Reisetipps Chiemgau

Sehenswertes Chiemgau

Region: Altötting

Kapellplatz

Der Kapellplatz ist eine städtebaulich auffallende Erscheinung: In respektvollem Abstand von der Gnadenkapelle, zusätzlich abgeschirmt von einem zweireihigen Baumkarree und Grünflächen, begrenzen würdige, zumeist sakrale Barockbauten die weite Fläche. Hier finden interessierte Besucher alle primären Sehenswürdigkeiten des Wallfahrtsortes ordentlich aufgereiht.

Altöttinger Gnadenkapelle

Mittelpunkt der Gnadenkapelle ist die Schwarze Muttergottes, ein ursprünglich farbiges Schnitzwerk aus der Zeit um 1330, dessen Schöpfer unbekannt geblieben ist. Schwarz verfärbt hat sich die Madonna über die Jahrhunderte im Rauch der nie verlöschenden Kerzen. Die Kapelle konzentriert sich um die achteckige Taufkapelle aus karolingischer Zeit (8. Jh.), einen der ältesten Zentralbauten Deutschlands. Rechts neben dem Gnadenaltar betet der Silberprinz, die fast lebensgroße Rokokostatue des zehnjährigen Kurprinzen Max Joseph (später Kurfürst Maximilian III.). Nicht minder beredte Zeugen tiefer Religiosität sind die zumeist selbst gemalten Votivtafeln, die zu Tausenden im Kapellenumgang hängen, Danksagungen an die Schwarze Muttergottes für Rettung aus großer Not. | Kapellplatz

Jerusalem-Panorama

100 Jahre altes, sehr beeindruckendes Großraumpanorama zur Kreuzigung Christi. Das Rundgemälde ist 95 m lang. | März-Okt. tgl. 9-18 Uhr, Nov.-Feb. Sa/So 11-14 Uhr | Eintritt 4,50 Euro | Gebhard-Fugel-Weg 10

Wallfahrtskirche St. Philipp und Jakob

Anfang des 16. Jhs. baute man die spätgotische Stiftskirche mit ihren zwei charakteristischen Spitztürmen. Sie beherbergt den berühmten Tod von Eding, eine Skelettfigur, die hoch oben auf einer Schrankuhr sitzt und im Sekundentakt die tödliche Sense schwingt - ein eindrucksvolles Gedenken an die Pestzeit. Um die Weihegaben für die Muttergottes aufzunehmen, wurde 1510 an die Kirche die Schatzkammer angebaut, die kostbare Monstranzen, Silber- und Goldaltärchen sowie bäuerliche Wachsstöcke beherbergt. Das bedeutendste Stück aber ist das Goldene Rößl, ein von Pariser Goldschmieden gefertigtes Kunstwerk für die (aus Bayern gebürtige) Königin Isabeau von Frankreich. | Kapellplatz

Region: Burghausen

Altstadt

Auch auf Burghausens bemerkenswertem und geschlossenem Stadtplatz dominiert die charakteristische Inn-Salzach-Bauweise, verstecken sich Grabendächer hinter den hochgezogenen Fassaden, kleben an den der Salzach zugewandten Häuserfronten oft mehrstöckige Holzgalerien. Ein Traumpalais in Blau ist das ehemalige kurfürstliche Regierungsgebäude. In dem im Rokokostil geschmückten Tauffkirchen-Palais residiert heute das Amtsgericht. Vom Stadtplatz aus sollte man die Straße In den Grüben zur Spitalvorstadt hinauswandern; auch hier gibt es schöne Fassaden, Laubengänge und viele stilvolle Geschäfte zu bewundern.

Burghauser Burg

Mit ihren 1043 m Länge und sechs Höfen ist sie Europas ausgedehnteste Burganlage. Von der Altstadt aus führen Stiegen und Treppen hinauf, doch am besten erobert man sie von der Nordseite aus. Die Burg, erstmals erwähnt 1205, wurde zum Ende des 15. Jhs. vom Landshuter Herzog Georg dem Reichen zur heutigen Sechs-Burgen-Befestigung ausgebaut. Um Feinden den Angriff so schwer wie nur möglich zu machen, wurden vor die bewohnte Hauptburg fünf „Vorburgen“ gestellt, durch die sie sich erst hätten hindurchkämpfen müssen. Beeindruckend sind die mannigfaltigen Türme - ob der Prechtlturm, der sowohl Rainer Maria Rilke als auch (viel früher) den Burghauser Scharfrichter beherbergte, ob Folterturm (Museum) oder das Aventinhaus, ein vergrößerter Wehrturm, in dem 1510 der Aventin genannte bayerische Geschichtsschreiber Johannes Turmair lebte.

