Reisetipps Apulien

Sehenswertes Apulien

Region: Manfredonia

Museo Nazionale Archeologico

Im Stauferkastell beim Hafen sind die phantastischen, höchst mysteriösen Stelen der Daunier aus dem 7. bis 6. Jh. v. Chr. ausgestellt, Steinplatten mit männlichen und weiblichen Merkmalen sowie seltsamen Zeichen. Über 1500 dieser Stelen fand man im Hinterland. Tgl. 8.30 bis 19.30 Uhr, 1. und letzter Mo im Monat geschl. | Corso Manfredi

San Leonardo di Siponto

Die 10 km außerhalb an der Straße nach Foggia gelegene romanische Abteikirche mit einem eindrucksvollen Holzkruzifix des 14. Jhs. ist ebenfalls aus dem 11. Jh. Sept.-Juni So 10-12, Juli/Aug. So 16-18 Uhr oder anmelden per Handy 3476519076

Santa Maria Maggiore di Siponto

Bei der orientalisch anmutenden Kirche (11. Jh.) am südlichen Stadtrand finden sich auch die Reste des antiken Sipontum. Im Sommer Mi-Mo 9.30-12.30, 15.30-17.30 Uhr oder anmelden per Handy Tel. 3335921693

Region: Trani

Castello

Das Kastell mit seinen drei mächtigen Türmen gilt in seiner quadratischen, funktionalen Ausformung als eine der eindrucksvollsten Festungsanlagen, die Friedrich II. in Auftrag gegeben hat. Tgl. 8.30-19 Uhr

Cattedrale San Nicola Pellegrino

Die Kathedrale erhebt sich majestätisch auf der Landzunge, die im Norden den Hafen begrenzt. Ihre Front zeigt auf das Stauferkastell, die drei Apsiden aufs Meer hinaus. Mit ihrem Bau begann man im 12. Jh., wobei zwei Vorgängerkirchen integriert wurden, die unterirdische Grabkirche San Leucio und die Kirche Santa Maria. Auf beiden wurde dann die Kathedrale errichtet und einem griechischen Pilger und Wunderheiler namens Nicola geweiht, der 1094 hier verstarb. Ende Juli/Anfang August wird der Patron aufwendig gefeiert.

Für eine romanische Kathedrale strebt der Bau ungewöhnlich in die Höhe. Der Glockenturm steht wie aufgebockt auf einem Bogensockel, den Eingang erreicht man nur über eine hohe Doppeltreppe (achten Sie auf das wunderschöne Bronzeportal des berühmten Bildhauers Barisano da Trani, 12. Jh., heute im Innern der Kirche ausgestellt), und hoch ragt der feierlich-schlichte Innenraum auf. Einige wunderbar behauene Kapitelle finden sich an den Säulen der Hallenkrypta. Piazza Duomo

Region: Taranto (Tarent)

Castel Sant'Angelo

Die mächtige Festung mittelalterlichen Ursprungs wurde 1492 von Ferdinand von Aragon gegen die Türkengefahr ausgebaut. Sie beschließt die Altstadt und gibt den Blick frei auf den drehbaren Ponte Girevole, der seit dem 19. Jh. die Verbindung zur Neustadt darstellt.

Museo Archeologico Nazionale

Zu den großartigen Fundstücken aus der Antike Süditaliens gehören die raffinierten Goldschmiedearbeiten, für die das hellenistische Taranto (4.-1. Jh. v. Chr.) berühmt war: die Ori di Taranto. Die filigran gearbeiteten Halsketten, Diademe und Ringe waren zumeist Schmuckstücke, die den Toten mit ins Grab gelegt worden sind. Nach Jahren der Restaurierung ist der 1. Stock mit der Goldsammlung wieder zugänglich. Tgl. 8.30-19.15 Uhr | Via Cavour 10 | www.museotaranto.it

Region: Otranto

Cattedrale Santa Maria Annunziata

Trotz der Ergänzungen des 15. und 16. Jhs. - wie die prachtvolle spätgotische Rosette und das Barockportal der Fassade - bildet die Kathedrale ein besonders eindrucksvolles Beispiel apulischer Romanik (1080). Geradezu weltberühmt ist jedoch der Mosaikfußboden von Santa Maria Annunziata aus Millionen von bunten Kalksteinchen, wohl Werk des Basilianermönchs Pantaleonis. In zweijähriger Arbeit (1163-65) schuf er ein riesiges Geflecht aus Bibelgeschichten, allegorischen und mythologischen Szenen, die die mittelalterliche Geisteswelt widerspiegeln. Die Cappella dei Martiri (1701) rechts der Apsis hütet die Gebeine der von den Türken getöteten Christen Otrantos.

