Reisetipps Brasilien

Sehenswertes Brasilien

Region: Rio de Janeiro

Cidade do Samba

In den neuen Hallen in der Nähe des Hafens sind die wichtigsten Sambaschulen untergebracht. Hier können Besucher zuschauen, wie die riesigen Allegoriewagen gebaut und die Karnevalskostüme geschneidert werden. Jeden Do (im Winter jede 2. Woche) gibt es ab 21 Uhr eine Touristenshow mit Pagode (Samba in kleinerer Besetzung) und Mitgliedern einer Sambaschule (150 R$ inkl. Essen und Getränke). | Di-Sa 10-17 Uhr | 10R$ | R. Rivadávia Corrêa, 60 | Centro | www.cidadedosambarj.com.br

Corcovado

Dort, wo Christus seine Arme über Rio de Janeiro ausbreitet, hat man den wohl schönsten Blick über die Guanabara-Bucht. 710m über dem Meeresspiegel zu Füßen der 30m hohen Art-déco-Statue sieht man Rio de Janeiro in seiner gesamten Ausdehnung. Von Cosme Velho geht's mit der Zahnradbahn über 3 km bis zum Gipfel, vorbei an zehn thematisch unterschiedlichen Gärten. | Tgl. 8.30 bis 18.30 Uhr, alle 30 Min. | 36R$ | R. Cosme Velho, 513 | Tel. 021/25581329 | www.corcovado.com.br

Favelatour

Mit dem Mythos Favela können auch Touristen nach einer Halbtagestour in zwei Favelas der Südzone besser umgehen. Bei der informativen Tour lernen Sie die sozialen Gegensätze der wunderbaren Stadt besser verstehen. Reservierung am besten direkt, es gibt mehrsprachige Guides. | 65 R$ | Marcelo Armstrong | Tel. 021/33222727 | www.favelatour.com.br

Igreja e Mosteiro de São Bento

In der zum Benediktinerkloster gehörenden Barockkirche (Baubeginn 1590) mit den aufwendigen Schnitzarbeiten tauchen Sie ein in den portugiesischen Geist vergangener Jahrhunderte. So um 10 Uhr Messe mit gregorianischen Gesängen. | Tgl. 7.30 bis 11, 14.30-17 Uhr | R. Dom Gerardo, 68 | Centro

Jardim Botânico

Über 6000 tropische Pflanzen- und 150 Vogelarten sind in dem von Dom João angelegten botanischen Garten zu finden. Besonders schön sind die 30m hohe Königspalmenallee und das Orchideen- und Bromelienhaus. | Tgl. 8-17 Uhr | kostenlose Führungen in Englisch und Spanisch Mo-Fr | R. Jardim Botânico, 1008 | www.jbrj.gov.br

Museu de Arte Moderna

Moderne brasilianischer Kunst sehen Sie in dem Gebäude am Strand von Flamengo. Aus den von Burle Marx gestalteten Gärten hat man einen schönen Blick auf die Bucht von Glória und die auf dem Hügel gelegene Kirche mit dem achteckigen Grundriss aus dem 18. Jh. (Praça Igreja N.S. da Glória). | Di-Fr 12-18, Sa/So 12-19 Uhr | 5R$ | Av. Infante Dom Henrique, 85 | Flamengo

Rio Antigo

Das bondinho, die klapprige Straßenbahn, fährt vom Stadtzentrum an der Niemeyer-Kathedrale vorbei über den Viadukt Arcos da Lapa ins Künstlerviertel Santa Teresa. Rund um den Largo dos Guimarães liegen Kunsthandwerksläden, Galerien und Boutiquen. Kehren Sie ein in der Bar do Mineiro, wo alte Fotos an den Wänden hängen und es samstags gute Feijoada gibt (Mo geschl. | R. Paschoal Carlos Magno 99 | €), oder im Armazém São Thiago - die Anwohner kennen den ehemaligen Krämerladen als Bar do Gomez (R. Áurea 26 | €). Leckeren Fisch und Meeresfrüchte gibt es im Sobrenatural (R. Alm. Alexandrino 432 | €€) und Nordostküche in der Bar do Arnaudo (R. Alm. Alexandrino 316 | €).