Die Burg war wie eine kleine Stadt für sich: Hier waren Wohnungen für das Personal untergebracht, gab es Werkstätten, Getreidekammern und Ställe. Nur im innersten Burghof lebten die fürstlichen Hausherren selbst. Er ist umstanden von Kemenaten- und Fürstenbau, dem heizbaren Dürnitzraum, der frühgotischen Elisabethkapelle, der Schatzkammer und dem Kerker für die besseren Gefangenen (zu denen z.B. Erzbischof Pilgrim II. von Salzburg zählte). Außerdem gibt es hier eine Gemäldesammlung.

In der ehemaligen Kemenate, dem Frauentrakt, befindet sich das Historische Stadtmuseum (15. März-April und Okt. tgl. 10-16 Uhr, Mai-Sept. tgl. 9-18 Uhr | Eintritt 2 Euro). Hier sind auf vier Stockwerken Burghausener Malerei und Bildhauerei, Volkskundliches, Militaria sowie 150 ausgestopfte Vögel ausgestellt.

Region: Trostberg

Altstadt Trostberg

Die Altstadt besteht mehr oder weniger aus einer langen und sehr engen Häuserzeile. Mehr Platz war eben nicht zwischen Alz und Schlossberg, an den man sich Schutz suchend drängte. Den besten Eindruck der Trostberger Bauweise vermittelt der Blick von jenseits der Alz: Man sieht die gotischen Bürgerhäuser von hinten, verschieden breit, des Berghangs wegen unterschiedlich hoch und im Gesamtarrangement von malerischer Unbekümmertheit. „Trostberger Orgel“ haben die Einheimischen das bunte Auf und Ab treffend genannt.

Stadtmuseum

Gezeigt werden Objekte bürgerlicher und bäuerlicher Wohnkultur von der Renaissance bis in die 1950er-Jahre, sakrale Kunst, Gemälde, Zeichnungen und jede Menge Schützenscheiben. | Nur mit Führung Mai-Sept. Do bis So, März, April, Okt., Nov. Sa 14 Uhr | Eintritt 2 Euro | Schedling 7

St. Andreas

Die spätgotische Pfarrkirche beherrscht das Ortsbild; ihre dreischiffige Halle ist unverfälscht erhalten. Sehenswert: der spätgotische Taufstein und die Grabdenkmäler, davon gleich drei für den Ritter Hanns Herzhaimer, einen großen Gönner der Stadt. | Vormarkt 22

Region: Aschau

Pfarrkirche St. Maria

Kaum zu glauben, dass diese so heitere, üppige Kirche schon im 15. Jh. erbaut wurde - als gotischer Zweischiffbau. Dessen Barockisierung verdanken Besucher den mit prachtvoller Stuckatur versehenen Innenraum, in dem ein mächtiges Deckenfresko von Balthasar Mang, aufwendig geschnitzte Rokokobeichtstühle und eine weißgüldene Kanzel um die Wette strahlen. | Kirchplatz 1

Schloss Hohenaschau

Groß, imposant und wunderbar erhalten, bewacht es von seiner isolierten Lage auf einem bewaldeten Höhenrücken aus den Eingang des Prientals: Schloss Hohenaschau, eine der bedeutenden Höhenburgen Oberbayerns. Die weitläufige Burganlage zerfällt optisch wie historisch in drei Teile, deren ältester aus der mittelalterlichen Ringmauer und dem Bergfried (12. Jh.) besteht. Es folgten zahlreiche Aus- und Umbauten; sein heutiges Gesicht erhielt Schloss Hohenaschau im Wesentlichen im Hochbarock. Zu den Höhepunkten einer Führung durch die Anlage zählen die Schlosskapelle (Altarbilder von Johann Baptist Zimmermann), der monumentale Ahnensaal und der Laubensaal. | Führungen April und Okt. nur Do, Mai-Sept. Di-Fr 9.30, 10.30 und 11.30 Uhr | Eintritt 2,50 Euro

Region: Schleching

Pfarrkirche St. Remigius

Früh schon wurde das hintere Achental von fränkischen Glaubensboten christianisiert - daher die Präsenz des „Franken“ Remigius in Schleching. Die ihm geweihte Pfarrkirche ist ein dörflicher Barockbau. Sehenswert ist vor allem der Friedhof, in dessen Mauer Steine der alten romanischen Vorgängerkirche eingemauert sind und auf dem viele jener schmiedeeisernen Grabkreuze stehen, wie sie typisch sind für die letzte Ruhe im oberbayerischen Land.

