Reisetipps Bayerischer Wald

Bloss nicht! Bayerischer Wald

Ohne Karten wandern

Die ausgedehnten Wälder bieten Ortsunkundigen selten markante Orientierungspunkte. Die Wanderwege sind zwar gut markiert, aber man kommt trotzdem leicht ab und kann sich dann so richtig verlaufen. Das passiert schon bei der Suche nach einem Fotomotiv. Deshalb: nie ohne gute Karte losziehen! Die nutzt freilich nur dem, der damit umgehen kann.

Fahrten zur Rushhour

Die steigungsreichen Routen von und nach Tschechien, vor allem Philippsreut und Bayerisch Eisenstein, sind regelmäßig von Brummis verstopft. Daneben sind viele Arbeitnehmer im Bayerischen Wald Nah- und Fernpendler. Wollen Sie nicht mit im Stau stehen, sollten Sie zur Rushhour morgens und nachmittags Innenstädte und Hauptverkehrsadern meiden.

Stammtisch belagern

Wenn Sie in einem Wirtshaus selbst im größten Gedränge einen leeren Tisch entdecken, obwohl Sie kein „Reserviert“-Schild sehen, stehen Sie vermutlich vor dem sakrosankten Stammtisch. An diesem sollten Sie sich niemals ohne ausdrückliche Aufforderung niederlassen. Andererseits gibt es kaum einen herzlicheren Beweis für Ihr Ansehen am Urlaubsort als die Einladung der Stammtisch-Gesellschaft: „Hock di zura!“ (nehmen Sie doch bei uns Platz).

Verkleiden

Wenn Sie auf „bayerisches Gewand“ nicht verzichten mögen, sollten Sie sich trotzdem niemals verkleiden, sondern auf schlichte Landhausmode beschränken. Für die echten Trachten gibt es tradierte Regeln, wer was wann trägt. Schon deshalb ist die Gefahr groß, sich zu blamieren

Waffen-Souvenirs mitbringen

In Tschechien werden Schreckschusspistolen, Springmesser und echt aussehende Spielzeugwaffen günstig angeboten. Davon sollten Sie die Finger lassen. Schon der Besitz, also das bloße Mitführen in Jacken- oder Umhängetasche, ist bei vielen dieser Gegenstände in Deutschland verboten und wird in Bayerns Grenzland drakonisch bestraft!

Ranger ärgern

Im Nationalparkgebiet passen 27 uniformierte Ranger auf die Natur auf. Meist sind die Parkwächter einfach wandelnde Info-Stellen. Sie können aber auch richtig grantig werden. So gegenüber uneinsichtigen Besitzern freilaufender Hunde (Leinenpflicht) oder notorischen Naturniedertramplern abseits markierter Pfade (Wegegebot im Kerngebiet). In Šumava kostet verbotenes Betreten bis 1000 Kronen (ca. 38 Euro) Bußgeld. Ärgern Sie die Ranger nicht: Ihnen die Personalien zu verweigern, kann die Polizei ins Spiel bringen. Die Wächter sind zum Platzverweis befugt.