bedeckt München 20°

Wintersaison:Italien ohne Skifahrer

Nach dem Stopp für den Start der Skisaison in Italien sind viele Regionen verärgert über die Entscheidung aus Rom. "Ich hoffe, das ist das letzte Mal", sagte der Präsident der Konferenz der Regionen, Stefano Bonaccini. "Das ist inakzeptabel." Ursprünglich sollten die Skigebiete in den Gelben Zonen, wo die Coronalage moderat ist, für Freizeitsportler wieder öffnen dürfen. Nun wurde die Schließung bis 5. März verlängert. Grund dafür ist unter anderem die Verbreitung der britischen Corona-Variante. Jüngst hatte eine Analyse des Ministeriums ergeben, dass fast jede fünfte Infektion in Italien darauf zurückzuführen sei. Abseits der Piste befürchtet der Verband der landwirtschaftlichen Betriebe Coldiretti, dass der "Abschied von der Ski-Saison" die Zuliefererbetriebe zehn Milliarden Euro kosten könnte. Von Restaurants über Hütten bis hin zu den Sennereien habe das Ausbremsen der Wintersaison zu Umsatzrückgängen von bis zu 90 Prozent geführt.

© SZ vom 18.02.2021 / dpa
Zur SZ-Startseite