Region: Wasserburg

Altstadt Wasserburg

Von dem 1470 erbauten Brucktor aus, dem Tor an der Innbrücke - in der benachbarten Heilig-Geist-Spitalkirche kann man eine sehr gelungene Darstellung des Pfingstwunders bestaunen -, gelangt man auf den lang gestreckten Marienplatz. Hier und in der parallel verlaufenden Herrengasse hat sich die anheimelnde Inn-Salzach-Bauweise mit ihren Grabendächern und ausgestellten Laubengängen besonders schön erhalten. Schmiedzeile, Ledererzeile, Nagelschmied- und Bruckgasse bergen ebenfalls schöne Ensembles. Wasserburgs ältestes Haus ist das Irlbeckhaus (erbaut 1497) an der Schmiedzeile, aber auch am Alten Mauthaus (Ecke Bruckgasse/Marienplatz) mit seinem Renaissance-Erker sollte man kurz innehalten.

Die Gästeinformation bietet Führungen (ab 6 Euro) an - eine mittelalterliche, eine klassische sowie eine Führung durch die Bierkatakomben, die 200 Jahre alten, in das rechte Innufer gegrabenen Kellergewölbe.

Erstes imaginäres Museum

In den Räumen des ehemaligen städtischen Spitalgebäudes (erbaut 1341) kann man sich einbilden, über 500 Meisterwerken von Malern aus neun Jahrhunderten gegenüberzustehen. In Wirklichkeit sind es nur meisterhafte Repliken. Pop-Art, Naive und zeitgenössische Kunst werden ebenfalls ausgestellt. | Mai-Sept. Di-So 13-17 Uhr, Okt.-April Di-So 13-16 Uhr | Eintritt 2,50 Euro | Bruckgasse 2

Kernhaus

Breite Laubengänge, vier zweigeschossige Erker, reiche Stuckatur und Freskenmalerei lassen das Patrizierhaus eher wie einen fürstlichen Palast aussehen. Der für die Rokokofassade verantwortliche Künstler ist der Wessobrunner Johann Baptist Zimmermann, der auch die Deckenfresken in der weltberühmten Wieskirche schuf. In Wasserburg fasste er mit der Kern-Fassade 1738 zwei eigentlich voneinander unabhängige Häuser zusammen. | Marienplatz 9

Rathaus

Das Rathaus mit seinen schönen Stufengiebeln wurde Mitte des 15. Jhs. im spätgotischen Stil errichtet. An der inneren Aufteilung des Gebäudes lassen sich auch heute noch die verschiedenen Funktionen des Rathauses in früherer Zeit ablesen: Im ehemaligen Brothaus verkauften bis ins 20. Jh. hinein alle Wasserburger Bäcker ihre Erzeugnisse; es gab eine Kornschranne (heute Eingangshalle) und natürlich die Ratsstube, auch „roter Rathaussaal“ genannt, die mit ihren allegorischen Wandmalereien zu den wichtigen Sehenswürdigkeiten Wasserburgs gehört. | Führungen Di-Fr 10, 11, 14, 15 und 16, Sa/So 10 und 11 Uhr | Eintritt 2,50 Euro | Marienplatz 1

Städtisches Museum

Stilvoll in einem schönen spätgotischen Bürgerhaus untergebracht, verschafft das Heimatmuseum einen umfassenden Überblick über die Wasserburger Stadtkultur der Vergangenheit - vom Strafvollzug über die Lebzelterei, von der Textilherstellung bis hin zu sakralen Plastiken. | Mai-Sept. Di-So 13-17 Uhr, Okt. bis April Di-So 13-16 Uhr | Eintritt 2,50 Euro | Herrengasse 13

Region: Bad Reichenhall

Stadtzentrum

Seit dem großen Brand 1834 ist von der alten, typischen Inn-Salzach-Architektur nicht mehr viel zu sehen. Doch ein Bummel lohnt sich. Im Stadtzentrum zwischen Sebastianiviertel und Karlspark gibt es viele schöne Gründerzeitbauten zu entdecken. Der Florianiplatz wirkt mit seinen wuchtigen, giebelständigen Häusern alpenländischer als in der Inn-Salzach-Gegend eigentlich üblich. Dieses Viertel ist das älteste der Stadt; die Burg Gruttenstein mit ihren malerischen Türmchen und Erkern stammt gar aus dem 13. Jh. An der Salinenstraße passiert man die Alte Saline, ein 1851 im Rundbogenstil fertiggestelltes Backsteingebäude und sehenswertes Industriedenkmal.