Im Museu Chácara do Céu können Sie u.a. Stiche brasilianischer Reisender des 19. Jhs. sehen (Mi-Mo 12-17 Uhr | R Murtinho Nobre 93 | www.museuscastromaya.com.br). Genießen Sie den tollen Blick aus dem Parque das Ruínas nebenan. Zum Abstieg: Die 250 Stufen der mit farbigen Kacheln gepflasterten Treppe führen von Santa Teresa nach Lapa zur Rua Joaquim Silva. Stärken Sie sich in der Adega Flor de Coimbra von 1938 (So-Abend geschl. | R. Teotônio Regadas 34 | Lapa | Tel. 021/22249138 | €), bevor Sie sich ins Nachtleben von Lapa stürzen.

Zentrum

Die Avenida Rio Branco

verläuft von der Enseada da Glória Richtung Norden bis zur Praça Mauá. Entlang dieser Prachtstraße liegen das Teatro Municipal und auf der gegenüberliegenden Seite die Nationalbibliothek, das mit der Kunstsammlung des portugiesischen Hofes begonnene Kunstmuseum Museu Nacional das Belas Artes (Di-Fr 10-18 Uhr | Av. Rio Branco 99) und - auf der Querachse Av. Presidente Vargas - die Igreja Nossa Senhora da Candelária aus dem 18. Jh. Einen Eindruck von jenem Rio vor den stadtplanerischen Eingriffen zu Beginn des 20. Jhs. bekommt man in den verwinkelten Straßen nördlich der Praça XV. Nach Büroschluss werden hier Plastiktische auf die Straße gestellt, und die Cariocas treffen sich zu After-Work-Partys mit Bier und Samba, wie in der Travessa do Comércio oder im Beco das Sardinhas (R. Miguel Couto). Der weiße Palast Paço Imperial an der Praça XV. wurde mit Ankunft des portugiesischen Königshauses zum Regierungssitz. In der Nähe des Stadtflughafens Santos Dumont liegt das Museu Histórico Nacional, in dem viele Exponate die brasilianische Geschichte aufleben lassen (Di-Fr 10-17, Sa/So 14-18 Uhr | Praça Mal. Âncora).

Zuckerhut

Der 396 m hohe Granitkegel des Pão de Açúcar, der an der Öffnung der Guanabara-Bucht aus dem Wasser ragt, ist das Wahrzeichen der Stadt. Der Blick auf die Bucht und die Strände ist besonders schön, wenn die Sonne untergeht und die Lichter der Stadt zu funkeln beginnen. Von der Praia Vermelha geht es mit der Seilbahn auf den 220 m hohen Morro da Urca und von dort mit der zweiten Seilbahn auf den Zuckerhut. | Tgl. 8 bis 19.50 Uhr | 35R$ | Av. Pasteur, 520 | Urca | www.bondinho.com.br

Region: São Paulo

Basílica de São Bento

Eine Oase der Ruhe im Trubel des alten Zentrums ist die zum Benediktinerkloster gehörende Kirche. Besonders beliebt sind die Messen mit gregorianischen Gesängen (Mo-Fr 7, So 10 Uhr mit Orgel). | Mo-Fr 6-18.30 (Do erst ab 14), Sa/So 6-12, 16-18 Uhr | Largo de São Bento

MASP

Das Museu de Arte São Paulo gilt als das wichtigste Kunstmuseum Lateinamerikas, mit Werken von Cranach über Goya bis zu Monet, Picasso und Miró. | Di-So 11-18 Uhr | Av. Paulista 1578 | Cerqueiro César

