Reisetipps Costa Rica

Highlights Costa Rica

Region: San José

Museo Nacional

Costa Ricas Nationalmuseum ist in der Festung Bellavista auf einem Hügel mit Blick über die Stadt untergebracht. Die Ausstellungen zur Geschichte des Landes reichen von prähispanischen Fundstücken (auch Steinkugeln) über koloniale Möbel und Kunst bis in die Gegenwart. | Di bis So 8.30-16.30 Uhr | 2 US-$ | C. 15/Av. Central-2 | Plaza de la Democracia | www.museocostarica.com

Museo de Oro

Das Goldmuseum zeigt eine umfangreiche Sammlung von Schmuckstücken aus Gold, darunter viele Nachbildungen von Tieren (Frosch, Skorpion, Krokodil, Adler), sowie weitere Kunst- und Kultarbeiten der präkolumbischen Zeit. Im Stockwerk darüber ein Münzmuseum. | Tgl. 9-16.30 Uhr | 5 US-$ (gilt für beide Museen) | Av. Central/C. 5 (unter der Plaza de la Cultura) | www.museodelbancocentral.org

Teatro Nacional

Das Neorenaissancetheater von 1897, dem die Pariser Oper Modell stand, ist mit seinen Marmortreppen und Fresken, dem golddekorierten Foyer und venezianischen Spiegeln das schönste Mittelamerikas. Das Deckengemälde in der Eingangshalle findet sich auf dem 5-Colones-Schein wieder. Der zur Bühne geneigte Zuschauerraum lässt sich für Tanzveranstaltungen waagerecht stellen. Das Theater enthält auch ein stilvolles Belle-Époque-Café. | Mo-Sa 9-16 Uhr | 3 US-$ | Av. Central-2/C. 3-5

Region: Monteverde

Santa Elena Cloud Forest Reserve

Schüler des Orts und kanadische Helfer schufen ein (weiteres) kleines und nicht so überlaufenes Schutzgebiet mit Kursen für Biologiestudenten und mehreren Kilometern an Lehrpfaden. | Tgl. 7-16 Uhr | 8 US-$ | 7 km nordöstlich von Santa Elena | www.reservasantaelena.org

Region: Quepos

Parque Nacional Manuel Antonio

Die drei Buchten des knapp 7 km²kleinen Nationalparks gelten als die schönsten des Landes; zwei von ihnen, die weißen Strandbuchten Espadilla Sur und Manuel Antonio, werden durch die eindrucksvolle Felsformation Punta Catedral voneinander getrennt. Eidechsen, Wasservögel und Affen findet man zuhauf, ebenso gibt es fast 200 Vogelarten. Zum Park gehören auch zwölf kleine Inseln, die vom Ufer aus zu sehen sind; sie sind überwiegend vegetationslos und Brutplatz für Seevögel.

Vorteilhaft für Besucher mit Kindern: Der Park besitzt mehrere kurze Rundwanderwege, nach einer Stunde ist man, wenn man will, wieder am Ausgangspunkt. Trotzdem ist die Artenvielfalt der Natur nicht geringer als anderswo, und der Kontakt mit Affen ist garantiert. | Di-So 7-17 Uhr (wochentags maximal 600, Sa/So maximal 800 Personen gleichzeitig im Park) | 7 US-$ | 7 km südöstlich der Stadt, Eingang am südlichen Ende der Playa Espadilla durch eine Furt

Region: Tortuguero

Schildkrötenstrand

Zum Schutz der bedrohten Grünen Meeresschildkröte, der Karettschildkröte und der Lederschildkröte wurde der Park 1975 geschaffen. Zwischen Juli und Oktober kriechen die schweren Tiere nachts den Strand hinauf, um ihre Eier abzulegen. Bevor die Sonne wieder brennt, kehren sie ins Wasser zurück. Während der Saison bieten die Unterkünfte Ausflüge zu Strandabschnitten, an denen sich das Schauspiel beobachten lässt, ohne die Schildkröten zu stören.