San Pietro

Unweit der Kathedrale steht Otrantos älteste Kirche, ein interessantes Beispiel einer byzantinischen Kreuzkuppelkirche mit originalen Wandmalereien im Innern. Juni-Aug. 9-12.30, 15-18.30 Uhr, sonst in der Kathedrale um Öffnung bitten

Region: Vieste

Altstadt

Zu sehen gibt es ein stattliches Stauferkastell sowie die Kathedrale Santa Maria di Merino mit barockem Turm, zwar ursprünglich romanisch (11. Jh.) - daher die byzantinisch gestalteten Säulenkapitelle -, aber nun stark umgestaltet. Der Bummel durch die Altstadt führt auf den Felssporn Punta San Francesco mit einem stattlichen trabucco. Das Wahrzeichen Viestes, mit dem auf allen Katalogtiteln geworben wird, ist der hoch aus dem Wasser aufragende Felsturm aus erodiertem Kalk, Pizzomunno (Spitze der Welt) genannt, gleich vor dem schönen Sandstrand im Süden unterhalb der Altstadt.

Oasi La Salata

300 in Stein geschlagene Grabstätten aus frühchristlicher Zeit hat der örtliche WWF 1997 zwischen lauschiger Macchia und zwei salzigen Wasserläufen voller Frösche und Schildkröten gefunden; geführte Besuche. Auskunft im Touristenbüro | Zugang neben der Hotelferienanlage Il Gabbiano 7 km nordwestl. vor Vieste

Region: Bari

Basilica San Nicola

Mitten in der Altstadt erhebt sich das große Vorbild der apulischen Romanik: die Basilika San Nicola, zur Normannenzeit 1197 geweiht und als Tempel für die Verehrung der Gebeine des heiligen Nikolaus gedacht. 100 Jahre zuvor hatten Bareser Seeleute den Leichnam des im Mittelalter hoch verehrten frühchristlichen Märtyrers aus Myra entwendet und nach Bari geschafft.

Um 300 war Nikolaus Bischof von Myra geworden, dem heute türkischen Demre. Bald nach seinem Märtyrertod Mitte des 4. Jhs. setzte die Legendenbildung um ihn ein. Man verehrte ihn als Nothelfer und Schutzheiligen, als Freund der Kinder und Seefahrer - bis über die Jahrhunderte das Nikolausfest zum 6. Dezember, seinem Todestag, entstand. Seine Gebeine ruhen auch heute noch in der Krypta der Basilika, und alljährlich am 8. Mai erinnert eine prächtige Bootsprozession an die Überführung des Heiligen nach Bari.

Trutzig steht die Kirche in hellem Kalkgestein da, mit Blendbögen auf der Fassade, einem auf zwei Ochsen gestützten Portalbogen und feinen Dekorationen an den Seitenportalen. Ein Glanzpunkt an plastischer Steinmetzkunst im dreischiffigen Innern bildet der Bischofsstuhl hinter dem Altar, der auf Trägerfiguren mit von Schmerz verzerrten Gesichtern ruht. Schön sind auch die verzierten Kapitelle der antiken Säulen in der Krypta.

Castello Svevo

Eine der eindrucksvollsten Festungsanlagen Apuliens von Stauferkaiser Friedrich II., im Westen der Altstadt gegenüber dem Hafenbecken gelegen. Quadratische Geometrie bestimmt das Innere. Der äußere Gürtel kam erst in der Renaissance unter den Aragonesern hinzu. In einem Teil des Kastells ist ein Gipsmuseum untergebracht. Dort können Sie Kirchenfassadenskulpturen anhand von Modellen einmal ganz aus der Nähe betrachten (Museo della Gipsoteca | Do-Di 8.30-19 Uhr).

Cattedrale San Sabino

Die dem alten Schutzheiligen Baris geweihte Kathedrale wurde 1178 nach dem Vorbild von San Nicola gestaltet. Da die spätere Barockisierung entfernt wurde, stellt sie heute wieder ein stimmungsvolles Beispiel apulischer Romanik dar. Im dazugehörigen Museum werden große Teile einer kostbaren Exsultetrolle des frühen 11. Jhs. aufbewahrt (Museo della Cattedrale | Do, Sa/So 9.30-12.30, Sa auch 16.30-19 Uhr | Via Dottula).

