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Tipps für die Städtereise:Nachtleben und Kniggefragen

Dresden Städtetipps von SZ-Korrespondenten

Mit einem Besuch in der Semperoper kann der Abend in Dresden beginnen.

(Foto: dpa)

Wo der Abend in Dresden beginnt, wie es weitergeht und welches Wort in Dresden immer passt.

Typisch für das Nachtleben in Dresden ist:

Angebote der traditionellen Hochkultur mit der Sächsischen Staatskapelle oder (eine Kategorie darunter) der Dresdner Philharmonie.

Hier beginnt der Abend:

In der Semper Oper, zum Beispiel bei Donizettis L'elisir d'amore (Der Liebestrank).

Dann ziehen Sie weiter ...

... in die Villa Marie, ein Restaurant am Blauen Wunder mit guter italienischer Küche.

Hier wollen alle rein ...

... ins Ballhaus Watzke, einer im Ortsteil Pieschen am Elbufer gelegenen Hausbrauerei - Bier fließt in Massen, das Essen ist entsprechend.

Dabei ist es hier viel besser:

Schillergarten am "Blauen Wunder" - lauschiger Biergarten, ordentliche Küche.

Dies ist der beste Platz für den Sonnenaufgang:

Auf dem historischen Weinberg in Radebeul, wenn man frühmorgens spazieren geht (nach einer Übernachtung in Dresdens schönstem Landhotel, der Villa Sorgenfrei, einem Weingut aus dem Rokoko).

Mit diesem Satz kommen Sie in Dresden gut an:

Es genügt ein Wort: "Nu", das passt immer.

Darüber spricht man in Dresden:

Ein typisches Stadtthema sind die Luftangriffe auf Dresden am 13. und 15. Februar 1945. Nachdem Neonazis den Gedenktag an die Zerstörung der Stadt jahrelang durch rechtsgerichtete Demonstrationen vereinnahmt hatten, sind seit einigen Jahren an diesem Tag auch viele Dresdner auf den Beinen - um eine Menschenkette gegen die Rechtsextremen zu bilden.

Vorsicht, Fettnäpfchen!

Sagen Sie den Dresdnern bloß nicht, dass ihre Stadt trotz aller Schönheit nicht der Mittelpunkt der Erde ist - das könnten sie als Beleidigung auffassen ...

Mehr über Christiane Kohl, Autorin der Dresden-Tipps:

Christiane Kohl berichtet seit 1999 für die Süddeutsche Zeitung, zunächst als Korrespondentin aus Rom über Italien und den Vatikan, seit 2005 aus Dresden und Erfurt über die Bundesländer Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt. Sie hat verschiedene Bücher geschrieben, in dem bislang letzten - "Bilder eines Vaters" - geht es um Kunstraub während der NS-Zeit. Darin spielt ein Gemälde eine wichtige Rolle, das jahrzehntelang in den Staatlichen Kunstsammlungen in Dresden hing.

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