Reisetipps Costa del Sol

Sehenswertes Costa del Sol

Region: Granada

Albaicín

Arabien in Europa: Die engen Gassen und winkligen Plätze des nordwestlich der Alhambra gelegenen Stadtteils entsprechen dem Raster einer arabischen Medina. Auch die bauliche Gestaltung des auf einem Ausläufer der Sierra de la Yedra hockenden Viertels Albaicín (auch: Albayzín) entspricht orientalischen Strukturen: blumentopfbehangene carmenes, wie die Landhäuser mitten in der Stadt genannt werden; geometrische Kachelmuster, Stuckverzierungen und Zackenbögen - besonders in der Calle de Pagues und in der Calle de Pardo; winzige Obstgärten, Treppengassen voller Wäsche und Teile der maurischen Stadtmauer. Granadas ältestes Viertel ist ein Labyrinth ohne Wegweiser und Hauptweg - da muss man einfach aufs Geratewohl losgehen. 12000 Menschen leben im von der Unesco zum Kulturerbe der Menschheit erklärten Albaicín. Der zentrale, jedenfalls am meisten belebte Platz ist die Plaza Larga. Die weißen Seitengassen der Calle del Agua sind von dörflicher Stille erfüllt. In jüngerer Zeit sind viele Häuser herausgeputzt worden, andere liegen angenagt vom Zahn der Zeit dort. Wer auf der Aussichtsterrasse der Kirche San Nicolás den Sonnenuntergang erlebt, mit Blick auf die Alhambra und in deren Hintergrund die Sierra Nevada, genießt den wohl spektakulärsten Blick über die Stadt. Gleich hinter der Kirche liegt eine moderne Moschee.

Alhambra

Mit über 2 Mio. Besuchern im Jahr ist die besterhaltene Burg der islamischen Welt Spaniens meistbesuchte Sehenswürdigkeit. Weil ihre Mauern aus eisenhaltigen Tonziegeln im Kranz grüner Büsche vor dem Hintergrund der oft schneebedeckten Sierra Nevada im Abendlicht rötlich leuchten, nannten die Araber sie al hamra, die Rote. Die christlichen Eroberer platzierten in einen Teil des orientalischen Ensembles einen mächtigen Renaissancepalast. Ein filigranes Meisterwerk islamischer Baukunst und ein Zeugnis hochfahrender Renaissance wurden zwangsvermählt.

Der älteste Teil ist die Festung Alcazaba, die schon vor der Nasridenzeit entstand, im 9. Jh. Ihr Wachturm Torre de la Vela bietet einen grandiosen Blick auf die Sierra Nevada. Der Platz zwischen Alcazaba und Nasridenpalast ist dagegen der beste Aussichtspunkt auf Granada. Herausragender Baukörper ist der Löwenhof, das künstlerische Herzstück der Alhambra, ursprünglich ein blühender Garten, durch den - wie die vier Flüsse des islamischen Paradieses - das Wasser aus den vier Himmelsrichtungen durch Kanäle zur Mitte fließt. Die zwölf Löwen rundherum sind aus Marmor. 124 schlanke Marmorsäulen bilden filigrane Arkaden. Die zahlreichen Säle waren Aufenthaltsorte der Sultane, die um die Sala de los Abencerrajes gruppierten Privaträume indes den Haremsdamen überlassen. Außer den Konkubinen und deren Kindern durfte kein Sterblicher - Diener zählten nicht - diesen Privattrakt betreten.

Durch den Lindaraja-Garten gelangt man zu den Baños Árabes, den arabischen Bädern, und in die Terrassengärten Jardines del Partal. Im Anschluss bietet sich ein Rundgang entlang der Türme an, die den östlichen Bereich der Alhambra absicherten.

Der wuchtige Renaissancepalast Karls V. auf quadratischem Grundriss wurde 1526 begonnen, blieb nach 42-jähriger Bauzeit aber unvollendet. Über dem kreisrunden Innenhof mit umlaufenden Säulengalerien ist das Museo de Bellas Artes (Di 14.30-18, März-Okt. bis 20, Mi-Sa 9-18, März bis Okt. bis 20, So 9-14.30 Uhr) untergebracht.

