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Urteil des Bundesgerichtshofs:Ryanair verlangt zu viel

Die Billigfluglinie muss künftig auf hohe Gebühren bei der Zahlung mit Kreditkarten verzichten. Doch mit Bargeld kommen Passagiere immer noch nicht weiter.

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Der Bundesgerichtshof hat eine Einnahmequelle der Billig-Fluglinie Ryanair versiegen lassen: Die Airline müsse zwar kein Bargeld von ihren Kunden annehmen. Sie darf dann aber keine zusätzlichen Gebühren für die Zahlung mit Kredit- oder EC-Karte verlangen. Dies bedeute eine unangemessene Benachteiligung der Kunden, entschied der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe.

Der Bundesverband der Verbraucherzentralen hatte gegen die Fluglinie wegen ihrer Allgemeinen Geschäftsbedingungen geklagt. Demnach akzeptiert Ryanair kein Bargeld. Für die Zahlung mit Kreditkarte verlangt das Unternehmen aber eine Gebühr von vier Euro, für sonstige Zahlungskarten 1,50 Euro. Kostenfrei ist lediglich die Zahlung mit einer sogenannten "Visa Electron-Karte" - die in Deutschland kaum verbreitet ist. Diese Regelung benachteilige die Kunden, so der BGH. Das Unternehmen müsse ...

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... seinen Kunden die Möglichkeit eröffnen, die Zahlung auf einem gängigen und mit zumutbarem Aufwand zugänglichen Weg zu entrichten - ohne dass dafür eine zusätzliche Gebühr zu bezahlen ist.

Ryanair erwirtschaftet einen großen Teil seiner Gewinne nicht über die Flugpreise, sondern mit Zusatzgebühren.

Wenn es darum geht, Kosten zu sparen oder sie auf die Passagiere umzulegen, sind Fluggesellschaften erfinderisch. Aber nicht ganz so erfinderisch wie unsere User bei einer sueddeutsche.de-Umfrage: Die denken bei Gebühren und Zuschlägen offenbar noch weiter als die sparsamsten Airlines - viel weiter. Die besten Spartipps unserer User finden Sie auf den nächsten Seiten ...

(sueddeutsche.de/dpa/Reuterskaeb)

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"Münzeinwurf für das Verstellen von Sitz und Sonnenblende" lautet ein Vorschlag oder noch genauer:

"Fensterplätze à la Peepshow. Alle fünf Minuten fällt die Klappe. Wer rausschauen möchte, muss Geld nachwerfen."

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"50 Prozent Vorverkaufsgebühr für alle Tickets, die bis zu einen Tag vor Abflug gekauft wurden. Abendkassengebühr von 50 Prozent für alle Tickets, die 23 Stunden oder später vor Abflug gekauft wurden."

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Auch unangenehme Begleiterscheinungen des Fluges wirken sich für die Airline kostendämpfend aus.

"Turbulenzenzuschlag! Nach überstandenen Turbulenzen werden Schaukelgebühren von fünf Euro pro überstandener Turbulenz fällig."

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Beim Sparen gibt es keine Tabus, selbst Rettungsutensilien könnten Budgetlöcher stopfen.

"Im unwahrscheinlichen Fall eines plötzlichen Druckverlustes in der Kabine werden Atemmasken zur Verfügung gestellt. Legen Sie Ihre Maske an und werfen Sie eine zwei Euro Münze ein. Wenn die rote Warnlampe nach zehn Minuten leuchtet, bitte erneut zwei Euro nachwerfen."

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" (...) Nach der Notlandung dann eine Gebühr ähnlich wie in einer Disco - mit Stempel auf der Hand - um die Notrutsche hinuntergleiten zu dürfen. Bei großen Maschinen gegebenenfalls mit Spaßaufschlag, da Rutsche größer und länger."

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Dieser User hat den Hauptverursacher hoher Kosten für die Fluggesellschaft klar erkannt:

"Ticket- oder Passagierstrafgebühr! Denn ohne Passagiere ginge das Boarding schneller und das Flugzeug wäre leichter und bräuchte somit weniger Treibstoff."

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Wenn Passagiere nach gelungenem Aufsetzen des Flugzeugs ihrer Freude und Erleichterung Ausdruck verleihen, ist dies offenbar nicht jedem recht - und könnte obendrein noch Geld in die Airline-Kassen spülen:

"Strafgebühr für alle, die bei der Landung klatschen."

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Bei diesem Vorschlag kann nicht ausgeschlossen werden, dass der User neben der Kostensenkung ganz persönliche Motive hatte...

