Reisetipps Bulgarien

Ausflüge & Touren Bulgarien

Zentralbulgarien: Balkan, Rosen und Geschichte

Diese Route vereinigt drei landschaftliche Schönheiten: den Balkan, das Tal der Rosen und den Ausblick aufs Mittelgebirge Sredna Gora. Sie führt zu wichtigen Schauplätzen der bulgarischen Geschichte, die vor allem mit der Periode der Nationalen Wiedergeburt und mit dem Befreiungskampf gegen das Osmanische Reich zu tun haben.

Die gesamte Strecke beträgt 150km. Für die reine Fahrzeit sind zweieinhalb bis drei Stunden zu veranschlagen. Wegen der Sehenswürdigkeiten ist es aber sinnvoll, zwei Tage einzuplanen und über Nacht einen Zwischenstopp in Kazanlâk einzulegen.

Beginnen Sie den Ausflug mit einem Rundgang durch Koprivštica. Das bezaubernde Städtchen ist die passende Einstimmung auf diese Tour. Von hier aus sind es 13km bis zur Landstraße Nr. 6, auf die Sie nach rechts Richtung Kazanlâk und Burgas einbiegen. Nun befinden Sie sich auf der „Linie am Fuße des Balkan“ (podbalkanska linija), wie sie von den Bulgaren genannt wird.

Die zweite landschaftliche Attraktion beginnt auf der Höhe von Klisura: Ab hier ist die gesamte Strecke bis Kazanlâk (knapp 90km) gewissermaßen rosengetränkt - freilich nur, wenn Sie während der Blütezeit im Mai oder im frühen Juni fahren. Außerhalb dieser Periode werden Sie auf die Farbenpracht und auch auf den Duft im Tal der Rosen verzichten müssen.

Von Kazanlâk aus geht es dann auf der E85 in den Balkan hinein. Auf dem Weg nach Gabrovo ragen zwei Sehenswürdigkeiten heraus: der Šipka-Pass und das Freilichtmuseum Etâra. Die Gedächtniskirche im Dörfchen Šipka und der Blick von dem auf dem Šipka-Gipfel befindlichen Mahnmal für die gefallenen Bulgaren und Russen gehören zu den Highlights dieser Route. Ein Abstecher zu dem 12km östlich des Šipka-Passes liegenden Nachbargipfel Buzludža ergänzt die Tour. Dort locken ein prächtiger Nationalpark und ein Museum, das einem außerirdischen Raumschiff ähnelt.

Den krönenden Abschluss der Route bilden der Gang durch die nachgebildeten Werkstätten aus der Zeit der Nationalen Wiedergeburt im Freilichtmuseum Etâra und der anschließende Gaumenschmaus im Weinkeller. Quasi gleich hinter Etâra, die Anhöhe hinauf, befindet sich das Sokolski-Kloster, eine wunderschöne Anlage aus der Mitte des 19. Jhs.

Wer den Ausflug um einen weiteren Tag verlängern möchte, sollte von Etâra aus das Museumsstädtchen Boženci und das für seine Architektur aus dem 19. Jh. bekannte Örtchen Trjavna besuchen. Von dort ist es auch nicht mehr weit bis Veliko Târnovo und Arbanasi, einer eindrucksvollen Dorfanlage unter Denkmalschutz.

Rila und Pirin: Gebirge, Bergseen und Klöster

Der Südwesten beherbergt die beiden höchsten Gebirgszüge des Landes - Rila und Pirin. Beide sind leicht zugänglich und gehören wegen ihres satten Grüns und der zahlreichen Gebirgsseen zu den beliebtesten Ausflugszielen Bulgariens.

Die Route führt durch beide Gebirgszüge und vermittelt einen Einblick in die landschaftlichen Reize. Am Anfang und Ende der Tour stehen Begegnungen mit der bulgarischen Klosterwelt. Die Route führt vom Rila-Kloster über Rila und Bansko nach Melnik und zum Rožen-Kloster. Die gesamte Wegstrecke beträgt gut 200km. Bei gemütlichem Tempo wird die reine Fahrzeit zwischen dreieinhalb und vier Stunden betragen. Wenn Sie auch gleich das Rila-Kloster besichtigen wollen, sollten Sie in Bansko einen Zwischenhalt einlegen, wo Sie auch gut übernachten können.

Die größte, bekannteste und vermutlich auch schönste Klosteranlage des Landes - das Rila-Kloster - steht am Beginn der Route. Mindestens einen halben Tag sollte man für ihre Besichtigung einplanen.

Auf die Hauptstraße E79 biegen Sie bei Kočerinovo nach links in Richtung Blagoevgrad ein. Einen Abstecher unbedingt wert ist Bansko: Bei Simitli biegen Sie links auf die Straße nach Gradevo und Razlog ein; von der Abzweigung bis Bansko sind es 43km.

Zurück auf der E79 geht es dann südwärts, bis Sie kurz hinter Sandanski nach Melnik abbiegen. In Melnik sollten Sie sich nicht nur Zeit für einen ausgiebigen Stadtrundgang nehmen, sondern auch für den Fußweg zum nahen Rožen-Kloster.

Mediterranes Flair an der südlichen Schwarzmeerküste

Der südliche Teil der Schwarzmeerküste hat die schönsten Strände, die malerischsten Städtchen und eine mediterran anmutende Atmosphäre zu bieten. Die Route führt von Nesebâr über Burgas und Sozopol nach Ahtopol. Die Länge der Strecke beträgt insgesamt rund 130km. Sie lässt sich zwar in etwas mehr als zwei Stunden bewältigen, doch sollten Sie angesichts der schönen Orte am Wegesrand mindestens eine zweitägige Tour daraus machen. Übernachtungsmöglichkeiten sind praktisch überall vorhanden.

Schon der Beginn der Route bietet eine architektonische Perle: das romantische Städtchen Nesebâr. Von hier aus geht es südwärts auf der E 87 in Richtung Burgas. Sie werden nichts verpassen, wenn Sie Burgas ohne längeren Aufenthalt passieren, um umso schneller nach Sozopol zu gelangen. Südlich von Sozopol erstrecken sich die schönsten Sandstrände Bulgariens und zahlreiche wundervolle Buchten. Hier gibt es einige der besseren Feriensiedlungen: Kavacite, Djuni, Arkutino. Nach Süden hin wird es, wieder auf der E87, immer ruhiger: Carevos kleiner Hafen wirkt fast verschlafen. Ab hier folgen Sie nicht mehr der E87, sondern bleiben am Meer. Die Landstraße führt nach Ahtopol, das wegen seiner Halbinsellage wie eine Miniaturausgabe von Sozopol wirkt.