Tour um die Drei Zinnen Vor jeder Tour das Wetter abfragen

Bis Ende Oktober lässt sich dort gut wandern. In der Nachsaison haben Wanderer meist auch beständiges Wetter und dank der geringen Luftfeuchtigkeit eine weite Sicht. Beim Umrunden der Drei Zinnen, die bis zu 2999 Meter hoch in den Himmel ragen, geht der Blick bestenfalls bis zu den Karnischen Alpen und nordwärts zu den Zillertaler Alpen.

Doch auf jeden Fall gilt: Vor jeder Tour die Wetteraussichten abfragen. "Wir sind auch schon mal am 20. September mit dem Hubschrauber ausgeflogen geworden, weil es einen plötzlichen Schneeeinbruch gab und nichts mehr lief", erinnert sich Reider.

Die klassische Rundstrecke um die Drei Zinnen ist nur ein kleines Teilstück des insgesamt 400 Kilometer langen Wegenetzes der Region Hochpustertal. "Darunter sind leichte Spazierwege in den grünen Auen der Täler von Drau und Rienz wie auch anspruchsvolle Trails, die wir nur trittsicheren und schwindelfreien Bergwanderern empfehlen", erläutert Carmen Schwingshackl vom Tourismusverband Hochpustertal.

Zu den leichteren Routen zählt etwa der Aufstieg vom Parkplatz Plätzwiese in 1950 Meter Höhe zum Gipfel des Strudelkopfes, bei dem nur etwas mehr als 350 Höhenmeter auf gerölligen Pfaden zu überwinden sind. Dafür entschädigt die Aussicht vom Gipfel - zu den Drei Zinnen gesellen sich hier Katzenleitenkopf, Monte Piano und die schroffen Gipfel um den Rauhkofel.

Aufgrund ihrer landschaftlichen Einzigartigkeit und geologischen Bedeutung wurden die Dolomiten am 26. Juni 2009 zum Unesco-Weltnaturerbe erklärt.

Etwa eine Stunde dauert die Runde um den Pragser Wildsee, dessen smaragdgrünes Wasser im Hochsommer zum Baden einlädt. Allerdings wagen sich nur ganz abgehärtete Schwimmer in die blitzsauberen Fluten - das Wasser ist eiskalt.

Bei allen Touren ist die richtige Kleidung und festes Schuhwerk mit Profilsohlen notwendig. "Turnschuhe, Badelatschen und Flip Flops sind tabu", warnt Bergwanderführer Albuin Gruber. Denn selbst bei staubtrockenem Wetter besteht auf dem Geröll abschüssiger Routen Rutschgefahr.

Informationen:

Anreise: Von Norden und Westen über die Brenner-Autobahn München-Innbruck-Bozen (E 45) bis Ausfahrt Franzensfeste/Fortezza, von dort über die E 66/N 49 ins Hochpustertal. Von Osten in Österreich über Kitzbühel/Mittersill/Matrei (Bundesstraßen 161, 108 und 100) ins Hochpustertal.

Weitere Informationen: Tourismusverband Hochpustertal, info@hochpustertal.info