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Vulkanasche:Großbritannien legt neue Grenzwerte fest

Großbritannien musste in den vergangenen Tagen besonders viele Flugeinschränkungen hinnehmen. Das soll sich ändern.

Die britischen Behörden wollen neue Grenzwerte für Vulkanasche in der Luft festlegen und damit für weniger Einschränkungen im Flugverkehr sorgen. Von Dienstagmittag an sollen Maschinen auch bei einer höheren Asche-Konzentration in der Luft fliegen können, wenn sie bestimmte technische Vorgaben erfüllen, teilte die Luftfahrtbehörde CAA mit.

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Unter anderem müssen die Fluggesellschaften das Einverständnis ihrer Maschinenhersteller vorlegen, dass die Asche für ihre Flugzeuge bis zu einer bestimmten Konzentration keine Gefahr birgt. Die Erlaubnis zum Flug durch die Aschewolke kann auch auf bestimmte Zeiträume begrenzt werden.

Die CAA betonte, die Sicherheit der Passagiere stehe immer im Vordergrund. Weil es aber vor dem Ausbruch des islandischen Vulkans am Eyjafjalla-Gletscher wenig Erfahrung mit ähnlichen Situationen gegeben habe, müsse man offen für neue Regeln und Ergebnisse bleiben. In den vergangenen Tagen hatten sich mehrere Fluggesellschaften - darunter Ryanair, Virgin Atlantic und British Airways - beschwert, einige Sperrungen von Flughäfen wegen der Asche seien unbegründet. Am vergangenen Wochenende waren immer wieder Teile des Luftraums über Großbritannien und Irland geschlossen worden, weil die Asche in der Luft die Grenzwerte überschritten hatte.

Ob es zu Streiks bei der Fluggesellschaft British Airways (BA) kommt, war zunächst noch nicht klar. Die BA setzte sich vor Gericht erfolgreich gegen den geplanten Streik des Kabinenpersonals zur Wehr. Der fünftägige Ausstand, der in der Nacht zu Dienstag beginnen sollte, sei nicht rechtens, da die Verhältnismäßigkeit nicht gewahrt sei, urteilte ein Londoner Gericht am Montag. Die Gewerkschaften kündigten jedoch an, die Entscheidung umgehend anzufechten. Die Arbeitnehmer planen bisher, ihre Arbeit für viermal fünf Tage niederzulegen.

Im März hatte das Kabinenpersonal von British Airways bereits für sieben Tage gestreikt und damit die Reisepläne Hunderttausender durcheinandergebracht. Die Ausfälle hatten die Airline 45 Millionen Pfund gekostet.