Reisetipps Australien

Highlights Australien

Region: Sydney

Harbour Bridge

Früher konnte man die 1932 eröffnete Sydney Harbour Bridge nur von weitem besichtigen - seit 1998 kann man sie besteigen. Die Dreieinhalbstundentour ist heute eine der Hauptattraktionen von Sydney. Die Touren sind oft Wochen im Voraus ausgebucht, Kameras dürfen nicht mitgenommen werden. Über Stahlleitern, stählerne Brücken und Treppen können Sie bis zum höchsten Punkt des Brückenbogens (134 m) klettern. | Bridge Climb | 5 Cumberland Street | The Rocks | ab 170 A$ | Tel. 02/82747777 | www.bridgeclimb.com | Bus/City Rail/Fähre bis Circular Quay, dann zu Fuß durch The Rocks

Opera House

Das schimmernde Muscheldach des Opernhauses direkt am Hafen ist das Wahrzeichen der Stadt Sydney. Mit dem revolutionären Design des Gebäudes gewann der dänische Architekt Jörn Utzon einen Architektenpreis - und das Recht, die Oper in Sydney zu bauen. Nach sieben Jahren Ärger mit australischen Bürokraten, denen das Projekt zu teuer wurde, gab Utzon auf. Sein Werk wurde erst nach 14 Jahren Bauzeit vollendet - mithilfe einer Lotterie, die das notwendige Geld einbrachte. Die Oper beherbergt die Opernbühne, einen Konzertsaal und ein Theater. | Sydney Opera House | Bennelong Point | Führungen tgl. 9-17 Uhr (26 A$) | www.sydneyoperahouse.com | Bus/City Rail/Fähre bis Circular Quay, dann zu Fuß entlang Circular Quay East | Buslinien 324, 325 und 438

Blue Mountains National Park

110 km westlich von Sydney beginnt die Wildnis der Blue Mountains. Die Three Sisters, eine beeindruckende Felsformation in der Nähe des Städtchen Katoombas, haben eine große spirituelle Bedeutung für die Aborigines der Gegend. Von der Aussichtsplattform in der Nähe der Three Sisters haben Sie einen atemberaubenden Blick auf die tiefen Schluchten und dicht bewaldeten Bergketten des Nationalparks. Übernachten können Sie z.B. in einer der zehn hölzernen cabins der Jemby-Rinjah Eco Lodge mitten im Busch | 336 Evans Lookout Road | Blackheath | Tel. 02/47877622 | www.jembyrinjahlodge.com.au | €€-€€€. Informationen, Karten, Bücher etc. gibt es beim NPWS Blue Mountains Heritage Centre (Govetts Leap Road | Blackheath | Tel. 02/47878877 | www.visitbluemountains.com.au | www.ltl.com.au).

Region: Melbourne

Federation Square

Der riesige, moderne Museums- und Restaurantkomplex direkt am Ufer des Yarra, gegenüber dem Flinders-Street-Bahnhof, feiert das 100-jährige Bestehen des Bundesstaats. In den spitzen, schrägen, verglasten oder mit Zink verkleideten Gebäuden befindet sich die größte Sammlung australischer Kunst, darunter eine ausgezeichnete Kollektion alter und moderner Kunst der Aborigines und die Sammlung der National Gallery of Victoria. | Tgl. 11-18 Uhr | Eintritt frei | www.fedsq.com