Alte Saline mit Quellenhaus

Historische Salzgewinnungsanlage, die als Museum dient. Zu sehen gibt es u.a. die gigantischen Solepumpen und die marmorverkleideten Quellstollen sowie Quellfassungen von Erasmus Grasser, der für seine Bildhauerkünste (Münchner Moriskentänzer) bekannt ist. Filmvorführungen informieren über die Salzgewinnung einst und heute. | Mai-Okt. tgl. 10-16 Uhr, Nov.-April Di-Fr 14-16 Uhr | Eintritt 5,90 Euro | Salinenstraße

Münster St. Zeno

Bayerns größte romanische Kirche misst 90 m in der Länge, 30 m in der Breite und ist 16 m hoch, sodass beinahe schon die Ausmaße des alten Salzburger Domes erreicht sind. Von großer Pracht ist das reich gestufte Westportal mit den hll. Zeno und Rupert. Der Innenraum der ehemaligen Augustinerchorherren-Stiftskirche ist zum Leidwesen vieler Puristen gotisiert worden. Im Kloster nebenan kann man den romanischen Kreuzgang besuchen. Sehenswert sind darin das Wandrelief von Kaiser Barbarossa, einem großen Gönner des Stifts, und die Bandornamente an den Säulen. | Salzburger Straße | Termine für Führungen beim Pfarramt | Tel. 08651/714290

Pfarrkirche St. Nikolaus

Obwohl ihr moderner Westturm ein viel geringeres Alter vermuten lässt, wurde das romanische Gotteshaus bereits 1181 erbaut. Die Kreuzwegstationen in Medaillonform schuf im 19. Jh. Moritz von Schwind, ebenso das Fresko in der Apsis. | Poststraße

Region: Berchtesgaden

Marktplatz

Der Marktplatz mit seinem Löwenbrunnen, dem (auf der Rückseite mit lustigen Fresken versehenen) Hirschenhaus und den Arkaden gibt ein typisches Bild einer alten südbayerischen Marktgemeinde ab.

Dokumentation Obersalzberg

Die NS-Propaganda nutzte Hitlers Feriendomizil Obersalzberg zur Inszenierung einer heilen Welt, die mit der Realität des Dritten Reiches nichts zu tun hatte. Die Multimedia-Ausstellung zeigt, wie sich der Nationalsozialismus tatsächlich auf das Leben der Menschen auswirkte - ein bislang einzigartiges Projekt. | April bis Okt. tgl. 9-17 Uhr, Nov.-März Di-So 10-15 Uhr | Eintritt 3 Euro | Salzbergstr. 41 | www.obersalzberg.de

Heimatmuseum

Hier ist ausgestellt, womit sich die Bergbauern jahrhundertelang über Wasser hielten: „Berchtesgadener Waar“ genannte, kunstvolle Holzschnitzereien im Miniaturformat. Ebenfalls interessant sind die Sammlungen von Möbeln und bäuerlichem Gerät. | Führungen Di-So 10-16 Uhr | Eintritt 2,50 Euro | im Schloss Adelsheim | Schroffenbergallee 6 | www.heimatmuseum-berchtesgaden.de

Salzbergwerk berchtesgaden

Alle Angaben zum Salzbergwerk und zur „Salzzeitreise“ finden Sie im Kapitel „Mit Kindern reisen“.

Schloss

Das Klosterstift der Fürstpröpste wurde nach der Säkularisation zum weltlichen Schloss und gehört seitdem den Wittelsbachern. Im frühgotischen Dormitorium befindet sich eine Sammlung spätmittelalterlicher Skulpturen, z.B. von Veit Stoß und Lucas Cranach. | 16. Mai-15. Okt. So bis Fr 10-13 und 14-17 Uhr, sonst nur Mo-Fr 11 und 14 Uhr Einlass | Führung 7 Euro | Schlossplatz

Stiftskirche

1108 begannen die Rottenbucher Mönche mit dem Bau der Stiftskirche St. Peter und Johannes. Von der romanischen Basilika sind noch die Fundamente erhalten, Hochchor und Langhaus sind gotisch. Sehenswert im Inneren sind eine frühbarocke Madonna und die marmornen Propstgrabmäler. | Schlossplatz

