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Vereinigte Arabische Emirate:Der vergoldete Volkspalast

Pool-Landschaft

(Foto: Foto: Emirates Palace)

Natürlich gibt es Sicherheitschecks und Rudel von Bodyguards. Der Komplex wurde gebaut auf Initiative von Scheich Said bin Sultan Al Nahyan, der bis zu seinem Tod im Herbst 2004 der Präsident der Vereinigten Arabischen Emirate war. Das Hotel ist in Besitz einer Eigentümergemeinschaft, deren Mitglieder auch größtenteils die Regierung des Emirats stellt.

Raus aus dem Schatten von Dubai

Das "Emirates Palace" ist neben der neuen staatlichen Fluglinie der Vereinigten Arabischen Emirate "Etihad Airways" die zweite große Anstrengung, der Hauptstadt Abu Dhabi mehr Glanz zu verleihen, die bisher im Schatten der Glimmerstadt Dubai gestanden hat. Es werden pro Jahr 20 bis 25 Staatsoberhäupter erwartet. Anfang März sind gleich neun Könige zu Besuch.

Abu Dhabi setzt nicht so sehr auf Normal- oder Yellow-press-Urlauber wie auf Staats- und Konferenzgäste. Man ist hier etwas gelassener, was die Zukunft betrifft. Im Gegensatz zum Scheichtum Dubai fließt das Öl in Abu Dhabi noch mindestens hundert Jahre. Und auch danach werden die wenigen Staatsbürger mit dem höchsten Prokopf-Einkommen der Welt nicht verarmen.

Den abschätzigen Blick aus dem Westen auf die angeblichen superreichen Parvenüs, die einstigen Kamelhüter und Perlentaucher, die nur durch ihren öligen Untergrund reich geworden sind, findet Optekamp ungerecht. Dass hier Geld keine Rolle spielt, sei falsch. Die Scheichs lassen von ihrer Administration sehr genau nachrechnen. Dennoch erlebe man immer wieder Überraschungen, erzählt der GM. Als er noch Chef des Sheraton-Hotels in Abu Dhabi gewesen sei, habe er beim Bürgermeister der Stadt moniert, dass das Hotel keinen Strand habe. Ein halbes Jahr später hatte es einen.