Parque Ibirapuera

Der mit 160 ha größte Park der Stadt ist für die Paulistanos so etwas wie der Central Park für die New Yorker. Hier joggen die Manager nach der Arbeit und treffen sich am Wochenende die Hausmeister und Dienstmädchen aus dem Nordosten, während die Jugendlichen skaten und biken. In dem von Burle Marx 1954 angelegten Garten mit einer Vielzahl brasilianischer Pflanzen gibt es Sportanlagen, Museen, ein Planetarium, Bühnen und Veranstaltungsorte. Alle zwei Jahre beherbergt das von Oscar Niemeyer entworfene Museu de Arte Moderna die Biennale, neben der Documenta in Kassel und der Biennale von Venedig die bedeutendste Schau moderner Kunst. In der anderen Zeit sind Werke lateinamerikanischer und europäischer Künstler des 20. Jhs. zu sehen (Di-So 10-18 Uhr | 5R$ | Av. Pedro Alvares Cabral | Portão 3 | www.mam.org.br). Im Museu Afro-Brasil dokumentieren Fotos, Objekte und Kunstwerke die Einflüsse der afrikanischen Kultur in Brasilien (Di-So 10-17.30 Uhr | Eintritt frei | Pavilhão Padre Manoel da Nóbrega | Portão 10), und ein Museum für zeitgenössiche Kunst ist im Aufbau (Eröffnung 2009 geplant). Fast jeden Sonntagvormittag gibt es kostenlose Open-Air-Konzerte.

Pinacoteca do Estado de São Paulo

Der Schwerpunkt der aufregenden Sammlung liegt auf der modernen brasilianischen Malerei mit Künstlern wie Candido Portinari, Emiliano Di Cavalcanti und Tarsila Amaral. Zum Komplex gehört ein hübsches Café, von wo aus man in den Parque da Luz kommt. | Di-So 10-18 Uhr | 5R$ | Praça da Luz

Zentrum

Im Dreieck der Praça da Sé mit der Kathedrale, dem Benediktinerkloster und der Praça da República liegt das alte Zentrum São Paulos mit Banken, Börse und Bürohochhäusern wie dem rosafarbenen Martinelli-Gebäude (Av. São Jõao 33) und dem Banespa-Haus mit seiner Aussichtsterrasse (Mo-Fr 10-17 Uhr | R. João Brícola 24). Geschäftsleute, fliegende Händler, Sekretärinnen in Kostümen, Moto-Boys mit Plastikordnern unterm Arm - hier spüren Sie den Rhythmus der Stadt. Das Viaduto do Chá führt über das lebhafte Vale do Anhangabaú zur anderen Seite, wo das der Pariser Oper nachempfundene Teatro Municipal liegt (Praça Ramos de Azevedo). Zum Abschluss genießen Sie den atemberaubenden Blick über das Hochhausmeer in der etwas plüschigen Bar der Casa Itália (tgl. | Av. Ipiranga 344 | Verzehrzwang 25R$).

Region: Foz do Iguaçu

Cataratas do Iguaçu

Ohrenbetäubender Donner, alles durchnässendes Sprühwasser und dichter, die Wassermassen säumender Urwald: Das „große Wasser“ nannten die Tupi-Guaraní-Indianer den Rio Iguaçu, der hier in einem fast 3km großen Halbkreis über 60m in die Tiefe stürzt. Vom Besucherzentrum am Eingang des Parque Nacional Iguaçú fahren alle 15 Min. Busse zu den Aussichtspunkten. Unterhalb des Tropical-Hotels beginnt ein Weg, der dicht über dem Wasser zu zwei Aussichtspunkten im Fluss führt (tgl. 8 bis 17, Dez.-März 8-18 Uhr | 20R$ | www.cataratasdoiguacu.com.br).

Auf argentinischer Seite fährt ein kleiner Zug vom Parkeingang zur Garganta del Diablo, dem „Teufelsrachen“. Es gibt Wanderwege im oberen wie im unteren Bereich der Fälle. | Tgl. 8-18, Okt.-März 8-19 Uhr | 18 Arg$ | www.iguazuargentina.com

Region: Manaus

Hafen und Markt

Der Hafen mit seinen schwimmenden Anlegern, an denen Boote aus dem gesamten Amazonasgebiet festmachen, bildet das pulsierende Herz von Manaus. Zum Hafenkomplex gehören u.a. das Zollhaus, das Stein für Stein aus England importiert wurde (R Marquês de Sta. Cruz, s/n) und die weiter flussabwärts gelegenen Markthallen. Das Eisengerüst des Mercado Municipal wurde von Gustave Eiffel hergestellt. Am besten besucht man den Markt am frühen Morgen und meidet die Gegend am Abend (R. dos Barés 46 | Centro).