Ab der Plaza Nueva gelangt man zu Fuß über die Cuesta de Gomérez auf den Burghügel hinauf oder mit einem der Minibusse 30 und 32, mit dem Auto Anfahrt über die Zufahrt Ronda Sur bis zum Parking Alhambra (Camino Viejo del Cementerio, 500 Plätze). Planen Sie Ihren Alhambrabesuch frühzeitig, denn die täglichen Besucherzahlen sind begrenzt. Statt stundenlang in der Warteschlange zu stehen, können Sie Ihre Eintrittskarte mit der vorgegebenen Besuchszeit unter www.alhambra-tickets.es (Weiterleitung auf www.servicaixa.com) reservieren. Diese Besuchszeit muss zwingend eingehalten werden; pro Person kann man maximal zehn Tickets ordern. Tickets gibt es für die Palastanlage, die Gärten und für die Spätabendbesuche. Telefonisch ist der Vorverkauf aus dem Ausland unter Tel. 0034/934923750 möglich. | März-Okt. tgl. 8.30-20, Di-Sa auch 22-23.30 Uhr, Nov.-Feb. 8.30-18, Fr/Sa auch 20-21.30 Uhr. Tages- bzw. Abendbesichtung 12 Euro (inklusive Generalife), im Vorverkauf 13 Euro, Ticket nur für den Besuch der Gartenanlagen („Visita Jardines“) 6 Euro

Baños Árabes

Diese auch Bañuelo genannte Badeanlage aus arabischer Zeit ist noch älter als die in der Alhambra: Schon im 11. Jh. entstanden die Wasch-, Bade- und Ruheräume, die davon zeugen, welche Bedeutung die Mauren der Körperkultur und der Reinigung als Ritual beimaßen. | Di-Sa 10-14 Uhr | Eintritt frei | Carrera del Darro 31

Casa de los Pisa

Architektonisch interessantes Palais aus dem 16. Jh. mit schönem, kleinem Innenhof. Die Säle und Räume sind museal aufbereitet und stehen ganz im Zeichen der Erinnerungen an den 1550 hier verstorbenen hl. Johannes von Gott, San Juan de Dios. Sein Sterbezimmer kann besichtigt werden. | Mo-Sa 10-13 Uhr | Calle Convalecencia

Casa-Museo Manuel de Falla

Im Albaicín gelegenes Haus, das den Geist des berühmten Komponisten Manuel de Falla (1876-1946) bewahrt. Falla lebte hier in den Zwanziger- und Dreißigerjahren des 20. Jhs. | Di-Sa 10-14 Uhr | Calle Antequeruela Alta 11 | www.manueldefalla.com

Centro José Guerrero

Der moderne Granit-und-Ziegel-Bau nimmt in seinen Bögen, Türen und Fenstern die geschwungenen Formen maurischer Architektur auf. Aufgesetzt wurde dem Gebäude, das alte Bausubstanz integriert, ein modernes Flachdach, das Oberlicht durchfiltern lässt auf die großflächigen Bilder des 1991 verstorbenen granadinischen Malers José Guerrero, Weggefährte von Eduardo Chillida, Mies van der Rohe und Jackson Pollock. Guerrero hat lange in Frankreich und den USA gelebt und gilt als Vertreter der Pop-Art. Neben einer ständigen Präsentation sind wechselnde Ausstellungen mit zeitgenössischer Kunst zu sehen. | Di-Sa 10-14 und 17-21, So 10-14 Uhr | www.centroguerrero.org | Calle Oficios 8

Flussspaziergänge

Die beiden kleinen Flüsse Granadas, den Río Darro und den Río Genil, können Sie bei Spaziergängen gut erkunden. Der Río Darro, der schmalere von beiden, streift das alte maurische Stadtviertel Albaicín und wird von kleinen Brücken überspannt. Folgen Sie von der Plaza de Santa Ana her der Carrera del Darro aufwärts; dort kommen Sie an den Baños Árabes vorbei und können am Ende in einer der Terrassenbars am Paseo del Padre Manjón/Paseo de los Tristes eine Rast einlegen - mit herrlichem Blick hoch zur Alhambra.

