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Tipps für Skiverbünde:Billiger auf die Piste

Brauneck Skifahren Ski Skigebiet

Skifahren am Brauneck

(Foto: Fotolia/rupbilder)

Sieben Skiverbünde, die Abwechslung zu fairen Preisen bieten. Und manchmal sogar umsonst sind.

Skifahren ist zwar das "Leiwandste", das man sich nur vorstellen kann, wie Wolfgang Ambros seit 1976 singt - doch die Preise, die seitdem jedes Jahr weiter steigen, trüben schnell das Hochgefühl. 250 Euro für den Sechstagesskipass in einem Gebiet der mittleren Preisklasse wie dem Stubaital - und da sind Anfahrt und Unterkunft noch nicht mit drin, geschweige denn das Essen auf den Hütten. Deshalb müssen vor der Abfahrt zur Piste wichtige Fragen beantwortet werden, sonst wird es noch teurer; vor allem wenn man auf Liftkarten angewiesen ist und vielleicht mit der ganzen Familie unterwegs. Damit Skifahrer günstiger davonkommen, sollten sie daher zum Beispiel klären: Wie lange ist ein Kind ein Kind?

In manchen Gebieten nur bis elf Jahre, in anderen zählen noch 15-jährige Teenager zur günstigsten Kategorie. Unter Fünfjährige fahren meist umsonst, auch Großfamilien mit mehr als zwei Kindern zahlen beim dritten zumindest beim Skifahren meist nicht drauf. Auch Senioren oder Studenten sowie Auszubildende erhalten Rabatte - solange alle, auch die Familien, entsprechende Ausweise zur Hand haben, die Alter und verwandtschaftliche Beziehungen belegen. Schließlich geht es hier ums Geschäft.

Wie bei anderen Verträgen lohnt es sich, im Kleingedruckten nachzuforschen - in diesem Fall auf den Webseiten der Skigebiete, auf Tourismusseiten der Region oder spätestens beim hartnäckigen Nachbohren an der Liftkasse: Einige bieten Kombi-Tickets an, zum Beispiel mit der örtlichen Therme, mit Museen oder Hallenbädern. Andere Regionen legen bei der mehrtägigen Buchung eines Hotelzimmers oder einer Ferienwohnung den Skipass obendrauf, für lau. Oder es gibt mit den Tourismus-Karten zumindest Rabatte. So ist zum Beispiel im Berwanger Tal ab vier Übernachtungen die Top Snow Card für die Tiroler Zugspitz Arena, Garmisch und Mittenwald inklusive - und dem Urlauber stehen knapp 90 Seilbahnen und Lifte offen.

Wieder andere locken mit kostenlosen Skibussen zwischen Pisten und Dörfern, so dass das lästige Autofahren und die noch lästigere Parkplatzsuche entfallen und jeder beim Après-Ski hemmungslos Spaß haben kann. Oder aber die ganze Anreise wird günstiger, wenn man ein Kombi-Ticket mit Bahn, Fern- oder Reisebus wählt. (hier lesen Sie, wie Sie mit der Bahn zum Skifahren in Deutschland, Österreich und der Schweiz kommen).

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Oft ist aber die Wahl, wohin die Reise überhaupt gehen soll, der entscheidende Preisfaktor: Am günstigsten fahren diejenigen, die die Alpen ignorieren und stattdessen im Osten buchen. In Polen etwa gibt es den Skipass für 20 bis 25 Euro am Tag. Wer aber lieber in der Nähe oder bei Altbewährtem bleibt, in Deutschland, Österreich, Italien, Frankreich oder noch teurer in der Schweiz, der sollte sich überlegen, ob er die vielen Pistenkilometer einer gigantischen Skischaukel überhaupt nutzen kann und will - auch wenn rein rechnerisch das Preis-Leistungsverhältnis hier besser ist.

Gerade wer als Anfänger oder mit Kindern unterwegs ist, hat es lieber überschaubar. Bei einzelnen Pisten, sind dann die individuellen Schikanen nach der dritten Fahrt bekannt und die Kinder fixieren sich auf einen Gaudi-Hang, weil dort die schönste, für sie gerade noch zu bewältigende Sprungschanze ist. Da sind ihnen die unentdeckten anderen 300 Pistenkilometer herzlich egal und das Geld dafür hinausgeworfen.

Doch langweilt ein überschaubares Gebiet nicht bald, besonders wenn der Skiurlaub mehrere Tage dauert? Oder vielleicht am Nachmittag nicht nochmal dieselben Hänge befahren werden sollen?

Darauf haben sich die kleinen Skiberge eingestellt, bei denen die Sportler noch nicht von Gipfel zu Gipfel geschaukelt, wenn nicht geschaufelt werden: Weil die kleinen Gebiete mit 30 oder nur 20 oder noch weniger Pistenkilometern nicht mit der Vielfalt der Großen mithalten können, schließen sie sich regional zu Skiverbünden zusammen - die meist mit Bussen vernetzt sind. Dann haben die Sportler die Wahl, ob sie sich besonders günstig für nur ein kleines Gebiet entscheiden - oder für meist nur ein paar Euro mehr ein Ticket für alle Pisten im Skiverbund erstehen. Und auch hier gibt es lohnenswertes Kleingedrucktes, wie etwa die Samstage in der Almenwelt Lofer, an denen Kinder in Begleitung zahlender Eltern gratis fahren.

Auf den folgenden Seiten stellen wir sieben Skiverbünde und ihre aktuellen Preise vor, die gerade für Skifahrer mit Kindern günstige Tickets im Angebot haben und von München aus meist komfortabel erreichbar sind. Dies ist nur eine Auswahl, orientiert an aktuellen Ranglisten besonders beliebter und dennoch relativ billiger Skigebiete. Die gerundeten Preise gelten jeweils für die Hauptsaison - wer die Möglichkeit hat, in der Nebensaison anzureisen, profitiert von weiteren Rabatten. Vergleichen Sie dennoch die Preise der einzelnen Gebiete in den Verbünden - wenn klar ist, dass Sie sich sowieso auf eines oder zwei beschränken werden, ist vielleicht der Kauf von Einzeltickets günstiger.