Region: Cartago

Guayabo

20 km nördlich von Turrialba (Naturstraße), an den Ausläufern des gleichnamigen Vulkans, liegt der präkolumbische Ausgrabungsort, die bedeutendste archäologische Stätte des Landes und Nationalmonument. Guayabo wurde schon im 19. Jh. entdeckt, doch erst Ende der Sechzigerjahre erforscht. Straßen, Hügelgräber, Aquädukte und Fundamente verweisen auf eine Siedlung, die zwischen 800 und 1400 ihre Blüte hatte, jedoch schon 500 v. Chr. bewohnt war. Kunst- und Kultgegenstände aus Keramik, Jade, Gold und Halbedelsteinen geben Auskunft über die kulturelle und religiöse Bedeutung des Platzes. Bisher wurde nur eine Fläche von etwa 200 x 100m der über 2 km² großen Zeremonialstätte dem Dschungel entrissen. Gepflasterte Wege erschließen die Umgebung des Regenwaldes. Vom Mirador genießt man einen wunderbaren Rundblick. Tier- und Pflanzenliebhaber sind angetan von der unberührten Fauna und Flora der Stätte. Am Eingang des von dichtem Wald umgebenen Guayabo befinden sich ein Wegeplan und Ausgrabungsfunde. | Tgl. 8-16 Uhr | 6 US-$

Irazú (Vulkan)

Vom Kraterrand des 3432 m hohen Irazú, der zuletzt von 1963 bis 1965 mehrmals ausbrach, weht nicht nur ein kalter Wind, sondern eröffnet sich auch ein Adlerblick über das Land, auf reiche Felder und kleine Siedlungen. Außergewöhnlich: Kurz nach Sonnenaufgang überblickt man in der Trockenzeit bei klarem Wetter (nur dann) gleichzeitig zwei Weltmeere, die Küstenlinie des Golfs von Nicoya (Pazifik) auf der einen, die karibische Küste des Atlantiks auf der anderen Seite. Und im Norden glitzert der See von Nicaragua. Bereits während der Auffahrt (asphaltierte Straße) zu dem 32 km nordöstlich von Cartago liegenden Nationalpark Volcán Irazú ergeben sich Ausblicke auf die Gebirgslandschaft des Valle Central mit Kartoffel- und Erdbeerfeldern, Eichenhainen sowie Holsteiner Milchkühen.

Unmittelbar nach Betreten des Parks wird es vegetationslos, man watet durch feinen, grauen Vulkansand. Insgesamt sieht man vier Krater, zwei davon mit Sand gefüllt. Der Hauptkrater mit 1 km Durchmesser enthält einen gelben Schwefelsee. Geht man um den Hauptkrater herum nach Norden, entdeckt man dort einige Fumarolen. Nordöstlich erblickt man den Vulkan Turrialba, in westlicher Richtung liegt unten im Tal San José, und gelegentlich ragt der Vulkan Barva aus den Wolken. Auf dem Rückweg lässt sich in Restaurants unterhalb des Gipfels ein landestypisches Mittagessen einnehmen. | Park tgl. 8-16.30 Uhr | 7 US-$

Jardín Lankester

Ein Muss für Orchideenliebhaber ist dieser in den Vierzigerjahren von dem englischen Botaniker Charles Lankester angelegte, heute von der Universität von Costa Rica unterhaltene botanische Garten in einem 10 ha großen Wald. Einige der über 750 Arten erblühen im Treibhaus. 40 Bambusarten, großer Kakteengarten, im Winter kommen zahlreiche Zugvögel, Blütezeit vieler Orchideen ist im März/April. | Tgl. 8-16.30 Uhr | 5 US-$ | 4 km Richtung Paraíso | www.jardinbotanicolankester.org

Valle Orosí/Orosítal

Südöstlich von Cartago erreicht man über Paraíso (ab dort weite Kaffeeplantagen) ein vom Río Grande de Orosí (später Reventazón) bewässertes Tal, der bei Cachí gestaut wird. Die Gegend reizte schon die Spanier, sodass die Franziskaner in Orosí 1735 die kleine Missionskirche San José errichteten. Das niedrige Hauptgebäude besitzt ein flaches, mit Ziegeln belegtes Satteldach, daneben steht der weiße Glockenturm. Angeschlossen ist ein kleines Museum für religiöse Kunst (Mo-Fr 13-17 Uhr). Vom Aussichtspunkt (Mirador Orosí) beim Dorf ein schöner Ausblick über das liebliche Tal.

