Reisetipps Dresden

Ausflüge & Touren Dresden

Meissen

Die Porzellanstadt Meißen liegt 25 km westlich von Dresden. Mit dem Auto über die B6 (Parkplätze an der Elbe), mit der S-Bahn S1 ab Dresden Hbf. (40 Min.) oder mit dem Dampfer ab Dresden Terrassenufer (2 Std.). Tagestour

Die über 1000 Jahre alte Stadt ist die Wiege des Herrschergeschlechts der Wettiner. Hoch über der Elbe thront die spätgotische Albrechtsburg. 1470 bis 1524 errichtet, gilt sie als der erste Schlossbau im deutschsprachigen Raum. Sehenswert sind die kunstvollen Zellengewölbe, der vor die Fassade gestellte Große Wendelstein und die historisierenden Ausmalungen aus dem 19. Jh. Das Schloss beherbergt mittelalterliche Skulpturen der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden und eine Präsentation zur Porzellanherstellung. Außerdem: Sonderausstellungen, Führungen, Konzerte, Mittelalterfeste, „Heyrathen auf der Albrechtsburg“. März-Okt. tgl. 10 bis 18, Nov.-Feb. 10-17 Uhr | 15. bis 31. Jan. nur Sa/So | Eintritt 3,50 Euro, Kombiticket mit Dom 5,50 Euro | Domplatz 1 | Tel. 03521/47070 | www.albrechtsburg-meissen.de

Der benachbarte Dom zu Meißen ist ein Meisterwerk der Spätgotik, die beiden markanten Westtürme wurden jedoch erst 1908 vollendet. Auf keinen Fall verpassen sollten Sie den Kreuzgang, die Begräbniskapelle der Wettiner und das Altartryptichon von Lukas Cranach d.Ä. April-Okt. tgl. 9-18, Nov.-März 10-16 Uhr | Eintritt 2,50 Euro | Kombiticket mit Albrechtsburg 5,50 Euro | Führungen April-Okt. 10-16, Turmführungen 13-16 Uhr stdl. | Orgelmusik Mai bis Okt. Mo-Sa 12 Uhr | Domkonzerte Mai-Okt. Sa 18 Uhr | Domplatz 7 | Tel. 03521/452490 | www.dom-zu-meissen.de

Zentrum der mittelalterlichen Stadt ist der Marktplatz mit dem spätgotischen Rathaus und der Frauenkirche samt Porzellanglockenspiel. Im fast 500 Jahre alten Restaurant Vincenz Richter wird Rebensaft vom eigenen Weinberg kredenzt (Di-So ab 12 Uhr | An der Frauenkirche 12 | Tel. 03521/453285 | www.vincenz-richter.de | €€).

Domizil der 1710 gegründeten Porzellan-Manufaktur Meissen war zunächst die Albrechtsburg. Seit 1865 wird das „Weiße Gold“ mit den gekreuzten blauen Schwertern im Meißner Triebischtal produziert. Der Besuch im Porzellan-Museum führt durch Schauhalle und -werkstatt sowie eine Sonderausstellung. Außerdem: Verkauf, Café und Restaurant, Veranstaltungen. Mai-Okt. tgl. 9-18, Nov. bis April 9-17 Uhr | Kombiticket 8,50 Euro | Talstr. 9 | Tel. 03521/468700 | www.meissen.de | Bus C, City-Bus Porzellan-Manufaktur). Noch zerbrechlicher, doch weitaus preiswerter sind die Meißner Fummel (ab 2 Euro | Konditorei Zieger | Rote Stufen 5), ein luftiges, nur mit Vorsicht zu transportierendes Gebäck, mit dem die Dresdner Kurfürsten einst den Weinkonsum ihrer Kuriere kontrollierten.

Tourist-Information Meißen | Markt3 | 01662 Meißen | Tel. 03521/41940 | www.touristinfo-meissen.de

Moritzburg

Das Jagdschloss liegt 13km nördlich vom Dresdner Stadtzentrum. Mit dem Auto über die Großenhainer Straße und Moritzburger Landstraße (Parkplatz am Schlossteich), mit den Linienbussen 326 und 457 ab Dresden/Bhf. Neustadt (25 Min.) oder mit der Schmalspurbahn ab Radebeul-Ost (30 Min.). Tagesausflug

