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Tipps von SZ-Korrespondenten:Der schönste Blick und was man sich sparen kann

Eine kleine Stadt innerhalb der großen, dazu die schönsten Ausblicke - und Sehenswürdigkeiten, die man sich in Rom sparen kann.

Städtetipps von SZ-Korrespondenten Rom Petersdom

Der Blick vom Dach des Petersdoms gehört zu den spektakulärsten Roms.

(Foto: AFP)

Welches Viertel sollte man unbedingt besuchen?

Überraschend unhektisch, wenig touristisch, aber sehr lebendig sind Teile des Viertels Monti. Wie ein dreieckiger Keil erstreckt sich Monti über die Hügel Esquilin, Viminal und Quirinal, mit der Spitze touchiert es den Platz der Lateranskirche. Weil auch Sehenswürdigkeiten wie Santa Maria Maggiore, die Trajansforen, der Quirinalspalast und wichtige Straßen wie Via Nazionale und Via Cavour zu Monti gehören, kommt man fast automatisch dorthin.

Zum Bummeln, Ausgehen und für Ausblicke auf die Kaiserforen ist die Gegend der Via dei Serpenti am schönsten, ebenso die umliegenden Gassen Via Baccina, Via Leonina, Via Madonna dei Monti oder Salita del Grillo. Dort ist es fast wie in einer eigenen kleinen Stadt für sich, mit malerischen Sträßchen, ausgefallenen kleinen Boutiquen, Alternativ-Läden und kleinen Lokalen. Geht man vom Kolosseum auf der Seite der Domus Aurea hinauf nach Monti, keinesfalls die Kirche San Pietro in Vincoli versäumen - allein Michelangelos Moses mit den rätselhaften Hörnchen verdient einen Besuch.

Den schönsten Blick hat man:

Das ist kein Geheimnis: vom Gianicolo-Hügel. Nur den Vatikan sieht man nicht von allen Stellen. Besonders schmeichelt den Kuppeln und Palästen der Stadt das schräge Licht am Morgen oder vor Sonnenuntergang. Ein Stück weiter an der Via Garibaldi rauscht zum Panorama mächtig die barocke Fontana Paola, Teil einer von Papst Paul V. gebauten Wasserleitung. Wer nicht unter Höhenangst leidet und gut Treppen steigen kann, wird natürlich auf der Kuppel des Petersdoms mit größtmöglichem Weitblick belohnt, höher ist kein Gebäude in der Stadt. Nicht ganz so hoch, aber dafür mit Nahblick aufs antike Zentrum ist das Dach des Monumento Vittorio Emanuele II., jenes "Schreibmaschine" genannten weißen Protzbaus an der Piazza Venezia. Den kostenlosen Besuch des Inneren kann man auslassen, aber das Ticket für den Lift aufs Dach mit den immensen Quadrigafiguren ist nicht schlecht angelegt. Römer spotten, dieser Ausblick sei der Beste, weil nur von hier aus die "Schreibmaschine" nicht zu sehen ist. ..

Das können Sie sich in Rom sparen:

Bocca della verità: So entzückend Audrey Hepburn und Gregory Peck in "Ein Herz und eine Krone" ihre Hände auch in den Mund des mit einem Gesichtsrelief geschmückten antiken Kanaldeckels halten - das Erlebnis, es ihnen nachzutun, lohnt nicht das Anstehen in der Warteschlange. Beim Circus Maximus reicht es eigentlich, ihn auf dem Stadtplan zu sehen. Auch die berühmte Via Vittorio Veneto kann man sich schenken, sofern man nicht in einem der Luxushotels dort logiert. Vom aufregenden Flair, das Fellini und andere Regisseure als Kulisse benutzt haben, ist längst nichts mehr übrig. Zeitverschwendung ist auch der Bummel auf der bekannteste Einkaufsstraße des Zentrums, der Via del Corso - zu viele Kettenläden, die es auch zu Hause überall gibt.

Villa Massimo in Rom

Centenario unter Zypressen