UrlaubsplanungFernweh? Neun Tipps für die Reisebuchung

Im Internet suchen oder doch ins Reisebüro? Wo und wann gibt es Schnäppchen und was ist der Haken an den Billigreisen? Wie Sie gut und günstig in den Urlaub kommen.

Von Eva Dignös

Keine Fragen und viel Zeit? Dann buchen Sie ruhig online.

Die Reise via Internet zu planen und Flüge sowie Hotelzimmer mit ein paar Klicks zu reservieren, ist für viele mittlerweile der ganz normale Weg in den Urlaub. 38 Prozent aller Urlaubsreisen wurden im Jahr 2016 online gebucht, ergab die "Reiseanalyse 2017" der Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen e.V. (FUR). Vor zehn Jahren lag der Anteil noch bei 14 Prozent. Und der Tendenzpfeil zeigt weiter nach oben: Die Tourismusforscher erwarten, dass noch vor 2020 mehr als die Hälfte aller Reisen im Netz gekauft werden.

Damit sind Urlauber offenbar halbwegs gut bedient: Die Stiftung Warentest gab im Dezember 2016 sieben von 14 Online-Reiseportalen die Note "gut" (Der Test kann hier kostenpflichtig abgerufen werden). Die Tester suchten, buchten und stornierten - das alles habe in der Regel reibungslos funktioniert. Wer schon weiß, wohin er reisen und wie er dort unterkommen will, der könne ruhig online buchen, lautet das Fazit. Wer dagegen noch unsicher ist, an welchem Strand er baden möchte und welche Zimmerkategorie seinen Vorstellungen entspricht, der ist dem Test zufolge in den Online-Reisebüros weniger gut aufgehoben. Denn die Beratung komme fast immer zu kurz. Die Telefonhotlines seien zwar gut erreichbar - nur könnten die Mitarbeiter die Fragen oft nicht beantworten.

Allzu eilig sollte man es auch nicht haben. Die Reisesuche im Internet, so komfortabel sie auf den ersten Blick erscheinen mag, kostet ganz schön viel Zeit. Ziele eingeben, Angebote vergleichen, Bewertungen lesen: Dabei kommen schnell ein paar Stunden vor dem Rechner zusammen. Und die Suche erfordert volle Aufmerksamkeit, von Bildern traumhafter Badebuchten sollte man sich nicht ablenken lassen. Denn der zunächst angezeigte Preis ändere sich oft während der Buchung, monierte die EU-Kommission nach einer Untersuchung von 352 Reiseportalen: Ohne klare Hinweise für die Verbraucher seien Preiselemente hinzugefügt worden oder vermeintliche Schnäppchen gar nicht mehr erhältlich gewesen.

Bild: dpa 26. April 2017, 12:362017-04-26 12:36:34 © SZ.de mit Material von dpa/kaeb/dd