Inmitten eines künstlich angelegten Teiches liegt das Barockschloss Moritzburg mit seinen vier imposanten Rundtürmen. Ab 1723 ließ August der Starke eine zwei Jahrhunderte zuvor von Herzog Moritz errichtete Anlage in ein Jagd- und Lustschloss verwandeln - nach Plänen seines Lieblingsarchitekten Pöppelmann. In den weitgehend unveränderten Räumen sind barocke Möbel, kostbare Ledertapeten sowie eine beeindruckende Sammlung von Jagdtrophäen zu bewundern. Nach 19 Jahren Restaurierung kann das legendäre Moritzburger Federzimmer wieder besichtigt werden. Das Prachtbett und die Wandteppiche Augusts des Starken wurden Anfang des 18. Jhs. aus Zehntausenden von Federn gefertigt. Außerdem: ein lauschiger Park und ein Schlossrestaurant (tgl. ab 10 Uhr | Tel. 035207/81482 | €€). April bis Okt. tgl. 10-17 | Nov./Dez., Feb./ März Di-So 10-16 | Jan. Sa/So 10 bis 16 Uhr stdl. Rundgänge | Eintritt 6,50 Euro | Tel. 035207/87318 | www.schloss-moritzburg.de

Zu seinen Hengstparaden begrüßt das Landgestüt Moritzburg an drei Wochenenden im September alljährlich über 30000 Zuschauer. Eintritt 5-16 Euro (Karten vorbestellen!) | Schlossallee 1 | Tel. 035207/890106 | www.landwirtschaft.sachsen.de/sgv

Im Rüdenhof verbrachte Käthe Kollwitz die letzten Monate bis zu ihrem Tod im April 1945. Heute erinnert das Käthe-Kollwitz-Haus an Leben und Werk der bedeutenden Künstlerin (April-Okt. Mo-Fr 11-17, Sa/So 10-17, Nov.-März Di-Fr 12 bis 16, Sa/So 11-16 Uhr | Meißner Str. 7 | Tel. 035207/82818 | www.kollwitz-moritzburg.de). Das Wildgehege mit Muffel-, Rot- und Damwild, Wölfen, Elchen und Luchsen liegt an der Straße nach Radeburg (März bis Okt. tgl. 10-18, Nov./Dez., Jan./Feb. nur Sa/So sowie in den sächsischen Winterferien 9-16 Uhr | Eintritt 2,50 Euro). Auf dem nahen Großteich samt Mole und Leuchtturm (!) vergnügten sich im 18. Jh. die Herrscher bei imitierten Seeschlachten.

Das restaurierte Fasanenschlösschen ist im Rahmen von Führungen erlebbar (April-Okt. | Anmeldung unter Tel. 035207/87318). Für das leibliche Wohl sorgen Traditionsgasthäuser wie die Churfürstliche Waldschänke (mit Hotel | tgl. 7-22 Uhr | Große Fasanenstraße | Tel. 035207/8600 | €€) und Adams Gasthof (tgl. ab 11 Uhr | Am Markt 9 | Tel. 035207/99775 | €-€€).

Tourist-Information Moritzburg | Schlossallee 3b | 01468 Moritzburg | Tel. 035207/8540 | www.kulturlandschaft.moritzburg.de

Radebeul

7 km nordwestlich vom Dresdner Stadtzentrum liegt Radebeul, das Sie im Rahmen einer Halbtags- oder Tagestour (z.B. in Kombination mit einer Schmalspurbahnfahrt nach Moritzburg) besuchen können. Mit dem Auto über die Leipziger Straße, mit der Straßenbahn 4 oder mit der S-Bahn S1 ab Dresden Hbf. (20 Min.).

Gleich hinter der Dresdner Stadtgrenze beginnt Radebeul, die Karl-May-Stadt an der Sächsischen Weinstraße. Starten Sie mit einem Besuch des Karl-May-Museums. Die Villa Shatterhand, das Wohnhaus Karl Mays, gibt Einblicke in Leben und Werk des Schriftstellers, die Villa Bärenfett im Garten präsentiert eine völkerkundliche Ausstellung über die Indianer Nordamerikas (März-Okt. Di-So 9 bis 18, Nov.-Feb. 10-16 Uhr | Eintritt 6 Euro | Karl-May-Str. 5 | Tel. 8373010 | www.karl-may-museum.de). Das Grab Karl Mays liegt auf dem nahen Friedhof Radebeul-Ost. Im Mai finden die Karl-May-Festtage statt.

