Reisetipps Brasilien

Highlights Brasilien

Region: Rio de Janeiro

Corcovado

Dort, wo Christus seine Arme über Rio de Janeiro ausbreitet, hat man den wohl schönsten Blick über die Guanabara-Bucht. 710m über dem Meeresspiegel zu Füßen der 30m hohen Art-déco-Statue sieht man Rio de Janeiro in seiner gesamten Ausdehnung. Von Cosme Velho geht's mit der Zahnradbahn über 3 km bis zum Gipfel, vorbei an zehn thematisch unterschiedlichen Gärten. | Tgl. 8.30 bis 18.30 Uhr, alle 30 Min. | 36R$ | R. Cosme Velho, 513 | Tel. 021/25581329 | www.corcovado.com.br

Rio Antigo

Das bondinho, die klapprige Straßenbahn, fährt vom Stadtzentrum an der Niemeyer-Kathedrale vorbei über den Viadukt Arcos da Lapa ins Künstlerviertel Santa Teresa. Rund um den Largo dos Guimarães liegen Kunsthandwerksläden, Galerien und Boutiquen. Kehren Sie ein in der Bar do Mineiro, wo alte Fotos an den Wänden hängen und es samstags gute Feijoada gibt (Mo geschl. | R. Paschoal Carlos Magno 99 | €), oder im Armazém São Thiago - die Anwohner kennen den ehemaligen Krämerladen als Bar do Gomez (R. Áurea 26 | €). Leckeren Fisch und Meeresfrüchte gibt es im Sobrenatural (R. Alm. Alexandrino 432 | €€) und Nordostküche in der Bar do Arnaudo (R. Alm. Alexandrino 316 | €).

Im Museu Chácara do Céu können Sie u.a. Stiche brasilianischer Reisender des 19. Jhs. sehen (Mi-Mo 12-17 Uhr | R Murtinho Nobre 93 | www.museuscastromaya.com.br). Genießen Sie den tollen Blick aus dem Parque das Ruínas nebenan. Zum Abstieg: Die 250 Stufen der mit farbigen Kacheln gepflasterten Treppe führen von Santa Teresa nach Lapa zur Rua Joaquim Silva. Stärken Sie sich in der Adega Flor de Coimbra von 1938 (So-Abend geschl. | R. Teotônio Regadas 34 | Lapa | Tel. 021/22249138 | €), bevor Sie sich ins Nachtleben von Lapa stürzen.

Zuckerhut

Der 396 m hohe Granitkegel des Pão de Açúcar, der an der Öffnung der Guanabara-Bucht aus dem Wasser ragt, ist das Wahrzeichen der Stadt. Der Blick auf die Bucht und die Strände ist besonders schön, wenn die Sonne untergeht und die Lichter der Stadt zu funkeln beginnen. Von der Praia Vermelha geht es mit der Seilbahn auf den 220 m hohen Morro da Urca und von dort mit der zweiten Seilbahn auf den Zuckerhut. | Tgl. 8 bis 19.50 Uhr | 35R$ | Av. Pasteur, 520 | Urca | www.bondinho.com.br

Region: São Paulo

Parque Ibirapuera

Der mit 160 ha größte Park der Stadt ist für die Paulistanos so etwas wie der Central Park für die New Yorker. Hier joggen die Manager nach der Arbeit und treffen sich am Wochenende die Hausmeister und Dienstmädchen aus dem Nordosten, während die Jugendlichen skaten und biken. In dem von Burle Marx 1954 angelegten Garten mit einer Vielzahl brasilianischer Pflanzen gibt es Sportanlagen, Museen, ein Planetarium, Bühnen und Veranstaltungsorte. Alle zwei Jahre beherbergt das von Oscar Niemeyer entworfene Museu de Arte Moderna die Biennale, neben der Documenta in Kassel und der Biennale von Venedig die bedeutendste Schau moderner Kunst. In der anderen Zeit sind Werke lateinamerikanischer und europäischer Künstler des 20. Jhs. zu sehen (Di-So 10-18 Uhr | 5R$ | Av. Pedro Alvares Cabral | Portão 3 | www.mam.org.br). Im Museu Afro-Brasil dokumentieren Fotos, Objekte und Kunstwerke die Einflüsse der afrikanischen Kultur in Brasilien (Di-So 10-17.30 Uhr | Eintritt frei | Pavilhão Padre Manoel da Nóbrega | Portão 10), und ein Museum für zeitgenössiche Kunst ist im Aufbau (Eröffnung 2009 geplant). Fast jeden Sonntagvormittag gibt es kostenlose Open-Air-Konzerte.

Region: Foz do Iguaçu

Cataratas do Iguaçu

Ohrenbetäubender Donner, alles durchnässendes Sprühwasser und dichter, die Wassermassen säumender Urwald: Das „große Wasser“ nannten die Tupi-Guaraní-Indianer den Rio Iguaçu, der hier in einem fast 3km großen Halbkreis über 60m in die Tiefe stürzt. Vom Besucherzentrum am Eingang des Parque Nacional Iguaçú fahren alle 15 Min. Busse zu den Aussichtspunkten. Unterhalb des Tropical-Hotels beginnt ein Weg, der dicht über dem Wasser zu zwei Aussichtspunkten im Fluss führt (tgl. 8 bis 17, Dez.-März 8-18 Uhr | 20R$ | www.cataratasdoiguacu.com.br).

