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Wanderungen für Verliebte:"Schweißtreibend, aber romantisch"

Michael Kleemann hat mit seiner Ehefrau ein Wanderbuch für frisch Verliebte geschrieben. Zum metereologischen Frühlingsbeginn erklärt er, warum Bergsteigen romantisch ist, welche Wanderungen sich besonders für Paare eignen und warum eine Beziehung länger hält, wenn man gemeinsam in die Berge geht.

Beeindruckende Ausblicke, schöne Picknickplätze, sonnige Wege, tiefgehende Gespräche: Michael Kleemann hat mit seiner Ehefau Margit ein Wanderbuch für frisch Verliebte herausgebracht. Der 49-Jährige aus Bad Aibling ist durchschnittlich drei Mal pro Woche in den Bergen.

Wandern für Verliebte Michael Kleemann

Ein lauschiges Plätzchen am Jenbach: Das Autorenpaar unterwegs.

(Foto: J. Berg Verlag/oh)

Süddeutsche.de: Herr Kleemann, beim Wandern schwitzt man und trägt unvorteilhafte Kleidung. Wie können Sie da ein Buch schreiben, das Verliebte auffordert, gemeinsam in die Berge zu gehen?

Michael Kleemann: In unserem Buch sind vor allem Touren beschrieben, die dem Motto folgen: Der Weg ist das Ziel. Es geht nicht um anstrengende Touren, sondern um schöne Aussichtspunkte und idyllische Wege. Bei den meisten Touren kann man erst einmal ausschlafen und gemeinsam gemütlich frühstücken, bevor man startet. Und es gibt heute durchaus auch stattliche, ansprechende Bergkleidung. Die Zeiten von Bundhose und kariertem Hemd haben wir schon lange hinter uns.

Süddeutsche.de: Was ist so romantisch am Wandern?

Kleemann: Die Paare können Hand in Hand laufen, die schöne Natur genießen. Man erlebt alles zusammen, was die Natur an diesem Tag bietet: einen Sonnenuntergang, das rauschende Wasser in einer Schlucht, den Wind, der sich in den Bäumen wiegt. Ich denke, wenn man das miteinander genießen kann, dann hat das viel Aussagekraft für eine gemeinsame Lebenseinstellung. Materielles erhält dann oft einen anderen Stellenwert.

Süddeutsche.de: Wie sind Sie auf die Idee gekommen, dieses Buch zu schreiben?

Kleemann: Meine Frau und ich haben uns am Berg kennengelernt. Das war 1998. Ich war alleine am Jochberg unterwegs - und da habe ich Margit getroffen, die mit einer Freundin gelaufen ist. Das war der Beginn unserer Partnerschaft und für viele weitere Touren zu zweit. Für das Buch haben wir unsere alten Erinnerungen wieder aufgefrischt, das war sehr schön. Wir haben überlegt, welche Touren wir in der Anfangszeit zu zweit gemacht haben, und sind sie noch einmal abgegangen.

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