Museu de Ciências Naturais da Amazônia

Nach dem Besuch des Privatmuseums zweier Sammler, die ihre Fisch- und Insektenkollektionen ausstellen, springt man nicht mehr unbekümmert ins Flusswasser. | Mo-Sa 9-12, 14-17 Uhr | 12R$ | Estr. Belém, s/n | Col. Cachoeira Grande, Aleixo

Teatro Amazonas

Das vielleicht schönste Opernhaus der Welt ist das Wahrzeichen Manaus' und ein Sinnbild der Epoche des Kautschukbooms: italienischer Marmor, englisches Schmiedeeisen, französische Gemälde - nur die Hölzer kamen aus Brasilien. | Mo-Sa 9-21, So 9-18 Uhr | 10R$ | R. Tapajós, s/n | Praça São Sebastião, Centro

Region: Recife

Instituto Ricardo Brennand

An ein mittelalterliches Schloss erinnert dieses Gebäude, das eine Pinakothek und wechselnde Kunstausstellungen beherbergt. | Di-So 13-17 Uhr | Al. Antônio Brennand | Várzea

Museu do Homem do Nordeste

In diesem interessanten Museum erfahren Sie mehr über Geschichte und Kultur der Nordestinos. | Di-Fr 11 bis 17, Sa/So 13-17 Uhr | Av. 17 de Agosto 2187 | Casa Forte

Region: Salvador

Candomblé

In den Kultstätten des Candomblé, den so genannten terreiros, werden auch öffentliche Feste zu Ehren der Orixás veranstaltet. Die Feste folgen einem festgelegten Kalender, über den die Touristinformation Auskunft geben kann. Vielleicht haben Sie Glück, dass es gerade ein Fest gibt. Mit dem bei religiösen Zeremonien üblichen Respekt und heller Kleidung sind Sie willkommen.

Capoeira

Capoeira können Sie an verschiedenen Plätzen (z.B. am Mercado Modelo und am Terreiro de Jesus) und in den so genannten Academias Salvadors sehen. Seit kurzem sind im Forte Sto. Antônio além do Carmo Gruppen verschiedener Capoeira-Meister untergebracht.

Igreja e Convento de São Francisco

Die prächtigste Kirche Salvadors gehört zum Konvent des Franziskanerordens aus dem 18. Jh.: mit Goldverzierungen überladene Altäre und Chorkapellen, Balustraden aus Palisanderholz, Heiligenfiguren, vollbrüstige Engel: Barock in den Tropen. Die mit portugiesischen Kacheln dekorierten Kreuzgänge des Klosters strahlen Ruhe und Kühle aus. Nebenan liegt die Kirche des Laienordens der Franziskaner, die Igreja da Ordem Terceira de São Francisco, deren Sandsteinfassade fast 150 Jahre verborgen war. Mo-Sa 8.30-17.30, So 7-17 Uhr | 3R$ | Largo Cruzeiro de São Francisco | Centro Histórico

Igreja Nossa Senhora da Conceição da Praia

Für die Kirche der Unbefleckten Empfängnis am Strand wurden die Marmorsteine bereits behauen und nummeriert aus Portugal gebracht. Sie stand früher direkt am Wasser, inzwischen liegen mehrere hundert Meter zwischen Kirche und Wasserlinie (Di-Fr 7-11.30, 15-17, Sa-Mo 7-11.30 Uhr | Largo da Conceição da Praia ) . Das runde Gebäude im Hafen ist das kürzlich restaurierte Forte de São Marcelo (Di-So 9-18 Uhr | 10R$ | mit Boot ab Centro Náutico).

Igreja do Nosso Senhor do Bonfim

Die Wallfahrtskirche des „Herrn des guten Endes“, der im Candomblé mit dem Göttervater Oxala assoziiert wird, liegt auf dem Hügel der Halbinsel. Die Menschen kommen hierher und bitten um die Erfüllung ihrer Wünsche. Die bunten Wunschbänder des Sr. Do Bonfim, die fitinhas, flattern bündelweise im Wind. Besuchen Sie den Raum mit den Exvotos, den Gaben, die die Pilger zur Erfüllung ihrer Bitten hinterlassen haben (Di bis So 6.30-12, 14-18 Uhr | Largo do Bonfim | Cidade Baixa). Auf dem Rückweg können Sie am Forte de Monte Serrat den Sonnenuntergang genießen oder über Ribeira, die andere Seite der Halbinsel, zurückfahren und ein Eis in der Sorveteria da Ribeira essen (Largo da Ribeira).

