Sri Lanka

Erholungsurlaub am Traumstrand, den Koffer voller Bücher? Vielleicht lieber Kultur und Geschichte, wandeln auf Pfaden alter Götter und Könige? Oder doch unberührte Natur, in der sich Elefanten, Leoparden und Wasserbüffel beobachten lassen?

Für alle, die sich nicht entscheiden wollen, ist Sri Lanka genau das richtige Reiseziel: Die Insel an der Südspitze Indiens bietet auf einer Fläche so groß wie Bayern so viel Abwechslung, dass Urlauber nach zwei Wochen nicht nur gut erholt, sondern so voll mit Erlebnissen nach Hause kommen, als wären sie zwei Monate unterwegs gewesen. Wer nun an Reisestress denkt, kann beruhigt sein: Das Lächeln der Sri Lanker ist sprichwörtlich, durch ihr Land zu fahren, hat mit Hektik so wenig zu tun wie eine entspannende Ayurveda-Kur.

An der Ostküste finden sich nahezu unberührte Strände, vorgelagerte Korallenriffe zählen zu den besten Schnorchelspots der Insel. Hier geht es noch recht verschlafen zu. Wer es lieber touristisch mag, ist mit Mirissa im Süden gut beraten: Hier reihen bei Sonnenuntergang Kneipen und Restaurants ihre Tische direkt am Strand auf, so dass man bei einem kühlen Lion Beer (das seit 1860 auf Sri Lanka gebraut wird) die Füße vom Barhocker direkt ins Meer baumeln lassen kann. Zudem ist der Yala-Nationalpark nicht weit. Hier stehen die Chancen auf eine Leopardenbeobachtung gut, denn hier leben etwa 30 der Tiere - eine der höchsten Leopardendichten weltweit.

Im sogenannten kulturellen Dreieck im Landesinneren warten dagegen alte Tempelanlagen und Paläste. Besonders beeindruckend ist die Kulisse von Sigiriya: ein Monolith, der 200 Meter hoch aus der Ebene aufragt und auf dem sich die Ruinen einer Festung aus dem fünften Jahrhundert befinden. Hat man nach mehr als 1200 Stufen den Aufstieg geschafft und überblickt den dichten Dschungel, fühlt man sich fast wie in der Kulisse von "Game of Thrones" - ein königlicher Urlaub.

Julia Bönisch

Im Bild: die Felsenfestung Sigiriya

Bild: eranda - Fotolia 7. Januar 2016, 09:152016-01-07 09:15:38 © SZ.de/ihe/kaeb/sks