Der Río Genil liegt ein Stückchen weiter weg vom Zentrum. Am besten, Sie folgen der geschäftigen Acera del Darro oder der Carrera del Genil (hier ist es schattiger) hinab. Am Ende erreichen Sie die schönen Parkanlagen Alamedas del Río Genil, übrigens der älteste öffentliche Park Granadas. Parallel zum Fluss, von Schatten spendenden Bäumen beflankt, verlaufen die freundlichen Promenaden Paseo del Salón und Paseo de la Bomba.

Generalife

Die weiträumige Anlage, der Garten der Alhambra, ist ein Meisterwerk der Gartenarchitektur, ein Refugium voller Jasmin, Rosen, Orangen und Myrten. Von ihrer Hauptpromenade bietet sich ein einzigartiger Blick auf den etwas unterhalb liegenden Alhambrakomplex. Als lauschiger Ort erscheint der Patio de la Acequia mit seinen Wasserspielen und seinem Pflanzenreichtum. Hangaufwärts befinden sich der Patio de los Cipreses (Zypressenhof) und die Escalera del Agua (Wassertreppe): Im steinernen Geländer strömt herrlich kühles Wasser durch Rinnen abwärts. In die Gärten baute man 1954 eine Freilichtbühne, die im Sommer Schauplatz des Musik- und Tanzfestivals ist. | Öffnungszeiten wie Alhambra, Kombiticket

Hospital de San Juan de Dios

Das Hospital de San Juan de Dios trägt den Namen des Johannes von Gott (1495-1550), des Heiligen, auf den es zurückgeht. Es liegt an der gleichnamigen Straße und wird seit dem 16. Jh. ununterbrochen als medizinischer Betrieb genutzt. Das Ensemble besitzt zwei außergewöhnlich schöne Höfe mit ständig plätschernden Brunnen, Palmen und Arkaden. Die Fassaden sind reich ornamentiert und zeigen umlaufend Szenen aus der spanischen Geschichte. Die Fassaden im zweiten Hof, zu dem ein Gang führt, sind bemalt, der Boden ist mit Kieselsteinen aus der Sierra Nevada gepflastert. Nirgendwo im stets lärmenden, vom Verkehr durchbrausten Granada erlebt man die Stille so wohltuend, während man den Vögeln zuschaut, die in den Brunnen baden. Der Gebäudekomplex ist frei zugänglich. Neben dem Komplex wendet sich die Basilika San Juan de Dios mit ihrer monumentalen Barockfassade zur Straße hin. | Calle San Juan de Dios 23

Huerta de San Vicente

Im Sommerhaus der Familie des berühmtesten andalusischen Dichters Federico García Lorca (1898-1936) spürt man noch heute den Geist des Poeten. Zu Lorcas Zeit war die Stadt viel kleiner, das Anwesen stand malerisch im baumreichen Grün der Peripherie. Idyllisch liegt das Haus immer noch, vom Zentrum aus ist es über die Straßen Recogidas und Neptuno in etwa 30 Minuten zu Fuß zu erreichen. Heute wirkt das kalkweiß geschlämmte Dichterhaus wie eine Insel in der Betonwüste jener Zone Granadas. Das Innere zeigt einen bürgerlichen Haushalt mit schwerem Mobiliar. Lorcas Zimmer befand sich im ersten Stock. Mittwochs ist der Eintritt frei. Ein großes Lorca-Zentrum an der Plaza de la Romanilla im Zentrum ist in Planung. | Juli/Aug. Di bis So 10-14.30, April-Juni und Sept. 10-12.30 und 17-19.30, Okt.-März 10-12.30 und 16-18.30, Uhr | Parque García Lorca nahe Calle Arabial | www.huertadesanvicente.com

Kathedrale Santa María de la Encarnación/Capilla Real

Als eine der Großkirchen Andalusiens gehört die Kathedrale aus dem 16. Jh. zu den prachtvollsten sakralen Bauten der spanischen Renaissance. Fast 200 Jahre währten die Bauarbeiten. Die Westfassade besitzt drei monumentale Rundbögen, die sich bis zur Gesamthöhe der Kathedrale emporschwingen. Der quadratische Turm auf der linken Seite ist 60 m hoch und blieb ein flach abgedecktes Fragment. Der Innenraum ist 116 m lang, 67 m breit und teilt sich in fünf Längsschiffe und ein Querschiff. Auffällig ist der stufenweise Aufbau der kuppelgekrönten, 48 m hohen Capilla Mayor mit ihren kunstvollen Glasfenstern aus dem 16. Jh.