Pinacoteca Provinciale

Im Palazzo der Provinzverwaltung an der südöstlichen Uferstraße Lungomare Nazario Sauro überraschen die reiche Gemäldesammlung italienischer Meister und romanische Kirchenkunst. Di-Sa 9-19, So 10-13 Uhr | Eingang Via Spalato 19

Region: Alberobello

Museo del Territorio

Nahe der Piazza del Popolo zeigt dieses Agglomerat aus 13 Trulli, wie ein Trullo erbaut wird, die Bearbeitung des Kalksteins der Murge und vor allem bäuerliches Leben und Gerätschaften. Das Museum organisiert interessante Ausflüge in die Umgebung. Juli-Sept. 10-19.30, sonst Di-So 9.30-13, 16-19 Uhr | Piazza XXVII Maggio

Region: Brindisi

Altstadt

Weder malerisch noch herrschaftlich lohnt die Altstadt dennoch einen Bummel. Zu entdecken sind römische Ausgrabungen unter dem modernen Theater Verdi (Scavi San Pietro degli Schiavoni | Mo-Sa 8.30-13 Uhr), die berühmte Colonna Romana am Hafen, Endpunkt der antiken Reichsstraße Via Appia aus Rom, das obligate Stauferkastell (Marinesperrgebiet) sowie am Außenhafen eine Festung (Mo 8.30-14 Uhr) aus der Herrschaftszeit der spanischen Könige Aragon-Anjo. Sehenswert sind auch die Kirchen, so der barocke Duomo San Teodoro mittelalterlichen Ursprungs, die Benediktinerabtei San Benedetto mit schönem Kreuzgang (12. Jh.) und die kleine Templerkirche San Giovanni al Sepolcro (11. Jh.) aus der Zeit der Kreuz- und Pilgerzüge ins Heilige Land. Vom Lungomare Regina Margherita mit dem alten, heute renovierten Grandhotel Albergo Internationale (www.albergointernazionale.it | €€€) schaut man auf das auf der anderen Seite des Hafens emporsteigende Seefahrerdenkmal aus faschistischer Zeit (Panoramablick von der Spitze). Hier findet man ausnahmsweise auch Parkplätze und kann mit der alle 10 Min. verkehrenden Hafenfähre zur Altstadt übersetzen (1 Euro).

Museo Archeologico Provinciale

Das Archäologische Museum zeigt viele schöne Funde aus messapischer und römischer Zeit, darunter zwei erst 1992 aus dem Meer gefischte Bronzestatuen. Zzt. wegen Restaurierung geschl., Wiedereröffnung Sommer 2008 | Piazza del Duomo/Portico dei Templari

Sala della Colonna

Im restaurierten Palazzo Nervegna (16. Jh.), dem ehemaligen Gerichtshof, kann man seit Kurzem das originale, kunstvoll gearbeitete Kapitell der römischen Hafensäule (dort eine Kopie) von Nahem bewundern. Di bis So 10-13, 17-20 Uhr | Piazza Sottile De Falco

Santa Maria di Borgo Casale

3 km außerhalb des Zentrums auf dem Weg zum Flughafen finden Sie diese schöne mittelalterliche Kirche (13. Jh.) mit ihrer geometrisch verzierten Fassade und im Innern einem gut erhaltenen, byzantinisch anmutenden Freskenschmuck aus dem 14. Jh. Ortsteil Casale

Region: Martina Franca

Duomo San Martino

Die in gelben Stein gemeißelte, zauberhafte Barockfassade des Doms wird abends stimmungsvoll angestrahlt; sehenswert im Innern ist der barocke Hauptaltar. Piazza Plebiscito

Palazzo Ducale

Der riesige Palast des Fürsten Petracone Caracciolo aus dem 17. Jh. beherbergt in seinen Zimmerfluchten heute die Büros der Stadtverwaltung. Die Galleria dell'Inferriata mit ihren Fresken von Domenico Carella dürfen Sie aber besichtigen (mit Museum zum Naturpark Pianelle | Mo bis Fr 9-13, 16-18 Uhr). Vor dem Palast öffnet sich die dreieckige Piazza Roma mit Palmen und besonders schönem Brunnenbecken.