Am westlichen Ortsrand von Orosí liegt neben dem Thermalbad die Orosí Lodge (6 Zi. | Tel. 5333578 | Fax 5333578 | www.orosilodge.com | €) im lokalen Baustil. Die Zimmer haben eine eigene Küche, und von den Balkonen hat man Vulkanblick. Die Cafeteria bietet Internet und eine kleine Kunstgalerie, Fahrräder und Kanus werden verliehen.

Auf dem weiteren Weg am Fluss und See entlang passiert man die Casa del Soñador (Haus des Träumers) mit reizvollen Holzarbeiten. Übernachtung im Hotel Río Palomo (16 Zi. | 3,5 km südlich von Orosí | Tel. 5333128 | Fax 5333057 | €€) am Fluss neben der Brücke mit Pool und gutem Restaurant, auch Pferdevermietung. Nachdem man den hohen Damm am Ostufer des Sees überquert hat, stößt man beim Rückweg nach Paraíso auf den Ort Ujarrás (17 km von Cartago) mit den Resten einer kolonialen Kirche, Ende des 17. Jhs. aus Kalkstein erbaut. Die inmitten einer Plantage gelegenen Ruinen drohten gänzlich zu verfallen und werden heute vom costa-ricanischen Tourismusbüro ICT unterhalten.

Bei Paraíso finden Sie ein weiteres angenehmes Hotel: Die von einer einheimischen Familie betriebene Lodge Sanchiri (6 Bungalows | 2 km Richtung Orosí, nach 1 km Abzweig links | Tel. 5333870 | Fax 5338586 | www.sanchiri.com | €€) bietet neben herrlichen Ausblicken in die umgebende Natur gute costa-ricanische Küche. In der Nähe (300 m vom Tourismuskomplex Picacho Richtung Cachi) liegt in einem roten Chalethaus das Reisebüro Southern Adventure Travel (Tel. 5748108 | Fax 5748146 | www.mittelamerika-sat.com), das Auskünfte auch auf Deutsch und Englisch erteilt.

Region: Heredia

Guápiles

60 km nordöstlich von Heredia liegt an der neuen Straße nach Limón inmitten von Bananenplantagen die zunächst unscheinbare Ortschaft (20 000 Ew.), von der sich Wanderungen entlang der Flüsse und Täler der Nordostabhänge der Cordillera Central unternehmen lassen. Auf dem Weg liegt 5 km hinter dem Río Sucio (rechts, 3 km Waldweg mit Flussdurchquerung oder Hängebrücke) die Seilbahn (teleférico) Rain Forest Aerial Tramway (tgl. 8 bis 16 Uhr | 55 US-$ | www.rfat.com), die Besucher in 90 Minuten mit vielen Stopps etwa 1600 m in den Regenwald hinein- und wieder zurückbringt. Diese Konstruktion, die dem Wissenschaftler Donald Perry erlaubte, in Rara Avis das Ökosystem aus der Höhe zu studieren, steht jetzt auch Touristen zur Verfügung. Man bucht diesen Höhepunkt der Costa-Rica-Reise im Hotel oder unter Tel. 2575961 (80 US-$ mit Transport). Wer individuell anreist, nimmt in Heredia einen Bus nach Guápiles oder Puerto Viejo de Sarapiquí (stündlich ab C. 12/Av. 7-9) und steigt beim teleférico (7 km nach dem Zurquítunnel) aus.