Mit seinen Weinbergen an den sonnigen Hängen der Lößnitz ist Radebeul ein Zentrum des sächsischen Weinanbaus. Im September wird hier ein großes Herbst- und Weinfest gefeiert. Das Weingutmuseum Hoflößnitz mit Weinberg und 1650 gebautem Berg- und Lusthaus informiert über die Geschichte eines der kleinsten Weinanbaugebiete Deutschlands. Der hier produzierte Ökowein kann in der Weinstube Hoflößnitz probiert werden. Weingutmuseum und Weinladen Di-Fr 10-13, 14-18 | Sa/So 10-18 Uhr | Eintritt 2,30 Euro | Tel. 8398335 | Weinstube Mi-Sa ab 17 | So ab 12 Uhr | Tel. 8336876 | Knohllweg 37 | www.hofloessnitz.de

Graf Wackerbarth, Minister Augusts des Starken, ließ um 1730 in den Radebeuler Weinbergen einen Alterswohnsitz errichten. Heute ist Schloss Wackerbarth Sächsisches Staatsweingut mit modernem Besucherzentrum und Gasthaus. Tgl. 9.30-20 Uhr | Eintritt frei | Weintour tgl. 14, Sekttour tgl. 17, Sa/So 12-17 Uhr stdl. | 9 Euro inkl. Verkostung | Gasthaus Mo-Fr 12-22, Sa/So 10-22 Uhr | Wackerbarthstr. 1 | Tel. 89550 | www.schloss-wackerbarth.de

Seit 1884 verkehrt der „Lößnitzdackel“, eine dampfbetriebene Schmalspurbahn, von Radebeul-Ost über Moritzburg nach Radeburg (ganzjährig | tgl.). Zwischen April und Dezember gibt es auch Sonderfahrten mit dem historischen Traditionszug (Traditionsbahn Radebeul e.V. | Tel. 2134461 | www.traditionsbahn-radebeul.de).

Wer den Ausflug abends in Radebeul beschließen will, sollte Altkötzschenbroda besuchen, einen Dorfanger mit alten Häusern und gemütlichen Weinlokalen. Oder eine Vorstellung der Landesbühnen Sachsen (Meißner Str. 152 | Tel. 8954214 | www.dresden-theater.de).

Tourist-Information Radebeul | Meißner Str. 152 | 01445 Radebeul | Tel. 8954120 | www.radebeul.de

Schloss Weesenstein

Das 15km südöstlich von Dresden gelegene Schloss Weesenstein können Sie im Rahmen einer Halbtagstour besuchen. Mit dem Auto über die B172 oder mit der S-Bahn S1 ab Dresden Hbf. bis Heidenau (25 Min.), umsteigen in die Müglitztalbahn (10 Min.). Tipp: Nehmen Sie sich einen ganzen Tag Zeit und verbinden den Ausflug mit einem Besuch des Barockgartens Großsedlitz (20 Min. Fußweg vom S-Bahnhof Heidenau-Großsedlitz).

Auf einem Felsen steht hoch über dem Tal der Müglitz und dem Örtchen Weesenstein das Schloss mit seinem imposanten Turm. Die Anlage wandelte sich von der um 1200 gegründeten wehrhaften Feste zum repräsentativen Landadelssitz mit Zeugnissen aus 700 Jahren Baugeschichte. Bedeutendster Schlossbesitzer war der Dante-Übersetzer König Johann von Sachsen (1801-73). Entdecken Sie bei einem Rundgang die barocke Schlosskapelle, herrschaftliche Wohnräume und historische Tapeten. Der 1780 zu Füßen des Schlosses angelegte französische Park, der während des Müglitzhochwassers 2002 weitgehend zerstört wurde, konnte inzwischen wieder hergestellt werden. Es gibt Schlossführungen und regelmäßig Ausstellungen, Konzerte und Lesungen. Drei Restaurants laden zur Einkehr: Schlosscafé (Tel. 035027/5441 | €), Königliche Schlossküche (Tel. 035027/62418 | €€), Schlossbrauerei (Tel. 035027/42004 | €). Jährlich zu Pfingsten findet ein Mittelalterfest statt. April-Okt. tgl. 9-18, Nov. bis März 10-17 Uhr | Eintritt 4,50 Euro | Am Schlossberg 1 | Müglitztal/OT Weesenstein | Tel. 035027/62629 | www.schloss-weesenstein.de

Empfehlenswert ist ein Abstecher zum wenige Kilometer entfernten Barockgarten Großsedlitz , einer ab 1719 nach Plänen von Knöffel, Pöppelmann und Longuelune angelegten, weitläufigen Parkanlage mit Friedrichschlösschen, Oberer und Unterer Orangerie, mit Treppen, Wasserspielen und etlichen Skulpturen. April-Aug. tgl. 8-20, Sept. bis März tgl. 8 Uhr bis zur Dämmerung | Tel. 03529/563919 | Eintritt April bis Okt. 3 Euro, Nov.-März frei | Heidenau | Parkstr. 85 | Tel. 03529/563919 | www.barockgarten-grosssedlitz.de. Parkcafé im Friedrichschlösschen (Ostern-Okt. tgl. 10-18 Uhr | Tel. 03529/574524 | €).