Die sterblichen Überreste der Eroberer Granadas, der spanischen Könige Isabel von Kastilien und Ferdinand von Aragón, liegen seit 1521, überführt vom Alhambrahügel, in der Königlichen Kapelle (Capilla Real) bestattet. Ebenso die Gebeine von Johanna der Wahnsinnigen (der Tochter der Katholischen Könige) und ihrem habsburgischen Gemahl, Philipp dem Schönen. In lederverkleideten Blei-särgen ruhen sie in der Krypta. In der Kapelle stehen die prunkvollen Grabmalbetten aus Carraramarmor, darauf die Figuren in eindrucksvollem Realismus dargestellt. In der Sakristei neben dem Grabraum können Krone und Zepter Isabels sowie Ferdinands Schwert bewundert werden, außerdem bedeutende Gemälde flämischer Meister.

An die Kathedrale angebaut wurde im 18. Jh. die Iglesia del Sagrario, an deren Stelle früher die Moschee stand. Die Kirche entstand im Barockstil und besitzt neben ihrem schönen Marmoraltar einen kunstvollen Renaissancetaufstein von 1522. | Kathedrale Mo-Sa 10.45 bis 13.30 und tgl. 16-20 (im Winter bis 19) Uhr; Capilla Real Mo-Sa 10.30 bis 13 und 16-19 (im Winter 15.30 bis 18.30) Uhr, So 11-13 und 16-19 (im Winter 15.30-18.30) Uhr | www.capillarealgranada.com

Parque de las Ciencias

Entwickelt von der Universität und gesponsert von verschiedenen Banken, werden in diesem interaktiven Museum in Abteilungen wie Umwelt, Ökologie, Wegwerfgesellschaft oder Ozonschicht neue wissenschaftliche Erkenntnisse vorgestellt. Kindern steht ein eigener Bereich zur Verfügung (s. Kapitel „Mit Kindern reisen“). Der Eintritt ins Planetarium kostet extra. | Di-Sa 10-19, So 10-15 Uhr | Avenida del Mediterráneo | www.parqueciencias.com

Plaza de la Universidad

Auf dem Universitätsplatz spüren Sie einem noch weitgehend unverfälschten Stück Granada nach. Beherrschend zeigt sich das Unigebäude, aus dem Studentenvolk strudelt und sich mit den Bewohnern des Viertels mischt. Unbekümmert gehen die Generationen miteinander um, touristische Zurschaustellung ist ihnen fremd. Hier erleben Sie authentisches andalusisches Leben und Treiben, begleitet von Palaver und Gestikulieren - ein bisschen Provinzatmosphäre mitten in der Großstadt.

Sacromonte

Das hoch gelegene Viertel schließt sich bergaufwärts über dem Tal des Río Darro an das Albaicínviertel an. Auf den heiligen Berg („sacro monte“) gelangt man von der Innenstadt aus am einfachsten über die Plaza Nueva, die Carrera del Darro und die Cuesta del Chapiz. Dann geht es rechts ab in den Camino del Sacromonte - in ein ganz anders geprägtes Granada.

Sacromonte ist ein altes Zigeunerviertel. Die Herkunft der gitanos ist ungeklärt. Vermutlich erhielten sie aufgrund ihrer Unterstützung der christlichen Eroberer nach der Wiedereinnahme Granadas das Niederlassungsrecht. Heute gehören sie unverwechselbar zu dieser Stadt. Den wehmütigen cante jondo, den ursprünglichen Gesang des Flamenco, zelebrieren sie herzzerreißend eindringlich. Ihre Flamencodarbietungen in Grottenlokalen - vielfach zu überhöhten Preisen - sind allerdings arg auf die Touristen zugeschnitten. Meist muss sogar die „Fotografiererlaubnis“ erkauft werden. Besser ist es, sich vorher genau zu informieren und das Viertel nachts zu meiden, wenn man es nicht mit einer Gruppe durchstreift. Vom Berg aus ist der Blick auf die nachts angestrahlte Alhambra und die ihr zu Füßen liegende Stadt besonders schön.