Museu de Arte Sacra

Im Kloster des Karmeliterordens ist eine der größten Sammlungen brasilianischer Sakralkunst zu sehen. Nebenan liegt die Igreja de Sta. | Mo-Fr 11.30-17.30 Uhr | 5R$ | Teresa a Ávila | R. do Sodré 276 | Cidade Alta

Museu Carlos Costa Pinto

Silberne Karaffen, chinesisches Porzellan und Elfenbeinschnitzereien vermitteln einen Eindruck vom hochherrschaftlichen Leben der Kolonialherren - auch die goldenen und silbernen Schmuckstücke der Sklavinnen. | Di-Fr 14.15-17.45 Uhr | 5R$ | Av. Sete de Setembro 2490 | Vitória

Pelourinho

Der Schandpfahl, an dem die Sklaven ausgepeitscht wurden, gab dem abschüssigen Platz in Salvadors Altstadt seinen Namen. Der größte zusammenhängende Barockkomplex in den Tropen wurde von der Unesco zum Weltkulturerbe erklärt. Genießen Sie die einzigartige Atmosphäre beim Bummel durch die Straßen, aber lassen Sie Ihre Wertsachen im Hotel. Das Viertel erstreckt sich von der Praça da Sé mit der Catedral Basílica, der eher nüchternen, von Jesuiten erbauten Kathedrale (Mo-Sa 8-11.30, 14-17.30 Uhr | Terreiro de Jesus) bis ins Carmo-Viertel. In der Kathedrale gibt es am Sonntagmorgen Orgelkonzerte, veranstaltet vom deutschen Padre Hans Bönisch und seinem Chor Barroco na Bahia. Das neben der Kathedrale liegende Jesuitenkolleg wurde im 19. Jh. zur ersten medizinischen Fakultät Brasiliens. Heute ist hier das Museu Afro-Brasileiro untergebracht, wo Sie einen guten Einblick in den exotischen Alltag Salvadors bekommen (Mo-Fr 9-18, Sa/So 10-17 Uhr | 5R$ | Terreiro de Jesus). Die blau gestrichene Kirche am Pelourinho-Platz, Nossa Senhora do Rosário dos Pretos, haben Sklaven und bereits befreite Afrikaner bauen lassen - auch um dort nach Feierabend unter sich zu sein.

Solar do Unhão

In der Anlage der ehemaligen Zuckersiederei ist das Museu de Arte Moderna mit Werken moderner brasilianischer Künstler untergebracht. Dazu gehört auch ein Skulpturengarten. | Di-So 13-19 Uhr | Av. Contorno | Cidade Baixa

Region: Fortaleza

Centro Cultural Dragão do Mar

Zu dem großen Kulturkomplex gehören ein Amphitheater, ein Planetarium, das Museum für Zeitgenössische Kunst MAC und der Memorial da Cultura Cearense, wo Volkskunst aus Ceará ausgestellt wird, sowie zahlreiche Bars und Restaurants. Benannt wurde das Zentrum nach einem mutigen jangadeiro, der sich weigerte, Sklaven zu transportieren. | Di-So 14-21.30 Uhr | R. Dragão do Mar 81

Ponte dos Ingleses

Die „Brücke“ ist eigentlich nur ein Holzsteg, der am Strand von Iracema weit ins Meer führt und zu einem der Wahrzeichen Fortalezas wurde.

Teatro José de Alencar

Die Metallkonstruktion des im Jugendstil errichteten Theaters kam aus Schottland. Die Vorhalle mit der eleganten Fassade ist durch einen Innenhof vom Hauptgebäude getrennt. Seit den 90er-Jahren Kulturkomplex mit Theater, Tanz, Kammermusik, Bibliothek und Galerie. Seinen Namen erhielt das Theater zu Ehren des Dichters José de Alencar (1829-77). | Mo-Fr 8-17, Sa 8-11.30 Uhr | Praça José de Alencar

Region: Olinda

Basílica de São Bento

Der 14m hohe, geschnitzte und mit Blattgold bestückte Altar wurde bereits im Guggenheim-Museum ausgestellt. | Tgl. 8-11, 14-17 Uhr | R. de São Bento