"Stewardessen im Bikini: Das spart Kosten für Bekleidung!"

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Findig sind Airlines gerade bei der Gewichtsreduzierung in ihren Flugzeugen - und auch unsere User:

"Zwangstoilettengang vor Einstieg. Da kommt schon das ein oder andere Pfund zusammen..."

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Woran könnten die Airlines noch sparen? Wir freuen uns auf Ihre Vorschläge - hier!

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Dieser User hat neben seiner Sparidee auch noch ein Herz für Mitflieger.

"Jeder bringt seinen Sitz selber mit. Wer keinen dabei hat, muss während des gesamten Fluges stehen, zahlt aber weniger fürs Ticket. Denn das spart Gewicht! Außerdem passen mehr Passagiere ins Flugzeug!"

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Manchmal muss man ein Problem erst schaffen, bevor man es lösen kann:

"Von der Airline bezahlte Schreikinder und Starktranspirierer mit ungewaschenen Füßen mitfliegen lassen - und schon finden Ohrstöpsel und Nasenklammern im günstigen Set für 33 Euro reißenden Absatz!"

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Von der Tierwelt lernen heißt Kosten senken, weiß dieser Nutzer und rät:

"In Kolonnen fliegen, Windschatten nutzen!"

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Wieso sollte man sich beim Sparen auf das Flugzeuginnere beschränken: Warum nicht manchen Passagieren eine erweiterte Aussicht ermöglichen?

"Economy Class wird auf die Tragflächen outgesourct, siehe Movie 'Der Flug des Phönix', dadurch mehr Platz für besser zahlende Fluggäste ..."

Natürlich ist für sueddeutsche.de-User auch hier Sicherheit oberstes Gebot:

"Weitere billige Sitzplätze auf den Tragflächen einrichten - extra Gebühr für Benutzung eines Haltegriffs 20 Euro (bei Buchung von zwei Haltegriffen: Sonderpreis 35 Euro)."

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Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen könnten auch über den Wolken funktionieren, glaubt dieser User:

"Man betreibt mit den Passagieren ein Callcenter während des Fliegens. So kommt man schnell auf 100 bis 300 billige Arbeitskräfte, die während des Fluges arbeiten. Mit der Nutzung des internationalen Luftraumes kann man sicherlich JEDEN Mindestlohn und jede Steuer umgehen."

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In Zeiten, in denen Fluggesellschaften und Heimatschutzbehören immer mehr Daten ihrer Fluggäste abfragen, scheint nicht einmal dieser Vorschlag völlig abwegig:

"50 Prozent Aufschlag für Passagiere, die die Airline NICHT in ihrem Testament erwähnen."

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Diese Taktik kennen ältere Passagiere aus der Kindererziehung, unser User möchte sie auch auf seine Mitreisenden anwenden:

"Unfreundliche Passagiere bekommen nichts mehr zu essen."

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Ein bekanntes Problem: Die Maschine sackt plötzlich nach unten und muss dann zusätzlich Kerosin verbrauchen, um wieder die Reiseflughöhe zu erreichen. Dieser User hat die Lösung:

"Luftlöcher füllen ;-)"

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Aus Sorge, das vorgeschriebene Höchstgewicht zu überschreiten, könnten Passagiere künftig an der Bekleidung sparen. Ob das dann wiederum im Sinne der Airline ist...

"Insgesamt zirka 100 kg pro Person frei, für Körper-Koffer-Handgepäck zusammen. Wer drüber ist, zahlt pro Kilo. Wer drunter ist, bekommt Geld erstattet. Das spart Kilogramm und somit Treibstoff."

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Einen kleinen Beitrag zur Hygiene könnte wirklich jeder Fluggast leisten, oder?

"Klopapier und Seife zum Händewaschen selber mitbringen! Müll (alte Zeitungen etc.) muss selber entsorgt werden."

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In einem gepflegten Ambiente fühlen sich Bodenpersonal und Passagiere gleich viel wohler. Reinigungskräfte braucht man dazu freilich nicht:

"Jeder Fluggast erhält beim Eintreffen in den Transitbereich einen Putzlappen und reinigt eigenständig in der langen Wartezeit vor dem Verlassen des Warteraums und beim Verlassen des Flugzeugs seinen Sitzplatz."

Woran könnten die Airlines noch sparen? Wir freuen uns auf Ihre Vorschläge - hier!

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(sueddeutsche.de/dd/kaeb/)

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