Hoch über dem Viertel thront die Abadía del Sacromonte (Di-Sa 11 bis 13 und 16-18, So 16-18 Uhr | Camino del Sacromonte), eine Abtei aus dem 17. Jh. Im Untergrund liegen Katakomben aus der römischen Zeit. Dort soll der hl. Cecilio, der heutige Schutzpatron Granadas, sein Martyrium erlitten haben. Im Rahmen von etwa 45-minütigen Führungen geht es in die winzige Cecilio-Höhle hinab und in die Kirche und ein interessantes Museum mit sakraler Kunst.

San Jerónimo

Die Klosteranlage liegt nur wenige Hundert Meter nordwestlich der Plaza Bib-Rambla mit ihrem monumentalen Brunnen. Sie wurde 1496 als erstes Gotteshaus nach der Vertreibung der Mauren geweiht. 1547 von Diego de Siloé fertiggestellt, gehört sie zu den prächtigsten kirchlichen Renaissancebauten Spaniens und besitzt einen wunderschönen Innenhof mit Kreuzgang. | Tgl. 10 bis 14.30 und 15-18.30 Uhr | Calle Rector López Argüeta 9

Region: Almería

Alcazaba

Sie gehört von ihren Dimensionen her zu den eindrucksvollsten Wehrbauten, die auf maurische Ursprünge zurückgehen: ein umgürtetes Terrain von 35335 m², 91 m über Meeresspiegelhöhe. Rund 20000 Menschen fanden Platz im Innern des Kolosses mit seinem dreifachen Mauerring, dessen Bau 955 unter dem Stadtgründer Abdarrahman III. begann. Nach Schäden durch Erdbeben und Kriegszerstörungen bauten moslemische und christliche Herrscher sukzessive weiter. Hinter dem ersten Mauerring wurde eine Gartenanlage eingerichtet, in der es sich angenehm spazieren lässt. Der Wachturm stammt von Bourbonenkönig Karl III. Hinter dem zweiten Ring sind noch Reste ehemaliger Paläste zu sehen. Wo heute eine Kapelle im Mudejarstil steht, stand einst die Moschee. Den dritten Verteidigungsring bauten kastilische Eroberer, die Torre del Homenaje besitzt ein spätgotisches Portal. Der Aufstieg über die Calle Almanzor nahe der Plaza Vieja lohnt sich wegen des Ausblicks über Stadt, Hafen und Umland, aber auch, weil er in eine vorbildlich restaurierte Anlage führt, die mit ihren gezackten Mauern und Zinnentürmen märchenhaft anmutet. | April-Okt. tgl. 9-20.30, Nov.-März 9-18.30 Uhr

Almedina (Altstadt)

Die Plaza Vieja mit ihren schönen Arkadenbögen ist Ausgangspunkt für die Altstadtvisite. Urbane Urzelle ist die Einkaufsstraße Calle de las Tiendas. Die Uferstraße Parque Nicolás Salmerón mit Palmen und Wasserspielen lädt zum Bummeln ein. An der Hauptstraße Paseo de Almería dominieren Cafés und Geschäfte. Der Weg durch die Almedina führt vorbei an mehreren Sakralbauwerken: Die Kirche Iglesia de Santiago (16. Jh., Calle de las Tiendas) besitzt ein prunkvolles Renaissancetor mit Bischofswappen und der Darstellung eines furiosen Heiligen. Sehenswert (und ein attraktives Fotomotiv) ist auch der neomaurisch verspielte Bahnhof, schon außerhalb der Altstadt an der Carretera de Ronda.