Region: Brisbane

Fraser Coast

Die Fraser Coast 300 km nördlich von Brisbane ist besonders aus zwei Gründen bekannt. Hervey Bay gilt unter Kennern als ein exzellenter Ort, um Wale zu beobachten. Auch Fraser Island ist weltweit einmalig: Mit einer Fläche von 1840 km² ist sie die größte Sandinsel der Erde. 1992 wurde sie als Unesco-Welterbe unter Schutz gestellt. Die Insel ist bis zu 240 m hoch und Heimat einer außerordentlich vielfältigen Pflanzen- und Tierwelt. Fraser Island kann mit einer geführten Tour oder mit dem eigenen Allradfahrzeug entdeckt werden. Der Zugang zur Insel erfolgt entweder mit dem Flugzeug oder mit der Fähre ab Hervey Bay bzw. Rainbow Beach (www.greenbarge.com | www.rainbow-beach.org). Die Regenwälder und etwa 40 Süßwasserseen sind über Sandpisten erreichbar. Einer der schönsten Seen mit einem schneeweißen Strand ist der Lake McKenzie. Das Kingfisher Bay Resort (262 Zi. | Tel. 07/41203333 | Fax 41203326 | www.kingfisherbay.com | €€€) ist die beste Unterkunft.

Hervey Bay auf dem Festland vor allem ist bekannt bei Walbeobachtern (www.whalewatching.com.au). Zwischen August und Oktober finden sich bis zu 3000 Buckelwale in den Gewässern vor der Stadt ein. Im Urangan Boat Harbour werden verschiedene Bootstouren angeboten. Auskunft: Hervey Bay Tourism (Urraween Road/Maryborough Road | Tel. 07/41242912 | www.herveybaytourism.com.au | www.frasercoastholidays.info).

Region: Cairns

Daintree National Park und Cape Tribulation

Die Proteste engagierter Umweltschützer haben die wichtigsten und schönsten tropischen Regenwälder Australiens vor dem Abholzen gerettet. Heute steht der atemberaubende Daintree National Park, 110 km nördlich von Cairns, als Teil des Unesco-Welterbes unter internationalem Schutz. Uralte Baumriesen, Lianen, Farne, Palmen und Moose gehen am Meer in Mangrovenwälder über. Pythonschlangen, Flughunde und einer der größten Vögel der Welt, der Laufvogel Cassowary (Kasuar), leben in dieser begeisternden Wildnis. In den beiden größten Flüssen des Nationalparks können Sie auch Salzwasserkrokodile beobachten. Bootstouren auf dem Daintree River, Wanderungen in der Mossmann Gorge und am traumhaften Cape Tribulation vermitteln einen guten Eindruck von der zerbrechlichen Schönheit des tropischen Nationalparks. Daintree hat für die örtlichen Kuku-Yalanji-Aborigines eine hohe spirituelle Bedeutung. Entlang des 2007 ins Leben gerufenen Bama Way zwischen Daintree River und Cooktown gewähren ortsansässige Aboriginalstämme Einblicke in ihren Alltag. Entweder buchen Sie eine zweitägige Tour (ca. 600 A$ | Tel. 07/40537001 | www.adventurenorthaustralia.com) oder stellen sich das Programm selbst zusammen (www.bamaway.com.au).

Region: Alice Springs

Uluru & Kata Tjuta

Der Uluru, oder Ayers Rock, wie er früher genannt wurde, liegt etwa 450 km südwestlich von Alice Springs und ist auf Teerstraßen in einem gewöhnlichen Fahrzeug zu erreichen. Wie kein anderes Wunder der Natur hat sich der 348 m hohe Monolith, der sich einem Eisberg gleich mehrere Kilometer tief in den Boden erstreckt, zu einem Symbol für Australien entwickelt. Der Uluru lockt jedes Jahr Hunderttausende Besucher ins rote Zentrum. Für die Anangu-Aborigines aber ist die Stätte von größter spiritueller Bedeutung und ein wichtiger Zeuge ihrer Schöpfungsgeschichte. Der Felsen wurde 1873 vom Entdecker William Gosse benannt. Seit 1985 sind der Uluru und die benachbarten Kata Tjuta Teil eines 1325 km² großen Nationalparks. 1985 wurde das Gebiet den Anangu zurück gegeben.

