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Tischsitten weltweit:Italien - Cappucino- und Parmesansünden

"Mamma mia, bella Italia" - die Deutschen fühlen sich gerne als Italiener, sobald es ums Essen geht. Und doch gibt es eine ganze Reihe Tischmanieren, von denen mancher Möchtegern-Giovanni noch nie gehört hat.

Pasta wird bei einem italienischen Essen nicht als Hauptgang, sondern als Vorspeise serviert. Dass wahre Italiener Spaghetti allein mit der Gabel aufwickeln und gen Mund befördern, hat sich mittlerweile herumgesprochen. Doch dass die langen Nudeln weder abgeschnitten noch abgebissen werden sollten, ist noch nicht weitläufig bekannt.

Auch über die deutsche Unsitte, sämtliche Nudelgerichte unter einen dicken Schicht Parmesan zu begraben, rümpfen Italiener die Nase. Gehören Meeresfrüchte zum Gericht, hat der Käse nichts auf dem Teller verloren. Bei Tomaten- oder Sahnesaucen dürfen es ein paar Raspeln sein.

Nach dem Essen noch ein wenig Koffein gefällig? Dann wird stilgerecht ein Caffè geordert (serviert wird dann Espresso). Cappuccino trinken Italiener nur zum Frühstück.

Bei der Rechnung haben Italien-Urlauber noch zwei Möglichkeiten, sich als deutsche Pedanten zu blamieren. Erstens, indem sie auf eine Einzelabrechnung pro Person mit exakter Zuordnung der individuell verzehrten Speisen bestehen. Zweitens, indem sie die vermeintlich zu hohe Rechnung reklamieren. Der Coperto - das Gedeck - wird in den meisten Restaurants pauschal mit etwa drei Euro pro Person berechnet.

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