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Valley of Fire nahe Las Vegas:Wunderland in der Wüste

Eine Heuschrecke, ein Elefant und eine Welle, zu Stein erstarrt: Die Natur hat das "Tal des Feuers" in Rotschattierungen getaucht und ein Open-Air-Museum errichtet, in dem die steinernen Exponate sich gegenseitig übertreffen. Ein Besuch in Bildern.

14 Bilder

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Quelle: Isabel Synnatschke

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Ist das die Kulisse für eine Episode von Raumschiff Enterprise aus den sechziger Jahren? Oder ein verfremdetes Bild aus dem Arteriensystem des menschlichen Körpers? Bei manchen Aufnahmen der Fotografin Isabel Synnatschke muss man genau hinsehen, um zu erkennen, dass die Natur selbst diese steinernen Kunstwerke geschaffen hat. Zu besichtigen sind die Originale im Valley of Fire, nordöstlich von Las Vegas.

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Sogar die Hauptstraße quer durch den ältesten State Park Nevadas - der Valley of Fire Highway -, aber vor allem der Scenic Drive der White Domes Road ins tiefe Innere des Tals erinnern an Entwürfe des spanischen Surrealisten Salvador Dalí. Eingebettet in die hohen Kalksteinfelsen der Muddy Mountains liegen die Farbtupfer des Aztec Sandstone verstreut wie kleine Inseln in der Ebene des bis zu zehn Kilometer breiten Tals.

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Große Wanderdünen sowie komplexe Hebungen und Senkungen der gesamten Region haben das Gelände in Millionen Jahren geprägt. Wind und Wetter formten aus dem roten Sandstein bizarre Skulpturen. Man müsste nicht einmal das Auto verlassen, um sie zu betrachten: Gut erreichbar liegen Formationen wie Seven Sisters, Beehives, der Elephant Rock (im Bild) oder ...

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... der Yellow Arch fotogerecht direkt neben der Hauptstraße und den abzweigenden Scenic Drives. Die beste Zeit, den Park zu besichtigen, ...

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... ist der frühe Morgen, wenn die ersten Sonnenstrahlen die Farben im Gestein besonders intensiv zur Geltung bringen. Schattierungen von Lila, Rosa, Rot und Orange wechseln sich ab mit weißen, ockerfarbenen und braunen Einsprengseln. Je nach Lichteinfall  ...

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... verändert der aus Sandstein, Kalkstein, Schiefer und Konglomeratgestein bestehende Fels seinen Charakter. Mancherorts wirkt er wie mit einem feinen Pinselstrich dekoriert, an anderer Stelle ...

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... scheinen gröbere Werkzeuge diese steinerne Leinwand der Natur bearbeitet zu haben. Mineralische Einschlüsse geben dem Fels die Anmutung eines zarten Aquarells, über das aus Versehen ein Glas Wasser geschüttet wurde.

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So massiv viele Formationen wirken und so viel Zeit sie überdauert haben mögen, so fragil können sie sein. Dieses Gebilde, Ephemeral Arch genannt, ist 2010 zusammengebrochen. An seiner dünnsten Stelle (zu sehen etwa in der Bildmitte, halbrechts) hatte der Fels nur noch die Stärke eines Daumens. Stetig verändert die Erosion das Antlitz der Landschaft.

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Trotzdem finden "Arch Hunter" im Valley of Fire so viele Gesteinsbögen wie sonst vielleicht nur noch im Arches National Park in Utah, allerdings haben die meisten nicht die Größe der dortigen Attraktionen. Um Formationen wie den Triple Arch oder den ...

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... Piano Rock zu bestaunen, muss man das Auto auf einem der ausgeschilderten Parkplätze des Parks stehenlassen (an der Straße zu parken, ist verboten) und zu Fuß durch die phantastische Steinöde gehen. Im Sommer sollten Besucher auf ihren Wanderungen eine Kopfbedeckung und genügend Wasser dabei haben, die Temperaturen können über 40 Grad ansteigen.

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Die Mühe lohnt sich, denn dort kann man zum Beispiel diese scheinbar zu Stein gewordene Riesenheuschrecke finden. Viele Bögen haben noch keinen offiziellen Namen, dem Einfallsreichtum der Besucher sind also keine Grenzen gesetzt.

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Spätestens gegen Mittag ist es mit der Einsamkeit vorbei: Tagestouristen strömen aus dem knapp 90 Kilometer entfernten Las Vegas ins Valley of Fire. Dann lohnt es sich, den Park abseits der Hauptstraße zu erkunden, die quer durch das Gebiet führt. Am Ende einer Stichstraße Richtung Norden beginnt der gut 17 Kilometer lange White Domes Trail, auf dem man zum White Dome Slotcanyon gelangt. Auf dem Weg durch die etwa 400 Meter lange Schlucht rücken die roten Felswände bis auf Armeslänge an die Wanderer heran.

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Zurück an der Stichstraße sollten Besucher für einen weiteren Abstecher ins Gelände die Straßenseite wechseln. Die "Fire Wave" erinnert in ihrer Art und Form an die steinerne Welle in den Coyote Buttes in Arizona. Doch während dort der Zugang schwierig und außerdem streng limitiert ist, stolpert man im Valley of Fire keine 400 Meter vom nördlichen Scenic Drive entfernt fast darüber. Wobei das mit dem Stolpern nicht zu wörtlich zu nehmen ist: Auch in dieser Gegend sollten Besucher darauf achten, die Schönheit der Gesteinsschichten nicht mit groben Tritten zu zerstören.

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Das Valley of Fire ist ganzjährig geöffnet, die beste Reisezeit sind Frühjahr oder Herbst. In den Sommermonaten kann es sehr heiß werden, im Winter ist Frost möglich. Der Eintritt für den Park kostet zehn Dollar (umgerechnet gut sieben Euro) pro Person und ist nur bei Tageslicht erlaubt. Sobald die Nacht hereinbricht, machen sich Ranger auf die Suche nach trödelnden oder möglicherweise verlorengegangenen Touristen. Übernachtungen im Park sind auf zwei Campingplätzen möglich.

Weitere Fotos und Informationen über das Valley of Fire finden Sie hier.

© sueddeutsche.de/dd/kaeb

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