stopp bei Bitnah einlegen.