Zehn Pisten, die man nicht vergisst:Je steiler, desto besser

Sie kosten Überwindung, erfordern Durchhaltevermögen und sind an einigen Stellen nicht ganz ungefährlich: Zehn Pisten, die einem nicht mehr aus dem Sinn gehen werden.

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Zirbenfall Hochzeiger

Quelle: Hochzeiger Bergbahnen Pitztal

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Der Winter hat sich Zeit gelassen in diesem Jahr, doch in vielen Skigebieten geht es jetzt richtig los. Ski- und Snowboardfans, die Herausforderungen über das normale Pistenniveau hinaus suchen, werden fündig: auf Abfahrten, die Überwindung und Durchhaltevermögen fordern - und deshalb unvergesslich werden.

Für sportliche Abfahrten ist das Familienskigebiet Hochzeiger oberhalb von Jerzens am Eingang ins Pitztal schon lange bekannt, doch jetzt werden auch echte Cracks gefordert. Die neue Zirbenpiste parallel zur Zirbenbahn mit ihren auffallend orangen Hauben ist eine echte Herausforderung für absolute Könner. Schlüsselstelle ist der Zirbenfall, der zwar nicht ganz senkrecht ist wie ein Wasserfall, aber mit einer Neigung von 80 Prozent dem freien Fall schon ganz nahe kommt. Wer Adrenalinschübe lieber vermeidet, der umfährt das 150 Meter lange Teilstück besser auf einem Ziehweg.

Text: Stefan Herbke

Champery Chavanette

Quelle: Stefan Herbke

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Angstgefühle können auch an der Kante der Mur Suisse, der "Schweizer Mauer" in den Portes du Soleil aufkommen, einem technisch sehr anspruchsvollen Steilhang oberhalb von Champéry. Die berüchtigte Piste vom Pass Chavanette hinunter nach Planachaux misst zwar nur einen Kilometer, weist aber 330 Meter Höhenunterschied auf und ist förmlich mit Buckeln durchsetzt. Gut, wenn man die Kurve kriegt!

Text: Outsides, eine Sonderveröffentlichung in der Süddeutschen Zeitung

Schweiz Matterhorn Zermatt Längste Abfahrt der Alpen

Quelle: Michael Portmann/Zermatt Bergbahnen

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Entspannter geht es auf den sanften Gletscherpisten von Zermatt zu. Doch das gilt nur für den ersten Abschnitt. Teil zwei der alpenlängsten Abfahrt, die auf 3883 Metern und an der höchsten Bergstation Europas startet, hat es in sich. Da warten insbesondere am Furggrat einige knifflige Steilstücke. Kniffliger aber noch ist die Sache mit dem Durchhaltevermögen: 21 Kilometer sind es, bis die 2279 Höhenmeter hinunter nach Zermatt geschafft sind. Ein weiter Weg - und ein weißer Rausch!

Text: Outsides, eine Sonderveröffentlichung der Süddeutschen Zeitung

Aiguille du Midi Chamonix

Quelle: David Ravanel/OT Chamonix

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Wenn es unterhalb der 3841 Meter hohen Aiguille du Midi erstmal zu Fuß über einen schmalen, eisigen Grat zum Skianschnallplatz geht, ist bei den meisten Schluss mit Lächeln. Das kommt auf der 20 Kilometer langen Routenabfahrt durchs Vallée Blanche hinunter nach Chamonix mitunter zwar wieder, aber nur bei denen, die ihr Fach beherrschen. Denn vor allem im oberen Bereich lauern Felsabbrüche, Gletscherspalten und rutschgefährdete Abhänge.

Text: Outsides, eine Sonderveröffentlichung in der Süddeutschen Zeitung

Mont Fort Traumpiste

Quelle: Stefan Herbke

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Im Pistenplan eingezeichnet, aber nicht gewalzt wird der extreme Steilhang direkt unter der auf 3330 Meter Höhe liegenden Seilbahn-Bergstation am Mont Fort. Schon von weitem sind die riesigen Buckel in der Schneeflanke zu erkennen, die zwar mühsam zu befahren sind, aber bei einem Sturz als willkommene Bremsblöcke dienen. Mit einem Gefälle von 77 Prozent ein skifahrerischer Höhepunkt der Schweiz.

Text: Stefan Herbke

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Quelle: Kitzbühel Tourismus

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85 Prozent Neigung, bis zu 80 Meter weite Sprünge, Spitzengeschwindigkeiten von mehr als 140 Stundenkilometern: Die 3300 Meter lange Streif in Kitzbühel ist wirklich nur etwas für echte Cracks. Und selbst die haben Heidenrespekt vor Mausefalle, Steilhang und Hausbergkante. Ski-Ass und Streif-Gewinner Stephan Eberharter sagte einmal: "Ich hatte durchaus Gefühle der Todesangst."

Text: Outsides, eine Sonderveröffentlichung in der Süddeutschen Zeitung

Obertauern Gamsleiten

Quelle: Stefan Herbke

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Fast schon legendär ist die "Gamsleiten" 2. Zwar hat sie längst einiges von ihrem Schrecken eingebüßt, immerhin wird die einst mit Buckeln gespickte Steilabfahrt im Skigebiet Obertauern nun präpariert. Doch bei hartem Schnee oder schlechten Kanten kann sie einen heute noch das Fürchten lernen.

Text: Stefan Herbke

Golm Österreich Montafon Silvretta Nova

Quelle: Stefan Herbke

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Eigentlich steht das Montafon in Österreich für familienfreundliche Pisten. Doch auch Sportskanonen kommen nicht zu kurz.

So versteckt sich in der weitläufigen Skischaukel Silvretta Nova nur wenige Meter von der Bergstation der Valiserabahn entfernt die Einfahrt in die "Abhenkina", einem extrem steilen Downhill, bei dem man keinem eisige Verhältnisse wünscht.

Noch sportlicher geht am benachbarten Golm zu. Die Diaboloabfahrt am Grüneck (im Bild) trumpft gleich zu Beginn mit einem rasanten Starthang (bis zu 70 Prozent Gefälle!) auf, läuft dann aber relativ schnell flach aus.

Text: Stefan Herbke

Österreich Harakiri Mayrhofen

Quelle: Bergbahnen Mayrhofen

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Nomen est omen: Wer die Harakiri im Zillertaler Skigebiet Hippach/Mayrhofen unter die Bretter nimmt, der darf wahrlich keinen Sonntagsausflug erwarten. Die mit 78 Prozent steilste präparierte Piste der Alpen wird zwar täglich mit speziellen Pistenraupen gewalzt, dennoch gesellen sich zur extremen Neigung noch Eis, Steine und Buckel dazu. Hut ab, wer beim Zieleinlauf beim obligatorischen Foto noch lächeln kann.

Text: Outsides, eine Sonderveröffentlichung in der Süddeutschen Zeitung

Garmisch-Partenkirchen Kandahar Start

Quelle: Bayerische Zugspitzbahn

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Steile, lange oder hoch gelegene Pisten mit Superlativen gibt es auch in Deutschland: Die Kandahar in Garmisch-Partenkirchen zum Beispiel wurde noch steiler gemacht, als sie ohnehin schon war: 92 Prozent Gefälle misst der "Freie Fall". Damit verfüge man über "die steilste Stelle im Weltcup", verkünden die Gastgeber der alpinen Skiweltmeisterschaften von 2011 stolz. Auch normale Touristen können sich an der Abfahrt versuchen, die an vielen Stellen steiler ist als der Anlauf einer Skisprungschanze.

Text: Stefan Herbke

© sueddeutsche.de/dd
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