Region: Liberia

Laguna de Arenal/Arenalsee

Der knapp 40 km lange Stausee gilt als eines der besten Binnensurfreviere weltweit. Für konstante Passatwinde (am stärksten blasen sie zwischen Januar und April) sorgt der wie ein Trichter wirkende, 1633 m hohe Volcán Arenal östlich des Sees. Faszinierend der Blick auf den aktiven Vulkan vom Südwestufer oder vom Parqueo Interior (3 km westlich) in den Nachtstunden, wenn Asche und gewaltige, rot glühende Lavabrocken in den Himmel geschleudert werden.

Einheimische schätzen den See als hervorragendes Angelrevier. Surfer treffen sich am Westufer am Tilawa Viento Surf (auch Verleih von Surfbrettern | www.windsurfcostarica.com). Dort gibt es auch diverse Restaurants und Cottages, empfehlenswert die Volcano Lodge (65 Zi. | Carretera La Fortuna-Tabacón | Tel. 4608060 | Fax 4606020 | www.volcanolodge.com | €€€) am Fluss La Palma mit komfortabel ausgestatteten Zimmern mit Blick auf den Vulkan. Transport zu den Hot Springs und zum Vulkan.

An der Straße vom See Richtung La Fortuna liegt das zu einem Resorthotel gehörende Balneario Tabacón (tgl. 10-22 Uhr | 45 Euro): Der Vulkan Arenal liefert das 45 Grad heiße Wasser und gesundheitsfördernde Mineralien dazu, die Quelle speist ein Schwimmbad mit immer neuem Wasser. Die komfortable Anlage enthält in einem tropischen Garten mehrere Pools, darunter auch einen für Kinder, sowie weitere Sporteinrichtungen. Abends ab etwa 18 Uhr ergibt sich ein phantastischer Blick auf das Arenalfeuer. 100 m unterhalb liegen die nicht weniger schönen, doch preiswerteren Mineral Hot Springs (17 US-$).

Lohnend ist auch ein Besuch der Puentes Colgantes (tgl. 7-16 Uhr | 20 US-$ | La Fortuna, 4 km westlich von Tabacón | www.hangingbridges.com): ein 3 km langer Wanderweg, der es in sich hat, weil unterbrochen von zahlreichen, bis zu 100 m langen Hängebrücken, darunter auch abenteuerliche Konstruktionen.

Strände

Die Qual der Wahl haben Strandläufer und Sonnenanbeter: Zahlreiche erschlossene Strände erstrecken sich etwa 20 km westlich von Liberia. Zunächst erreicht man den breiten, vulkanisch-schwarzen Sandstrand der Playa del Coco, beliebt bei Einheimischen und Rucksacktouristen. So haben sich in dem kleinen Fischerort Unterkünfte, Restaurants, Diskos und Bars etabliert. Gewarnt wird vor Strömungen im Meer. Die Apartamentos Casa Lora (Tel. 6700642 | www.casalora.com | €€) bieten Viersternekomfort zu günstigen Preisen. Zwischen Palmen und Bananenstauden liegen die beiden luxuriösen Apartments (35 m²) sowie zwei Ferienhäuser (70 m² auf zwei Stockwerken) mit Küchenzeile und Terrasse. Zwischen Pool und Pavillon treffen sich die Gäste bei Sonnenuntergang auf ein Bier. Das Zentrum des alten Fischerdorfes mit mehreren Restaurants und Geschäften liegt 1,5 km entfernt am Strand.

3 km südlich an der Playa Ocotal lockt die Villa Casa Blanca (20 Zi. | Tel. 6700518 | Fax 6700448 | hotelvillacasablanca.com | €€€), ein kleines Hotel, das wie eine spanische Villa aussieht, ein paar Hundert Meter vom Strand entfernt in Hügellage. 7 km weiter nördlich wird die Playa Hermosa mit glitzerndem, blauem Wasser, das in sanften Wellen die Bucht umspielt, ihrem Namen „schöner Strand“ gerecht.