Kathedrale

Gotik und Renaissance aus dem 16. Jh. auf den Fundamenten einer Moschee. Ein bisschen Ritterburg, ein bisschen Wehrkirche. | Mo-Fr 10 bis 16.30, Sa 10-13 Uhr | Plaza de la Catedral

Museo de Almería - Centro de Arte

Interessante wechselnde Kunstausstellungen. | Mo 18-21, Di-Sa 11-14 und 18-21, So 11-14 Uhr | Plaza de Carlos Cano | www.juntadeandalucia.es/cultura/museos/MAL

Region: Fuengirola

Castillo Sohail

Die Burg auf einer Felsnase am Meer über der Mündung des Río Fuengirola ist nur noch eine Ruine. Besonders beliebt unter Jugendlichen sind die „Burgnächte“ (Noches del Castillo) mit Pop- und Rockkonzerten Anfang August, doch es gibt noch weitere Veranstaltungen: Im Juli ist das Kastell Schauplatz des Festival Internacional de Música y Danza, und Mitte August spielt sich in der und um die Festung herum der große Mittelaltermarkt Mercado Medieval ab.

Region: Málaga

Alcazaba

Hinter den drei konzentrischen Mauerringen der Maurenfestung aus dem 11. Jh. verbergen sich verwinkelte Gänge, kleine Ziergärten mit Wasserspielen und anmutige Rundbögen. | Sommer Di-So 9.30-20, sonst 8.30 bis 19 Uhr, preisreduziertes Kombiticket für Alcazaba und Gibralfaro

Casa Natal Pablo Picasso

Eine Stiftung pflegt das Geburtshaus des größten Sohnes der Stadt. Pablo Picasso erblickte hier am 25. Oktober 1881 das helle Licht Málagas. Tausende Bücher zu Person und Werk des Malers, Videos, Poster und andere Gegenstände sind hier gesammelt. Von Picasso selbst sind nur einige Skizzenblätter zu bewundern. | Tgl. 9.30-20 Uhr | Plaza de la Merced 15 | www.fundacionpicasso.es

Centro de Arte Contemporáneo (CAC)

Die Ausstellungsfläche dieses Zentrums der Zeitgenössischen Kunst umfasst 2400 m². Wechselnde Ausstellungen bringen die Vielfalt der bildenden Künste des 20. und 21. Jhs. zum Ausdruck. Der Fundus besteht aus rund 400 Arbeiten nationaler und internationaler Künstler. | Di bis So 10-20 (im Sommer 10-14 und 17-21) Uhr | Calle Alemania | www.cacmalaga.org

Gibralfaro

Beim Aufstieg auf den Berg erobert man sich immer mehr Draufsicht auf die Stadt. Ist die Burganlage erreicht, belohnt Sie eine grandiose Aussicht. Wer ein Fernglas dabeihat, kann womöglich Toreros sehen, die in der Arena ihre Trockenübungen absolvieren. | Im Sommer tgl. 9-20, sonst 9-18 Uhr

Kathedrale/Catedral de la Encarnación

Der Volksmund nennt sie „La Manquita“, die Einarmige, weil sie nur einen Turm hat und an der Stelle des zweiten einen Rumpf. In Jahrhunderten vereitelten Geldmangel und Streit über Details die Vollendung der bedeutenden Renaissancekirche. Der Bau des Gotteshauses nach Plänen von Diego de Siloé dauerte 250 Jahre (1528-1783). Am auffälligsten sind West- und Nordportal (Letzteres ist über den Orangenhof zu erreichen), das Innere beeindruckt vor allem durch seine majestätische Weitläufigkeit (117 m lang, 72 m breit). | Mo-Fr 10-18, Sa 10-17 Uhr | Plaza de la Catedral

Museo Picasso

Das Museum, untergebracht in einem gräflichen Palast aus dem 16. Jh., steht ganz im Zeichen von Pablo Picasso und seinem umfangreichen Schaffen. Grundlage sind Schenkungen und Leihgaben der Erben Picassos, die eine umfangreiche Werkschau mit über 200 Werken des Meisters erlauben, darunter Ölgemälde, Stiche, Zeichnungen, Skizzen und Keramikarbeiten. Zu den Exponaten der ständigen Ausstellung zählen u.a. Hombre, mujer y niño (Mann, Frau und Kind) und Jacqueline sentada (Sitzende Jacqueline). Überall streift man unter den gestrengen Augen des Wachpersonals durch die Säle - kein Wunder, die Werke besitzen unschätzbaren Wert. Es gibt eine ständige Sammlung und einen Trakt mit Wechselausstellungen. Das Museumscafé ist wie geschaffen für eine Rast zwischendurch. Jeden letzten So des Monats ist ab 15 Uhr der Eintritt frei! | Di-Do und So 10-20, Fr/Sa 10-21 Uhr | Calle de San Agustín | www.museopicassomalaga.org

