Städtereisen in DeutschlandWeihnachtsmarkt im Welterbe

Auf der Burg, im Kloster und in romantischen Altstädten: An diesen zehn Unesco-Stätten in ganz Deutschland ist der Adventsmarkt doppelt schön.

Von Katja Schnitzler und Irene Helmes

Koblenz, Rheinland-Pfalz

Der Weihnachtsmarkt

Mehr ist mehr im Advent, nach diesem Motto geht es auch am Deutschen Eck in den Dezember. Der Koblenzer Weihnachtsmarkt verteilt sich auf sieben Orte in der Altstadt, und zwar auf den Münzplatz, Jesuitenplatz, Zentralplatz, Willi-Hörter-Platz und Josel-Görres-Platz, weitere Buden stehen Am Plan und vor der Liebfrauenkirche. Besucher finden neben einer Eislaufbahn und einem leuchtenden Adventskalender auf dem Rathausdach erstmals auch einen sogenannten klingenden Adventskalender: Unter diesem Titel singen einheimische Chöre vom 1. bis zum 22. Dezember im geschmückten Innenhof des Rathauses.

Weihnachtsmarkt geöffnet bis zum 22. Dezember, www.weihnachtsmarkt-koblenz.de

Das Welterbe

Die Stadt an Mosel und Rhein ist auch als Tor zum Oberen Mittelrheintal bekannt. Diese Kulturlandschaft voller Weinberge, Festungen und Schlösser zwischen Bingen und Koblenz zählt seit 2002 zum Weltkulturerbe. Zu bewundern sind dort unter anderem einige der wenigen unzerstörten Burgen der Region - darunter die auf Felsen thronende Marksburg aus dem 12. Jahrhundert oder die Burg Pfalzgrafenstein auf einer kleinen Felsinsel direkt im Fluss.

Einen besonderen Blick auf die Koblenzer Adventswelt bietet die Welterbe-Festung Ehrenbreitstein am anderen Rheinufer. Schon aus den Panoramakabinen der Seilbahn, die seit 2010 am Rand der Altstadt startet, können Besucher die Weihnachtsmärkte und ihre Umgebung aus anderer Perspektive betrachten. Dies wird übrigens nur noch wenige Jahre möglich sein: Die Unesco hat den Betrieb der Koblenzer Seilbahn nur bis 2026 erlaubt - eine dauerhafte Installation hätte den Welterbestatus gefährdet. Oben im Kulturzentrum Ehrenbreitstein gibt es an den Freitagen bis Weihnachten jeweils um 16 Uhr Laternenführungen, und zwar angeblich ganz "wie anno dazumal mit einem preußischen Soldaten", der "von den eisigen Wintern der Vergangenheit" berichtet.

Bild: Henry Tornow/Romantischer Rhein Tourismus GmbH 28. November 2019, 04:552019-11-28 04:55:39 © SZ.de/kaeb/ihe