Convento de São Francisco

Das erste Franziskanerkloster in Brasilien besitzt drei reich ausgestattete Kapellen, eine prachtvolle Sakristei und einen ruhigen Klosterinnenhof und ist mit vielen portugiesischen Kacheln (azulejos) verziert. | Mo-Fr 7-12, 14-17, Sa 7-12 Uhr | 1R$ | R. de São Francisco 280

Region: São Luís

Stadtbummel

Außer dem Palácio dos Leões, dem alten Fort (Av. D. Pedro II.), gibt es mehrere prächtige Kolonialgebäude, in denen heute Kulturzentren und Museen untergebracht sind, wie das Museu Histórico e Artístico do Maranhão und das Museu de Arte Sacra, wo Sie einen Eindruck vom Leben der Kolonialherren bekommen (Di-Fr 9-19, Sa/So 9-18 Uhr | R. do Sol 302). In der Casa do Maranhão sind Kostüme und Instrumente des bumba-meu-boi (Mysterienspiel um die Wiedererweckung eines getöteten Stiers mit Hilfe indianischer Geister) zu sehen (Di-So 9-19 Uhr | R. Trapiche). Die Casa da Festa (Di-So 9 bis 19 Uhr | Rua do Giz 221) zeigt Objekte und Kleider des - dem Candomblé ähnlichen - Tambor-de-Mina.

Region: Belém

Bosque Rodrigues Alves II.

Beim Spaziergang durch den ursprünglichen Regenwald des botanischen Gartens bekommt man einen Eindruck von der Flora und Fauna Amazoniens. | Di-So 8-17 Uhr | 1 R$ | Av. Almirante Barroso 2305

Espaço São João Liberto

Im restaurierten Gefängnis aus dem 18. Jh. wurde ein Edelsteinmuseum eingerichtet; lokale Schmuckdesigner zeigen ihre Arbeit in der Casa do Artesão. | Mo geschl. | Praça Amazonas

Forte do Castelo

In der ersten Festung, die die Portugiesen 1616 zum Schutz der Amazonasmündung bauten, ist das moderne Museu do Encontro untergebracht, das indianische Objekte und Zeugnisse portugiesischer Kolonisation am Amazonas beherbergt. | Di-So 10 bis 18 Uhr | 2R$ | Praça Frei Caetano Brandão 117

Mangal das Garças

In dem Park am Rio Guamá wird die ursprüngliche Flusslandschaft erhalten. Von dem auf dem Gelände liegenden Leuchtturm hat man einen großartigen Blick auf Belém. Im Park gibt es Vogelvolieren, Orchideenpavillon, das Museu Amazônico sowie ein Laden für Kunsthandwerk. Das Restaurant Manjar das Garças lohnt wegen des phantastischen Ausblicks und der interessanten Küche (So-Abend und Mo geschl. | €€). | Eintritt frei, Besuch der Attraktionen je 2R$ | R. Pass Carneiro da Rocha, s/n

Museu Paraense Emílio Goeldi

Das 1866 gegründete Forschungszentrum ist bis heute führend in der Amazonasforschung. Ein Besuch lohnt nicht nur wegen der archäologischen und indianischen Objekte, sondern auch wegen des zoologisch-botanischen Gartens. | Di-Fr 9-11.30, 14-17, Sa/So 9-17 Uhr | 3R$ | R. Magalhães Barata 376

Teatro da Paz

Die Mailänder Scala war Vorbild für das neoklassizistische Gebäude am Kopfende der von Mangobäumen gesäumten Praça da República, in dem heute Konzerte und Theateraufführungen stattfinden. | Besichtigung Di-Fr 9-17, Sa 9-14 Uhr | 4R$ | R. da Paz

Ver-O-Peso-Markt

Hunderte von Ständen mit tropischen Früchten, Wurzeln und Kräutern, Gewürzen und Kunsthandwerk gruppieren sich um die Markthallen, in denen Fisch und Meeresfrüchte angeboten werden. An den zahlreichen Essständen kann man einheimische Spezialitäten probieren wie açai, die proteinhaltige dunkel-lilafarbene Fruchtgrütze, und maniçoba, ein an Grünkohl erinnernder deftiger Eintopf mit Maniokblättern.

