Tipps gegen Flugangst Alkohol macht es auch nicht besser

Gönnen Sie sich Zeit

Wer in letzter Minute zum Flughafen hetzt, stresst sich durch die Zeitnot. Dieser Druck wird oft gleich in Flugangst umgewandelt. Damit erweist sich der Plan als Trugschluss, so wenig Zeit wie möglich am Airport in Sichtweite des Rollfelds zu verbringen, um so der Panik zu entgehen. Besser ist es, entspannt anzukommen und in der Wartezeit in Bewegung zu bleiben: Beim Herumspazieren, Treppensteigen oder dem Laufen auf Rollbahnen wird überschüssiges Adrenalin abgebaut. Auf Kaffeepausen sollte man besser verzichten, der Puls soll schließlich nicht noch mehr in die Höhe steigen.

Widerstehen Sie der Versuchung

Mit ein paar Gläsern an der Bar oder dem richtigen Medikamenten-Cocktail kann Ihnen die Angst nichts mehr anhaben? Das würde wohl nur funktionieren, wenn Sie am Boden bleiben: Der Kapitän darf Ihnen das Einsteigen verweigern, falls Sie sich zu sehr die Sinne vernebelt haben. Ansonsten wäre es eine andere Art der Vermeidung: Statt sich der Angst zu stellen und sie so zu reduzieren, wird sie noch größer. Und die Furcht vor dem Rückflug bleibt auch. Homöopathische oder pflanzliche Mittel wie Baldrian dürfen Sie aber beruhigt zu sich nehmen. Den Körper auszutricksen und sich dennoch der Situation zu stellen, ist erlaubt. Schließlich entspannt Baldrian, statt zu benebeln.

Stoppen Sie das Gedanken-Karussell

Das Wetter ist gut. Oder? Ist das dahinten etwa eine aufziehende Gewitterfront? Und der Pilot war bei der Durchsage gerade kaum zu verstehen. Lallt der etwa? Jetzt gehen auch noch die Anschnallzeichen an! Und die Flugbegleiter schauen so ernst! Was war das für ein Geräusch? Bitte halten Sie nun vor Ihrem inneren Auge ein großes, rotes Stopp-Schild hoch. Atmen Sie tief durch. Alles ist gut. Denken Sie positiv. Atmen. Ein. Aus. Positiv. Ein. Aus.

Überstehen Sie den Start

Kurz vor dem Abheben, wenn die Maschine beschleunigt und die Passagiere sozusagen den Boden unter den Füßen verlieren, droht die Angst in Panik umzuschlagen. Da sollten die Betroffenen besonders lange ausatmen, um den verkrampften Körper zu lockern. Dabei hilft es, die Muskeln bewusst erst anzuspannen, etwa die Füße in den Boden zu stemmen und die Fäuste zu ballen, und dann lockerzulassen (mehr dazu unter "Machen Sie Ihre Übungen" auf der nächsten Seite).

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