Der Eingang zum Park befindet sich rund 15 km vor dem Uluru. An der Strecke gibt es einen Parkplatz, von dem aus man am Abend den Sonnenuntergang beobachten kann. Es lohnt sich, rechtzeitig vor Ort zu sein. Auch direkt am Uluru gibt es mehrere Parkplätze, von denen aus Sie die Basis des Bergs erkunden können. Die Ureinwohner bitten aber alle Besucher, den für sie heiligen Berg nicht zu besteigen. Wer es trotzdem tut, demonstriert eine tüchtige Portion Kulturignoranz. Außerdem ist die Kletterpartie gefährlich: Der Uluru hat schon Dutzende von Herzinfarkt- und Absturzopfern gefordert. Eine viel bessere Alternative zum Aufstieg ist der 9,4 km lange Rundgang um den Monolithen. Die von Aborigines geführte Firma Anangu Tours (www.ananguwaai.com.au) bietet sehr gute Touren an. Auf dem Liru Walk etwa erklären die traditionellen Besitzer des Uluru die mit dem Felsen verbundene Mythologie und zeigen, wie sie über Jahrtausende in diesem für Europäer scheinbar unwirtlichen Land überlebt haben. Die Spaziergänge können im Uluru-Kata Tjuta Cultural Centre im Park gebucht werden. Dieses Zentrum beherbergt eine interessante Ausstellung zur Kultur der Anangu und der natürlichen Umwelt im Park und ist der ideale Ausgangsort für einen Besuch des Uluru.

Das 50 km vom Uluru gelegene Kata-Tjuta-Gebirge ist eine 35 km² große Ansammlung von 36 gerundeten Hügeln. Der höchste dieser „Köpfe“ (Kata Tjuta = Viele Köpfe) ist 200 m höher als der Uluru. Für viele Besucher sind die Olgas, wie man die Felsformation früher nannte, attraktiver als der wesentlich bekanntere Uluru. Im Gebirge kann man schöne Spaziergänge machen, bei denen man die reichen, orangeroten Farben der zentralaustralischen Wüste richtig genießen kann. Die etwa drei Stunden dauernde Wanderung durch das Valley of the Winds ist besonders empfehlenswert. Allerdings können die Temperaturen den Spaziergang zur Qual werden lassen. Bei kühlerem Wetter blasen eisige Winde durch die Schluchten, im Sommer verwandeln hohe Temperaturen die Olgas in einen gigantischen Backofen. Wanderungen sollten deshalb im Sommer immer für die kühlere Zeit des Tages geplant werden. Übernachtungs- und Verpflegungsmöglichkeiten jeder Preiskategorie gibt es in der Siedlung Yulara, etwa 15 km vor dem Uluru. Die Unterkünfte können Sie im Visitors Centre des Ayers Rock Resort (Tel. 08/89577377 | www.ayersrockresort.com.au) buchen. Die Preise sind allerdings unverschämt hoch. Eine Alternative ist die Curtin Springs Station (Tel. 08/89567784 | www.curtinsprings.com | €€) etwa 80 km vom Nationalpark entfernt am Lasseter Highway.

Region: Perth

Pinnacles (Nambung) National Park

Ein Paradies für Fotografen: Die spektakuläre Ansammlung von bis zu 5 m hohen Kalksteinsäulen, 260 km nördlich von Perth, besucht man wegen der Lichtverhältnisse am besten am frühen Morgen. Ob sich hier die biblische Erzählung von Lots Frau hätte zutragen können, die zur Salzsäule erstarrte? Zumindest manche der Pinnacles erinnern an Stein gewordene Menschen. Wer den 5 km langen Rundweg durch den Säulenwald entlangfährt oder zwischen den Kegeln für ein Foto posiert, der mag sich die Geschichte wirklich gut vorstellen können. Wann die Pinnacles entstanden, ist zwischenzeitlich geklärt: vor rund 150000-80000 Jahren. Die Sonne buk hohlen Baumstümpfen den durch Wind angetriebenen Wüstensand auf. Durch chemische Reaktionen verklumpte das Granulat zur Kalksäule, an der wieder neuer Sand haften blieb.