Region: Brasília

Catedral Metropolitana Nossa Senhora Aparecida

16 weiße Betonbögen bilden eine nach oben geöffnete Blüte, daneben steht der Glockenturm. In dem lichtdurchfluteten, runden Bau von Oscar Niemeyer schweben drei Engel in der Kuppel. | Tgl. 8-18 Uhr | Esplanada dos Ministérios

Palácio da Alvorada

Der „Palast der Morgenröte“ ist der Wohnsitz des Präsidenten und liegt auf einer Halbinsel im Paranoá-See. | Mi 15-17 Uhr | Lago Norte

Praça dos Três Poderes

Der „Platz der drei Gewalten“ mit seinen Monumenten, Museen und Regierungsgebäuden zeigt die Synthese der Ideen Costas und Niemeyers. Der lang gestreckte Regierungspalast, Palácio do Planalto, scheint trotz seiner Größe über dem Boden zu schweben (So 9.30-15 Uhr). Auf der gegenüberliegenden Seite liegt das ähnlich aussehende Gebäude des Obersten Gerichtshofs (Sa/So 10 bis 17.30 Uhr). Zum Nationalkongress gehören die Kuppeln der Sitzungssäle, die rechts und links der zwei Bürotürme zu sehen sind: Das Parlament ist in der runden Kuppel untergebracht, der Senat in der Schale (Mo-Fr 9-17 Uhr). Das Außenministerium, Palácio do Itamarati, dessen zierliche Bogenkolonnen sich im Wasser spiegeln, ist eines der elegantesten Gebäude Brasílias (Mo-Fr 14 bis 16.30, Sa/So 10-15.30 Uhr).

Santuário Dom Bosco

Die verschiedenen Blautöne der Glasfenster erzeugen im Innenraum der Kirche ein beruhigendes, sphärisches Licht. Der gewaltige Kristallleuchter ist aus 7400 Murano-Gläsern hergestellt worden. | Tgl. 7-19 Uhr | W-3 Sul, qd.702, bl.B

Torre de televisão

Der Fernsehturm liegt am höchsten Punkt der Zentralachse. Von seiner Plattform in 75 m Höhe eröffnet sich ein Panoramablick über die Stadt. | Tgl. 9-17.45 (Mo erst ab 14) Uhr

Region: Florianópolis

Costa da Lagoa

Mit kleinen Booten kann man von der Brücke der Av. Das Rendeiras über die Lagune zum kleinen Fischerort Costa da Lagoa übersetzten (45 Min.). Hier sollte man nicht versäumen, in einem der einfachen Restaurants (Cabral oder Lagoa Azul | beide tgl., nur tagsüber | €), deren Tische auf Decks im Wasser stehen, eine sequência de camarão zu probieren: Krabben im Dampf gegart, in Öl und Knoblauch geröstet, als Beilage zu Fisch.

Ilha do Campeche

Kristallklares Wasser, romantische Buchten und 4000 Jahre alte Felszeichnungen sind die Trümpfe der vorgelagerten Insel. Sie erreichen sie mit Booten von Armação, der ehemaligen Walfangstation, aus.

Mercado Público und Alfândega

Im Markt von 1898 und dem neoklassizistischen Gebäude des Zollhauses gibt es Andenkenläden, Bars und Restaurants (So und Sa-Abend geschl. | Av. Paulo Fontes/Largo da Alfândega). Bei der Box 32 (€) wird's voll am frühen Abend, wenn die Angestellten nach der Arbeit kommen. Probieren Sie pastel do camarão (mit Krabben gefüllte Teigtaschen), dazu Zuckerrohrschnaps.

Ribeirão da Ilha/Santo Antônio de Lisboa

In den beiden Orte mit ihren weißen Kolonialhäusern und kleinen Kirchen erinnert vieles an die ersten Siedler von den Azoren. In der Casa Açoriana gibt es Keramik und Kunsthandwerk (R. Cons. Serpa 30) und im Rancho Açoriano, einem ehemaligen Lagerhaus, frische Austern (tgl. | Rod. Baldicero Filomeno 5654 | Ribeirão da Ilha | €€).