Auf argentinischer Seite fährt ein kleiner Zug vom Parkeingang zur Garganta del Diablo, dem „Teufelsrachen“. Es gibt Wanderwege im oberen wie im unteren Bereich der Fälle. | Tgl. 8-18, Okt.-März 8-19 Uhr | 18 Arg$ | www.iguazuargentina.com

Region: Manaus

Urwaldlodges

Die meisten Touristen möchten den Urwald einmal hautnah erleben. Deshalb sind seit den 1990er-Jahren im Umkreis von Manaus mehrere Dutzend Unterkünfte gebaut worden - vom Fünf-Sterne-Hotel bis zur rustikalen Lodge. Normalerweise bleiben die Gäste mehrere Tage in einer Lodge (immer mit Vollpension), da die Anreise oft schon einen halben Tag in Anspruch nimmt. Während des Aufenthalts werden von ortskundigen Führern diverse Aktivitäten wie Bootstouren, Dschungelwanderungen, Kaiman-Spotting und Piranha-Angeln angeboten. Der Aufenthalt ist wegen der aufwändigen Logistik recht teuer, aber auf eigene Faust kann man den Urwald nun mal nicht erkunden. Bei der Auswahl der Lodges waren u.a. die Distanz zu Manaus (je dichter an der Stadt, desto größer die Auswirkungen der Zivilisation), die Größe (keine Massenunterkunft) sowie die Bandbreite der Möglichkeiten entscheidend.

Region: Recife

Fernando de Noronha

Ein Paradies! Die 545 km vor Recife im Atlantik gelegene Insel ist die Spitze eines vulkanischen Gebirges, bewohnt von rund 2250 Menschen. Der gesamte Archipel steht unter Naturschutz, und nirgends ist das Meer so blau wie hier. Es gibt kleine Buchten mit weißem Sand und sauberem Wasser, wie die Baía dos Porcos und die Baía do Sancho, die nur zu Fuß zu erreichen sind und die zu den schönsten Brasiliens gehören. Bei Ebbe bleiben Hunderte von Fischen in den von Riffen geschützten Naturbecken der Praia de Atalaia zurück. Gruppen von je 20 Personen dürfen rund 30 Minuten schnorcheln und fühlen sich wie im Aquarium. Das Benutzen von Sonnenschutzmitteln und Schwimmflossen ist verboten. Am schönsten ist in Noronha die Welt unter Wasser: prächtige Fischschwärme, schwebende Rochen, tauchende Schildkröten, tanzende Delphine, Korallen und Seeanemonen. Die Sichtweite beträgt bis zu 50 m, die Wassertemperatur durchschnittlich 27 Grad. Tauchtouren veranstaltet u.a. Atlantis Divers (Vila dos Remédios | Tel. 081/36191371 | www.atlantisnoronha.com.br).

Die Surfer kommen wegen der perfekten Wellen, besonders zwischen Dezember und März. Machen Sie eine Bootstour entlang der Strände des Mar de Dentro. Dabei haben Sie Gelegenheit, den Kunststücken der Delphine zuzuschauen und in der Baía do Sancho zu schnorcheln (tgl. ab Hafen | Sie werden im Hotel abgeholt | 80R$ | Abatur | Tel. 081/36191314). Vom Mirante dos Golfinhos, einem Aussichtspunkt, können Sie beobachten, wie die Delphine am Morgen in die Bucht der Baía dos Golfinhos kommen und sie am Nachmittag wieder verlassen.

Zum Essen setzen Sie sich in eine einfache Bar wie die Bar do Boldró am Strand, wo Sie leckere Kleinigkeiten bekommen (tgl. | Tel. 081/36191877 | €-€€) oder in die Bar do Meio auf einem Felsen zwischen der Praia da Conceição und der Praia do Meio, wo der Sonnenuntergang spektakulär ist (tgl. | €)! Bekannt für Fischgerichte ist das rustikale Restaurant Ecologikus in der Nähe des Flughafens (nehmen Sie ein Inseltaxi | | tgl., nur abends | Estr. Do Sueste | Tel. 081/36191807 | €€).

Beim Übernachten liegen die Preise weit über dem Landesdurchschnitt. Empfehlenswerte Pousadas: Pousada do Vale (8 Zi. | R. Pescador Sérgio Linho 18 | Vila dos Remédios | Tel. 081/36191293 | www.pousadadovale.com.br | €€€), Pousada das Flores (6 Zi. | R. D. Juquinha 111 | Vila do Trinta | Tel. 081/36191224 | www.noronhaflores.com.br | €€) und Pousada Solar dos Ventos mit Holzbungalows (8 Zi. | Estr. do Sueste | Tel. 081/36191347 | www.solardosventos.com.br | €€€).

Eine Reise nach Fernando de Noronha ist nicht billig, da zu den Flug- und Übernachtungskosten noch die Besuchergebühr kommt (ca. 33 R$ pro Tag). | www.noronha.pe.gov.br

Region: Salvador

Chapada Diamantina

Tafelberge, Tropfsteinhöhlen, Wasserfälle und schmucke historische Städtchen: Der Nationalpark Chapada Diamantina, 400 km westlich von Salvador, ist eine herrliche Abwechslung zu den Stränden des Nordostens. Hier können Sie wandern und ein kühleres Gebirgsklima genießen. Das von Diamantensuchern gegründete Lençois hat seinen kolonialen Charme bis heute erhalten. Das beste Frühstück Brasiliens bekommen Sie in der liebevoll eingerichteten Estalagem de Alcino (7 Zi. | R. Tomba Surrão 139 | Tel. 075/33341171 | Fax 075/33341171 | www.alcinoestalagem.com | €). Probieren Sie regionale Gerichte wie Kaktusgemüse und Bananenpüree in der einfachen Neco's Bar (tgl. | Praça Clarim Pacheco 15 | Tel. 075/33341779 | €). Im nahen Vale do Capão genießen Sie die freundliche Atmosphäre und den herrlichen Blick in der Villa Lagoa das Cores (12 Zi. | R. da Lagoa | Tel. 075/33441114 | www.lagoadascores.com.br | €€).