Urlaubersteuer auf Sardinien Eintritt fürs Paradies

2006 schimpften reiche Urlauber und Yachtbesitzer über die neue Luxussteuer auf Sardinien. In diesem Jahr sind auch ganz normale Touristen betroffen.

Fans der italienischen Insel Sardinien müssen demnächst tief in die Tasche greifen: Kurz vor dem Start der Urlaubssaison hat die Regierung des Mittelmeerparadieses ein Gesetz zur Einführung einer Luxussteuer verabschiedet.

Die neuen Vorschriften betreffen aber nicht nur Reiche, sondern alle, die keinen festen Wohnsitz auf Sardinien haben.

Wer eine über 200 Quadratmeter große Ferienvilla in Meeresnähe hat, muss ab sofort jährlich 16 Euro pro Quadratmeter in die Steuerkasse zahlen. Kleinere Häuser kosten immerhin neun Euro pro Quadratmeter.

Besonders hart trifft es Jachtbesitzer: Für das Anlegen in einem sardischen Hafen müssen sie mindestens 1000 Euro, bei Schiffen von über 60 Metern Länge sogar 15.000 Euro hinblättern, berichtete die Mailänder Zeitung Corriere della Sera.

Auch für die Ankunft in kleinen Privatflugzeugen müssen nun Steuern abgedrückt werden. "Normale" Touristen, die in einem Hotel oder Bed & Breakfast übernachten, zahlen eine Aufenthaltssteuer von ein bis zwei Euro pro Tag und pro Person.

Mit ihrem türkisfarbenen Wasser und den traumhaften Stränden zählt Sardinien zu den schönsten Inseln des Mittelmeeres. Schätzungen zufolge besitzen bis zu 300.000 Menschen Ferienwohnungen und -villen auf dem Eiland.

Seit Jahren ist Sardinien vor allem bei Promis beliebt. Neben Fußballstar Francesco Totti vom AS Rom und Oscar-Preisträger Roberto Benigni hat auch Ex-Ministerpräsident Silvio Berlusconi ein Anwesen auf Sardinien: Die gigantische Villa Certosa mit eigenem Park und Amphitheater.