Paseo del Parque

Auf die subtropisch umwucherte Promenade in Hafennähe sind die malagueños mit Recht stolz. An Feiertagen führen Familien ihren Nachwuchs im Sonntagsstaat aus, alte Männer und Paare sitzen auf zahlreichen Bänken. Wer eine der Pferdekutschen besteigt, sollte unbedingt vorher den Preis für die 45-bis-60-Minuten-Fahrt geklärt haben.

Plaza de la Merced

Auf dem weit ausgreifenden Platz flattern immer noch die Tauben, die für den jungen Pablo Picasso so wichtig waren. Auf vielen seiner Bilder sind die gefiederten Wesen zu sehen. Das gepflasterte Quadrat mit den schönen alten Pavillons ist gesäumt von altehrwürdigen Häusern, die inzwischen alle saniert worden sind.

Region: Nerja

Balcón de Europa

Ein Vorgebirge mit Aussicht. Die palmengesäumte, blumenübergossene Prachtpromenade auf einem massiven Felsen ragt zwischen zwei lieblichen Buchten weit ins Meer hinein. Weil sich in dieser Zone Cafés und Restaurants konzentrieren, trifft man auf viele Einheimische. Rudimente einer Festung und zwei eiserne Kanonen erzählen von der Vergangenheit.

Cuevas de Nerja

Die mitunter ziemlich überlaufenen Tropfsteinhöhlen vor den Toren des Städtchens präsentieren in 800 m Länge und 60 m Höhe phantastische Formen von Kalziumkarbonatausfällungen. Die Felsmalereien mit Delphinmotiven sind vermutlich 20000 Jahre alt. In den saalähnlichen Höhlen hängen prächtige Stalaktiten. Es sind vor allem das magische Licht und die eigentümlichen Schallwirkungen, die Besucher begeistern. Die gute Akustik wird auch kommerziell genutzt: Im Sommer gibt es vor der archaischen Kulisse abendliche Konzerte und Ballettaufführungen.

Hobbyhöhlenforscher haben samstags zwischen Oktober und Mai die Möglichkeit, in kleinen Gruppen die galerías altas aufzusuchen. Diese etwa fünfstündigen Touren verlangen eine gute Kondition. Erforderlich ist eine rechtzeitige Voranmeldung (Patronato de la Cueva de Nerja | Carretera de Maro | Tel. 952529520 | Fax 952529646 | www.cuevadenerja.es). | Juli/Aug. tgl. 10-19.30, Sept. bis Juni 10-14 und 16-18.30 Uhr

Region: Almuñécar

Stadtbummel

Zu besichtigen sind Reste eines römischen Aquädukts, freigelegte phönizische Pökelgruben und der Palacete La Najarra an der Avenida de Europa im neoarabischen Stil. Die Festungsanlage San Miguel, von Römern erbaut, von Mauren erweitert, ist für die Besichtigung freigegeben (Di-Sa 10.30-13.30 und 17-19.30, So 10.30-13.30 Uhr). Ebenfalls den Aufstieg wert ist der Aussichtsberg Peñón del Santo.

Region: Antequera

Altstadt

Das gesamte Altstadtensemble steht unter Denkmalschutz. Beachtenswert sind vor allem die zwei Kirchen Real Colegiata Santa María la Mayor (Plaza Santa María), ein gewaltiger Renaissancebau, und El Carmen wegen ihrer hübschen Artesonadodecken. Antequera besitzt 25 Kirchen und Klöster, in denen immer noch Nonnen und Mönche weltabgewandt ihre Tage verbringen. Würdevoll ist der Arco de los Gigantes (Calle de Pastillas). Der als Rahmen für Fotos beliebte „Bogen der Riesen“ aus dem Jahr 1585 enthält das Stadtwappen Antequeras. Von der maurischen Festungsanlage sind nur Ruinen geblieben. Die Anlage wurde zum Park umfunktioniert, überragt ist sie vom kantigen Glockenturm Torre de Papabellotas. Von oben lässt sich die Häusersilhouette Antequeras überblicken. Im barocken Palacio de Nájera ist das Stadtmuseum untergebracht, das u.a. die römische Bronzeskulptur Efebo de Antequera und Gemälde zeigt (Museo Municipal | Plaza del Coso Viejo | Di-Fr 10.30-13.30 und 16.30-18.30, Sa 10-13.30, So 11 bis 13.30 Uhr).