Region: Prien

Galerie im Alten Rathaus

Hier sind Werke jener Künstler zu sehen, die zwischen 1870 und 1930 mit den Gruppen „Bären und Löwen“ und „Die Welle“ Priens Ruf als Künsterkolonie begründeten. Außerdem aktuelle Ausstellungen moderner Kunst. | Mi, Do und Fr 14-17, Sa/So 11-13 und 14-17 Uhr | Eintritt 2 Euro | Alte Rathausstr. 22 | www.galerie-prien.de

Heimatmuseum

Früher war es einmal der Meierhof der Pfarrei, heute beherbergt es als Museum verschiedene Bauernstuben, Hinterglasbilder, Fischereiobjekte und eine hübsche Sammlung des „Priener Huts“, eines außergewöhnlichen Kopfputzes für die einheimischen Bäuerinnen. Stilechte Zutat ist der Bauerngarten vor dem Haus. | Mitte April-Ende Okt. Mi-Sa 10-12 und 14-17 Uhr | Eintritt 1,50 Euro | Friedhofweg 1

Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt

Der Innenraum des spätgotischen Gotteshauses wurde im 18. Jh. von dem Münchner Hofmaler Johann Baptist Zimmermann barock auf Vordermann gebracht: Überbordende Stuckatur bildet den Rahmen für das Deckenfresko zum Thema „Sieg der katholischen Streitmächte vor Lepanto“. | Am Marktplatz

Region: Grassau

Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt

Die Pfarrkirche überragt andere oberbayerische Dorfkirchen an kunsthistorischer Bedeutung. Besonders interessant sind die gotischen Fresken aus dem frühen 15. Jh., die im Chorraum freigelegt worden sind.

Region: Reit im Winkl

Hausenhäusl

Neu ist nur das Museum, nicht das Häusl, das vor einigen Jahren wieder instand gesetzt wurde. Jetzt beherbergt es Ausstellungsstücke zur kleinbäuerlichen Landwirtschaft und zum örtlichen Handwerk, z.B. dem Flachsbrechen. | Nur im Sommer Fr 14 bis 16 Uhr | Eintritt frei | Weitseestr. 11

Region: Ruhpolding

Zentrum

Im Ruhpoldinger „Zentrum“ steht immer noch eine Reihe schöner alter Bauernhöfe und Holzhäuser.

Hammerschmiede-Museum

Die Ruhpoldinger Glockenschmiede ist 350 Jahre alt, die damals verwendete Technik ist - funktionstüchtig (!) - erhalten geblieben. Zu sehen gibt es die Werkstatt mit Wasserrädern, mehrere Essen, Fallhämmer und einen wasserbetriebenen Blasebalg. | Mitte Mai-Juni und Mitte Sept. bis Mitte Okt. Di-Fr 10-12 und 14-16 Uhr, Juli-Mitte Sept. tgl. 10-16 Uhr | Eintritt 3,50 Euro | Haßlberg | Ortsteil Vorderbrand

Pfarrkirche St. Georg

Das barocke Gotteshaus gilt als eine der bedeutendsten oberbayerischen Dorfkirchen, und nicht nur wegen der wunderschönen spätromanischen „Ruhpoldinger Madonna“ aus der Zeit um 1230. Die Pläne für die Kirche lieferte der Münchner Hofbaumeister Johann Gunetzrhainer, gebaut wurde sie 1738-57.

Region: Mühldorf

Altstadt

Dem Stadtplatz sollte man ein wenig Zeit widmen. In sanftem Bogen schwingt er sich vom Altöttinger Tor zum Münchner Tor (das älteste Bauwerk der Stadt, schon 1218 erwähnt), beiderseits gesäumt von pastellfarbenen Bürgerhäusern von beachtlicher Tiefe, deren dritter Stock nur „Show“ ist: Hinter den Flachgiebeln verbergen sich die typischen Grabendächer. Die ganze Ostseite des Stadtplatzes kann man in einem Laubengang (15. Jh.) beschreiten. Charakteristisch für Mühldorf sind die engen, schluchtartigen Gassen, die vom Marktplatz wegstreben und oft sogar in zwei „Etagen“ von Schwibbögen überwölbt werden. Wer einen Blick in die Innenhöfe wirft, entdeckt malerische Arkadengänge.