Piazza Maria Immacolata

Die halbrunde Piazza folgt auf den Domplatz und überrascht wirkungsvoll mit einem schönen, rundum laufenden Säulengang.

Region: Gallipoli

Castello

Die Wehranlage links vom Brückendamm hat ihren Ursprung in einer byzantinischen Festung, wurde von den Staufern umgebaut und schließlich im 16. Jh. den Verteidigungsmaßnahmen der Renaissance angepasst. Früher sollte sie die Altstadt vor Feinden vom Festland schützen. Heute finden hier sommerliche Kulturveranstaltungen statt.

Cattedrale Sant'Agata

Die stattliche dreischiffige Kathedrale mit ihrer Fassade im Lecceser Barockstil beherbergt inmitten der Altstadt eine überwältigende Sammlung von Gemälden aus dem 17. und 18. Jh.

Fontana Greca

Vor der im Jahr 1603 errichteten Altstadtbrücke fällt der Blick zur Linken auf den „griechischen Brunnen“, dessen drei hellenistische Hochreliefs mit mythologischen Themen in eine Brunnenanlage des frühen Barocks einbezogen wurden.

Museo Civico

Sehenswertes Stadtmuseum in der Altstadt mit archäologischen, historischen und naturkundlichen Zeugnissen. Juni-Sept. tgl. 10-13, 17-23 Uhr, sonst Mo, Mi, Fr, Sa/So 10-13, Di und Do auch 16-19 Uhr | Via De Pace 108

Region: Lecce

Basilica Santa Croce

Exzessiver geht es nicht: An der Fassade der Basilika und am anschließenden Cölestinerkonvent, dem Palazzo dei Celestini (17. Jh., heute Provinzverwaltung), haben sich die Barockkünstler Francesco Antonio Zimbalo und Cesare Penna in der für Lecce typischen Dekorfreude so richtig ausgetobt. Im Innern setzt sich die Pracht fort, allen voran an den Altären. Via Umberto I

Castello

Die eindrucksvolle Festung wurde schon von den Normannen angelegt. Im 16. Jh. ließ Kaiser Karl V. sie verteidigungstechnisch modernisieren und erheblich erweitern. Im exponierten Salento war die Sorge vor Türkeneinfällen allgegenwärtig.

Museo Provinciale Sigismondo Castromediano

Es ist das älteste Museum ganz Apuliens. Den Höhepunkt der reichen archäologischen Sammlung, begründet durch den Fürsten und Archäologen Sigismondo Castromediano, bilden die attischen Keramikvasen und die wunderschönen Amphoren aus messapischer Zeit. Achten Sie auch auf die prähistorischen Frauenfigürchen aus Knochen, die Venere di Parabita. Auch eine interessante Gemäldesammlung gehört zum Museum. Mo bis Sa 9-13.30 und 14.30-19.30, So 9-13.30 Uhr | Viale Gallipoli 28

Piazza del Duomo

An der Flaniermeile durch die Altstadt, der Via Vittorio Emanuele, öffnet sich plötzlich ein schmaler Durchgang. Wie eine märchenhafte Erscheinung tut sich hier einer der schönsten Plätze (im an schönen Plätzen wahrlich nicht armen Italien) auf: die Piazza del Duomo - besonders magisch im gelblichen Licht der Abendbeleuchtung. Gegenüber zur Linken steht der stattliche Dom Santa Maria dell'Assunta, ganz links erhebt sich der mächtige Campanile auf 70 m Höhe. Rechts neben dem Dom schließt ebenfalls frontal der Bischofspalast Palazzo Vescovile an, und an der rechten Platzflanke erstreckt sich das Seminario (Priesterseminar) - eine barocke Symphonie aus dem 17./18. Jh.

Piazza San Oronzo

Dem Stadtpatron gewidmete zentrale Hauptpiazza mit einem Stilmix an Gebäuden. An ihr liegen sowohl faschistische Bauten als auch der 1592 errichtete Versammlungsportikus, der Sedile, und die Renaissancekapelle San Marco. Hoch oben auf der römischen Colonna, der zweiten der beiden Endsäulen der Via Appia (die andere steht in Brindisi), thront die Statue des Stadtpatrons San Oronzo (17. Jh.). Und schließlich sind hier noch die eindrucksvollen freigelegten Teile des römischen Anfiteatro aus dem 2. Jh. zu bewundern, das immerhin 20000 Zuschauer fasste.