Cuevas

Ein Geheimnis liegt über diesen prähistorischen Grabhöhlen am östlichen Rand der Stadt, die zu den bedeutendsten Hinterlassenschaften der iberischen Megalithkultur zählen. Niemand weiß, wer die Menschen waren, die diese Gräber gebaut und wie sie die Steinplatten - manche wiegen 170 t - aus den Bergen hierher transportiert haben. Entstanden sind die Stätten, wie geschätzt wird, um 2500 v. Chr.

Die Cueva de Menga liegt in einem Hügel aus Schiefer und Mergel, der 25 m lange Gang in die Grabkammer ist von fünf Monolithen begrenzt. Die 3,20 m hohe Höhle ist mit Kalksteinen abgedeckt, die auch Pfeiler stützen. Die Cueva de Viera wurde aus 27 präzise zusammengefügten Wandsteinen gebildet und ist 19 m lang. Darüber liegt eine einzige, 4 m lange Deckplatte. In den beiden zu Nationaldenkmalen erklärten Grabhöhlen wurden vermutlich einst Stammesführer mit wertvollen Grabgaben bestattet. 4 km weiter befindet sich die Romeralhöhle, deren Entstehung auf die Zeit um 1800 v. Chr. datiert wird. Sie gleicht den beiden anderen Höhlen, der Hauptraum stellt einen 4 m hohen Kuppelsaal dar. | Di-Sa 9-18, So 9.30-14.30 Uhr, Öffnungszeiten nicht immer verlässlich, vorher im Touristenbüro erkundigen

Region: Marbella

Altstadt

Der älteste Stadtteil liegt meerabgewandt auf dem Hügel. Seine winzigen Gassen und Plätze mit dösenden Hunden auf den Eingangsstufen alter Häuser präsentieren sich in einer fotogenen Mixtur aus maurischem und christlichem Stil. Der Rincón de la Virgen an der Mündung der beiden Straßen Remedios und Dolores ist geschmückt mit farbenprächtigen Bougainvilleen. Das Rokokoportal der Erscheinungskirche (Iglesia Mayor de la Encarnación) aus dem 16. Jh. am Ende der Calle del Carmen öffnet sich auf einen romantischen, kleinen Kirchplatz, über dem der Turm eines ehemals prächtigen maurischen Palasts aus dem 9. Jh. emporragt. Aus der Renaissance stammen das Kloster San Francisco und das Hospital San Juan de Dios.

Museo de Bonsai

Alles rund um die Zwergenbäumchen, eine private Sammlung. | Tgl. 10.30-13.30 und 16-18.30 (Sommer 17-20) Uhr | Parque Arroyo de la Represa

Museo del Grabado

Spanische Hochkunst à la Picasso, Miró, Tàpies und Chillida in einem sanierten, palastartigen Bau mit zwei wuchtigen Portalen. Wunderbares Ambiente. | Di-Sa 10-14 und 17.30 bis 20.30 (Sommer 18-21) Uhr | Calle Hospital Bazán | www.museodelgrabado.com

Plaza de los Naranjos

Der Orangenbaumplatz, einer der schönsten Plätze Andalusiens, macht seinem Namen alle Ehre. Auch wenn sich hier die Menschenströme treffen, hat er nichts von seiner Faszination verloren und lädt zu einer Rast ein. Der achteckige Marmorbrunnen stammt aus der Zeit der Renaissance, die Wallfahrtskapelle aus dem 15., das Rathaus und die Casa del Corregidor aus dem 16. Jh. Das Innere des Rathauses ist mit schönen Fresken und Täfelungen geschmückt.