Region: Adelaide

Barossa

Herrlicher Wein, Schwarzbrot, Sauerteig, Käse, Oliven, geräucherte Wurst und Schinken - und historische Dörfer in lieblicher Landschaft: Das ist Barossa, ein Muss für Weinliebhaber. Das Gebiet liegt etwas 55 km nordöstlich von Adelaide. Es beherbergt über 50 Weinkellereien. 1840 siedelten sich im Barossagebiet die ersten britischen Bauern an. Ab 1842 fanden Lutheraner aus Schlesien, Brandenburg und Posen hier ein neues, tolerantes Zuhause, in dem sie ihre Religion frei ausüben konnten. Sie brachten die ersten Weinreben in das heute weltberühmte Weinanbaugebiet. Die erste deutsche Siedlung, Bethany, ist ein traditionelles Hufendorf. Tanunda (3500 Ew.), das ehemalige Langmeil, ist ein guter Ausgangspunkt für eine Wein- und Schlemmertour durch die Region. Man bleibt am besten mindestens eine Nacht, z.B. im Blickinstal B & B (Rifle Range Road | Tanunda | Tel. 08/85632716 | www.users.bigpond.com/blickinstal | €€) mit zwölf gemütlichen Zimmern, Blick über die Weinberge und großem Frühstück. Auskunft: Barossa Wine & Visitor Centre (66-68 Murray Street | Tanunda | Tel. 08/85630600 | www.barossa-region.org). Hier bekommen Sie auch die Winery Map, die den Scenic Drive 4 durch das Barossa Valley beschreibt. Stopps lohnen sich bei den Winzern an der Para Road sowie bei Seppelt, Penfolds, Charles Melton, Bethany Wines und Villa Tinto.

Kangaroo Island

120 km südwestlich von Adelaide liegt Kangaroo Island. Für Tierliebhaber ist die 150 km lange Insel ein Muss. Man kann von Adelaide mit dem Flugzeug nach Kangaroo Island fliegen (ca. 30 Minuten Flugzeit, Regional Express/Rex | Tel. 131713 | www.rex.com.au oder Air South | Tel. 08/82344988 | www.airsouth.com.au) oder mit der Autofähre in knapp einer Stunde von Cape Jervis auf der Fleurieu Peninsula nach Penneshaw übersetzen (Kangaroo Island Sealink Ferry | Tel. 131301 | www.sealink.com.au | PKW mit zwei Personen etwa 330 A$). Auf der Insel gibt es kein öffentliches Verkehrssystem. Über die Hälfte von Kangaroo Island ist dicht bewaldet, über 30 Prozent der Wildnis ist Nationalpark. An den Stränden der Insel lagern riesige Seehund- und Seelöwenkolonien. Im Seal Bay Conservation Park (Führungen tgl. ab 9 Uhr) an der Seal Bay im Süden können Sie in Begleitung von Rangern eine Kolonie von mehreren Hundert Seelöwen besuchen. Pinguine nisten gleich neben der Anlegestelle für die Fähre. Pelikane drängen sich abends um den Pier von Kingscote. Im Winter ruhen sich Southern Right Whales vor der Insel aus. Wer nicht nur wandern und Tiere sehen möchte, kann auf Kangaroo Island schwimmen, surfen, tauchen, reiten, Fahrrad fahren, Honig und Eukalyptusölprodukte kaufen - und sehr gut essen. Übernachten können Sie zum Beispiel in den cabins der Flinders Chase Farm Accommodation (Tel. 08/85597223 | €) oder im The Kings B & B (Luxussuite mit Meeresblick | Tel. 08/85537003 | €€€). Tagesausflüge ab Adelaide mit Bus und Fähre dauern ca. 16 Stunden. Sinnvoll ist die Hinfahrt (Abfahrt ca. 6.30 Uhr) mit dem Bus und der Rückflug gegen 18 Uhr (organisiert Sealink | www.sealink.com.au), besser noch, man plant zwei Tage für die Insel ein. Gute naturkundliche Touren, auch in deutscher Sprache und für Selbstfahrer, organisiert APT (Tel. 08/85530386 | www.kiodysseys.com.au). Umfassende Infos unter www.tourkangarooisland.com.au