bedeckt München 24°

Tipps von SZ-Korrespondenten:Transport und kulinarische Spezialitäten

Hier finden Sie Andrea Bachsteins Empfehlungen für Essen und Trinken, für den kleinen Imbiss zwischendurch und für Ihren Weg durch die Stadt.

Städtetipps von SZ-Korrespondenten Rom

Die römischste und effizienteste Art, um durch die Stadt zu kommen: Mieten Sie sich einen Roller!

(Foto: Rob Bouwman - Fotolia)

So kommen Sie durch die Stadt:

So weit die Füße tragen, sollte man sich auch auf ihnen bewegen. Das historische Zentrum ist relativ klein und zwischen den großen Sehenswürdigkeiten sind die Wege voller reizvoller Details und Blickfänge, Gerüche, Geräusche und Typen. Zeit spart man mit der Metro für die größeren Strecken, aber ihr beschränktes Netz hilft bei vielen Zielen nicht weiter. Deshalb sind die Dieselruß hustenden Atac-Busse das wichtigste Fortbewegungsmittel, wenn auch nicht das bequemste. Vor allem morgens und zum Büroschluss reist man eng gequetscht, fällt aber bei den häufigen Abrupt-Bremsungen nicht so leicht um. Es gibt keine Fahrkartenautomaten an Bord, die Biglietti besorgt man sich vorher. Sie gelten auch für Metro und Tram, fast jeder Kiosk und Tabacchaio verkauft sie, Automaten stehen nur an manchen Haltestellen. Die normalen Biglietti gelten 75 Minuten, es gibt Tages- und Mehrtageskarten.

Außer im August, wenn die Römer weg sind, lässt man das eigene Auto am besten auf einem sicheren Parkplatz stehen. Die Staus sind nervenzerfetzend, vom anarchischen Fahrstil der Römer ganz zu schweigen. Im historischen Zentrum darf man in weiten Teilen tagsüber sowieso nur mit amtlicher Genehmigung fahren, und Parkplätze sind überall sehr rar.

Damit sollten Sie unbedingt fahren:

Wer sich traut, sollte sich einen Roller mieten. Das kostet zwischen 30 und 40 Euro am Tag, und ist die römischste und effizienteste Art, die Stadt zu erkunden, allerdings nicht die ungefährlichste. Manche Verleihe bieten sogar geführte Touren auf dem Moped an. Und auch wenn die klassischen Roller mit kleinen Rädern verführerisch schick sind - die Schlaglöcher steckt man auf denen mit großen Rädern besser weg.

Steigen Sie bloß nicht in...

...ein Taxi, das Ihnen einzelne Herren am Bahnhof Termini oder am Flughafen Fiumicino neben den Warteschlangen bei den Taxiständen anbieten. Wenn sie sich nicht als Mitarbeiter eines Limousinenservice ausweisen, sind es Fahrer ohne Lizenz, die von Touristen überhöhte Preise abkassieren wollen. Und steigen Sie zwischen Zentrum und Vatikan bloß nicht in die vollbesetzte Metro A ein, ohne besonders gut auf Ihren Geldbeutel aufzupassen.

Wenn Sie hungrig sind, probieren Sie unbedingt:

Es grenzt an eine Sünde, in Rom keine Artischocken zu essen, vor allem in der Saison zwischen Herbst und spätem Frühjahr: "alla Romana", mit Petersilie, Minze und Knoblauch gesotten, oder "alla Giuda", also frittiert. Ganz und gar römisch ist in der kalten Jahreszeit "Puntarelle": eine in Ringel geschnittene Zicchorien-Art, mit Sardellensauce als Salat angemacht. Die typische römische Küche ist einfach und herzhaft: Zur Vorspeise knusprig in Teig frittierte Zucchini-Blüten und anderes Gemüse oder Bruschetta mit Tomate. "Pasta all'amatriciana" (Nudeln mit Speck-Tomatensauce) fehlt auf fast keiner Karte, so wie der absolute Klassiker "Spaghetti Cacio e pepe", bei denen reichlich würziger Pecorino-Käse cremig geschmolzen die Nudeln einhüllt.

Das schönste Café:

Cafés heißen in Italien bekanntlich Bar, und den Caffè nimmt man dort vorzugsweise schnell am Tresen ein. Aber es gibt durchaus auch Cafés, die zum Verweilen gedacht sind. Das berühmteste ist das Café Greco, in dem schon Goethe und viele Literaten nach ihm weilten. Es ist gewiss einzigartig, aber auch schrecklich teuer und etwas museal. Da sitzt man deutlich schöner nahe am Hadrian-Tempel im altmodischen Gran Caffé la Caffettiera an der Piazza Pietra, wo auch stilvoll Tee serviert und eine imposante Auswahl an Whisky vorgehalten wird. Gepflegt geht es in der großen Bar San Silvestro zu, an der gleichnamigen, frischrenovierten Piazza. Berühmt, vor allem als Aperitiv-Platz, ist Rosati an der Piazza del Popolo. Besonders guten Caffè - Espresso sagt kein Italiener - gibt es wenige Schritte vom Pantheon bei Tazza d'Oro, das auch Kaffee-Geschäft und -Rösterei ist. Andere schwören, er wäre am besten im traditionsreichen Caffè Sant'Eustachio, ebenfalls eine Rösterei. Sitzen kann man dort nur draußen, aber der Laden mit der Kaffeemühlen-Sammlung ist allein als Kuriosität sehenswert und erst recht die Sorgfalt, mit der die Barristi Caffè in vielen Varianten zubereiten. Zauberhaft und ruhig ist die Cafeteria im ehemaligen Bramante-Kloster ( Chiostro di Bramante), wo man im ersten Stock draußen zwischen Renaissancesäulen sitzt.

Stadtrundfahrt mit "Illuminati"

Dan Browns römisches Rätsel