Reisetipps Bulgarien

Einkaufen Bulgarien Das Abenteuer der Entdeckung

Geben Sie sich dem bizarren Charme der exotischen Ramschmärkte hin

Shopping kann zu einem faszinierenden Erlebnis eines Bulgarienaufenthaltes werden - wenn man für Überraschungen offen ist, die Geduld nicht zu rasch verliert und den Einkaufsbummel als ausgedehnten Spaziergang begreift. Grundsätzlich gilt, dass viele Händler alles verkaufen, was ihnen unter die Finger kommt. Egal ob Lebensmittel, Kleidung oder Souvenirs: Außerhalb der Touristenzentren sind die Preise wesentlich niedriger.

Basare

Auf keinen Fall sollten Sie Bulgarien verlassen, ohne die unterschiedlichen Arten von Märkten genossen zu haben. Besondere Einblicke in den bulgarischen Alltag gewinnen Sie auf den Basaren: Außerhalb der Stadtzentren haben sich welche etabliert, für die Flohmarkt eine verniedlichende Bezeichnung wäre. Ramsch jeglicher Art wird hier feilgeboten, von der verrosteten Mistgabel bis zum krächzenden Grammofon. Viele Anbieter kommen aus Russland, der Türkei, dem früheren Jugoslawien. Grundregel auf diesen Märkten: Handeln Sie, was das Zeug hält! Meistens wird zuerst einmal ein völlig utopischer Preis angesetzt. Das Feilschen ist primär unter sportlichem Aspekt zu sehen und macht auch Spaß.

Kleidung und Schuhe

Kleidung und Schuhe gibt es für jeden Geschmack und für jedes Alter. Die Zahl der kleinen Boutiquen in den Städten ist riesig, die Preise: von richtig teuer bis Schnäppchen. Vorsicht ist bei Markenwaren geboten. Oft handelt es sich um ein billiges Imitat. Pelzkleidung und Luxusartikel guter Qualität gibt es hauptsächlich in Sofia und in den größeren Städten.

Kunst und Antiquitäten

In den letzten Jahren ist die Zahl der Kunstgalerien in den Städten und in den Tourismuszentren enorm angestiegen. Sie bieten Kunstwerke verschiedener Art - von Gemälden und Plastiken bis Schmuck und Handwerksprodukten. In den Antiquitätenläden findet man Möbel, Uhren, Geschirr, Kleinkram. Solche Läden gibt es vor allem in den großen Städten, sie sind oft sehr klein und vollgestopft. Hier zu stöbern lohnt sich und der Preis ist fast immer verhandelbar.

Märkte

Im Vorübergehen können Sie sich auf den Lebensmittelmärkten mit Obst oder Gemüse versorgen. Jede größere Stadt hat zumindest einen solchen offenen Markt, auf dem Sie sich einen Überblick über das lokale und regionale Angebot verschaffen können. Vor allem aber sind diese Plätze bunte Tupfer des Alltags.

Mitbringsel

Lohnend sind Töpferwaren, Porzellanservice, Lederwaren und Besticktes (Blusen, Tischdecken); Kupfer- und Zinngefäße nur dann, wenn Sie das seltene Glück haben, auf ältere Stücke zu stoßen. Zu den typischen Souvenirs gehören Rosenöl (in einem hübschen, kleinen Holzgefäß), Puppen in ländlicher Tracht und Holzschnitzereien aller Art. Anspruchsvolle Produkte nicht nur dieser Art bieten die Geschäfte des Verbandes der bulgarischen Künstler an.

Shopping-Malls

Wenn die Bulgaren in letzter Zeit von Einkaufen sprechen, benutzen sie immer öfter das englische Wort „Mall“. Die Mode der Rieseneinkaufszentren ist auch in Bulgarien angekommen - und boomt. In den Malls kann man nicht nur einkaufen, sondern seine neuen Klamotten vorführen, Freunde treffen, etwas essen, ins Kino gehen und entspannen. Malls mit WLAN gibt es vor allem in Sofia.

Spirituosen

Es lohnt sich, den Pflaumenschnaps Trojanska slivova mitzunehmen, ebenfalls den Weinbrand Pliska, den Anisschnaps Mastika oder die besten Rotweine. Vorsicht ist am Platz, wenn Ihnen an Straßenständen importierte Getränke zu unglaublich niedrigen Preisen angeboten werden: Nicht immer ist das drin, was draufsteht.

Region: Plovdiv

Kunsthandwerk

In der Strâmna-Gasse sind das alte Handwerk und - vor allem - das Kunsthandwerk zu Hause. In kleinen Werkstätten gehen hier Kupferschmiede, Kürschner oder Pantoffelmacher ihrer Arbeit nach, und ihre Produkte - die die Passanten natürlich zum Kauf anregen sollen - zieren wie Museumsstücke Vitrinen und Wände der zuweilen winzigen Lädchen.

Region: Varna

Fußgängerzone

Die Fußgängerzone bietet so ziemlich alles, was das Herz begehrt. In der Ulica Knjaz Boris I finden Sie neben allerlei Nippes und Souvenirs hin und wieder ein gutes Paar Schuhe oder ein schönes Kleidungsstück.

Region: Sofia

Einkaufen in Sofia

Nach wie vor besitzt Sofia für bulgarische Verhältnisse besonders gute Einkaufsmöglichkeiten. Auf den Straßenzügen Bulevar Vitoša, Ulica Pirotska, Ulica Rakovski und Ulica Graf Ignatiev (hier vor allem um den Ploštad Slavejkov) und in ihrer unmittelbaren Umgebung befinden sich die wichtigsten Geschäfte und kompaktesten Einkaufszonen. Das größte Warenhaus ist das CUM (Bulevar Knjaginja Marija Luiza 2, www.tzum.bg). Antiquitäten und Trödelkram gibt es auf dem großen Flohmarkt vor der Alexandăr-Nevski-Kathedrale. Ganz in der Nähe, in der Ulica Pariž, werden Ikonenimitationen und Gemälde verkauft.

Anspruchsvolle Mode wird - vor allem in kleinen Boutiquen - auf dem mittleren und südlichen Teil vom Bulevar Vitoša angeboten. Schönes Kunsthandwerk und bessere Souvenirs finden Sie auch in den Unterführungen unter dem Kaufhaus CUM und dem Kulturpalast (NDK), Ploštad Bâlgarija 1. Gegenstände aus Marmor und Halbedelsteinen sind auf dem Bulevar Car Osvoboditel 10, Kristall und Porzellan auf dem Bulevar Vitoša 8 zu erstehen. Ansprechende Leder- und Pelzbekleidung sowie Handtaschen führen verschiedene kleinere Geschäfte um den Ploštad Slavejkov, wo auch das Angebot an Lederwaren überdurchschnittlich ausfällt. Wer teuren Schmuck und Uhren sucht, sollte sich zu El Grado (Bulevar Vitoša 61) oder zu Oxette (Bulevar Vitoša 9) begeben. Freunde der klassischen Musik finden bei Balkanton (Ploštad Slavejkov) vorzügliche Aufnahmen zu erstaunlichen Preisen, Volks- und Popmusik (vorwiegend Kassetten) gibt es beim Straßenhandel auf dem Bulevar Vitoša und dem Ploštad Slavejkov.

Der zentrale Markt für Obst und Gemüse Ženskija Pazar befindet sich auf dem Bulevar Stefan Stambolov, und in den renovierten Markthallen (Centralni Hali bzw. Halite, Bulevar Knjaginja Marija Luiza 25) bieten von 7-24 Uhr mehr als 100 Pavillons frische Nahrungsmittel und Leckereien in großer Vielfalt an.