Von acht Uhr morgens bis vier Uhr nachmittags stieg er zu Fuß von Quito aus mit einigen Begleitern - unter ihnen wie stets der französische Botaniker Aimé Bonpland - zu den Gipfeln von Rucu und Guagua Pichincha hoch. Eine mühselige Angelegenheit, zumal die Bergführer den Weg nicht kannten, wie er in seinen Reisebeschreibungen klagt.

Die Sicht allerdings war gut, und Humboldt stellte erste Fernanalysen an: "Die Bergspitzen des Guagua Pichincha, den Ruinen eines alten Schlosses ähnelnd, scheinen von weitem wie Basaltsäulen gebildet."

Auch an diesem Morgen im Jahr 2009 werden die Wolken endlich lichter. Ein paar Bergzacken sind zu erkennen, eine Rauchfahne - und ein Mensch, der sich auf einem Pfad von oben nähert.

Heute hätte es Humboldt zumindest auf der ersten Wegstrecke einfacher: Seilbahn auf die Hänge des Pichincha, Foto: AP

17. April 2009, 18:302009-04-17 18:30:00 © sde