Am Stadtplatz liegt das in seiner Substanz spätgotische Rathaus, in dem neben einem schaurigen „Hexenkammerl“ ein Sitzungssaal mit prachtvoll geschnitzter Kassettendecke zu besichtigen ist. Sehenswert sind auch die Pfarrkirche St. Georg, ein heiterer Spätrokokobau, und die beiden Traidtkästen, Vorratsspeicher, in denen die Salzburger Erzbischöfe den Getreidezehnten lagerten.

Kreismuseum im Lodronhaus

Die Sammlung im ehemaligen „Getreidekasten“ präsentiert auf zwei Stockwerken Geologie und Stadtgeschichte, Volksfrömmigkeit und Innschifffahrt. Auch zur Mühldorfer NS- und Nachkriegszeit gibt es einiges zu entdecken - Geschichtskapitel, die von den meisten Heimatmuseen gern verschwiegen werden. | Di-Do und So 14-17 Uhr | Eintritt 1,50 Euro | Tuchmacherstr. 7 | www.lodronhaus.de

Region: Rosenheim

Altstadt

Rund um den Max-Josefs-Platz präsentiert sich die alte Handelsstadt im typischen Inn-Salzach-Stil. Schöne Patriziergebäude wie der historische Gasthof Stockhammer, Arkadengänge und Rokoko-Stuckfassaden erfreuen das Auge. Die alte Weinschenke Zum Santa stammt in ihren Ansätzen aus dem 13. Jh. - man beachte die mächtigen Kreuzgewölbe in der Wirtsstube! Die zur Heilig-Geist-Kirche gehörende Wolfgangskapelle beherbergt ein spätgotisches Wandbild (1499) nach dem „Volto Santo“ in Lucca.

Rund um die Altstadt bietet der Tourismusverein bietet immer samstags originelle Führungen an, darunter „Alte Rosenheimer Wirtshäuser“ oder „Spuk und Grusel“ | www.kuko.de).

Innmuseum

Spannende Dokumentation der Geschichte von Inn und Innflussfahrt in einem ehemaligen Flussbaustadel. | Mai-Okt. Fr 9-12, Sa/So 11-16 Uhr | Eintritt 2,50 Euro | Innstr. 74

Lokschuppen

Die wunderschön renovierte Lokomotivenremise von 1858 ist heute die wohl bedeutendste Ausstellungshalle Südostbayerns und hat Rosenheims kulturelles Renommee spürbar erhöht. | Mo-Fr 9-18, Sa/So 10.30-18 Uhr | Eintrittspreise je nach Ausstellung bzw. Veranstaltung | Rathausstr. 24 | www.kuko.de

Region: Laufen

Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt

Die älteste gotische Hallenkirche Süddeutschlands ist aus einer romanischen Basilika hervorgegangen und rund 650 Jahre alt. Innen findet man schöne Gemälde des Barockmalers Johann Michael Rottmayr, der aus Laufen stammte und kaiserlicher Hofmaler in Wien wurde. Die Kirche ist an drei Seiten von niedrigen gotischen Laubengängen umgeben, in denen zahlreiche Epitaphe von Laufener Familien zu sehen sind. | Am Spannbrücherplatz

Region: Waginger See

Waging und Umgebung

Das am Westufer gelegene Waging (5000 Ew.) hat sich trotz vieler schrecklicher Brände und Zerstörungen das typische Gesicht der Inn-Salzach-Städte bewahrt. Die Pfarrkirche St. Martin (1698) hat einen gotischen Turm mit mächtiger Zwiebelhaube und reichem Wessobrunner Stuck im Langhaus. Im Vorort Otting lohnt die spätgotische Kirche St. Stephanus mit ihren Fresken und Marmorgrabsteinen aus dem 15. und 16. Jh. eine kurze Visite. Schloss Gessenberg, schlicht, mit seinen rotweißen Fensterläden und vier Türmchen aber hübsch anzusehen, stammt von 1700 und war früher Grenzbefestigung der Salzburger Erzbischöfe.

Bajuwarenmuseum

Bisher gab es kaum gesicherte Erkenntnisse über das geheimnisvolle Volk der Bajuwaren. Das Museum in Waging jedoch schafft Abhilfe: Umfangreiche Funde aus den Reihengräbern in Petting und Waging illustrieren Lebensweise und Kunstfertigkeiten der Vorfahren der Bayern. | Pfingsten-Okt. Di-So 10-17 Uhr, Ostern-Pfingsten sowie 15. Dez. bis 15. Jan. Fr-So 10-17 Uhr | Eintritt 2,50 Euro | Salzburger Str. 32 | www.bajuwarenmuseum.de